{"id":19929,"date":"2023-07-13T15:14:07","date_gmt":"2023-07-13T13:14:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10640-03\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:08","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:08","slug":"10640-03","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10640-03\/","title":{"rendered":"\u00d6kologische Siedlungsplanung Garnison Ludwigslust (Programm des Kuratoriums zur \u00f6kologisch orientierten Siedlungsplanung, hier Kategorie Konversion)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Zielsetzung bestand in einer \u00f6kologisch orientierten familienfreundlichen Stadtteilplanung. Ein wesentliches Ziel lag in der Planung eines Wohngebietes auf Basis eines konsequent \u00f6kologisch orientierten Konzeptes. Ein wichtiger Gesichtspunkt war der schonende Umgang mit den nat\u00fcrlichen Ressourcen. Dar\u00fcber hinaus sollte gezeigt werden, da\u00df Bauen nach \u00f6kologischen Gesichtspunkten nicht zwangsl\u00e4ufig teurer sein mu\u00df.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1. Kl\u00e4ren der Aufgabenstellung<br \/>\nFestlegung des r\u00e4umlichen Geltungsbereiches und Zusammenstellung aller umweltrelevanten \u00f6rtlichen und \u00fcber\u00f6rtlichen Planungen und Bewertung derselben.<br \/>\n2. Bestandsermittlung und Analyse<br \/>\nHauptaugenmerk bei der Bestandsermittlung- und analyse lag neben dem Gesamtkonzept des st\u00e4dtebaulichen Rahmenplanes vor allem auf den \u00f6rtlichen Besonderheiten des Standortes.<br \/>\n3. Vorentwurf<br \/>\nFestlegungen der Grundz\u00fcge der beabsichtigten baulich-r\u00e4umlichen Gestaltung, der Gr\u00fcnordnung, bez\u00fcglich des ruhenden Verkehrs und f\u00fcr Immissionsschutzma\u00dfnahmen.<br \/>\nErarbeitung der Grundz\u00fcge der textlichen Festsetzungen unter bau\u00f6kologischen Gesichtspunkten.<br \/>\n4. Entwurf<br \/>\nDer Bebauungsplan sollte bereits eine abgestimmte Synthese des st\u00e4dtebaulich-gestalterischen, verkehrsplanerischen und umweltplanerischen Konzeptes darstellen.<br \/>\n5. Genehmigung Planfassung<br \/>\nBer\u00fccksichtigung der w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Auslegung eingegangenen Stellungnahmen, Anregungen und Bedenken.<br \/>\n6. Besondere Leistungen<br \/>\nSachliche Schwerpunkte, die sich als besondere Leistungen in der gesamten Planung widerspiegeln waren dabei die Lokale Agenda, vertr\u00e4gliche Verkehrskonzepte des ruhenden Verkehrs, Bodenschutz insbesondere fl\u00e4chensparende Siedlungsentwicklung, Wasserhaushalt, Immissionsschutz, Klimaschutz und Energie insbesondere energiesparende Bauweise, Gr\u00fcnordnungsplan und \u00f6kologisch orientiertes Bauen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Erstes gro\u00dfes Problem war die Einwerbung von F\u00f6rdermitteln, vor allem auch mit der Zusicherung einer Finanzierung \u00fcber den Zeitraum eines Haushaltsjahres hinaus. Die von der Deutschen Bundes-stiftung Umwelt bereitgestellten F\u00f6rdermittel im Rahmen des Projektes \u00d6kologische Siedlungsplanung konnten nur einen kleinen Teil der Gesamtfinanzierung, auch im planerischen Bereich, abdecken.<br \/>\nF\u00fcr alle beteiligten Beh\u00f6rden  (Landkreis, Land Mecklenburg-Vorpommern) war der Konversionsproze\u00df und die damit verbundenen Stellungnahmen und Genehmigungen ebenfalls absolutes Neuland. Vieles lie\u00df sich nur in einem intensiven Dialog und unter gro\u00dfem pers\u00f6nlichen Einsatz aller Beteiligten einer L\u00f6sung zuf\u00fchren.<br \/>\nIm Verlauf der Arbeiten zeigte sich, da\u00df ein gro\u00dfes Konfliktpotential f\u00fcr die Entwicklung des Areals au\u00dferhalb der eigentlichen Garnisonsgrenzen lag und liegt. Beispielgebend seien nur die gesamte L\u00e4rmproblematik von der IC-Bahntrasse, die Altlastenproblematik au\u00dferhalb der Liegenschaft, die Querung und Gestaltung der Ortsdurchfahrt der Bundesstra\u00dfen 106 und 191 und der Nachbarschaftsschutz von bereits vorhandener Wohnbebauung genannt.<br \/>\nEin weiteres Problem sind fehlende Grundsatzentscheidungen, die f\u00fcr die Entwicklung des Gebietes aber von gro\u00dfer Bedeutung sind. Besonders zu nennen ist die Unklarheit bez\u00fcglich des Baus und des Standortes eines Kombi-Bades.<br \/>\nAufgrund der oben genannten Schwierigkeiten ist es bis jetzt auch nicht m\u00f6glich gewesen, ein \u00d6ko-Vorzeige-Projekt zu verwirklichen. Der Schwerpunkt wurde vielmehr auf einen ganzheitlichen Ansatz f\u00fcr alle Fl\u00e4chen gelegt. Dies schlie\u00dft aber nicht die mittelfristige Umsetzung des ehrgeizigen Vorhabens LU 12 &#8211; Wohnen aus; es gilt auch in der n\u00e4chsten Zeit intelligente Ans\u00e4tze und Methoden zur Umsetzung des Vorhabens zu finden.<br \/>\nDas Programm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zur F\u00f6rderung einer \u00f6kologisch orientierten Siedlungsplanung war von seiner Auslobung, Durchf\u00fchrung und Abrechnung auf sehr konkrete Einzelvorhaben abgestimmt. Der Umfang und die Komplexit\u00e4t der erforderlichen Arbeiten f\u00fcr die Ma\u00dfnahme Konversion der Garnison Ludwigslust war aber erheblich gr\u00f6\u00dfer als bei \u00fcberschaubaren Einzelprojekten. Die Koordinierung der Anforderungen des F\u00f6rderprogramms mit dem tats\u00e4chlichen Bearbeitungsstand der Ma\u00dfnahme in Ludwigslust gestaltete sich sehr schwierig. Erschwerend kam dazu, da\u00df die eigentliche Abwicklung des Projektes nur mit den sehr beschr\u00e4nkten Ressourcen einer kleinen Verwaltung realisiert werden mu\u00dfte. Zuk\u00fcnftige Projekte sollten von vornherein nur unter Hinzuziehung von externen Planungsb\u00fcros durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Entwicklung des ehemaligen Garnisonsgel\u00e4ndes wird von der Ludwigsluster Bev\u00f6lkerung mit Interesse verfolgt, da dieses Gel\u00e4nde jahrzehntelang unzug\u00e4nglich und von der Au\u00dfenwelt abgeriegelt war.  Die verschiedenen Entwicklungsschritte wurden intensiv durch die Tagespresse und die regionalen Zeitungen dargestellt. Die gesamte Problematik der Zukunftswerkst\u00e4tten wurde in der \u00d6ffentlichkeit durch die Presse wirksam verfolgt, was ein \u00fcberdurchschnittliches Bekanntwerden der Planungsprozesse auf dem ehemaligen Garnisonsgel\u00e4nde zur Folge hatte.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt Konversion der ehemaligen Garnison Ludwigslust mit dem Schwerpunkt \u00f6kologische Siedlungsplanung ist noch nicht abgeschlossen, kann aber bisher als Erfolg gewertet werden.<br \/>\nEs ist gelungen, gro\u00dfe Teile der \u00fcber viele Jahrzehnte milit\u00e4risch genutzten Liegenschaft wieder dem zivilen Leben zur Verf\u00fcgung zu stellen. Als besondere Leistung mu\u00df die fl\u00e4chendeckende Altlastensanierung hervorgehoben werden. Eines der dringendsten Umweltprobleme unserer Stadt ist in relativ kurzer Zeit gel\u00f6st worden.<br \/>\nDie Ansiedlung gro\u00dfer Verwaltungseinheiten und des Gymnasiums im neuen Stadtteil ist f\u00fcr die weitere Entwicklung der ehemaligen Garnison als positiv einzusch\u00e4tzen. Hervorgehoben werden mu\u00df immer wieder die Finanzierung des Gesamtprojektes. Ohne die Kombination der verschiedenen F\u00f6rdert\u00f6pfe (KONVER, Altlastensanierung, St\u00e4dtebauf\u00f6rdermittel) mit den Erl\u00f6sen aus Grundst\u00fccksverk\u00e4ufen und den begrenzten Haushaltsmittel der Stadt Ludwigslust h\u00e4tte sich nichts bewegt.<br \/>\nDie Arbeit der Stadtentwicklungsgesellschaft als privatrechtlich organisierter Treuh\u00e4nder der Stadt hat ebenfalls einen sehr gro\u00dfen Anteil an dem erreichten Stand.<br \/>\nDie konkrete Bauleitplanung konnte erst f\u00fcr drei Verfahren zu einem rechtsverbindlichen Stand gef\u00fchrt werden. Allein aufgrund der Gr\u00f6\u00dfe des gesamten Planungsgebietes, der vorgesehenen differenzierten Nutzungen und des hohen planerischen Anspruches war in der zur Verf\u00fcgung stehenden Zeit nicht mehr zu erreichen. Wichtig sind die klaren st\u00e4dtebaulichen Vorgaben aus dem fr\u00fchzeitig beschlossenen Rahmenplan. Der Schwerpunkt der weiteren Arbeit wird ganz eindeutig auf der Bauleitplanung f\u00fcr die Wohn- und Freizeitgebiete liegen. Hier werden vorrangig die \u00f6kologischen Vorgaben umzusetzen sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Zielsetzung bestand in einer \u00f6kologisch orientierten familienfreundlichen Stadtteilplanung. Ein wesentliches Ziel lag in der Planung eines Wohngebietes auf Basis eines konsequent \u00f6kologisch orientierten Konzeptes. Ein wichtiger Gesichtspunkt war der schonende Umgang mit den nat\u00fcrlichen Ressourcen. Dar\u00fcber hinaus sollte gezeigt werden, da\u00df Bauen nach \u00f6kologischen Gesichtspunkten nicht zwangsl\u00e4ufig teurer sein [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[47,2422,63,51,52,53],"class_list":["post-19929","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-klimaschutz","tag-landnutzung","tag-mecklenburg-vorpommern","tag-ressourcenschonung","tag-umweltforschung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"10640\/03","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"10640-03.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"28.172,18","dbu_projektdatenbank_firma":"Stadt LudwigslustHauptamt","dbu_projektdatenbank_strasse":"Schlo\u00dfstr. 38","dbu_projektdatenbank_plz_str":"19288","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Ludwigslust","dbu_projektdatenbank_p_von":"1996-10-01 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"1999-10-06 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"3 Jahre","dbu_projektdatenbank_telefon":"03874\/5260","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Mecklenburg-Vorpommern","dbu_projektdatenbank_foerderber":"7","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/19929","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/19929\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32932,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/19929\/revisions\/32932"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19929"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19929"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19929"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}