{"id":19903,"date":"2023-07-13T15:13:46","date_gmt":"2023-07-13T13:13:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10113-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:13:46","modified_gmt":"2023-07-13T13:13:46","slug":"10113-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10113-01\/","title":{"rendered":"Expo 2000:   Kongre\u00df f\u00fcr eine konsequente Umsetzung des Themas Mensch &#8211; Natur &#8211; Technik"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Kongresses war es, im Hinblick auf die im Jahr 2000 stattfindende.Weltausstellung EXPO 2000,  die konsequente Umsetzung des EXPO-Mottos Mensch-Natur-Technik im Kontext der Bauvorhaben zur Weltausstellung als oberste Maxime zu etablieren. Die Weltausstellung in Hannover wird als die Herausforderung verstanden, Entwicklungen f\u00fcr eine lebenswerte, \u00f6kologisch orientierte Zukunft aufzuzeichnen. Gem\u00e4\u00df dem Motto Mensch-Natur-Technik sollte es Aufgabe der EXPO sein, ein Forum f\u00fcr die weltweite Verbreitung von Ideen, Visionen, M\u00f6glichkeiten und Techniken aufzubauen, um einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen zu f\u00f6rdern. Der vom EXPO-Beaufragten der Deutschen Bundesstiftung Umwelt angeregte Kongre\u00df sollte einerseits durch die Vorgabe, da\u00df alle an der EXPO beteiligten Institutionen, Unternehmen, und \u00f6ffentliche Einrichtungen ihre Bauvorhaben unter \u00f6kologischen Gesichtspunkten thematisieren, die Umsetzung \u00f6kologischer Bauma\u00dfnahmen unterst\u00fctzen, andererseits die Fach\u00f6ffentlichkeit \u00fcber den Stand der Bauvorhaben informieren.<\/p>\n<p>Der Kongre\u00df bezog sich dabei inhaltlich sich auf die gesamte Baustelle Weltausstellung von der Erschlie\u00dfung, \u00fcber die bei der  Planung und Durchf\u00fchrung anstehenden Aspekte wie Abnahme, Fragen der Infrastruktur bis hin zur baulichen Umsetzung sowie der Ver- und Entsorgung.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEs hat sich als \u00e4u\u00dferst schwierig erwiesen, alle an den Bauprozessen Beteiligten f\u00fcr die Darstellung der jeweiligen Bauvorhaben unter \u00f6kologischen Gesichtspunkten zu gewinnen. Erst nachdem, dies auch auf Vorschlag von Herrn Holzknecht, die EXPO 2000 Hannover GmbH f\u00fcr die Schirmherrschaft des Kongresses gewonnen werden konnte, und diese ihrerseits die beteiligten Baupartner zus\u00e4tzlich aufforderte, ihren Beitrag zum Kongre\u00df zu leisten, war es m\u00f6glich, das Programm zu komplettieren. Nicht bei allen angesprochenen Institutionen gelang die Einbindung in den Kongre\u00df. Das Nieders\u00e4chsischen Wirtschaftsministerium wollte z.B. auf keinen Fall, die von ihm betreute Verkehrsplanung zur EXPO vorstellen, so da\u00df dieses Thema von einem EXPO-Mitarbeiter \u00fcbernommen werden mu\u00dfte.<br \/>\nAuch das zur inhaltlichen Abstimmung der Kongre\u00dfbeitr\u00e4ge durchgef\u00fchrte round table-Gespr\u00e4ch  konnte nicht dazu beitragen, da\u00df die Referenten das Thema \u00d6kologie intensiver behandelten. Da \u00f6kologische Aspekte im Rahmen der Bauvorhaben nur einen sehr geringen Stellenwert einnehmen, konnte  hierzu nat\u00fcrlich auch nur wenig gesagt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der Kongre\u00df wurde bundesweit beworben sowie von intensiver Pressearbeit begleitet. Vor Veranstaltungsbeginn wurde eine Pressekonferenz durchgef\u00fchrt, an der Fachjournalisten aus der gesamten Bundesrepublik teilnahmen. Der Programmfolder wurde in einer Auflage von 40.000 gedruckt. E wurde einerseits der Zeitschrift Bauwelt beigelegt, andererseits \u00fcber direct mailing an ca. 9000 Architekten, die Architektenkammern, Bau- und Umwelt\u00e4mter in Norddeutschland, Universit\u00e4ten, Abgeordnete des Bundestages, Abgeordnete des Nieders. Landtages, gro\u00dfe Wirtschaftsbetriebe im Gro\u00dfraum Hannover, Parteiverb\u00e4nden bundesweit, Industrie- und Handwerkskammer in Norddeutschland  verschickt sowie \u00fcber die EXPO 2000 Hannover GmbH verteilt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Generell kann gesagt werden, da\u00df bei den meisten Baubeteiligten eine Darstellung ihrer Bauvorhaben unter \u00f6kologischen Gesichtspunkten nur sehr z\u00f6gerlich vorgenommen wurde. Entweder weigerten sie sich am Kongre\u00df teilzunehmen, oder sie nahmen im Rahmen ihrer Vortr\u00e4ge nur sehr vage zu \u00f6kologischen Aspekten Stellung. Au\u00dferdem nahm die EXPO 2000 Hannover GmbH, nachdem sie die Schirmherrschaft \u00fcbernommen hatte, intensiven Einflu\u00df auf die Programmgestaltung. Ein Vorgehen, welche der Veranstalter akzeptieren mu\u00dfte, denn ohne die EXPO 2000 Hannover GmbH w\u00e4re ein Kongre\u00df \u00fcber die Bauvorhaben zur EXPO nicht m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>Eines zeigte der Kongre\u00df sehr deutlich. Das Thema \u00d6kologie im Rahmen der Bauvorhaben wird \u00e4u\u00dferst nachrangig behandelt. Die Intention des Kongresses, durch die Durchf\u00fchrung der Veranstaltung \u00f6kologische Aspekte im Kontext der Bauma\u00dfnahmen zu bef\u00f6rdern, mu\u00df als gescheitert betrachtet werden.  Den st\u00e4rksten Einflu\u00df auf die Bauvorhaben haben \u00f6konomische Aspekte, das Motto der EXPO Mensch &#8211; Natur &#8211; Technik wird von den meisten Bautr\u00e4gern als irrelevant bzw. Nachrangig betrachtet. Die Entwicklung der Kronsberg-Siedlung ist sicherlich ein besonders pr\u00e4gnantes Beispiel f\u00fcr die Probleme \u00f6kologischer Bauvorhaben im Kontext der Weltausstellung.<br \/>\nDer Verlauf des Kongresses zeigte, da\u00df einerseits ein von au\u00dfen unternommener Versuch zur F\u00f6rderung \u00f6kologischer Aspekte bei EXPO-Bauma\u00dfnahmen allein bereits daran scheitern mu\u00df, da die an den Bauprozesses Beteiligten keinerlei Bereitschaft zeigten, Einflu\u00df auf ihre Bauvorhaben zuzulassen. Es ist  Aufgabe der EXPO 2000 Hannover GmbH die \u00f6kologische Seite der Bauvorhaben zu forcieren, dies h\u00e4tte jedoch bereits in einem viel fr\u00fcheren Stadium geschehen m\u00fcssen. Zum Zeitpunkt des Kongresses waren die meisten Bauma\u00dfnahmen, zumindest was die Planungen betrifft, bereits fixiert.<br \/>\nDie EXPO 2000 Hannover GmbH hat den Kongre\u00df im Sinne der Selbstdarstellung und nicht im Sinne eines kritischen Hinterfragens der EXPO-Bauma\u00dfnahmen genutzt. Eine kritische und offene Reflexion der Bauma\u00dfnahmen war nicht m\u00f6glich, da von Seiten der Bau-Beteiligten keinerlei Bereitschaft bestand,  Einflu\u00df auf die jeweiligen Ma\u00dfnahmen nehmen zu lassen bzw. detaillierte Einblicke zu gew\u00e4hren. <\/p>\n<p>Teilnehmer:<br \/>\nDer Kongre\u00df war insgesamt gut besucht (122 Teilnehmer). Die Teilnehmer  kamen vor allem aus Architektur- und Planungsb\u00fcros, Anbietern von Baustoffen, sowie st\u00e4dtischen Einrichtungen. Die Diskussionsbereitschaft der Teilnehmer war recht gro\u00df, auch wenn ihr teilweise von Seiten der Referenten nicht genug entsprochen wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Kongresses war es, im Hinblick auf die im Jahr 2000 stattfindende.Weltausstellung EXPO 2000, die konsequente Umsetzung des EXPO-Mottos Mensch-Natur-Technik im Kontext der Bauvorhaben zur Weltausstellung als oberste Maxime zu etablieren. 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