{"id":19896,"date":"2023-07-13T15:09:23","date_gmt":"2023-07-13T13:09:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/03397-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:09:24","modified_gmt":"2023-07-13T13:09:24","slug":"03397-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/03397-01\/","title":{"rendered":"Gestaltung eines eigenst\u00e4ndigen, umweltgerechten Tourismus in der Region Rheinsberg &#8211; Zechlin, ausgehend von der Entwicklung des Ortes Rheinsberg zur Brundtland-Stadt"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Vielf\u00e4ltige Aktivit\u00e4ten innerhalb der 16 Gemeinden des Amtes Rheinsberg bestimmen derzeit die touristische Entwicklung. H\u00e4ufig sind diese offensichtlich nicht aufeinander abgestimmt, von gemeindlichem Konkurrenzdenken bestimmt oder in ihren Wirkungen f\u00fcr eine gemeinsame touristische Zukunft kontra-produktiv.<br \/>\nDurch eine Touristenkonzeption sollen diese Einzelaktivit\u00e4ten geb\u00fcndelt, verst\u00e4rkt und auf ein gemeinsames touristisches Entwicklungsbild konzentriert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas B\u00fcro f\u00fcr Tourismus- und Erholungsplanung (BTE) wurde vom Amt Rheinsberg beauftragt, auf der Grundlage einer dreimonatigen Vorerkundung im Sommer 1993 eine Tourismuskonzeption f\u00fcr die Rheinsberger Region zu erarbeiten.<br \/>\nIm Bearbeitungszentrum von Januar bis Oktober 1994 wurden in Abstimmung mit den Gemeinden und Akteuren des regionalen Fremdenverkehrs Entwicklungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen umweltschonenden und regional angepa\u00dften Tourismus erarbeitet.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Voruntersuchung (BTE et.al. 1993) zur vorliegenden Tourismuskonzeption wurden problemorientiert die touristischen Entwicklungspotentiale und Engpa\u00dffaktoren aufgearbeitet. Dabei wurden folgende Arbeitsschritte vorgenommen:<\/p>\n<p>\u00b7 Auswertung der zur Verf\u00fcgung stehenden Gutachten und Strukturdaten f\u00fcr die Region sowie Durchf\u00fchrung einer St\u00e4rken\/Schw\u00e4chen-Analyse auf der Grundlage einer zielgerichteten Bestandserhebung;<br \/>\n\u00b7 Expertengespr\u00e4che mit Vertretern des DeHoGa, \u00f6rtlicher Vereine, touristischer Anbieter, des Fremdenverkehrsvereins, der Verwaltung und des Naturschutzes;<br \/>\n\u00b7 Befragung von Urlaubern im Hinblick auf besondere Qualit\u00e4ten und Defizite im touristischen Angebot der Region.<\/p>\n<p>Nach Kl\u00e4rung der Weiterfinanzierung konnte im Januar 1994 mit der Bearbeitung der eigentlichen Tourismuskonzeption begonnen werden.<\/p>\n<p>Die Vorgehensweise und Ma\u00dfnahmenvorschl\u00e4ge der Tourismuskonzeption wurden von Anfang an mit Akteuren vor Ort diskutiert und abgestimmt. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe mit den regionalen Akteuren<br \/>\ngegr\u00fcndet, die den Erarbeitungsproze\u00df begleiten und unterst\u00fctzen sollte. Zu dieser AG Fremdenverkehr eingeladen und \u00fcber die Konzeption informiert wurden Vertreter der Gemeinden, der Verwaltung, Vereine aus den Bereichen Fremdenverkehr, Naturschutz, Wirtschaft und Kultur sowie touristische Leistungstr\u00e4ger.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>F\u00fcr die weitere Planung und Entwicklung des regionalen Fremdenverkehrs ist es notwendig, eine Strategie zu entwickeln, die das Ziel der Schaffung eines qualitativen Tourismus unterst\u00fctzt und nicht durch kontraproduktive Entscheidungen gef\u00e4hrdet. Grunds\u00e4tzliche Entscheidungskriterien sind:<\/p>\n<p>\u00b7 Qualit\u00e4t vor Quantit\u00e4t<br \/>\n\u00b7 Langsames Wachstum<br \/>\n\u00b7 Ausbalanciertes Wachstum<\/p>\n<p>Im Fremdenverkehrsmanagement kommen unterschiedliche Handlungsm\u00f6glichkeiten in Frage, die entsprechend Ihrer Eignung miteinander zu kombinieren sind. In der folgenden Tabelle wird dieser Instrumenten-Mix skizziert:<\/p>\n<p>Instrumente des umweltvertr\u00e4glichen Fremdenverkehrsmanagements<\/p>\n<p>Ma\u00dfnahmen auf der Angebotsseite<br \/>\n &#8211;\tVergr\u00f6\u00dferung bzw. Verringerung der Kapazit\u00e4ten (Unterk\u00fcnfte, Parkpl\u00e4tze, etc.);<br \/>\n &#8211;\tErh\u00f6hung des Nutzungsgrades (klare Informationen und Ausweisung von Wegen, etc.);<br \/>\n &#8211;     Schutz \u00f6kologisch sensibler Bereiche (Zonierung mit zeitweiligen oder nutzungsspezifischer Sperrungen bzw. Schaffung von attraktiven Alternativ-Angeboten);<br \/>\n &#8211;     Ausbildung und Schulung von Personal.<\/p>\n<p>Ma\u00dfnahmen auf der Nachfrageseite<br \/>\n&#8211;\tAnpassung an bestehende Kapazit\u00e4ten (Zugangsbeschr\u00e4nkungen, Geb\u00fchren, gef\u00fchrte Touren etc.).<\/p>\n<p>Beeinflussung des Besucherverhaltens<br \/>\n&#8211;\tF\u00f6rderung der Nebensaison;<br \/>\n&#8211;\tMa\u00dfnahmen zur r\u00e4umlichen Entflechtung;<br \/>\n&#8211;     F\u00f6rderung vertr\u00e4glicher Zielgruppen durch gezieltes Marketing;<br \/>\n&#8211;     Information, Auskl\u00e4rung (Umwelttips, Leitsysteme, etc.);<br \/>\n&#8211;     Kontrolle der Schutzma\u00dfnahmen (durch geschulte ABM-Kr\u00e4fte, F\u00f6rster, Zeltplatzwarte, Betreiber von Reiterh\u00f6fen, etc.).<\/p>\n<p>Ma\u00dfnahmen der Kompensation<br \/>\n&#8211;\tGgf. Entsch\u00e4digung (touristischer) Betriebe oder Gemeinden, die nicht vom Fremdenverkehr durch Unterk\u00fcnfte, etc. profitieren,                             \t\t\t\t\t stattdessen ihr nat\u00fcrliches Potential an Landschaft und Natur bereitstellen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die touristische Tragf\u00e4higkeit l\u00e4\u00dft sich \u00fcber genaue Zahlen kaum quantifizieren, da vor allem die zeitlichen (z. B. Ausflugsverkehr) und r\u00e4umlichen Konzentrationen (an touristischen Schwerpunkten) stark variieren. Auch kann die Art der touristischen Nutzung in ihren Auswirkungen sehr unterschiedlich sein. Ein Badegast ist weniger problematisch anzusehen als beispielsweise ein Motorbootfahrer. Es gibt auch die M\u00f6glichkeiten, bestimmte Nutzungen vertr\u00e4glicher zu gestalten: Beispielsweise die Verwendung von solarbetriebenen Booten in Kombination mit einem optimierten Schiffsk\u00f6rper anstelle von Motorbooten. Realistischer und sinnvoller ist es daher, nicht eine bestimmte Anzahl von G\u00e4sten zu kalkulieren, sondern die Art und Weise von Aktivit\u00e4ten zu bestimmen, die mit den regionalen Gegebenheiten vereinbar sind. Gefordert ist also ein Fremdenverkehrsmanagement, das hei\u00dft, der Umgang mit bestimmten Freizeit-nutzungen sowie die Abstimmung der Nutzungen untereinander.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Vielf\u00e4ltige Aktivit\u00e4ten innerhalb der 16 Gemeinden des Amtes Rheinsberg bestimmen derzeit die touristische Entwicklung. H\u00e4ufig sind diese offensichtlich nicht aufeinander abgestimmt, von gemeindlichem Konkurrenzdenken bestimmt oder in ihren Wirkungen f\u00fcr eine gemeinsame touristische Zukunft kontra-produktiv. 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