{"id":19876,"date":"2023-07-13T15:12:28","date_gmt":"2023-07-13T13:12:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/08154-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:12:30","modified_gmt":"2023-07-13T13:12:30","slug":"08154-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/08154-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Holz: Koordination des Bereiches Schnellanalyse sowie zentrale Probenvorbereitung und Abgleich der Me\u00dfwerte"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die quantitative Bestimmung des Belastungspotentials von Altholz stellt ein erhebliches Problem dar. Einzelne Wirkstoffe m\u00fcssen bisher aufwendig im Labor bestimmt oder k\u00f6nnen durch Farbtests nur qualitativ und mit hohen Nachweisgrenzen erkannt werden. Im Altholz kann jedoch eine Vielzahl organischer und anorganischer Holzschutzmittel (HSM) enthalten sein. Durch ihre strukturellen Unterschiede, Wechselwirkungen zwischen den Wirkstoffen sowie zwischen diesen und der komplizierten organischen Matrix Holz ist vor allem die Bestimmung organischer Wirkstoffe zus\u00e4tzlich erschwert. Deshalb fehlt bisher eine schnelle und kosteng\u00fcnstige Technologie. Ziel des Verbundprojektes ist durch die breit angelegte Auswahl unterschiedlicher analytischer Ans\u00e4tze eine Technologie zu entwickeln, die eine Schnellerkennung des Belastungspotentials von Altholz, z.B. auf Altholzsammelpl\u00e4tzen erm\u00f6glicht.<br \/>\nAufgrund des angestrebten gemeinschaftlichen Vorgehens von Partnern aus verschiedenen Bereichen ist eine Koordination der Einzelprojekte erforderlich, die einen st\u00e4ndigen Informationsaustausch zwischen den Projektpartnern sicherstellt sowie den aktuellen Stand der Arbeiten dokumentiert und \u00fcberwacht. Dar\u00fcber hinaus ist eine einheitliche Probenbereitstellung notwendig.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Verbundprojekt ist in zwei Abschnitte unterteilt, dessen erster bereits angelaufen ist und bis Mai 1997 beendet sein soll. Dieser erste Abschnitt dient dem Methodenvergleich und ist wiederum in drei Phasen gegliedert:<br \/>\n1. Phase: Die generelle Detektierbarkeit der ausgew\u00e4hlten 20 organischen und anorganischen Wirkstoffe mit den verschiedenen Methoden wird an Standards untersucht, die Ger\u00e4te werden entsprechend kalibriert.<br \/>\n2. Phase: Holzproben, die mit den reinen Wirkstoffen behandelt worden sind, dienen der Erkennung von Effekten, die auf der Matrix Holz beruhen.<br \/>\n3. Phase: Holzproben, die mit realen HSM, Wirkstoffen im Gemisch und zus\u00e4tzlich verschiedensten Binde- und L\u00f6semitteln sowie sonstigen Zus\u00e4tzen definiert behandelt worden sind, lassen Matrixeffekte tiefergehend erkennen. Zus\u00e4tzlich sollen die Nachweisgrenzen von HSM in der Matrix Holz f\u00fcr die verschiedenen Methoden ausgelotet werden.<br \/>\nIm zweiten Abschnitt ab Sommer 1997 wird mit den verbliebenen Techniken die Adaption auf reales Altholz unter Praxisbedingungen untersucht. Hier werden vor allem \u00dcberlagerungen durch Beschichtungen, Lacke und Verschmutzungen auftreten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In dem z.Zt. noch nicht abgeschlossenen 1. Projektabschnitt wurden Proben wie vorgesehen verschickt, die 20 organische und anorganische Wirkstoffe, teilweise bereits in Kombination mit technischen L\u00f6semitteln, Bindemitteln und Pigmenten enthielten. Die Wirkstoffe waren nach der H\u00e4ufigkeit ihrer Verwendung und ihrer \u00f6kotoxikologischen Relevanz ausgew\u00e4hlt worden. Neben aktuell eingesetzten Wirkstoffen wurden dabei auch Stoffe ber\u00fccksichtigt, die heute nicht mehr verwendet, im Altholz aber noch \u00fcber Jahrzehnte anfallen werden. Zus\u00e4tzlich wurden f\u00fcr die einzelnen Projektpartner spezielle Proben vorbereitet, wenn auftretende Fragestellungen dies erforderten.<br \/>\nDie bisher vorliegenden Erkenntnisse unterstreichen die Komplexit\u00e4t der Matrix Holz. Je nach Me\u00dfmethode werden verschiedene Wirkstoffe oder Wirkstoffgruppen unterschiedlich sicher erfasst. Manche Wirkstoffe k\u00f6nnen aufgrund der Spezifikationen der Me\u00dfmethode nicht detektiert werden. Auch zeigen die verschiedenen Methoden unterschiedliche Empfindlichkeiten gegen eine Ver\u00e4nderung der Messbedingungen, wie z.B. der Feuchte der Proben.<br \/>\nEine abschlie\u00dfende Bewertung der einzelnen Methoden ist daher erst nach Abschluss des 2. Projektabschnitts m\u00f6glich, in dem die Messparameter untersucht und den Verh\u00e4ltnissen in der Praxis angepasst werden sollen. Gerade unter den rauhen Alltagsbedingungen, wie sie z.B. in einer Altholzsammelstelle herrschen, in der vielfach verschmutzte, beschichtete und in ihrer Feuchte variierende H\u00f6lzer anfallen, sind weitere Untersuchungen notwendig.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Verbundprojekt wurde auf Sitzungen mehrerer Fachaussch\u00fcssen bereits vorgestellt. Die hier stattfindenden Diskussionen unterstreichen die aktuelle Bedeutung des Projekts. Weitere Vortr\u00e4ge auf nationalen und internationalen Tagungen der Bereiche Umwelttechnologie und Holzschutz sind in Vorbereitung (VDI-Seminar im Rahmen der UTECH, Berlin, 18.-19.2.1997) bzw. Planung (IRG, Vancouver, Mai 1997). Pr\u00e4sentationen werden auf der LIGNA, ebenfalls im Mai 1997 erfolgen. Zus\u00e4tzlich sind weitere \u00f6ffentlichkeitswirksame Pr\u00e4sentationen u.a. auch in Fachzeitschriften in Planung. Hierf\u00fcr bietet sich zur Verbreiterung der Informationsbasis das Abwarten auf die Ergebnisse zum Ende des 1. Projektabschnitt Mitte 1997 an.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die verschiedenen Methoden lassen aufgrund der Bandbreite der detektierbaren Wirkstoffe und ihrer Robustheit gegen Matrixeinfl\u00fcsse unterschiedliche Eignungen f\u00fcr eine praktische Anwendung erkennen. Einige vielversprechende Verfahren sollten in st\u00e4ndiger Ann\u00e4herung an die Praxis auf die Grenzen ihrer Leistungsf\u00e4higkeit hin untersucht werden.<br \/>\nZus\u00e4tzlich ist vom Gesetzgeber ein praktikabler Weg zur Nutzung von Altholz aufzuzeigen, der neben einer klaren Definition unterschiedlicher Belastungspotentiale der verschiedenen Altholzsortimente aufgrund potentiell enthaltener Wirkstoffe auch deutliche Grenzwerte f\u00fcr die entsprechende Zuordnung in bestimmte Klassen behandelten Holzes erm\u00f6glicht.<br \/>\nAufgrund dieser Grenzwerte kann dann die in Entwicklung befindliche Schnellanalysentechnologie sinnvoll genutzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die quantitative Bestimmung des Belastungspotentials von Altholz stellt ein erhebliches Problem dar. 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