{"id":19864,"date":"2024-11-27T10:32:14","date_gmt":"2024-11-27T09:32:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/00456-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:32:14","modified_gmt":"2024-11-27T09:32:14","slug":"00456-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/00456-01\/","title":{"rendered":"Ausbau des Gutshauses Criewen &#8211; zu einem deutsch-polnisches Umweltzentrum im Nationalpark Unteres Odertal"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit dem Deutsch-Polnischen Umweltbildungs- und Begegnungszentrum Schloss Criewen sollte ein Forum zur Kommunikation f\u00fcr nationale und internationale Verb\u00e4nde und Organisationen, Stiftungen, \u00f6ffentliche Verwaltungen, privatwirtschaftliche Unternehmen und wissenschaftliche Forschungseinrichtungen geschaffen werden. Bestandteil des Konzeptes ist ein UmweltBildungsZentrum (UBZ) im Schlossgeb\u00e4ude, welches eine kontinuierliche Bildungsarbeit und einen regelm\u00e4\u00dfigen Gedankenaustausch auch auf internationaler Ebene erm\u00f6glicht. Ein zentraler Aspekt bei diesem Projekt ist die grenz\u00fcbergreifende Zusammenarbeit mit dem(n) \u00f6stlichen Nachbarn.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAufbau und Leitung der Umweltbildungseinrichtung mit der Organisation des Tagungsbetriebs wurde der als gemeinn\u00fctzig anerkannten Internationalpark Unteres Odertal GmbH \u00fcbertragen, deren alleiniger Gesellschafter die Nationalparkstiftung Unteres Odertal ist. Die Nationalparkstiftung Unteres Odertal hat als Stiftungszweck unter anderem die F\u00f6rderung der deutsch-polnischen Verst\u00e4ndigung im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes in ihrer Satzung verankert. Auf der Grundlage eines langfristigen Mietvertrages zwischen der Internationalpark Unteres Odertal gGmbH und dem Land Brandenburg wurde die Nutzung des Schlosses geregelt.<br \/>\nEin weiterer ganz wesentlicher Bestandteil der Gesamtkonzeption ist das BesucherInformationsZentrum (BIZ) f\u00fcr den Nationalpark Unteres Odertal, welches im ehemaligen Schafstall des Gutshauses von der Nationalparkverwaltung betrieben wird. Zur Herstellung und Nutzung m\u00f6glichst umfangreicher Synergieeffekte wurde die Nationalparkverwaltung ebenfalls auf dem Gel\u00e4nde angesiedelt; sie hat ihren Sitz im ehemaligen Verwalterhaus.<br \/>\nTechnisch wurde die gesamte Sanierung des Areals durch die Landesbauverwaltung im Bereich des Ministeriums f\u00fcr Finanzen des Landes Brandenburg realisiert. Somit konnte trotz der au\u00dferordentlichen langen Sanierungs- und Bauzeit eine einheitliche Handhabung und Gestaltung des Areals erreicht werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Finanzierung der Gesamtkosten von \u00fcber 7 Mio. EURO f\u00fcr Umbau, Restaurierung und Ausstattung des Ensembles \u00fcbernahmen die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Europ\u00e4ische Union (INTERREG II und LIFE) sowie das Land Brandenburg. Das Verwalterhaus, also der Sitz der Nationalparkverwaltung Unteres Odertal, wurde nat\u00fcrlich ausschlie\u00dflich durch das Land Brandenburg finanziert.Die unvorhergesehene Kostenentwicklung bei der langj\u00e4hrigen Sanierung der denkmalgesch\u00fctzten Ge-b\u00e4ude machte erhebliche, zum Teil sogar schmerzhafte Einschnitte im urspr\u00fcnglichen Konzept erforderlich. Hier sei insbesondere der notwendige vorl\u00e4ufige Verzicht auf das geplante eigene Bettenhaus f\u00fcr die Umweltbildungseinrichtung erw\u00e4hnt.<br \/>\nDas Schloss Criewen als UmweltBildungsZentrum (UBZ) bildet mit den Nebengeb\u00e4uden, in denen die Naturwacht, das Besucherinformationszentrum des Nationalparks und die Nationalparkverwaltung untergebracht sind, eine harmonische Einheit. Die denkmalschutzgerecht restaurierten R\u00e4ume des Schlosses geben allen Veranstaltungen einen stilvollen Rahmen. Insgesamt bietet das Tagungszentrum in 7 R\u00e4umen mit ca. 400 m2 Fl\u00e4che Platz f\u00fcr Tagungen und Konferenzen. Eine Fachbibliothek und ein Leseraum wird gemeinsam genutzt und steht auch den Besuchern zur Verf\u00fcgung. Die Ausstattung der Tagungsr\u00e4ume unterst\u00fctzt den Anspruch der Akademie, mit einer niveauvollen Gestaltung Unverwechselbarkeit zu schaffen. Neben einer hochwertigen M\u00f6blierung ist das Zentrum mit moderner Konferenztechnik und Dolmetscherkabinen f\u00fcr zweisprachige Simultan\u00fcbersetzung ausgestattet. Vorl\u00e4ufig ist die Unterbringung und Verpflegung der Tagungsg\u00e4ste nur in der n\u00e4heren Umgebung m\u00f6glich. Das urspr\u00fcnglich geplante G\u00e4stehaus konnte aufgrund fehlender Finanzmittel bisher noch nicht realisiert werden. Gegenw\u00e4rtig werden verschiedene Varianten gepr\u00fcft, das offene Finanzierungsproblem zu l\u00f6sen.<br \/>\nDas BesucherInformationsZentrum (BIZ) im ehemaligen Schafstall besteht im wesentlichen aus einer Gesamtschau zu den Themen des Nationalparks. Die Ausstellung ist in 10 Ausstellungsstationen unterteilt, die den Besucher vor allem \u00fcber Dinge informiert, die er beim Besuch des eigentlichen Schutzgebietes nicht oder nur schwer entdecken kann. Sie soll ihn neugierig auf die Natur machen. F\u00fcr die Ausstellung wurde ein Eintrittskartensystem entworfen, das zu jeder Station weitere Informationen und besonders f\u00fcr Kinder geeignete Ratespiele bereit h\u00e4lt. Diese Informationen k\u00f6nnen vom Besucher gesammelt und mitgenommen werden. Die Stationen werden erg\u00e4nzt durch zus\u00e4tzliche Erlebnisbereiche, die insbesondere auch f\u00fcr Kinder und Jugendliche eingerichtet wurden, um sie spielend mit der Natur, dem Naturschutzgedanken und dem Nationalpark vertraut zu machen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im weiteren Betrieb des gerade er\u00f6ffneten UmweltBildungsZentrums (UBZ) wird j\u00e4hrlich ein Tagungsprogramm an die in der Teilnehmerdatei aufgenommenen Institutionen bzw. Personen versandt. Parallel dazu wird zu jeder geplanten Veranstaltung ein Faltblatt gestaltet und an ausgew\u00e4hlte Zielgruppen geschickt. Weitere M\u00f6glichkeiten der Vermarktung sind die Pr\u00e4sentation \u00fcber das Internet und die Ank\u00fcndigung in Fachzeitschriften. Eine ansprechende dreisprachige Internetpr\u00e4sentation (deutsch &#8211; polnisch &#8211; englisch) wird zur Zeit erarbeitet.<br \/>\nDas BesucherInformationsZentrum (BIZ) wurde schon am 09. September 2000 er\u00f6ffnet und stellt seitdem einen absoluten Besuchermagneten in der Region dar. Mehr als 200 mal wurde das Zentrum bisher in der Presse erw\u00e4hnt, runde Besucherzahlen und besondere Ausstellungsobjekte sind regelm\u00e4\u00dfig An-lass zu umfangreichen regionalen, aber auch \u00fcberregionalen Berichten. Das regionale aber auch das landesweite Fernsehen berichteten bereits mehrfach \u00fcber das Besucherzentrum.<br \/>\nDas MLUR selbst beabsichtigt, beide Einrichtungen in die Internetpr\u00e4sentation des Ressorts aufzunehmen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Sanierung der denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4ude hat sich zeitlich wie finanziell als \u00fcberaus aufwendig herausgestellt. Dies ist anf\u00e4nglich von allen Beteiligten deutlich untersch\u00e4tzt worden. Es wurden umfangreiche Umplanungen notwendig, die einen ganz erheblichen Zeitverzug bedingten. Der DBU geb\u00fchrt in diesem Zusammenhang ein ganz besonderer Dank f\u00fcr die ausgesprochen konstruktive Begleitung des Projektes.<br \/>\nZur Bew\u00e4ltigung der finanziellen Probleme musste bis zur Sicherstellung der weiteren Finanzierung vorl\u00e4ufig auf ein eigenes Bettenhaus f\u00fcr das UmweltbildungsZentrum (UBZ) verzichtet werden, was den Start des Betriebes unzweifelhaft erschwert. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die \u00dcbergangszeit bew\u00e4ltigt werden kann und der Tagungsbetrieb zufriedenstellend anl\u00e4uft.<br \/>\nDas BesucherInformationsZentrum (BIZ) ist bereits jetzt von Erfolg gekr\u00f6nt. Seit Er\u00f6ffnung haben mit steigender Tendenz bereits 58.000 Besucher (Stand 24. Juli 2002) die Ausstellung erlebt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit dem Deutsch-Polnischen Umweltbildungs- und Begegnungszentrum Schloss Criewen sollte ein Forum zur Kommunikation f\u00fcr nationale und internationale Verb\u00e4nde und Organisationen, Stiftungen, \u00f6ffentliche Verwaltungen, privatwirtschaftliche Unternehmen und wissenschaftliche Forschungseinrichtungen geschaffen werden. 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