{"id":19862,"date":"2023-07-13T15:13:20","date_gmt":"2023-07-13T13:13:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/09413-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:13:21","modified_gmt":"2023-07-13T13:13:21","slug":"09413-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/09413-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Erprobung eines Instrumentariums zur Analyse und Optimierung des Abfallentsorgungsverhaltens mittelst\u00e4ndischer Gewerbebetriebe"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die AKU Umweltschutz GmbH, Leinefelde, ein Tochterunternehmen der AKU Akademie f\u00fcr kommunalen Umweltschutz e. V. in Georgsmarienh\u00fctte wurde zur \u00dcbertragung der Arbeitsergebnisse des Vereins im Eichsfeld zur Verbesserung der Kontakte zu Ansprechpartnern und Kunden in den neuen Bundesl\u00e4ndern eingerichtet. Das Vorhaben zielte auf eine modellhafte Entwicklung zur \u00f6kologischen Analyse von kleineren Gewerbebetrieben mit dem Schwerpunkt Abfallvermeidung und Verwertung. Zun\u00e4chst sollten betriebs- und branchentypische Abf\u00e4lle und ihre Entstehung ermittelt und f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Branchen vorhandene Daten zur aktuellen Abfallentsorgung erfa\u00dft und vervollst\u00e4ndigt werden. Durch den Einsatz der F\u00f6rdermittel wurde die T\u00e4tigkeit f\u00fcr die Betriebe kostenfrei angeboten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZun\u00e4chst wurden umfangreiche Recherchen und Befragungen auch in einzelnen Betrieben durchgef\u00fchrt. Die getroffene Auswahl der Branchen wurde entsprechend dem Projektfortschritt und sich ver\u00e4ndernder Rahmenbedingungen aktualisiert. Es wird die Unterst\u00fctzung durch die Kreishandwerkerschaft Oberes Eichsfeld hervorgehoben. Weiterhin werden besonders genannt die Handwerkskammer Erfurt, insbesondere deren Kfz-Innung, sowie die Abteilung Industrie und Umwelt der Industrie- und Handelskammer Ostth\u00fcringen und die im Jahr 1997 neugegr\u00fcndeten Umweltinnovationszentren Gera, Suhl und Erfurt. Die Bereitstellung von Datenmaterial und Detailinformationen aus einzelnen Unternehmen ist grunds\u00e4tzlich abh\u00e4ngig von der Bereitschaft des einzelnen Unternehmers. Hier erfolgte eine Kontaktaufnahme und die Schaffung einer Vertrauensbasis unter Vermittlung der Kammern, Organisationen und Innungen. <\/p>\n<p>Durch pers\u00f6nliche Gespr\u00e4che wurde die Vertrauensbasis geschaffen und vertieft, um das reale Abfallverhalten in kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen zu analysieren. Aktuelle Entwicklungen z. B. eine sich verst\u00e4rkende Problematik bez\u00fcglich Krankenhausabf\u00e4llen, wurden aufgegriffen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Bereich Krankenhausabf\u00e4lle konnte ein detailliertes Instrumentarium mit Vergleichs- und Orientierungswerten als Abfallcontrollingsystem erarbeitet werden. Ergebnisse wurden nicht nur regional, sondern landesweit \u00fcber Verb\u00e4nde und Kammern bekannt gemacht. <\/p>\n<p>In der Kfz-Branche wurde erreicht, da\u00df 10 Unternehmen sich am Projekt beteiligten, wobei es sich \u00fcberwiegend um Autoh\u00e4user und LKW-Werkst\u00e4tten handelt. Eine Fragebogenaktion wurde durch zus\u00e4tzliche gemeinsame Betriebsgehungen und Abfallbesichtigungen erg\u00e4nzt. Hier konnten Defizite in der Abfallarten-\/Mengenerfassung bewu\u00dft gemacht werden. Zum Teil war auch eine tiefergehende Analyse der betrieblichen Abfallsituation m\u00f6glich. Auf konkrete Ergebnisse in der Kartonagen- und Sonderabfallentsorgung wird hingewiesen. <\/p>\n<p>Auch in der Tischlereibranche wurden verschiedene Betriebe f\u00fcr das Projekt gewonnen. Aufgrund der Betriebsbegehungen konnten konkrete Vorschl\u00e4ge zur Verbesserung zur Abfallsituation gemacht werden. Es wurde ein Abfalltrennungssystem organisiert. Die Ergebnisse wurden auf Innungsversammlungen zun\u00e4chst intern er\u00f6rtert. F\u00fcr ein mittelgro\u00dfes Krankenhaus mit 300 Betten konnte ein Instrumentarium f\u00fcr ein Abfallcontrollingsystem entwickelt und erprobt werden, das auf anderen Krankenh\u00e4usern \u00fcbertragbar ist.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisverbreitung ist mit der \u00d6ffentlichkeitsarbeit im Projekt in einem Zuge zu nennen. Schwerpunkt war eine kontinuierliche Information der Industrie- und Handwerkskammern sowie eine Ergebnispr\u00e4sentation auf Innungsversammlungen. Die Ergebnisse im Krankenhausbereich wurden Abfallberatern anderer Krankenh\u00e4user zur Verf\u00fcgung gestellt. Weitere Informationsveranstaltungen wurden vorbereitet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem Vorhaben konnten vor Ort und gezielt am Entscheidungsort Ma\u00dfnahmen zur Vermeidung und Verminderung vorbereitet und zum Teil bereits umgesetzt werden. Auch mit den notwendigen vorbereitenden Schritten zur Bestandserfassung und Analyse wurden nicht nur aus zahlreichen anderen Untersuchungen bereits vorliegenden Ergebnisse erg\u00e4nzt, sondern es konnte auf regionale und strukturelle Besonderheiten abgestellt und bei den Verantwortlichen ein Abfallbewu\u00dftsein gesch\u00e4rft werden. Das Vorhaben ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Einzelma\u00dfnahmen, was mit den \u00fcbergegebenen umfangreichen Projektunterlagen, u. a. Firmenadressen belegt wird.<\/p>\n<p>Erfolge des Projekts z. B. als Abfallmengenreduzierung sind kaum innerhalb der Projektlaufzeit zu ermitteln. Die Projektunterlagen verweisen darauf, da\u00df hier zahlreiche Anst\u00f6\u00dfe geliefert wurden, um sowohl konkret bei den einzelnen Betrieben als auch bei den Innungen, Handwerkskammern etc. als Multiplikatoren, Bewegung in die Abfallsituation zu bringen. Das Projekt wird als erfolgreich durchgef\u00fchrt eingesch\u00e4tzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die AKU Umweltschutz GmbH, Leinefelde, ein Tochterunternehmen der AKU Akademie f\u00fcr kommunalen Umweltschutz e. V. in Georgsmarienh\u00fctte wurde zur \u00dcbertragung der Arbeitsergebnisse des Vereins im Eichsfeld zur Verbesserung der Kontakte zu Ansprechpartnern und Kunden in den neuen Bundesl\u00e4ndern eingerichtet. 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