{"id":19841,"date":"2024-11-27T10:32:54","date_gmt":"2024-11-27T09:32:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/07934-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:32:55","modified_gmt":"2024-11-27T09:32:55","slug":"07934-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/07934-01\/","title":{"rendered":"Erfolgskontrolle der Arbeit von Beratungszentren zur Umwelt- und Ressourcenschonung an kommunalen Energieversorgungsunternehmen in den neuen Bundesl\u00e4ndern"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zielsetzung war die begleitende Erfolgskontrolle der Arbeit von sieben neueingerichteten Beratungszentren zur Umwelt- und Ressourcenschonung an Stadtwerken in den neuen Bundesl\u00e4ndern. Die Beratungszentren wurden ebenso wie der Projektkoordinator ASEW von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Arbeitsschritte bestanden in der Hilfestellung bei der Optimierung folgender ausgew\u00e4hlter Ziele der Beratungszentren:<br \/>\n\u00b7 hohe Qualit\u00e4t der Beratung,<br \/>\n\u00b7 Initiierung einer nachhaltigen Nachfrage nach Beratungsleistungen,<br \/>\n\u00b7 Umsetzung der Beratungsempfehlungen,<br \/>\n\u00b7 Einbindung regionaler Akteure in die Arbeit der Beratungszentren,<br \/>\n\u00b7 Initiierung einer Umwelt- und Ressourcenschonung durch Kampagnen der Beratungszentren,<br \/>\n\u00b7 Stimulierung der Aufmerksamkeit der Bev\u00f6lkerung durch Kampagnen von Beratungszentren,<br \/>\n\u00b7 Schaffung einer Grundlage f\u00fcr sp\u00e4tere eigene Erfolgskontrollen der Beratungszentren.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Erfolgskontrolle wurden \u00fcbliche Methoden der empirischen Sozialforschung eingesetzt, insbesondere Befragungen von Kunden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt hat folgende Ergebnisse erzielt:<br \/>\n\u00b7 Die Qualit\u00e4t der Arbeit der Beratungszentren konnte (methodisch bedingt) nur f\u00fcr Teilaspekte, begrenzte Zeitintervalle und kleine Kundensegmente betrachtet werden. Innerhalb dieser Stichproben wurde die Qualit\u00e4t der Arbeit der Beratungszentren von den Kunden mit gut bis sehr gut bewertet.<br \/>\n\u00b7 F\u00fcr die Beratungszentren wurden Materialien zur quantitativen Erfolgskontrolle des Beratungsangebots und der Beratungsnachfrage entwickelt und zum Einsatz gebracht. Die quantitative Erfassung war Aufgabe der Stadtwerke, die quantitative Auswertung oblag der ASEW.<br \/>\n\u00b7 Beratene lassen in hohem Ma\u00dfe Beratungsempfehlungen in die Umsetzung von Ma\u00dfnahmen der Umwelt- und Ressourcenschonung einflie\u00dfen. Wenn eine Beratung stattfindet, dann hat sie eine Wirkung und f\u00fchrt zur Umweltentlastung.<br \/>\n\u00b7 Andere regionale Akteure sind i.d.R. an einer Zusammenarbeit mit den Beratungszentren interessiert. Das Interesse gilt punktuellen aktionsbezogenen Kooperationen. Diese wurden in zahlreicher und vielf\u00e4ltiger Weise von den Beratungszentren gesucht und durchgef\u00fchrt. Versuche zur dauer-haften, institutionellen Zusammenarbeit gab es; sie sind aber i.d.R. gescheitert, weil die anvisierten Partner unabh\u00e4ngig bleiben wollten (z.B. die Verbraucherzentralen). Eine Ausnahme bildet u.a. die Projektpartnerschaft von f\u00fcnf Stadtwerken, die gemeinsam ein Umweltberaterteam besch\u00e4ftigen. Dies ist ein wegweisendes Beispiel gerade nach der Liberalisierung der Energiewirtschaft.<br \/>\n\u00b7 Exemplarisch wurden zwei Kampagnen von Beratungszentren untersucht. Die Kampagne zum Thema Energiesparend K\u00fchlen und Gefrieren der ESS (S\u00fcdsachsen) zeigte, dass die Aufmerksamkeit der Bev\u00f6lkerung und die Bekanntheit der Kampagne nicht hoch war. Entsprechend der Art der Kampagne (im wesentlichen ein finanzielles F\u00f6rderprogramm mit wenigen Pr\u00e4mien) fiel auch die initiierte Energieeinsparung gering aus. Daraus ist abzuleiten, dass Kampagnen k\u00fcnftig mehr Menschen Gelegenheit zum Mitmachen bieten und dass sie professioneller vermarktet werden sollten. Da dies i.d.R. die Kapazit\u00e4t einzelner Beratungszentren \u00fcbersteigt, besteht ein Bedarf an vorgefertigten Kampagnen.<br \/>\n\u00b7 Eine sp\u00e4tere Kampagne in Jena zum Thema stand by zeigte bereits bessere Ergebnisse. Die Bekanntheit der Kampagne war recht hoch, wozu in erster Linie die fl\u00e4chendeckende Verteilung (42.000 Postwurfsendungen) von 50 DM-Gutscheinen f\u00fcr energiesparende Ger\u00e4te beigetragen hat. Die Teilnehmerquote erreichte mit mindestens 12 % einen Spitzenwert (Stand: Ende Juli 2000). Die Akzeptanz ist hoch (84 % positive Einstellung). Die initiierte Energieeinsparung kann wegen der Laufzeit bis zum 31.12.2005 nur vorl\u00e4ufig abgesch\u00e4tzt werden. Die hohe Zahl an Teilnehmern (bisher knapp 5000) und die Art der Verwendung der Gutscheine (u.a. \u00fcber 1000 angeschaffte K\u00fchl- und Gefrierger\u00e4te der Energieeffizienzklasse A) belegt, dass es mittelgro\u00dfen Energieversorgern mit geeigneten Instrumenten gelingen kann, bei Haushalten eine sparsamere Verwendung von Energie zu initiieren.<br \/>\nDie N\u00e4he von Stadtwerken zu Endverbrauchern erwies sich als gute Ausgangsposition, um umwelt- und ressourcenschonende Ma\u00dfnahmen im Sektor Haushalte anzuregen. Stadtwerke sollten deshalb f\u00fcr diese Zielgruppe in k\u00fcnftigen Projekten der Deutschen Bundesstiftung Umwelt eine Schl\u00fcsselrolle einnehmen. Erfolgskontrollen k\u00f6nnen dazu beitragen, Transparenz herzustellen und die Effizienz zu verbessern.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Bisher: Vortr\u00e4ge, Darstellung von Ergebnissen in W\u00e4rmetechnik<br \/>\nChronik 9\/2000; Einbringung in andere Projekte<br \/>\nGeplant: Ver\u00f6ffentlichung des Abschlu\u00dfberichts; \u00f6ffentliche Abschlusstagung im Nov. 2000 in Jena; Beitr\u00e4ge in Fachzeitschriften.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt hat das Projekt der Erfolgskontrolle der Arbeit von Beratungszentren erm\u00f6glicht. Nach dem Feedback der Projektpartner sind wir der Ansicht, dass die Erfolgskontrolle zur Optimierung der Arbeit der Beratungszentren beitragen konnte und dass Ergebnisse in Zielvorgaben einer zuk\u00fcnftigen Beratungsarbeit eingehen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zielsetzung war die begleitende Erfolgskontrolle der Arbeit von sieben neueingerichteten Beratungszentren zur Umwelt- und Ressourcenschonung an Stadtwerken in den neuen Bundesl\u00e4ndern. Die Beratungszentren wurden ebenso wie der Projektkoordinator ASEW von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gef\u00f6rdert. 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