{"id":19836,"date":"2023-07-13T15:14:36","date_gmt":"2023-07-13T13:14:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11339-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:37","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:37","slug":"11339-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11339-01\/","title":{"rendered":"Nahw\u00e4rmekonzept Johanngeorgenstadt &#8211; Vorplanung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Studie soll zeigen, ob und in welchem Ma\u00dfe es m\u00f6glich ist, den W\u00e4rmebedarf von rund 1.200 Wohneinheiten (teilweise saniert &#8211; 72 Gasfeuerst\u00e4tten, sollen auf ein zentrales W\u00e4rmeversorgungsnetz umgestellt werden; noch nicht sanierte Wohnungen werden noch mit Einzelkohle\u00f6fen beheizt) mit Hilfe alternativer Energien abzudecken. Dabei sollen insbesondere die Nutzung von Solarw\u00e4rme und die thermische Nutzung von Holzhackschnitzeln \u00fcberpr\u00fcft werden. Es wird angestrebt, herk\u00f6mmliche Anlagen (Erdgas- oder Erd\u00f6l-Feuerungen) im wesentlichen nur zur Spitzenlastabdeckung zu nutzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen der Studie wurde der W\u00e4rmebedarf f\u00fcr die nichtsanierten Wohnbl\u00f6cke ermittelt. Die Berechnung des W\u00e4rmebedarfes erfolgte f\u00fcr zwei Varianten der Geb\u00e4udew\u00e4rmed\u00e4mmung und der Wohnrauml\u00fcftung.<br \/>\nAufgrund dieser Ergebnisse konnten weitere Untersuchungen angestellt werden. In Abh\u00e4ngigkeit des gesamten W\u00e4rmebedarfs erfolgte eine Gr\u00f6\u00dfenauswahl der Heizzentrale bez\u00fcglich der Varianten Gasheizung, Solaranlage, Biomassekessel. Zus\u00e4tzlich wurde die Variante der dezentralen Beheizung betrachtet.<br \/>\nF\u00fcr die Erstellung eines Nahw\u00e4rmeversorgungsnetzes wurden Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Leitungsf\u00fchrung gemacht. Bei der Anbindung der Geb\u00e4ude standen drei Varianten der Rohrleitungsf\u00fchrung zur Diskussion.<\/p>\n<p>Zu den Varianten wurden die Investkosten und die Betriebskosten ermittelt und miteinander verglichen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Wie die Untersuchung zeigt, ist die Errichtung eines Nahw\u00e4rmesystems in Johanngeorgenstadt\/ Neustadt nur unter bestimmten Voraussetzungen machbar.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt die Unterst\u00fctzung des Projektes mit entsprechenden F\u00f6rdermitteln.<\/p>\n<p>Im Bereich der W\u00e4rmeerzeugung und Verteilung ergibt sich bei entsprechender F\u00f6rderung ein Vorteil f\u00fcr ein auf  Holzhackschnitzel als Grundlastbrennstoff orientiertes Heizsystem. Grundlage daf\u00fcr w\u00e4re allerdings, da\u00df die derzeit g\u00fcltige F\u00f6rderung von Trassen und HA-Stationen nach dem F\u00f6rderprogramm f\u00fcr Vorhaben des Immissions- und Klimaschutzes einschlie\u00dflich der Nutzung erneuerbarer Energien im Freistaat Sachsen  auch auf diese Kesselanlagen ausgedehnt wird. Vor allem die niedrigen Brennstoffkosten und der nachwachsende Rohstoff versprechen auch f\u00fcr die Zukunft ein g\u00fcnstiges Preisniveau. F\u00fcr die Installation von Solarmodulen empfiehlt sich nur eine Absorber-W\u00e4rmepumpen-Konfiguration. Diese m\u00fc\u00dfte auf Grund der hohen Investitionskosten sowohl prozentual als auch absolut am h\u00f6chsten gef\u00f6rdert werden, um mit den anderen Systemen konkurenzf\u00e4hig zu sein. Einer m\u00f6glicherweise zuk\u00fcnftigen Nutzung von Grubenw\u00e4ssern w\u00e4re damit allerdings schon ein betr\u00e4chtlicher Vorschub geleistet, da diese in den Nutzkreislauf mit eingebunden werden k\u00f6nnten. Bleibt es hinsichtlich der F\u00f6rderung von Trassen und HA-Stationen bei den derzeit bestehende F\u00f6rderrichtlinien, so kann auch mit einer herk\u00f6mmlichen Gas-\/\u00d6l-Anlage ein Kostenvorteil erreicht werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Verwendung biologischer D\u00e4mmstoffe hingegen ist eine Wirtschaftlichkeit nur bei extrem hoher F\u00f6rderung gegeben, da das Preisniveau bis zu 300 % h\u00f6her als z. B. bei Styropor liegt. F\u00fcr derartige Vorhaben gibt es keine \u00f6ffentlichen F\u00f6rderprogramme. Hinsichtlich einer erh\u00f6hten W\u00e4rmed\u00e4mmung lassen sich Einsparungen bei Styropursystemen erzielen, wenn vor allem die Au\u00dfenwand einen auf 75 % der derzeitigen Forderungen verminderten k-Wert erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zur Studie wurde am 06.05.1997 ein Vortrag im Rahmen einer Veranstaltung des Energiemodell Sach-sen e.V. gehalten. Ein weiterer Vortrag an der TU Dresden ist im IV. Quartal dieses Jahres vorgesehen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Biologische D\u00e4mmsysteme k\u00f6nnen nur bei hoher F\u00f6rderung zum Einsatz kommen. Da die D\u00e4mmwerte gleich oder sogar geringer sind als bei herk\u00f6mmlichen D\u00e4mmsystemen, werden keine Energieeinsparungen beim Betrieb der Heizungsanlage eintreten. Jedoch haben biologische  D\u00e4mmaterialien entscheidende Vorteile in Bezug auf Prim\u00e4renergieeinsatz und Wiederverwertung.  <\/p>\n<p>Die Auswahl der Heizungsanlage h\u00e4ngt vom jeweiligen F\u00f6rderprogramm ab. Wenn bei einer Holzhackschnitzelanlage das Nahw\u00e4rmenetz gef\u00f6rdert wird wie bei einer normalen \u00d6l- oder Gasanlage, dann ergibt sich f\u00fcr diese Variante ein  deutlicher Vorteil. <\/p>\n<p>Auch unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes stellt sich die Variante Holzhackschnitzel als g\u00fcnstig dar. Zwar sind die Emissionen absolut gesehen in allen Bereichen (CO2,CO,SO2,NOx,Staub) h\u00f6her als bei den beiden anderen Varianten (Die Variante W\u00e4rmepumpe zeigt die niedrigsten Werte), aber wenn man davon ausgeht, das die verbrannte Holzmenge wieder aufgeforstet wird, entsteht f\u00fcr die Umwelt kein zus\u00e4tzliches CO2. Aus diesem Grund beschr\u00e4nkt sich die CO2-Emission auf den Anteil des Spitzenlastkessels und ist somit geringer als bei den beiden anderen Varianten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Studie soll zeigen, ob und in welchem Ma\u00dfe es m\u00f6glich ist, den W\u00e4rmebedarf von rund 1.200 Wohneinheiten (teilweise saniert &#8211; 72 Gasfeuerst\u00e4tten, sollen auf ein zentrales W\u00e4rmeversorgungsnetz umgestellt werden; noch nicht sanierte Wohnungen werden noch mit Einzelkohle\u00f6fen beheizt) mit Hilfe alternativer Energien abzudecken. 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