{"id":19809,"date":"2023-07-13T15:12:52","date_gmt":"2023-07-13T13:12:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/08653-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:12:54","modified_gmt":"2023-07-13T13:12:54","slug":"08653-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/08653-01\/","title":{"rendered":"Einrichtung eines \u00d6kohauses f\u00fcr Umweltbildung am Gymnasium W\u00f6hlerschule"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel: Bau eines Niedrigenergiehauses auf dem Gel\u00e4nde der W\u00f6hlerschule. Idee und Konzeption stammen von einer Sch\u00fcler-AG und wurden von einem Arbeitskreis, in dem die ganze Schulgemeinde verteten ist, aufgegriffen und fortgef\u00fchrt. Das Haus wird so gebaut, da\u00df die wichtigsten Aspekte umweltgerechten und realisierbaren Bauens demonstriert werden und Versuche in diesem Zusammenhang durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Die Ausstattung soll auch f\u00e4cher\u00fcbergreifendes projektorientiertes Arbeiten im Umweltbereich an der W\u00f6hlerschule f\u00f6rdern.  Das Haus soll vor allem genutzt werden als Lehr- und Lernraum f\u00fcr  Sch\u00fcler\/innen und Lehrer\/innen der W\u00f6hlerschule und als Informationszentrum f\u00fcr die umliegenden Schulen und die Anwohner des Stadtteils.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenBisher wurden folgende Schritte unternommen: Gr\u00fcndung einer Sch\u00fcler-AG, die das Konzept f\u00fcr ein Niedrigenergiehaus erarbeitet;  Konsultationen von inner- und au\u00dferschulischen Experten; Einbinden von Mitgliedern der ganzen Schulgemeinde (der AK \u00d6kohaus unter Federf\u00fchrung der Schulleitung und der Vorsitzenden des F\u00f6rdervereins wird gegr\u00fcndet); Einbindung au\u00dferschulischer Kooperationspartner in einem Projektbeirat (Stadtschulamt, Hochbauamt, Stadtwerke); Vertragsabschlu\u00df mit einem Generalunternehmer, der die Besonderheiten des Projekts akzeptiert.<br \/>\nDer weitere zeitliche Ablauf ist geplant:<br \/>\nAnfang Januar 1989: Baubeginn.  Juli\/August 1989: Fertigstellung und Abnahme.<br \/>\nW\u00e4hrend des Baus kommen die Vereinbarungen mit dem Generalunternehmer zum Tragen, z.B. Informationen der Mitglieder der Schulgemeinde auf der Baustelle; Koordination mit Sponsoren, die Leistungen am Bau bzw. bei der Einrichtung erbringen.<br \/>\nEin Verein \u00d6kohaus wurde gegr\u00fcndet, in dem Eltern, Lehrer und Sch\u00fcler konkrete Schritte zur Umsetzung der oben formulierten Ziele bei der Nutzung des Geb\u00e4udes erarbeiten sollen. Im Hinblick auf die Nutzung bestehen schon Kontakte, die jetzt noch konkretisiert werden, mit au\u00dferschulischen Einrichtungen, vor allem der Hessischen Lehrerfortbildung, dem Verein Umwelt lernen in Frankfurt e.V<br \/>\nden Stadtwerken und st\u00e4dtischen \u00c4mtern.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Bau des \u00d6kohauses:<br \/>\nDer Bau konnte im geplanten Umfang realisert werden. Die Kosten waren im Endeffekt etwa 12 % h\u00f6her als geplant, was vor allem am Wechsel des vorgesehenen Generalunternehmers und unvorhersehbaren Kosten, z.B. im Zusammenhang mit Sicherheitsglas, stand.<br \/>\nAuch w\u00e4hrend  der Bauphase lag die Kontrolle und Verantwortung \u00fcber das Projekt v\u00f6llig in H\u00e4nden der Schule, vertreten vor allem durch die Vorsitzende des F\u00f6rderverins als Bauherrin. Als beratende, z.T. auch steuernde Gremien gab es einen Projektbeirat, in dem au\u00dfer der Schule das Hochbauamt und das Schulamt der Stadt vertreten waren, und den Arbeitskreis \u00d6kohaus an der Schule, in dem auch die Sch\u00fcler-AG mit arbeitete. Wichtig war allerdings, dass ein professioneller Bauleiter vom F\u00f6rderverein eingestellt wurde. Entscheidend war au\u00dferdem, dass wir alle Ressourcen, die uns zur Verf\u00fcgung standen, nutzten, vor allem, diejenigen aus der Schulgemeinde, von Experten unter den Eltern bis zum Schulhausverwalter.  <\/p>\n<p>Nutzung des \u00d6kohauses:<br \/>\nIm Lehr- und Lernraum k\u00f6nnen folgende Aspekte umweltfreundlichen Bauens erkl\u00e4rt und zum gro\u00dfen Teil demonstriert werden: W\u00e4rmed\u00e4mmung und \u00d6kobilanzen unterschiedlicher Baumaterialien, Verwendung der Baumaterialien an den richtigen Stellen des Baus, W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung durch Zwangsbel\u00fcftung, Einbau geeigneter Fenster und T\u00fcren an den S\u00fcdseiten,  Nutzung von Solarenergie und Photovoltaik. Die zentrale Ausstattung mit Ger\u00e4ten, Literatur und anderen Materialien, die f\u00fcr \u00f6kologische Projekte und Unterrichtseinheiten genutzt werden k\u00f6nnen und die bisher in den verschiedenen Fachsammlungen gelagert wurden (und auch von neuen Materialien) ist angelaufen und wird wird anl\u00e4\u00dflich eines Projekttages im Februar 2000 vervollst\u00e4ndigt. Bei diesem Projekttag sollen auch noch intensivere Nutzungsm\u00f6glichkeiten sowohl f\u00fcr die Schulgemeinde als auch f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit erarbeitet und koordiniert werden.<br \/>\nDie Cafeteria wird wie vorgesehen als Verkaufsraum f\u00fcr umweltfreundliche und gesunde Pausenverpflegung und als Aufenthaltsraum genutzt, nebenbei auch als Informationsraum \u00fcber den Bau und \u00fcber umweltfreundliches Verhalten, z.B. beim Energiesparen.<br \/>\nDas Gew\u00e4chshaus auf dem Dach wurde als letzte Baueinheit fertiggestellt. F\u00fcr die Inneneinrichtung m\u00fcssen noch Mittel und Ger\u00e4tschaften gesammelt werden. Danach wird es von der Biologie und den AGs der W\u00f6hlerwildnis genutzt.<br \/>\nEine Regenwasser-Nutzungsanlage f\u00fcr den Schulgarten wurde in den letzten Wochen installiert und kann ab dem Fr\u00fchjahr genutzt werden.<br \/>\nAb Februar 2000 wird die W\u00f6hlerschule am BLK-Modellversuch Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung teilnehmen. \u00dcber eine Einbindung des \u00d6kohauses in diesem Zusammenhang wird auf den anstehenden Fachkonferenzen und auf dem o.a. Projekttag beraten.<br \/>\nDas \u00d6kohaus wurde bereits h\u00e4ufig von au\u00dferschulischen Gruppen als Tagungs- und Informationsort genutzt. Beispiele: Veranstaltungen der Hessischen Lehrerfortbildung, der Stadtwerke Frankfurt, des Vereins Umwelt lernen in Frankfurt, des Imkervereins Taunus. Viele Schulklassen und Lehrergruppen besichtigten das \u00d6kohaus, wobei sie meist von Sch\u00fclerinnen der \u00d6ko-AG gef\u00fchrt werden.<br \/>\nSeitdem auch in japanischen Zeitungen Berichte \u00fcber unser \u00d6kohaus ver\u00f6ffentlicht wurden, kamen auch schon zwei japanische Besuchergruppen, vor allem Schulleiter und Lehrer f\u00fcr jeweils einen halben Tag, um sich n\u00e4her zu informieren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Berichte \u00fcber das \u00d6kohaus in den Print- Rundfunk- und Fernsehmedien sorgten f\u00fcr einen hohen Bekanntheitsdgrad des \u00d6kohauses, der sich in vielen Anfragen und Besuchergruppen dokumentiert.. Veranstaltungen au\u00dferschulischer Gruppen im Geb\u00e4ude entwickelten eine positive Eigendynamik.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt als Bau-Unternehmung konnte in der vorgesehenen Form verwirklicht werden. Wichtig waren daf\u00fcr kontinuierlich engagierte und Verantwortung \u00fcbernehmende Personen an der Schule, die in der Lage sind zu koordinieren und zu kommunizieren. Gleichtzeitig ist aber professionelle Hilfe unverzichtbar, wobei Ressourcen auch innerhalb der Schule, z.B. in der Elternschaft genutzt werden m\u00fcssen. Beim zweiten Teil des Vorhabens, der Ausstattung und Nutzung, zeigt sich, dass  Lehrer sehr stark im Schulalltag eingebunden sind und nicht immer so viel Zeit haben, wie sie f\u00fcr solche Projekte brauchten. Hilfreich werden hier ein Projekttag und die Diskussionen \u00fcber Methoden und  Schwerpunktbildung an der Schule sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel: Bau eines Niedrigenergiehauses auf dem Gel\u00e4nde der W\u00f6hlerschule. Idee und Konzeption stammen von einer Sch\u00fcler-AG und wurden von einem Arbeitskreis, in dem die ganze Schulgemeinde verteten ist, aufgegriffen und fortgef\u00fchrt. 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