{"id":19770,"date":"2023-07-13T15:14:11","date_gmt":"2023-07-13T13:14:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10707-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:12","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:12","slug":"10707-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10707-01\/","title":{"rendered":"Weiterentwicklung, Erprobung und Demonstration eines Verfahrens zur abwasserfreien Schienenfahrzeugw\u00e4sche"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anfallende Reinigungsabw\u00e4sser der Schienen- und Nutzfahrzeugwaschanlagen der Fahrzeugoberw\u00e4sche und Unterbodenreinigung werden \u00fcber einen Schlammfang, \u00d6labscheider und Koaleszenzabscheider nach DIN 1999 durch Abscheidung vorgereinigt, noch vorhandene Emulsionen werden vorwiegend durch chemische Behandlungsverfahren gespalten und \u00fcber den Abwasserkanal entsorgt. Um die anaeroben Abbauprozesse zu verhindern, ist es \u00fcblich, entweder durch Zusatz von Antikeimmitteln (z. B. Natriumhypochlorid im alkalischen Bereich) oder Wasserstoffperoxid im sauren Bereich, diese aus dem System zu beseitigen. Zielstellung der Entwicklungsarbeiten ist es, eine Technologie in einer Pilotanlage zu erproben und zu optimieren, die eine Aufarbeitung des Waschwassers von Schienenfahrzeugwaschanlagen ohne Abwasseranfall (Kanalanschlu\u00df) und Geruchsimissionen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur Ermittlung der Parameter und Auswahl der Apparate f\u00fcr die Pilotanlage werden zun\u00e4chst Labor- und Technikumsversuche durchgef\u00fchrt. Die sp\u00e4tere Pilotanlage soll beim Kooperationspartner LVB im Stra\u00dfenbahnhof Angerbr\u00fccke erprobt werden.<\/p>\n<p>Zur Beurteilung der Waschqualit\u00e4t und der Eignung der Waschmittel f\u00fcr die genannte Aufbereitung des Waschwassers sind entsprechende Untersuchungen mit verschiedenen Waschmitteln durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ausgehend von den Versuchsergebnissen der ersten Projektphase (Technikumsma\u00dfstab) zur Waschwasseraufbereitung wurde eine Pilotanlage f\u00fcr einen Durchsatz von 1-2m\u00b3\/h gebaut, die modular aus mehreren Verfahrens\/Anlagenstufen bestand.<\/p>\n<p>Vor Erprobung der einzelnen Anlagenkomponenten im Stra\u00dfenbahnhof der LVB wurden die Entwicklungsarbeiten im Testzentrum des Zuwendungsempf\u00e4ngers durchgef\u00fchrt. Dabei wurden an einzelnen Anlagenkomponenten technische Verbesserungen realisiert.<\/p>\n<p>Bereits in dieser Entwicklungsphase wurde erkannt, da\u00df die Oxidationswirkung der Ozonanlage nicht ausreicht, um die Forderungen der \u00d6Norm 5107 in bezug auf Keimfreiheit und eine hohe Qualit\u00e4t des erzeugten Reinwassers f\u00fcr den Wiedereinsatz in die Schienenfahrzeugw\u00e4sche zu erreichen. Die Pilotversuche zur Wasseraufbereitung wurden in 2-Phasen mit einem Versuchszeitraum von je 3 Monaten bei der LVB durchgef\u00fchrt. <\/p>\n<p>Ausgehend von diesen Ergebnissen wurde ein modulartiges Anlagenkonzept mit den Komponenten: Schr\u00e4gbett-Bandfilter, UV \/ H2O2 Oxidation, Kiesfilter und MF-Anlage erarbeitet, welches den jeweiligen Verschmutzungsgrad angepa\u00dft werden kann. Die realistischen Erprobungen bei den LVB haben gezeigt, da\u00df \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum sehr unterschiedliche Schmutzwasserzusammensetzungen vorliegen k\u00f6nnen. Das entwickelte Anlagenkonzept erm\u00f6glicht eine Anpassung der Anlagenfahrweise einzelner Module gem\u00e4\u00df konkreter Verunreinigungen des Wassers.<\/p>\n<p>Die Zielsetzung der abwasserfreien Aufbereitung von Wasser der Schienenfahrzeugw\u00e4sche wurde erf\u00fcllt. Der Kooperationspartner LVB stellte kostenlos die erforderlichen Betriebsmittel zur Verf\u00fcgung und unterst\u00fctzte die Versuchsdurchf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Hervorzuheben ist, da\u00df die Anforderungen an das gereinigte Wasser in bezug auf die \u00d6Norm zu Hygieneanforderungen erf\u00fcllt wird.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Auf Grund m\u00f6glicher Schutzrechtsanmeldungen werden unsere Entwicklungsergebnisse noch nicht ver\u00f6ffentlicht. Kontaktadresse: Bau- Entwicklungs- und Vertriebsunternehmen Sattler (BEV), Heinersdorfer Str. 17 L, 04651 Bad Lausick, Tel.: 034345\/25151, Fax 034345\/25153<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Zielstellung zur Erzeugung\/R\u00fcckgewinnung eines Waschwassers mit hoher Qualit\u00e4t\/Reinheit und Einhaltung der k\u00fcnftigen Hygieneanforderungen konnte jedoch nicht mit den im Projekt geplanten Anlagenkonfigurationen erreicht werden. Die notwendigen Stufen zur Erh\u00f6hung der Oxidationswirkung und Feinstfiltration erbrachten sehr positive Ergebnisse. Zur Minimierung der Betriebskosten wurden wesent-liche Ergebnisse erzielt und Vorschl\u00e4ge unterbreitet, deren Schutzf\u00e4higkeit gepr\u00fcft wird. Insgesamt k\u00f6n-nen wir einsch\u00e4tzen, da\u00df ein Beitrag zum Umweltschutz unter Einhaltung hoher Anforderungen an die Hygiene mit dieser Entwicklung erreicht werden konnte. M\u00f6gliche h\u00f6here Anlagenkosten gegen\u00fcber der im Projekt geplanten Anlagentechniken wollen wir durch g\u00fcnstige Fertigungsm\u00f6glichkeiten weitgehend ausgleichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anfallende Reinigungsabw\u00e4sser der Schienen- und Nutzfahrzeugwaschanlagen der Fahrzeugoberw\u00e4sche und Unterbodenreinigung werden \u00fcber einen Schlammfang, \u00d6labscheider und Koaleszenzabscheider nach DIN 1999 durch Abscheidung vorgereinigt, noch vorhandene Emulsionen werden vorwiegend durch chemische Behandlungsverfahren gespalten und \u00fcber den Abwasserkanal entsorgt. 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