{"id":19702,"date":"2023-07-13T15:14:31","date_gmt":"2023-07-13T13:14:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11218-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:32","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:32","slug":"11218-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11218-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung einer Machbarkeitsstudie zur Einrichtung einer Umweltinformationsausstellung im Nationalparkhaus Samsoner Erzw\u00e4sche in St. Andreasberg"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Am 01.01.1994 wurde in Niedersachsen der Nationalpark Harz eingerichtet. Es ist beabsichtigt, im k\u00fcnftigen Nationalparkhaus Samsoner Erzw\u00e4sche eine Umweltinformationsausstellung einzurichten. Die erforderliche Machbarkeitsstudie soll fachliche L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge aufzeigen, mit der folgende Ziele erreicht werden sollen:<br \/>\n\u00b7 Vermittlung von Umweltwissen zum Nationalpark Harz, zur Geschichte der Nationalparkregion und ihrer zuk\u00fcnftigen Entwicklung.<br \/>\n\u00b7 Inhaltliche Verkn\u00fcpfung zwischen der Industrie- und Kulturgeschichte des Harzes sowie dem Natur- und Denkmalschutz und didaktische Aufarbeitung dieser inhaltlichen Br\u00fccken.<br \/>\n\u00b7 Vermittlung von auf die Zukunft gerichteten Nutzungsleitlinien f\u00fcr die aus dem Thema zu ziehenden \u00f6kologisch-\u00f6konomischen Synthesen im Sinne des Nachhaltigkeitsprinzips der Agenda 21.<br \/>\n\u00b7 Anwendung von moderner Techniken der Multivision, thematische Inszenierung sowie multimedialem Erleben und Lernen, um eine m\u00f6glichst publikumswirksame Vermittlung des Umweltwissens zu erreichen. Vermittlung von Umweltwissen an die den Harz besuchenden touristischen Zielgruppen und umwelt-\u00f6konomische Kooperationspartner durch aktives Einbeziehen in das Projekt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden\u00b7 Planung der Inhalte und Pr\u00e4sentationsformen unter Ber\u00fccksichtigung bereits bestehender und weiterer geplanter Nationalparkh\u00e4user, um \u00dcberschneidungen der Themen zu vermeiden.<br \/>\n\u00b7 Besuch unterschiedlicher multimedialer Ausstellungen sowie von Produzenten entsprechender Anlagen mit dem Ziel eines \u00dcberblicks \u00fcber M\u00f6glichkeiten multimedialer Ausstellungsmethoden.<br \/>\n\u00b7 Einbeziehen der regionalen Industrie durch das Angebot der Vorstellung innovativer Produktionsmethoden, die einen nachhaltigen Umgang mit den nat\u00fcrlichen Ressourcen gew\u00e4hrleisten.<br \/>\n\u00b7 Analyse der zu erwartenden Besucherzahl und -struktur sowie der Zielgruppen, die im Rahmen der Informations- und Bildungsarbeit erreicht werden sollen.<br \/>\n\u00b7 Bauseitige Planungen unter Anwendung \u00f6kologischer Bauweisen und umwelttechnischer Aspekte. Integration der bestehenden Anlagen unter Ber\u00fccksichtigung des Denkmalschutzes sowie des Raumbedarfs der darzustellenden Themenbereiche und Bildungsziele sowie -methoden.<br \/>\n\u00b7 Erstellung eines Finanzierungsplanes sowie einer Rentabilit\u00e4tsberechnung f\u00fcr potentielle Investoren.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Machbarkeitsstudie stellt ein zuk\u00fcnftiges Nationalparkhaus neuer Dimension, ein museales und naturschutzp\u00e4dagogisches Projekt von hoher Attraktivit\u00e4t vor, das einen Bogen spannen soll von der urspr\u00fcnglichen Natur des Harzes \u00fcber die historische Entwicklung der Region bis hin zu den Zielen und Anforderungen der Zukunft im Sinne der Ergebnisse der Weltumweltkonferenz von Rio 1992. Die Einbeziehung historischer bergbaulicher Anlagen und Industriegeb\u00e4ude, ihre Verbindung mit neu zu errichtenden und mit modernster Medientechnik ausgestatteten Geb\u00e4udeteilen sowie die r\u00e4umliche N\u00e4he zur Naturlandschaft des Waldnationalparks Harz bilden eine geradezu ideale Grundlage f\u00fcr dieses Ziel. Die Themenstellung des Nationalparkhauses ZeitBr\u00fccke Mensch-Natur-Technik im Wandel der Zeit\/Nationalpark Harz: Aufbruch in die Umwelt der Zukunft ist angesichts der Umweltsituation von  Bedeutung und erg\u00e4nzt gleichzeitig die Themenstellungen der bereits bestehenden Nationalparkh\u00e4user und des geplanten Nationalparkzentrums. Thematische \u00dcberschneidungen k\u00f6nnen somit vermieden werden. Im Ergebnis der Studie ist festzuhalten, da\u00df das Projekt f\u00fcr die Umweltbildungsarbeit in der Nationalparkregion Harz durch die Lage, die bauliche Situation und den naturr\u00e4umlichen Bestand der umgebenden Landschaft sowie den kulturgeschichtlichen Faktor Bergbau die M\u00f6glichkeit bietet, die Zusammenh\u00e4nge zwischen intensiver wirtschaftlich-industrieller Nutzung und der damit einhergehenden Ver\u00e4nderung der Naturr\u00e4ume dem Besucher ebenso aufzuzeigen wie die M\u00f6glichkeiten einer naturgerechten R\u00fcckentwicklung und \u00f6kologischen Sanierung menschlich \u00fcberformter Lebensr\u00e4ume. In Verbindung mit der Umweltbildungsarbeit des Nationalparks Harz kann auf diese Weise eine solide Basis f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis \u00f6kologischer Zusammenh\u00e4nge geschaffen werden. Dieses Verst\u00e4ndnis ist wiederum Voraussetzung daf\u00fcr, die Notwendigkeit zum ganzfl\u00e4chig schonenden Umgang mit der Natur zu erkennen und im eigenen Leben umzusetzen. Besonderer Wert wurde im Verlauf der Erstellung der Studie darauf gelegt, nachhaltig wirtschaftende mittelst\u00e4ndische und gr\u00f6\u00dfere Betriebe der Region in das Projekt einzubinden, gerade auch, um Hilfestellung und Beispielwirkung f\u00fcr die Umsetzung zu erreichen. Im Verlauf von Gespr\u00e4chen mit Einzelbetrieben und Verbandsvertretern konnte es erreicht werden, da\u00df eine Vielzahl regionaler und \u00fcberregionaler Unternehmen und Einrichtungen bereits in der Planungsphase ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit erkl\u00e4rte. Daraus wird sich nicht nur ein aktueller Beitrag zum Thema, sondern auch ein Werbeeffekt f\u00fcr die heimische Wirtschaft und eine F\u00f6rderung der Identifikation mit \u00d6konomie und \u00d6kologie im Harz ergeben. Das Projekt ist auf dauerhaften und nachhaltig wirtschaftenden Betrieb ausgelegt. Um die Wirtschaftlichkeit der Einrichtung zu \u00fcberpr\u00fcfen, wurden 6 Varianten mit unterschiedlicher Ausgangssituation hinsichtlich der Besucherzahlen gerechnet und verglichen. Dabei hat sich herausgestellt, da\u00df der Betrieb des Hauses rentabel gestaltet werden kann. Die im Zuge des Projektes erstellte Wirtschaftlichkeitsrechnung l\u00e4\u00dft es somit wahrscheinlich werden, in absehbarer Zeit einen oder mehrere private Investoren zu finden, die das Projekt privatwirtschaftlich in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern betreiben.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Als k\u00fcnftiges Gemeinschaftsprojekt der Bergstadt und Nationalparkgemeinde St. Andreasberg, des Nationalparks Harz, der Gesellschaft zur F\u00f6rderung des Nationalparks Harz e.V., des BUND Niedersachsen e.V. und von Wirtschaftsunternehmen der Region wurde das Projekt in Zusammenarbeit der Kooperationspartner offen diskutiert und geplant. Um weitere Partner zu finden und zu motivieren, wurde das Projekt in der Presse vorgestellt. Vor Vertretern der regionalen Industrie, Wirtschaft und Gewerbebetriebe wurde in den R\u00e4umen eines der beteiligten Betriebe eine gut besuchte Pr\u00e4sentationsveranstaltung durchgef\u00fchrt, in deren Folge eine Mehrzahl der Teilnehmer ihre Bereitschaft zur Mitarbeit erkl\u00e4rte. Die Vorstellung ihrer Einrichtungen und innovativen Produktionsverfahren flo\u00df in die Machbarkeitsstudie ein.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Machbarkeitsstudie zeigt auf, da\u00df das Projekt insgesamt als gro\u00dfe Chance sowohl f\u00fcr die Entwicklung der Region, als auch angesichts der weltweiten \u00f6kologischen Sch\u00e4den als Mittler f\u00fcr eine nachhaltig gestaltete Zukunft anzusehen ist. Das Projekt kann zu einem kritisch-reflektiven Natur- und Gesellschaftsverst\u00e4ndnis beitragen, das die regionalen Gegebenheiten und ihre \u00f6kologischen, \u00f6konomischen und gesellschaftlichen Verflechtungen betont und weiterentwickelt. Bauausf\u00fchrung und Energiebilanz der Projektbaulichkeiten k\u00f6nnen diese Zielstellung unterst\u00fctzen und haben somit Vorbildwirkung. Nicht zu untersch\u00e4tzen ist au\u00dferdem der wirtschaftliche Faktor des Projektes, der zur Schaffung neuer Arbeitspl\u00e4tze und zur Steigerung der Attraktivit\u00e4t der vom Tourismus lebenden Bergstadt St. Andreasberg und der Nationalparkregion f\u00fchren kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Am 01.01.1994 wurde in Niedersachsen der Nationalpark Harz eingerichtet. Es ist beabsichtigt, im k\u00fcnftigen Nationalparkhaus Samsoner Erzw\u00e4sche eine Umweltinformationsausstellung einzurichten. 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