{"id":19682,"date":"2023-07-13T15:15:00","date_gmt":"2023-07-13T13:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11976-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:02","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:02","slug":"11976-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11976-01\/","title":{"rendered":"Zukunftsf\u00e4higes umweltorientiertes Wirtschaften in den neuen Bundesl\u00e4ndern"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit diesem Projekt soll ein Modell angearbeitet werden, das die Spezifik ostdeutscher Unternehmen<br \/>\nber\u00fccksichtigt und neben der Durchsetzung von Umweltmanagementsystemen \u00fcber die Unternehmensleitung das Potential der Mitarbeiter zur Ber\u00fccksichtigung umweltrelevanter Verhaltensweise und aktiver Mitgestaltung im Unternehmen selbst beinhaltet. Durch die aktive Einbeziehung der Mitarbeiter in die Gestaltung einer \u00f6kologischen Unternehmenskultur sollen sie langfristig als Multiplikatoren f\u00fcr ein \u00f6kologisches Verhalten auch au\u00dferhalb des Unternehmens wirken.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Erarbeitung des methodischen Instrumentariums sowie die inhaltliche Begleitung des Projektes erfolgte in Kooperation mit dem Umweltforschungszentrum und zwei, auf dem Gebiet des betrieblichen Umweltschutzes, t\u00e4tigen Ingenieurb\u00fcros. Das Instrumentarium wurde bei sechs Unternehmen der Region Leipzig, unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe und Branche, angewendet.<br \/>\nDabei wurde in folgenden Arbeitschritten vorgegangen:<\/p>\n<p>1. Analyse der Unternehmen hinsichtlich seiner Organisationsstruktur und Aufgabenverteilung unter umweltrelevanten Gesichtspunkten.<br \/>\n2. Erarbeitung eines Befragungsinstrumentariums f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Mitarbeiter sowie aller Unternehmensmitarbeiter zur Ermittlung ihrer umweltrelevanten Einstellung und Verhaltensweisen.<br \/>\n3. Durchf\u00fchrung und Auswertung der Befragungen. Diskussion der Ergebnisse in den Unternehmen.<br \/>\n4. Ableitung von Instrumentarien zur Einbindung regionaler Unternehmen in Netzwerkstrukturen f\u00fcr ein zukunftsf\u00e4higes umweltorientiertes Wirtschaften.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Projektergebnisse belegen, dass bei der \u00fcberwiegenden Anzahl der Mitarbeiter in den untersuchten Unternehmen eine hohe Bereitschaft zur Mitarbeit an der L\u00f6sung von Problemen des betrieblichen Umweltschutzes vorhanden ist. Unterschiede zwischen den Unternehmen resultieren aus der Branchenspezifik und der sozialen Struktur der Belegschaft.<br \/>\nDie Mitarbeiterbefragung hat ebenso deutlich gemacht, dass ein gro\u00dfes Interesse an weiterer Umweltbildung, die \u00fcber das gesetzlich definierte Ma\u00df (z.B. Beauftragtenschulung) hinaus geht, besteht. Dazu sind zuk\u00fcnftig spezifische Inhalte und Lernformen, zugeschnitten auf die Bed\u00fcrfnisseder \u00fcberwiegend kleinen Firmen, zu entwickeln.<br \/>\nDie Diskussion der Befragungsergebnisse mit den Unternehmensf\u00fchrungen zeigte, dass einige Aussagen auch f\u00fcr die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung \u00fcberraschend und neu waren. Das vorhandene Mitarbeiterpotential wurde bisher oft untersch\u00e4tzt.<br \/>\nDas Projekt hat gezeigt, dass die Orientierung der Wirtschaft zu einem zukunftsf\u00e4higen umweltorientierten Wirtschaften ein sehr zeitaufwendiger und von Vertrauen gepr\u00e4gter Prozess ist.<br \/>\nDie Einf\u00fchrung eines betrieblichen Umweltmanagements, unter Nutzung der eigenen betrieblichen Potenzen, zugeschnitten auf die realen M\u00f6glichkeiten der \u00fcberwiegend kleinen Betriebe, ist Hauptaufgabe der n\u00e4chsten Jahre.<br \/>\nDie dazu notwendige Sensibilisierung der Unternehmen erfordert, unter den wirtschaftlichen Bedingungen der neuen Bundesl\u00e4nder, eine sehr direkte und pers\u00f6nliche Kommunikation.<br \/>\nMit der Einrichtung bestimmter Kommunikationsformen (Umweltstammtische), thematischer Arbeitskreise aus Vertretern der Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft sowie kontinuierlicher Unternehmensan-sprachen hat sich das Haus der Umwelt e.V. in der Region Leipzig f\u00fcr diese Aufgabe empfohlen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt mit seinen Ergebnissen wurde im Rahmen der Agenda 21 im Arbeitskreis Leipziger Agenda 21 und \u00d6ko-Audit pr\u00e4sentiert.<br \/>\nIn Anerkennung seiner Arbeit, insbesondere der Kommunikation mit regionalen Unternehmen, der Verwaltung und wissenschaftlichen Einrichtungen, wurde dem Haus der Umwelt e.V. mit Beginn des Jahres 2000 die Leitung und Koordinierung dieses Arbeitskreises \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Haus der Umwelt e.V. nimmt die Ergebnisse des Projektes zum Anlass, die Umweltkommunikation<br \/>\nf\u00fcr die Region Leipzig weiter auszubauen. Es sind weitere Unternehmen anzusprechen, ihre Bed\u00fcrfnisse aufzunehmen und \u00fcber geeignete Strukturen umzusetzen.<br \/>\nDer Aufbau eines Kompetenzzentrums Nachhaltiges Wirtschaften in Leipzig, das die Kompetenzen<br \/>\nder Partner aus der Stadtverwaltung, der Wirtschaft und den Wissenschaften so verbindet, dass die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung erreicht werden kann, ist Herausforderung und Aufgabe der n\u00e4chsten Jahre.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit diesem Projekt soll ein Modell angearbeitet werden, das die Spezifik ostdeutscher Unternehmen ber\u00fccksichtigt und neben der Durchsetzung von Umweltmanagementsystemen \u00fcber die Unternehmensleitung das Potential der Mitarbeiter zur Ber\u00fccksichtigung umweltrelevanter Verhaltensweise und aktiver Mitgestaltung im Unternehmen selbst beinhaltet. 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