{"id":19679,"date":"2023-07-13T15:09:31","date_gmt":"2023-07-13T13:09:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/03652-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:09:32","modified_gmt":"2023-07-13T13:09:32","slug":"03652-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/03652-01\/","title":{"rendered":"Umweltschonende Entwicklung des Tourismus im Eichsfeld, Aufbau und Erprobung beispielhafter L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr die Aufgaben der Hotel\u00f6kologie, des Landschaftsschutzes und der Stadt\u00f6kologie"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In dem Bestreben, Tourismus als Motor einer nachhaltigen Regionalentwicklung aufzubauen und die Chance der Neuorientierung f\u00fcr eine zukunftsweisende Weichenstellung zu nutzen, begann der HVE mit Hilfe einer namhaften F\u00f6rderung durch die DBU 1992 mit der Erarbeitung eines Regionalentwicklungskonzeptes und regionalen Leitbildes.<br \/>\nAuf Grundlage des Leitbildes wurde die Realisierung einzelner Pilotprojekte durchgef\u00fchrt. Diese Pilotprojekte sollen Modelle einer nachhaltigen Regionalentwicklung werden, Wegbereiter weiterer Entwicklungen sein und zum Nachahmen ermutigen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt teilte sich in drei Teilprojekte auf:<br \/>\n1. Umweltschutz im Gastgewerbe<br \/>\n2. Sicherung und Entwicklung der Erholungslandschaft<br \/>\n3. Beitr\u00e4ge zum \u00f6kologischen Stadtumbau<br \/>\nF\u00fcr die Projektbearbeitung wurde ein Regionalb\u00fcro eingerichtet. Beratungsb\u00fcros unterschiedlicher Fachdisziplinen  wurden hinzugezogen.<br \/>\nSchwerpunkt der Bearbeitung bildeten  Seminare und Workshops, jeweils moderiert und fachlich eingeleitet durch Experten unterschiedlicher Disziplinen.<br \/>\nIn dieser Zusammenarbeit entstanden Modellprojekte f\u00fcr nachhaltige touristische Regionalentwicklung. Die Ma\u00dfnahmentr\u00e4ger konnten mit Hilfe der durch die DBU gef\u00f6rderten Initiativen angeregt und in der Projektentwicklung begleitet und unterst\u00fctzt werden. Neben der Projektentwicklung\/fachlichen Begleitung und Koordination lagen Arbeitsschwerpunkte in Projektmarketing\/\u00d6ffentlichkeitsarbeit.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Umweltschutz im Gastgewerbe<br \/>\nIm Ergebnis der Arbeit f\u00fcr Eichsfelder Seminar- und G\u00e4steh\u00e4user standen:<br \/>\n1.\tBestandsaufnahme und Handlungsempfehlungen Umweltschutz im Gastbetrieb in Form eines \u00d6ko-Audits &#8211; First Preview.<br \/>\n2.\tErgebnisse einer Workshop- und Seminarreihe f\u00fcr zehn Eichsfelder Seminar- und G\u00e4steh\u00e4user (Information, Erfahrungsgewinn).<br \/>\n3.\tDokumentation der Ergebnisse, Erfahrungen der Realisierungsm\u00f6glichkeiten von Umweltschutz im Gastgewerbe &#8211; Schwerpunkt Betriebsphase als motivierende Informationsbrosch\u00fcre f\u00fcr die Betriebe des Eichsfeldes und dar\u00fcber hinaus f\u00fcr jeden interessierten Gastgeberbetrieb.<br \/>\n4.\tZehn Betriebe mit vorzeigbaren, modellhaften L\u00f6sungen f\u00fcr eine Reduzierung von Umweltbelastungen durch innovative Ma\u00dfnahmen in der Betriebsphase (d.h. ohne riesigen Investitionsaufwand realisierbar).<br \/>\nSicherung und Entwicklung der Erholungslandschaft<br \/>\nModellprojekt Eichsfeld pur &#8211; Wirte und Bauern auf neuen Wegen<br \/>\nMit Eichsfeld pur ist es gelungen, ein bemerkenswertes Modellprojekt zu realisieren. Eichsfeld pur kann sich bundesweit und auch im internationalen Vergleich sehen lassen &#8211; dies zeigte der Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus anderen Regionen und auch aus den Alpenl\u00e4ndern. Dies wird auch durch die gro\u00dfe Resonanz des Projektes in den \u00fcber\u00f6rtlichen Medien belegt. Hier zun\u00e4chst ein \u00dcberblick \u00fcber die Ergebnisse von Eichsfeld pur.<br \/>\nEichsfelder Kulturlandschaftsroute<br \/>\nMit der Eichsfelder Kulturlandschaftsroute wurde ein Modell f\u00fcr die Nutzung und Inwertsetzung attraktiver Landschaft verwirklicht. Das Besondere dieses Konzeptes: Hier mu\u00dfte nicht teure Infrastruktur neu geschaffen werden &#8211; die Kulturlandschaftsroute konnte mit bescheidenem finanziellen Aufwand nur unter Ausnutzung der vorhandenen, regionalen Potentiale realisiert werden.<br \/>\nBeitrag zu einem \u00f6kologischen Stadtumbau<br \/>\nKonzept zur umweltgerechten Raumnutzung<br \/>\nIm Ergebnis steht der Landschaftsplan Worbis-Leinefelde als \u00f6kologisch-landschaftsplanerisches Fachgutachten zum Fl\u00e4chennutzungsplan.<br \/>\n\u00d6kologisch-historischer Stadtf\u00fchrer<br \/>\nDer \u00f6kologisch-historische Stadtf\u00fchrer wurde realisiert und ist seitdem fester Bestandteil des touristischen Angebotes der Stadt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Von Beginn an wurde die Arbeit am Modellprojekt Eichsfeld auch als Verpflichtung angesehen, die Ergebnisse des Projektes zu ver\u00f6ffentlichen bzw. zu vermitteln. Ein Ziel der \u00d6ffentlichkeitsarbeit war der Erfahrungsaustausch mit vergleichbaren Projekten bzw. mit den Kollegen aus vergleich-baren Regionen. Hinzu kamen die Ziele des Au\u00dfen- wie des Innenmarketings. Es galt, Erfolge zu kommunizieren, um f\u00fcr das Eichsfeld und speziell f\u00fcr die umweltschonenden Projekte zu werben. Diese sollten von der Region als positiv und wirksam erkannt werden und in diesem Sinne als Modellprojekte T\u00fcren f\u00fcr weitere Vorhaben \u00f6ffnen. F\u00fcr einen Erfolg war wiederum ein Innenmarketing im Eichsfeld erforderlich, um zu erreichen, da\u00df die neuen Projekte auch gemeinsam angeboten und gepflegt werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die sich mit der Grenz\u00f6ffnung ergebenden M\u00f6glichkeiten einer Neuordnung f\u00fcr das Eichsfeld hin zu einer F\u00f6rderung der Region durch Tourismus mit einem &#8211; selbstverst\u00e4ndlich &#8211; integrierten Umweltvorsorgekonzept konnte genutzt werden.<br \/>\nMit Hilfe der F\u00f6rderung der DBU ist es gelungen, (1) ein richtungsweisendes Leitbild f\u00fcr die Region zu erarbeiten (Vorstudie), durch den Proze\u00df der Zusammenarbeit der Beteiligten eine gemeinsame Ausgangsbasis zu schaffen und (2) Elemente des Konzeptes als Modellprojekte zu realisieren.<br \/>\nDie Projekttr\u00e4ger sind sich sicher: Ohne das DBU-Projekt w\u00e4re das Eichsfeld einen anderen Weg gegangen &#8211; das Projekt hat wichtige Perspektiven er\u00f6ffnet. Durch den Erfolg der Modellprojekte hat die Region an Selbstbewu\u00dftsein f\u00fcr ihr eigenst\u00e4ndiges Angebot gewonnen. Wesentlich erscheint auch der Gewinn an Renommee als innovative Tourismusregion.<br \/>\nIm Ergebnis zeigt das Projekt u.E. sehr deutlich: Allein mit guten Ideen (sprich: einem Konzept oder einem Leitbild) ist es nicht getan. Ein ganzheitliches Leitbild bildet die Voraussetzung f\u00fcr ein koordiniertes und zielgerichtetes Handeln. Am Ende steht dann &#8211; wenn alles gut geht &#8211; ein \u00fcberzeugendes Handlungsprogramm mit vielen guten Ideen. Um Projekte auch zu realisieren, bedarf es jedoch einer Unterst\u00fctzung in der Anlaufphase. Hier kann es nicht darum gehen, den Beteiligten alle Arbeit und Kosten abzunehmen. Aber: neue Strategien und neue Projekte ben\u00f6tigen zu Beginn nicht nur Umstellungskosten, sondern auch einen erheblichen Organisationsaufwand. Hier ist in der Regel eine kooperative Unterst\u00fctzung erforderlich &#8211; etwa, indem die Betriebe von Organisations- und Marketingleistungen entlastet werden. Teile der Organisations-  und Sachkosten k\u00f6nnen und sollen von den Betrieben \u00fcbernommen werden.<br \/>\nDie erfolgreichen Teilprojekte sind in der Region verankert worden. So wurde Eichsfeld pur zum Teilbeitrag der Bewerbung der Stadt Duderstadt im Wettbewerb Umweltfreundliche Fremdenverkehrsorte (Duderstadt war einer von 17 Preistr\u00e4gern). Eichsfeld pur war der Anla\u00df f\u00fcr eine Kooperation der Heinz-Sielmann-Stiftung, die sich 1996 im Eichsfeld ansiedelte, mit dem HVE. Heute werden gemeinsam Projekte zur Landschaftssicherung, zur Erhaltung von Streuobstwiesen und zur nachhaltigen Regionalentwicklung vorangetrieben.<br \/>\nDas DBU-Projekt wurde  von einem weiteren Erfolg gekr\u00f6nt:  Auf Grundlage des Leitbildes und der ersten Erfolge ist es gelungen, das Eichsfeld (als eines von zwei Projekten Deutschlands und von insgesamt 30 europ\u00e4ischen Projekten) in die EU-F\u00f6rderung Agrarprojekte und Demonstrationsvorhaben zu bringen.<br \/>\nMit Hilfe der namhaften F\u00f6rderung (und eines namhaften Eigenanteils aus dem Eichsfeld) konnte wiederum ein Projektb\u00fcro f\u00fcr rund zweieinhalb Jahre im Eichsfeld besetzt werden (Agraringenieur\/ Reisekauffrau\/Sekretariat). Im Rahmen der EU-F\u00f6rderung werden weitere Projekte f\u00fcr eine nachhaltige Regionalentwicklung initiiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In dem Bestreben, Tourismus als Motor einer nachhaltigen Regionalentwicklung aufzubauen und die Chance der Neuorientierung f\u00fcr eine zukunftsweisende Weichenstellung zu nutzen, begann der HVE mit Hilfe einer namhaften F\u00f6rderung durch die DBU 1992 mit der Erarbeitung eines Regionalentwicklungskonzeptes und regionalen Leitbildes. 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