{"id":19678,"date":"2023-07-13T15:14:11","date_gmt":"2023-07-13T13:14:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10657-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:11","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:11","slug":"10657-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10657-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Anwendung modellhafter Methoden zum Schutz national wertvoller Glasmalereien in Sachsen und Polen vornehmlich aus dem 19. Jh. vor negativen Umwelteinfl\u00fcssen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Wiederherstellung umweltgesch\u00e4digter Glasmalereien und Einbau hinter eine isothermische Schutzverglasung. Entwicklung neuer technischer Methoden f\u00fcr die Halterungssysteme mit R\u00fccksicht auf zu reduzierende Bohrt\u00e4tigkeit im Mauerwerk insbesondere im Ma\u00dfwerkteil<br \/>\n.Parallel ausgef\u00fchrte Arbeiten von Werkst\u00e4tten aus Sachsen und aus den alten Bundesl\u00e4ndern bzw. aus Polen zum Zweck der Weiterbildung. Seminare und Publikationen zu Fragen der Ausschreibung f\u00fcr Architekten und Denkmalpfleger.<br \/>\nNaturwissenschaftliche Untersuchungen zu Fragen der Bleikorrosion und Glasmalfarben (BAM). Vergleichende Modellglas-Untersuchungen (Sensor-Studien) zu Umweltbedingungen<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenNach beschr\u00e4nkter Ausschreibung werden innerhalb des Projektzeitraumes insgesamt 17 Glasmalereiwerkst\u00e4tten und Kunstglasereien umweltgesch\u00e4digte Glasmalerei verschiedenen Schwierigkeitsgrades wiederherstellen und den spezifischen Erfordernissen des jeweiligen Kirchenbaues gem\u00e4\u00df, modifizierte, modellhafte Schutzverglasungen einrichten.<br \/>\nParallel dazu sollen die Ursachen f\u00fcr die in verschiedener Weise auftretenden Korrosionsph\u00e4nomene am Blei unersucht und Behandlungsweisen vorgeschlagen werden.<br \/>\nIm Rahmen der Weiterbildung werden Seminare an der Dombauh\u00fctte Mei\u00dfen durchgef\u00fchrt, welche Architekten und Denkmalpfleger ein besseres Verst\u00e4ndnis von den Problemen der Restaurierung von Glasmalerei und deren zuk\u00fcnftigen Schutz vermitteln sollen, was sich insbesondere in fachgerechten, den Problemen angemessenen Ausschreibungsunterlagen und Leistungskatalogen ausdr\u00fccken soll.<br \/>\nJ\u00e4hrlich zu veranstaltende Berichtskolloquien geben einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl von Interessierten die Gelegenheit, sich \u00fcber die im Projekt ausgef\u00fchrten Arbeiten zu informieren. \u00dcber die Ergebnisse des Projektes unterrichtet ein gro\u00dfes \u00f6ffentliches Kolloquium.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes erfolgte der Einsatz von 17 Fachbetrieben zur Sanierung historischer Glasmalereien aus den neuen und alten Bundesl\u00e4ndern und aus Polen. Die Arbeiten von zwei bis drei Werkst\u00e4tten innerhalb eines Objektes erwies sich als au\u00dferordentlich f\u00f6rdernd f\u00fcr die Weiterbildung der beteiligten mittelst\u00e4ndischen Unternehmen und damit auch als beispielgebend f\u00fcr eine rationelle Verwendung von spezialisierten Fachkr\u00e4ften oder finanziellen Mitteln. Die Ma\u00dfnahmen wurden durch ein Gutachtergremium und durch die Referenten sowie Restauratoren der zust\u00e4ndigen Denkmalpflege\u00e4mter in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden, aber auch zwischendurch zur Entscheidung wichtiger Fragen zu den Ma\u00dfnahmen, beratend sowie kontrollierend begleitet. Die Ergebnisse, d. h. die differenziert angewendeten Arbeitsmodelle und Methoden am jeweiligen Objekt referierten die ausf\u00fchrenden Werkst\u00e4tten am Ort vor den am Projekt beteiligten Unternehmen und vor interessierten Fachkr\u00e4ften. Dadurch konnten Anregungen gegeben und empfangen werden. Au\u00dferdem wurden f\u00fcr die Glasmalereiwerkst\u00e4tten Weiterbildungsma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt. Die gr\u00f6\u00dferen j\u00e4hrlichen Berichtskolloquien und das umfassende Abschlusskolloquium gaben dar\u00fcber hinaus in einem erweiterten Kreis von Architekten, Eigent\u00fcmern, Denkmalpflegern, Restauratoren, Kunsthistorikern und Naturwissenschaftlern einen \u00dcberblick wie auch detaillierte Informationen zu den abgeschlossenen Arbeiten. Von Bedeutung waren die ma\u00dfnahmenbegleitenden Forschungen \u00fcber Reinigungsmethoden, Malschichtzersetzungen und Ph\u00e4nomene der Bleikorrosion (Bundesanstalt f\u00fcr Materialforschung und -pr\u00fcfung, Berlin). Ferner wurden Untersuchungen durch die Anwendung von Sensorstudien zu den Umweltbedingungen bei den zu sanierenden Objekten ausgef\u00fchrt (Fraunhofer Institut f\u00fcr Silicatforschung, W\u00fcrzburg). Die zur Bearbeitung vorgesehenen Glasmalereibest\u00e4nde konnten im geplanten Zeitraum und mit der jeweils besprochenen Ma\u00dfnahme behandelt werden. Die zur Verf\u00fcgung stehenden finanziellen Mittel sind so eingesetzt worden, dass ein maximaler Erfolg gew\u00e4hrleistet war.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>An drei \u00f6ffentlichen Kolloquien nahm ein breiter Kreis von Fachleuten teil. Au\u00dferdem wurden in f\u00fcnf Faltbl\u00e4ttern sehr konzentrierte Informationen zu einzelnen Themen des Schutzes und der Wiederherstellung von Glasmalereien gegeben:<br \/>\n1.\tDie isothermische Schutzverglasung &#8211; ein wirksames Mittel zur Verhinderung von Umweltsch\u00e4den.<br \/>\n2.\tHalterungssysteme f\u00fcr Schutzverglasungen.<br \/>\n3.\tDas differenzierte Leistungsverzeichnis &#8211; Voraussetzung f\u00fcr denkmalpflegegerechte Ma\u00dfnahmen.<br \/>\n4.\tDie Glasmalereien des 19. Jahrhunderts. Charakteristika der verwendeten Materialien.<br \/>\n5.\tLagerbedingungen.<br \/>\nAls Dokumentation der Projektarbeit erschienen im Verlag Edition Leipzig:<br \/>\n1.\tHistorische Glasmalerei. Schutzverglasung, Bestandssicherung, Weiterbildung. Leipzig 1999. (Autoren: Falko Bornschein, Erhard Drachenberg, Eva Fitz, Bernd Konrad, Reinhard Meissner, Wolfgang M\u00fcller, Hannelore R\u00f6mich, Carola Troll, Arno Weinmann).<br \/>\n2.\tVerbleiung bei Glasmalereien. Leipzig (2000) 2001. (Autor: Wolfgang M\u00fcller).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt hat einen beachtenswerten Meilenstein in den Bem\u00fchungen gesetzt, umweltgesch\u00e4digte historische Glasmalereien in spezifischer Bewertung zu sanieren. Die Ergebnisse und entwickelten Modellmethoden bieten ein reiches Material, das die Praktiker in Differenzierung nach den \u00f6rtlichen Gegebenheiten f\u00fcr ihre Arbeiten verwenden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Wiederherstellung umweltgesch\u00e4digter Glasmalereien und Einbau hinter eine isothermische Schutzverglasung. Entwicklung neuer technischer Methoden f\u00fcr die Halterungssysteme mit R\u00fccksicht auf zu reduzierende Bohrt\u00e4tigkeit im Mauerwerk insbesondere im Ma\u00dfwerkteil .Parallel ausgef\u00fchrte Arbeiten von Werkst\u00e4tten aus Sachsen und aus den alten Bundesl\u00e4ndern bzw. aus Polen zum Zweck der Weiterbildung. 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