{"id":19646,"date":"2023-07-13T15:11:13","date_gmt":"2023-07-13T13:11:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06236-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:17","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:17","slug":"06236-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06236-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines anaeroben Festbettverfahrens zur biologischen Behandlung von Schlachthofabw\u00e4ssern"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Ziel des Vorhabens bestand in der Entwicklung und der Erprobung einer Umwelt entlastenden und wirtschaftlichen Technologie zur Behandlung des im Schlachthof K\u00f6then anfallenden hoch belasteten Abwassers. Kernst\u00fcck der Behandlungsanlage sollten Festbettbioreaktoren mit aerober und\/oder anaerober Wirkungsweise sein. Sie sollten komplettiert werden durch eine mechanische Stufe zur Abtrennung fester sowie lipophiler und proteiner Bestandteile, einer eventuell erforderlichen Nachkl\u00e4rung und not-wendiger peripherer Einrichtungen zur Bevorratung, Zwischenstapelung, Dosierung und Prozesssteuerung. Die Anlage sollte eine Prinzipl\u00f6sung darstellen, sehr preiswert sein und eine Nachnutzung durch andere Interessenten erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAuf der Basis einer Betriebsanalyse wurden zun\u00e4chst die Tagesganglinien der Schadstoffkonzentrationen in Abh\u00e4ngigkeit der Betriebsprozesse analysiert und die Abbaubarkeit und der toxische Einfluss eventueller Problemstoffe wie Reinigungs- und Desinfektionsmittel \u00fcberpr\u00fcft. Durch vergleichende Untersuchungen zwischen ausgew\u00e4hlten physikalischen Methoden und dem Einsatz von Flockungsmitteln sollte dann eine effiziente Vorbehandlungstechnologie erarbeitet werden, die den nachfolgenden biologischen Abbauprozess entlastet.<br \/>\nDie biologische Behandlung wurde in zwei Stufen zun\u00e4chst im Laborma\u00dfstab in einem Festbett-Kaskaden-Bioreaktor mit einem Volumen von 60 l untersucht. In einem kleintechnischen Versuchsreaktor mit einem nutzbaren Volumen von 3,6 m3 wurden die im Labor gewonnenen Ergebnisse \u00fcberpr\u00fcft. Dadurch sollten alle notwendigen technischen Daten (Sauerstoffeintrag, organische und hydraulische Belastbarkeit etc.) f\u00fcr eine \u00dcbertragung in die um Faktor 6 gr\u00f6\u00dfere (gro\u00df-)technische Pilotanlage gewonnen werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Zielstellung der ersten anaeroben Stufe des Festbett-Kaskaden-Bioreaktors im Laborma\u00dfstab lag vorrangig in der Hydrolyse hochmolekularer, den aeroben Abbau belastender Inhaltsstoffe, wie beispielsweise zu Schaumbildung neigendes Protein. Die Gewinnung von Biogas zur energetischen Verwer-tung war nicht Bestandteil des Projektes. Die zweite, aerobe Behandlungsstufe diente der weiteren Reduzierung der organischen Belastung. In einem kleintechnischen Versuchsreaktor wurden die im Labor gewonnenen Ergebnisse in einer Ma\u00dfstabsvergr\u00f6\u00dferung von 1:60 \u00fcberpr\u00fcft und nach Ansicht der Triton GmbH alle notwendigen technischen Daten (Sauerstoffeintrag, organische und hydraulische Belastbarkeit etc.) f\u00fcr eine \u00dcbertragung in die angestrebte, um den Faktor 6 gr\u00f6\u00dfere Pilotanlage gewonnen. Die Pilotanlage sollte aus zwei Festbett-Kaskaden-Bioreaktoren &#8211; anaerob\/ aerob betrieben &#8211; mit je 25 m\u00b3 Reaktorvolumen bestehen und vollst\u00e4ndig in die im Betrieb existierende, durch entsprechend der Voruntersuchungen in der mechanischen Vorreinigung optimierte Behandlungsanlage, integriert und \u00fcber einen ausreichend l\u00e4ngeren Zeitraum gepr\u00fcft werden.<br \/>\nDie Technologie sollte sich durch folgende Merkmale auszeichnen:<br \/>\n\u00b7\tModularer Aufbau, bestehend aus standardisierten Baugruppen, der somit eine beliebige Kombination aus physikalisch-chemischen mit biologischen Verfahrensstufen sowie die erw\u00fcnschte Kapazit\u00e4tserweiterung durch parallele oder serielle Verschaltung gleichgestalteter Elemente zul\u00e4sst;<br \/>\n\u00b7\tfunktionale Gestaltung ihrer Elemente einerseits und durch effiziente Steuerungsalgorithmen und sparsame Integration von moderner Messtechnik andererseits, woraus eine hohe Bedienerfreundlichkeit resultieren sollte;<br \/>\n\u00b7\tgeringe Betriebskosten infolge energetisch g\u00fcnstiger L\u00f6sungen und eines geringen Wartungsaufwandes.<br \/>\nAuf Grund der Ende 1997 eingetretenen Zahlungsschwierigkeiten des Schlachthofes und der sp\u00e4teren Insolvenzanmeldung wurde das Projekt nach den kleintechnischen Versuchen jedoch nicht mehr weitergef\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Aufgrund der Insolvenz des Schlachthofes fand keine \u00d6ffentlichkeitsarbeit statt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Bevor das Projekt \u00fcberhaupt begonnen werden konnte, hatte die Firma G\u00f6llner den von der Treuhand erstandenen Schlachthof seit 1994 finanziell sehr m\u00fchevoll bis auf den bisher ausgeklammerten Bereich der Abwasserbehandlung saniert. Der Schlachthof entsprach dann den hohen EU-Anforderungen an den Betrieb derartiger Einrichtungen. Das Unternehmen war sp\u00e4ter jedoch finanziell nicht mehr in der Lage, das Projekt durchzuf\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Ziel des Vorhabens bestand in der Entwicklung und der Erprobung einer Umwelt entlastenden und wirtschaftlichen Technologie zur Behandlung des im Schlachthof K\u00f6then anfallenden hoch belasteten Abwassers. Kernst\u00fcck der Behandlungsanlage sollten Festbettbioreaktoren mit aerober und\/oder anaerober Wirkungsweise sein. 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