{"id":19641,"date":"2023-07-13T15:11:10","date_gmt":"2023-07-13T13:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06105-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:10","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:10","slug":"06105-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06105-01\/","title":{"rendered":"Errichtung und Einrichtung eines dezentralen Netzes von Besucherinformationszentren im Naturpark Th\u00fcringer Wald"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit \u00fcber 200 St\u00e4dten und Gemeinden und einer Gr\u00f6\u00dfe von \u00fcber 2.000 Quadratkilometern geh\u00f6rt der Naturpark Th\u00fcringer Wald zu den gro\u00dfen Mittelgebirgslandschaften in Deutschland.Der Naturpark besteht aus einem Mosaik von vielf\u00e4ltigen und abwechslungsreichen Naturr\u00e4umen, die einen hohen Wert f\u00fcr den Naturschutz und besonderen Wert f\u00fcr die Erholung der Menschen darstellen. Das Gesamtprojekt hat die Einrichtung eines dezentralen Netzes von Besucher-Informationsstellen im Naturpark Th\u00fcringer Wald zum Ziel.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenArbeitsmethoden und -schritte wurden im Vorprojekt erarbeitet und erprobt. In den Naturpark-Informationseinrichtungen sollen sich die Einwohner und Besucher des Th\u00fcringer Waldes \u00fcber die Naturausstattung des Gebietes, seine Besonderheiten, Eigenarten und Empfindlichkeiten m\u00f6glichst umfassend informieren. Durch den Einsatz moderner umweltp\u00e4dagogischer Arbeitsmittel werden die Besucher auf direktem Weg zum Handeln und zum Naturerleben gef\u00fchrt.<br \/>\nDurch die Qualifizierung der Ausgangssituation Informationssystem im Naturpark Th\u00fcringer Wald entstanden zwei funktionale Grundtypen der Besucherinformationsstellen, die Naturparkinformationszentren und die Naturpark-Pavillons. Erg\u00e4nzt werden diese durch eine einfachere Kategorie, die Naturpark-Informationen.<br \/>\nDie Kooperation mit den unterschiedlichsten Partnern bezog bzw. bezieht sich auf die Errichtung bzw. Einrichtung der unterschiedlichsten Typen der Informationsstellen, sowie auf die langfristige Nutzung und Betreuung dieser Einrichtungen.<br \/>\nDurch die Bildung von lokalen Arbeitsgruppen und die begleitende Arbeit von fachkundigen Beir\u00e4ten gelang eine genaue Abstimmung, Differenzierung und Verteilung von Aufgaben, sowie eine regionalspezifische Darstellung der Inhalte.<br \/>\nDie bewusst gew\u00e4hlte Arbeitsweise war sehr zeitaufwendig und schwierig, garantiert jedoch eine beispielhafte, langfristig entwickelte Identifikation der Region f\u00fcr die Entwicklung der Region.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das gesamte Netzwerk von dezentralen Besucherinformationseinrichtungen und das vielseitige Naturpark-Informationssystem ist in Betrieb gesetzt. Die im Antrag formulierten Ziele sind bis auf die Fertigstellung des Naturpark-Atlas erf\u00fcllt und in der \u00fcberwiegenden Zahl der zu erf\u00fcllenden Aufgaben weit besser realisiert, als im Antrag konzipiert. Die inhaltliche Ausrichtung der Informationseinrichtungen wurde entsprechend dem Fachkonzept realisiert. Hohes Engagement der lokalen Aktionsgruppen, gro\u00dfes Interesse der Partner &#8211; die Tr\u00e4ger der Einrichtung sind, konstruktive Zusammenarbeit mit Fachleuten aus der Region waren und sind hierf\u00fcr ausschlaggebend. Die Koordination dieser umfangreichen Auf-gabe auf der Gesamtfl\u00e4che des Naturparks war zeit- und kraftaufwendiger als geplant. Gro\u00dfer Wert bei der Umsetzung des inhaltlichen Konzeptes wurde auf Verst\u00e4ndlichkeit und Anschaulichkeit gelegt. Dezentral entstanden an 14 Standorten Besucherinformationseinrichtungen lt. Antrag und weitere Informationsstellen entwickelten sich im Rahmen der Gesamtinitiative. In allen Einrichtungen k\u00f6nnen die Besucher die jeweiligen regionalen Besonderheiten, die Kulturhistorie, das Handwerk und das t\u00e4gliche Leben im Naturpark kennen lernen. Gro\u00dfer Wert ist dabei auf die Nachvollziehbarkeit der Anst\u00f6\u00dfe in der n\u00e4chsten Umgebung gelegt. In der unmittelbaren N\u00e4he der Informationseinrichtungen entstanden Naturlehrpfade, zus\u00e4tzliche naturkundliche Ausstellungen und Aktionsfelder f\u00fcr die Umweltbildungsarbeit. Wechselnde Ausstellungen erh\u00f6hen die Attraktivit\u00e4t der Einrichtungen. Untrennbarer Bestandteil im de-zentralen Informationsnetz des Naturparks ist die Vernetzung durch das geschaffene Computerinformationssystem. Diese Kommunikationsebene erm\u00f6glicht den Austausch von Sachthemen, Bildungsange-boten, regionalen Informationen der St\u00e4dte und Gemeinden und aktuelle Informationen aus dem gesamten Naturpark im Naturpark und in die weite Welt. Die Weiterentwicklung dieses inhaltlichen Bausteines garantiert der Verband Naturpark Th\u00fcringer Wald als Tr\u00e4ger der Naturparkarbeit f\u00fcr die Zukunft. Die An-gebote im Umweltbildungsbereich reichen von Naturkundeseminaren, Projektwochen f\u00fcr Sch\u00fcler, gestalteten Tagesaufenthalten, Naturf\u00fchrerworkshops, Exkursionen u.a. bis zur sich immer besser etablierenden Rucksackschule. Die Umweltbildungsm\u00f6glichkeiten werden in den unterschiedlichsten Einrichtungen in den meisten F\u00e4llen von den lokalen Aktionsgruppen getragen, die in der Entstehungsphase gebildet wurden. Dieser wichtige inhaltliche Baustein wird nicht nur in den Zentren realisiert. &#8211; Die \u00fcberschrittene Aufbauzeit resultiert vorrangig aus dem nicht kalkulierbaren schwierigen Aufbau der unterschiedlichsten Einrichtungen verteilt auf die Gesamtfl\u00e4che des Naturparks. Weitere nicht absehbare Entwicklungen wie z.B. schwierige Eigentums\u00fcbertragungen, ABM-Abl\u00e4ufe in Th\u00fcringen, B\u00fcrgermeisterwechsel in verschiedenen Projektstandorten u.a. verl\u00e4ngerten die Realisierungsphase des Projektes. Ein Vorteil dieser Laufzeit des Aufbaues war die M\u00f6glichkeit gesammelte positive Ideen und Anregungen auf sp\u00e4ter begonnene Projekte anzuwenden. Zus\u00e4tzliche Arbeit entstand durch die Anerkennung als weltweites Projekt der EXPO 2000 in Hannover. Die dadurch gewonnenen internationalen Erfahrungen und die inhaltliche Aufwertung des Projektes rechtfertigen in hohem Ma\u00dfe das zeitliche und materielle Engagement. Eine weitere hohe Wertsch\u00e4tzung des Projektes erfuhr der Verband Naturpark Th\u00fcringer Wald e. V. als Wettbewerbssieger und Ehrung mit einer Goldmedaille im Bundeswettbewerb Deutscher Naturparke 2000. &#8211;  Die im Antrag ausgewiesenen zu erbringenden Anteile des Verbandes Naturpark Th\u00fcringer Wald sind durch die Arbeitsweise der eingesetzten Mitarbeiter und durch das hohe Engagement der Naturparkregion erf\u00fcllt. Die pauschal durch den Verband zugesagten h\u00f6heren Eigenanteile gegen\u00fcber der Einzelposten im Antrag sind gleichfalls realisiert. Die finanzielle F\u00f6rderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt hat den Aufbau und die Einrichtung des Gesamtsystems der Besucherinformationszentren im jetzigem Naturpark Th\u00fcringer Wald erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Gesamtprojekt ist mit all seinen Einrichtungen und Leistungen im Naturparkgebiet \u00fcber Jahre durch Ver\u00f6ffentlichungen und Fachvortr\u00e4ge bekannt gemacht. Die Ergebnisse sind in sehr umfangreicher Darstellung bekannt gemacht und unter www.Naturpark-thueringer-wald.de im Naturparkgebiet \u00fcber Outdoor-Terminals bzw. Arbeitsplatzsysteme erlebbar und weltweit einsehbar. Auf allen Pr\u00e4sentationen und Messebeteiligungen des Verbandes Naturpark Th\u00fcringer Wald e. V. und des Tourismusverbandes Th\u00fcringer Wald wird das Projekt per Tafelwerk und Informationss\u00e4ule vorgestellt. Durch die Verlinkungsm\u00f6glichkeiten mit anderen Naturinfosystemen besteht eine besonders gute Kommunikationsm\u00f6glichkeit die geschaffenen Umweltbildungsangebote bekannt zu machen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Informationseinrichtungen und ihre Vernetzung sind beispielhaft und k\u00f6nnen als Modell f\u00fcr Besucherbetreuung in anderen Regionen nachgenutzt werden. Die Menschen im Naturpark sind stolz auf ihre eingebrachten Leistungen und werden im Verband Naturpark Th\u00fcringer Wald e. V. diese Einrichtungen erhalten, pflegen und weiterentwickeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit \u00fcber 200 St\u00e4dten und Gemeinden und einer Gr\u00f6\u00dfe von \u00fcber 2.000 Quadratkilometern geh\u00f6rt der Naturpark Th\u00fcringer Wald zu den gro\u00dfen Mittelgebirgslandschaften in Deutschland.Der Naturpark besteht aus einem Mosaik von vielf\u00e4ltigen und abwechslungsreichen Naturr\u00e4umen, die einen hohen Wert f\u00fcr den Naturschutz und besonderen Wert f\u00fcr die Erholung der Menschen darstellen. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[50,71,2423],"class_list":["post-19641","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-naturschutz","tag-thueringen","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"06105\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-06105.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"2.101.869,79","dbu_projektdatenbank_firma":"Verband Naturpark Th\u00fcringer Wald e. V.","dbu_projektdatenbank_strasse":"Dorfstr. 16","dbu_projektdatenbank_plz_str":"98749","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Friedrichsh\u00f6he","dbu_projektdatenbank_p_von":"1995-11-20 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2003-07-10 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"7 Jahre und 8 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"036704 \/ 7099 - 10","dbu_projektdatenbank_inet":"www.naturpark-thueringer-wald.de","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Th\u00fcringen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"18","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/19641","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/19641\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32644,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/19641\/revisions\/32644"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19641"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19641"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19641"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}