{"id":19634,"date":"2023-07-13T15:08:15","date_gmt":"2023-07-13T13:08:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/01079-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:08:16","modified_gmt":"2023-07-13T13:08:16","slug":"01079-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/01079-01\/","title":{"rendered":"Verbesserung der mechanischen Entw\u00e4sserbarkeit von Abfallschl\u00e4mmen durch den Einsatz komplexer Silikate"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Geringer werdender Deponieraum erforderte es, f\u00fcr spezifische Abfallschl\u00e4mme Behandlungsverfahren zu entwickeln, die eine nachfolgende Nutzung oder einen gefahrlosen Wiedereinbau dieser entw\u00e4sserten Schl\u00e4mme erm\u00f6glichen w\u00fcrden. Das Ziel des Projektes bestand in der Verbesserung von Abfallschl\u00e4mmen, in der m\u00f6glichst irreversiblen Bindung von Schadstoffen an den entw\u00e4sserten Schlamm sowie der Gewinnung eines schadstoffarmen Filtrates. An vier verschiedenen ausgew\u00e4hlten Schl\u00e4mmen wurde die Verbesserung der Entw\u00e4sserbarkeit durch den Einsatz von komplexen Silikaten untersucht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenFolgende Stoffe wurden f\u00fcr die Untersuchungen und den Einsatz komplexer Silikate ausgew\u00e4hlt: Abwas-ser aus einem Galvanikbetrieb, Abfallschlamm aus einer Kohlevergasungsanlage, Schlamm aus einer mechanischen Reinigungsstufe einer Kl\u00e4ranlage und Kl\u00e4rschlamm (nach einer Faulungsstufe) aus einer Kl\u00e4ranlage.<br \/>\nDie notwendigen Versuchsarbeiten wurden in enger Zusammenarbeit vor allem mit<br \/>\n\u00b7\tder Scharnow-Galvanik GmbH in Werder und<br \/>\n\u00b7\tder Walzwerk Finow GmbHdurchgef\u00fchrt.<br \/>\nSie bestanden im Wesentlichen<br \/>\n\u00b7\taus einer Ist-Analyse der Entsorgungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die ausgew\u00e4hlten Objekte;<br \/>\n\u00b7\tin der Auswahl solcher Objekte, die allgemeine Aussagen erwarten lassen;<br \/>\n\u00b7\tin einer exakten analytischen Bewertung der Ausgangsschl\u00e4mme sowie verfahrenstechnisch-chemischen Untersuchungen zur m\u00f6glichen Bindung der Schadstoffe an die Schlamm-Silikatmatrix.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Zum Projekt wurde der Bericht \u00fcber eine erste Phase von 10\/1994 vorgelegt. Das Projekt wurde angesichts der Ergebnisse der ersten Phase jedoch nicht mehr in eine zweite Phase \u00fcbergef\u00fchrt.Die Zielstellungen des Projektes wurden nicht mit allen untersuchten Schl\u00e4mmen erreicht.<br \/>\nDie Behandlung von Galvanikschl\u00e4mmen mit Silikaten ergab bessere Entw\u00e4sserungsdaten, als angestrebt. Jedoch ist die Irreversibilit\u00e4t der Schwermetallbindung an die Silikate auf pH-Werte > 7.0 be-schr\u00e4nkt. Erst eine thermische Nachbehandlung der silikatischen Schl\u00e4mme ergab ausreichende Eluatwerte auch bei pH = 4.0. Die Behandlung der phenol-, MKW- und PAK-haltigen Abfallschl\u00e4mme aus einer Brikettvergasung mittels Silikaten ergab nach einer 2- bis 3-stufigen Filtration gut handhabbare Filterkuchen. Dieser Filterkuchen und die auch noch schadstoffbelasteten Filtrate konnten in einer biologischen Reinigungsstufe dekontaminiert werden, so dass schadstoffarmes Abwasser und ein dekontaminierter Feststoff entstanden.<br \/>\nDie Behandlung von Abfallschl\u00e4mmen aus einer mechanischen Reinigungsstufe einer Kl\u00e4ranlage mittels Silikaten ergab \u00fcberhaupt keine Verbesserung der Entw\u00e4sserbarkeit. Hier schien der Einsatz von speziellen Enzymen zum Abbau hochmolekularer, schleimiger Substanzen angezeigt.<br \/>\nDer Einsatz von Silikaten zur Entw\u00e4sserung von Schl\u00e4mmen aus einem Faulturm war zwar technologisch eine Alternative zum bisherigen Einsatz von polymeren Flockungshilfsmitteln, \u00f6konomisch brachte dies jedoch keine Vorteile.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die ersten Ergebnisse wurden auf einem Technologietag in Eberswalde dargestellt. Dar\u00fcber hinaus wurden Interessenten (z. B. Gesellschaft f\u00fcr Recycling in Duisburg) die notwendigen Informationen \u00fcberlassen und eine Zusammenarbeit angeboten. Der Bewilligungsempf\u00e4ngers f\u00fchrte das Projekt 1995 im Wesentlichen im Rahmen von Untersuchungen zum Einsatz von projektgem\u00e4\u00df behandelten Galvanikschl\u00e4mmen als Zumahlstoff f\u00fcr die Zementherstellung weiter.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Ergebnisse mit Galvanikabwasser und Abfallschlamm aus der Brikettvergasung zeigten, dass eine solche Behandlung zu alternativen M\u00f6glichkeiten der Nutzung bzw. Entsorgung dieser Abf\u00e4lle f\u00fchren konnte. Der Einsatz der Silikate bedeutete jedoch auch f\u00fcr diese Schl\u00e4mme keine Verbesserung des Standes der Technik.<br \/>\nGegen die Qualit\u00e4t der Durchf\u00fchrung der ersten Projektphase wurden keine Einw\u00e4nde erhoben. Die Versuche verliefen jedoch insgesamt nicht so erfolgreich, dass eine Weiterf\u00fchrung des Projektes aussichtsreich gewesen w\u00e4re.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Geringer werdender Deponieraum erforderte es, f\u00fcr spezifische Abfallschl\u00e4mme Behandlungsverfahren zu entwickeln, die eine nachfolgende Nutzung oder einen gefahrlosen Wiedereinbau dieser entw\u00e4sserten Schl\u00e4mme erm\u00f6glichen w\u00fcrden. 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