{"id":19612,"date":"2024-11-27T10:32:37","date_gmt":"2024-11-27T09:32:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/05322-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:32:39","modified_gmt":"2024-11-27T09:32:39","slug":"05322-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/05322-01\/","title":{"rendered":"Emissionsminderung von Textilveredlungsprozessen durch Absorptionshilfsmittel in W\u00e4schern"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Abluftw\u00e4scher sind die am h\u00e4ufigsten in der Textilveredlungsindustrie eingesetzten Reinigungssysteme. Bei einigen Prozessen treten Emissionen auf, die sich nicht ausreichend mit einem W\u00e4scher entfernen lassen. Ziel des Vorhabens war es, durch Zusatz von Absorptionshilfsmitteln den Wirkungsgrad von W\u00e4schern zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur Bearbeitung des Projektes wurde zun\u00e4chst mit der Fa. Pr\u00f6tt, M\u00f6nchengladbach, eine Pilotanlage konstruiert und realisiert. Die Pilotanlage besteht aus zwei W\u00e4scherstufen, die beide jeweils ein eigenes Vorratsgef\u00e4\u00df f\u00fcr die jeweilige W\u00e4scherl\u00f6sung und alle notwendigen Aggregate zum unabh\u00e4ngigen Betrieb voneinander besitzen. Die Anlage wurde transportabel ausgelegt, so da\u00df Versuche zur Emissionsminderung direkt in der Industrie durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nMit dieser Pilotanlage wurden unterschiedliche Textilveredlungsprozesse auf deren m\u00f6gliche Emissionsminderungen untersucht. Daf\u00fcr wurden im W\u00e4scher verschiedene Absoprtionshilfsmittel eingesetzt und die Wirkungsgrade der Wascheinheit bestimmt. Die Emissionsmessungen mit einem FID wurden durch olfaktometrische Messungen erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es wurden bei einer Vielzahl von Textilveredlungsprozessen die organischen Emissionen bestimmt. Dabei zeigte sich, da\u00df es Prozesse gibt, bei denen nur geringe Emissionen auftreten. Bei anderen Prozessen, insbesondere bei denen verdampfbare Flottenbestandteile wie Isopropanol eingesetzt werden, treten h\u00f6hrere Emissionen auf.<br \/>\nF\u00fcr Anwendungen in der Praxis sollte zun\u00e4chst gepr\u00fcft werden, ob die W\u00e4scher nur mit Wasser betrieben werden k\u00f6nnen, da bei einer Vielzahl von Textilveredlungsprozessen die Emissionen wasserl\u00f6slich sind oder sich durch Kondensation bei den Temperaturen, wie sie in einem W\u00e4scher anzutreffen sind, ausreichend entfernen lassen.<br \/>\nZur Verbesserung der Absorptionseigenschaften von W\u00e4schern k\u00f6nnen Komplexierungsmittel, wie Cyclodextrine, eingesetzt werden. Dadurch lassen sich organische Emissionen, wie z.B. Toluol, nicht nur in derTextilindustrie verringern. Die gilt auch insbesondere f\u00fcr die Emissionen von Ger\u00fcchen.<br \/>\nDurch Oxidationsmittel, wie Wasserstoffperoxid (H2O2), lassen sich sowohl die oragnischen wie auch die Geruchsemissionen verringern. Der gro\u00dfe Vorteil bei Verwendung von H2O2 besteht darin, da\u00df das Waschwasser nicht durch Absorptionshilfsmittel zus\u00e4tzlich belastet wird. Die oxidierende Wirkung von H2O2  l\u00e4\u00dft sich durch Eisen(II)salze (Fenton\u00b4s Reagenz) erh\u00f6hen.<br \/>\n            Treten bei Textilveredlungsprozessen z.B. alkalische Emisionen auf, lassen sie sich, wie hinl\u00e4nglich bekannt, durch einen entsprechenden Zusatz an S\u00e4uren zum Waschwasser entfernen. In einem solchen Fall mu\u00df dann gepr\u00fcft werden, ob die saure Waschl\u00f6sung auch geeignet ist, saure Emissionen in ausreichendem Ma\u00dfe zu reduzieren, da es in der Praxis nicht m\u00f6glich ist, Waschw\u00e4sser mit unterschiedlichen Absorptionshilfsmittel vorzuhalten. Das gleiche gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr saure Emissionen und einem Zusatz an Alkalien zum Waschwasser.<br \/>\nIm zweiten W\u00e4scher befand sich w\u00e4hrend der gesamten Untersuchungen nur reines Wasser, da sich bereits zu Beginn des Projektes gezeigt hatte, da\u00df der zweite W\u00e4scher einerseits zur Absorption von Aerosolen notwendig war. Zum anderen war ein zweiter W\u00e4scher insgesamt notwendig, um einen ausreichend gro\u00dfen Wirkungsgrad bei den Emissionsminderungen sowohl der organischen als auch der Geruchsemissionen zu erzielen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>K. Jansen und R. Benken:<br \/>\nEinsatz makromolekularer Komplexbildner zur Abluftreinigung.<br \/>\nVortragsveranstaltung des Wissenschaftlichen Beirates des DTNW Krefeld am 23.04.1998.<br \/>\nH.-J. Buschmann, D. Dantz, K. Jansen, D. Knittel und E. Schollmeyer:<br \/>\nEinsatz von Cyclodextrinen zur Steigerung der Effektivit\u00e4t von Abluftw\u00e4schern.<br \/>\nMelliand Textilberichte (1998) im Druck.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch Auswahl geeigneter Absorptionshilfsmittel lassen sich bei W\u00e4schern sowohl im Hinblick auf organische als auch Geruchsemissionen Verbesserungen im Wirkungsgrad erzielen. Die transportable Piltotw\u00e4schereinheit gestattet Untersuchugen in der Praxis im Hinblick auf die optimalsten Abluftreinigungsparameter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Abluftw\u00e4scher sind die am h\u00e4ufigsten in der Textilveredlungsindustrie eingesetzten Reinigungssysteme. 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