{"id":19554,"date":"2023-07-13T15:14:03","date_gmt":"2023-07-13T13:14:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10597-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:05","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:05","slug":"10597-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10597-01\/","title":{"rendered":"Errichtung eines Archivs, Forums und Museums zur Geschichte des Natur- und Umweltschutzes in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zweck der Stiftung ist es, die Geschichte des Natur- und Umweltschutzes in Deutschland als umfassende gesellschaftliche Auseinandersetzung des Menschen und seines Verh\u00e4ltnisses zur Natur, Kultur und Umwelt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wissenschaftlich zu erforschen und darzustellen. Dies soll verwirklicht werden durch<br \/>\na)\tdie Errichtung eines Archivs zur Geschichte des Natur- und Umweltschutzes<br \/>\nb)\tein Forum f\u00fcr wissenschaftliche Veranstaltungen, in denen Gegenwarts- und Zukunftsfragen des Natur- und Umweltschutzes interdisziplin\u00e4r er\u00f6rtert werden sollen<br \/>\nc)\tdie Einrichtung einer st\u00e4ndigen Ausstellung und von Wechselausstellungen zur Geschichte des Natur- und Umweltschutzes.<\/p>\n<p>Ziel der F\u00f6rderung der Ma\u00dfnahme ist es, die Voraussetzungen f\u00fcr einen erfolgreichen Beginn der Arbeit der Stiftung Naturschutzgeschichte zu schaffen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenFebruar 1998: Einstellung eines Aufbauleiters &#8211; M\u00e4rz 1998: Einstellung eines Museumsp\u00e4dagogen, eines Archivars (halbe Stelle) und einer Verwaltungskraft &#8211; M\u00e4rz 1998: Einrichtung der Projektsteuerungsgruppen Ausstellungskonzept und Virtuelles Archiv &#8211; Juni 1998: Verabschiedung Umsetzungskonzept &#8211; September 1998: Verabschiedung des Museumskonzepts &#8211; M\u00e4rz 1999: Auswahl eines Gestalters &#8211; Januar 2000: erste Vorschlag Ausstellungsgestaltung &#8211; Februar &#8211; August 2000: Beratung und Verabschiedung des museumsp\u00e4dagogischen Konzepts &#8211; November 2000: Konzept f\u00fcr das Kabinett des Museums (Prof. Meyer-Abich) &#8211; Mai 2001: Abnahme Ausstellungsgestaltung &#8211; Dezember 2001: Beginn der Bauma\u00dfnahme Museum &#8211; Januar 2002: erste Forumsveranstaltung &#8211; 12. M\u00e4rz 2002: Er\u00f6ffnung der Dauerausstellung durch Bundespr\u00e4sident Johannes Rau<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Aufgrund intensiver Diskussionen wurde ein Umsetzungskonzept entwickelt, dass die drei Standbeine der Stiftung Naturschutzgeschichte, das Archiv, das Museum und die Veranstaltungen des Forums miteinander vernetzt. Zentrales Element dieser Vernetzung ist das in linearer und interaktiver Form vorliegende Besucherinformationssystem, in das die Arbeitsergebnisse der Trias eingehen.<br \/>\nF\u00fcr das Museum wurde ein Konzept entwickelt, dass einen \u00dcberblick \u00fcber die Geschichte des Natur- und Umweltschutzes gew\u00e4hrleistet. In jeweils einem der Seitenfl\u00fcgel der Vorburg von Schloss Drachenburg wurde einer der beiden Traditionsstr\u00e4nge der Geschichte des Natur- und Umweltschutzes eingezogen: der eine Fl\u00fcgel veranschaulicht den Ansatz, Natur vor einem ungez\u00fcgelten Zugriff des Menschen des Menschen auf Tiere und Pflanzen einschlie\u00dflich ihres historisch gewachsenen Lebensraumes zu sch\u00fctzen (Natur bewahren), der andere Fl\u00fcgel thematisiert das Konzept, eine dauerhafte und umweltgerechte Nutzung der Natur durch konkrete Vorschl\u00e4ge zu einem naturvertr\u00e4glichen Einsatz neuer Wirtschaftsformen oder Techniken zu erreichen (Natur mitgestalten; Nachhaltigkeit). Aufgrund des Rates f\u00fchrender Museumsfachleute wurde f\u00fcr das Kabinett im Keller des Museums kein \u00e4sthetischer, sondern ein philosophisch-kulturwissenschaftlicher Ansatz genutzt. Prof. Dr. Klaus-Michael Meyer-Abich entwickelte hierzu ein entsprechendes Konzept.<br \/>\nDie gestalterische Umsetzung des Konzepts \u00fcbernahm der Gestalter Michael Hoffer (M\u00fcnchen).<br \/>\nDie Museumsp\u00e4dagogik wurde von Beginn an die Entwicklung des Museumskonzepts integriert. Gew\u00e4hlt wurde eine selbstreflektierende Vermittlungsmethode, die sich von der eher g\u00e4ngigen Anschauungs-, Erlebnis- oder Spielmethode unterscheidet. Stattdessen wurden den unterschiedlichen Themenbereichen angemessene, heterogene Ans\u00e4tze gew\u00e4hlt: emotional\/sinnlich, assoziativ\/sinnlich und kognitiv\/rational. Eine zentrale Rolle kommt im Rahmen der Museumsp\u00e4dagogik dem Besucherinformationssystem zu.<br \/>\nDas Archivkonzept focusiert &#8211; nicht zuletzt aufgrund der geringen zur Verf\u00fcgung stehenden Nutzungsfl\u00e4che &#8211; auf ein virtuelles Archiv. Neben den realen Archivalien im Hause werden Best\u00e4nde ehrenamtlicher Natur- und Umweltsch\u00fctzer durch die Stiftung gesichtet, geordnet und verzeichnet. W\u00e4hrend die Daten vor Ort in der Stiftung, demn\u00e4chst aber auch im Internet abgerufen werden k\u00f6nnen, werden die realen Archivalien jeweils im Archiv des Heimatortes der ehrenamtlichen Natur- und Umweltsch\u00fctzer gelagert. Das Archiv versteht sich somit vor allem als Kommunikationsknotenpunkt. Auch hier wird das Besucherinformationssystem eine zentrale Rolle einnehmen.<br \/>\nDas Archiv ber\u00e4t dezentral. Real werden nichtsdestotrotz bedeutende Best\u00e4nde aus der Geschichte des Natur- und Umweltschutzes bereits im Archiv der Stiftung Naturschutzgeschichte vorgehalten.<br \/>\nDie Stiftung Naturschutzgeschichte agierte auch im Bereich des Standbeins Forum. Seit 1999 wandert die Ausstellung NABU &#8211; 100 Jahre f\u00fcr Mensch und Natur. Eine Ausstellung zur Geschichte des Naturschutzes in Deutschland durch die Republik. Im Januar 2002 fand die erste zentrale Forumsveranstaltung unter dem Thema 25 Jahre BUND in NRW. Umwelt- und Natursch\u00fctzer in den 1970er und fr\u00fchen 1980er Jahren &#8211; ein von Gemeinsamkeiten, Nebeneinander und Konflikten gepr\u00e4gte Verh\u00e4ltnis statt. Im Juli 2002 folgte das zweite Forum unter dem Thema Naturschutz und Nationalsozialismus &#8211; Erblast f\u00fcr den Naturschutz im demokratischen Rechtsstaat unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister J\u00fcrgen Trittin statt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Stiftung verf\u00fcgt seit Herbst 2001 \u00fcber die Internet-Adresse www. naturschutzgeschichte.de<br \/>\nAm 12. M\u00e4rz 2002 er\u00f6ffnete Bundespr\u00e4sident Johannes Rau das Museum zur Geschichte des Natur- und Umweltschutzes im Rahmen eines Festaktes. Es folgte eine Veranstaltungswoche mit einem Fachkongress zur Geschichte des Natur- und Umweltschutzes, einem Tag der Schulen, einem Tag der Verb\u00e4nde sowie einen Tag der offenen T\u00fcr.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projektziel ist eindeutig erreicht. Das Archiv steht der \u00d6ffentlichkeit seit April 2001 zur Verf\u00fcgung. Im Januar 2002 richtete die Stiftung Naturschutzgeschichte ihr erstes Forum aus. Das Museum zur Geschichte des Natur- und Umweltschutzes wurde am 12. M\u00e4rz 2002 durch Bundespr\u00e4sident Johannes Rau er\u00f6ffnet. Damit hat die Stiftung Naturschutzgeschichte ihren Dauerbetrieb aufgenommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zweck der Stiftung ist es, die Geschichte des Natur- und Umweltschutzes in Deutschland als umfassende gesellschaftliche Auseinandersetzung des Menschen und seines Verh\u00e4ltnisses zur Natur, Kultur und Umwelt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wissenschaftlich zu erforschen und darzustellen. 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