{"id":19549,"date":"2023-07-13T15:13:41","date_gmt":"2023-07-13T13:13:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10074-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:13:44","modified_gmt":"2023-07-13T13:13:44","slug":"10074-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10074-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung des Projekts \u00d6ko-soziale Aufwertung verdichteter Wohngebiete durch ganzheitliche Umweltbildung und Umwelterziehung am Beispiel eines ostdeutschen Wohnquartiers in der Stadt Leinefelde in Zusammenarbeit mit der Umweltakademie Nordth\u00fcringen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zielstellung war die Wohnumfeldverbesserung als Medium von Umweltbildung in Plattenbausiedlungen der ehemaligen DDR. Der innovative Grundgedanke war die Suche nach neuen L\u00f6sungswegen in sozialen und \u00f6kologischen Problemgebieten unter Einbeziehung der betroffenen B\u00fcrger bei der Planung.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAls erster Arbeitsschritt wurde das Projektb\u00fcro etabliert und zwar als Koordinierungsstelle, um den B\u00fcrgern Vertrauen zu geben, dieses B\u00fcro als Anlaufstelle zu w\u00e4hlen. Daher wurde der Sitz des Projektb\u00fcros in den Bereich der Areale, in denen die partizipative Wohnumfeldgestaltung umgesetzt wurde, gelegt. Die Planungsbeteiligung erfolgte auf der Grundlage Planning for real, entwickelt von T. Gibson. Durch zahlreiche Arbeitstreffen wurden die B\u00fcrger mit diesem Verfahren vertraut gemacht.<br \/>\nN\u00e4chster Arbeitsschritt war die Auswahl der Areale. Anschlie\u00dfend Beginn des eigentlichen Partizipationsprozesses in einem ausgew\u00e4hlten Areal; danach Diskussion und Ideenfindung am Modell (B\u00fcrger\/UAN); Expertendiskussion und Gr\u00fcndung einer Planungsgruppe (B\u00fcrger\/Experten\/UAN); Umgestaltungsma\u00dfnahmen des Wohnumfeldes im Projektareal gemeinsam mit Anwohnern und Fachleuten; Betreuung und Pflege durch die Anwohner.<br \/>\nWeitere Teilprojekte waren u. a. Tauschring, Stadtteilzeitung, ZukunftswerkStadt, Forum Natur und Umwelt, stadt\u00f6kologischer Lehr- und Lernstandort.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Auf der Grundlage der Methode Planning for real erstellten die Mitarbeiter der UAN ein Modell, an dem die B\u00fcrger bei den h\u00e4ufigen Planungstreffen ihre vielf\u00e4ltigen und konstruktiven Ideen einbringen konnten. So entstanden nach und nach konkrete Vorstellungen, die von allen akzeptiert, am Modell verankert und letztlich in Zusammenarbeit mit einem Landschaftsplanungsb\u00fcro in die entsprechende fachliche Form \u00fcbertragen wurden.<br \/>\nDie partizipative Wohnumfeldgestaltung in diesem Projekt konzentrierte sich auf vier Areale der Leinefelder S\u00fcdstadt. Die praktische Projektumsetzung sei hier nur beispielhaft an einem Areal aufgezeigt:<br \/>\nDurch Anwohnerschreiben in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Wohnungseigent\u00fcmern und Presseartikeln informierten die Mitarbeiter der UAN die Bewohner der Areale \u00fcber das geplante Projekt. Es war jedoch erforderlich, einen direkten pers\u00f6nlichen Kontakt zu den Anwohnern herzustellen, so dass sich die Mitarbeiter der UAN mit Informationstischen vor die betreffenden Hauseing\u00e4nge stellten und so zwanglos und unmittelbar Kontakt aufnehmen konnten. Nach der vorgenannten Planung wurde ein Arbeitsplan erstellt und bereits mehrere Wochen sp\u00e4ter erfolgte der erste Spatenstich zur \u00f6kologischen Umgestaltung der Eingangsbereiche. Bei allen wichtigen Aktionen wurde die \u00d6ffentlichkeit einbezogen, so u. a. B\u00fcrgermeister, lokale Presse, Wohnungsgesellschaften, Politiker und sonstige Vertreter \u00f6ffentlicher Interessen. Die UAN \u00fcbernahm die Aufgabe der Koordination der verschiedenen Beteiligten. Bei einigen Arbeiten unterst\u00fctzte der st\u00e4dtische Bauhof diese Aktionen durch Einsatz von Maschinen und Arbeitskr\u00e4ften Ein besonders erfreuliches Beispiel f\u00fcr die erfolgreiche Projektumsetzung war ein Aufruf in der lokalen Presse und dem Offenen Kanal Eichsfeld mit der Bitte an alle Kleing\u00e4rtner der Region, Pflanzenmaterial kostenlos zur Verf\u00fcgung zu stellen, die dieser gerne folgten. Ein Anliegen dieses Projektes war es auch, schwerpunktm\u00e4\u00dfig die Jugendlichen einzubeziehen. Dies gelang durch die Aufstellung eines Bauwagens irn Innenbereich des Areals, der von den Jugendlichen umgestaltet wurde und so als st\u00e4ndiger Jugendtreff diente. Die Hauptverantwortung f\u00fcr die Pflege und Instandhaltung der durchgef\u00fchrten Ma\u00dfnahmen liegt nun allein bei den Anwohnern, die dieser Verpflichtung jedoch gern nachkommen.<br \/>\nWeitere Teilprojekte waren: Initiierung des Leinefelder Tauschrings mit einer monatlich erscheinenden Tauschringzeitung, !n der die Mitglieder ihre Angebote und Nachfragen ver\u00f6ffentlichten; Stadtteilzeitung ZukunftswerkStadt -geplant war, eine Projektzeitung herauszugeben, um die Anwohner der Areale zu informieren und geplante Ma\u00dfnahmen der Projektarbeit vorzustellen. In Absprache mit der Stadt Leinefelde wurde der geplante Umfang jedoch erweitert und alle B\u00fcrger der Stadt \u00fcber das Projekt und andere damit in Zusammenhang stehende Belange in Kenntnis gesetzt (Auflage 7.000); Forum Natur und umwelt- dieses Forum verstand sich in erster Linie als ein Gremium, in dem stadt\u00f6kologische, landschaftsplanerische und sonstige naturbezogene Belange mit der Stadt Leinefelde sowie Vertretern aus Wirt-schaft, Planung, B\u00fcrgerinitiativen usw. unter Moderation der UAN diskutiert wurden; Schulprojekte &#8211; das Thema Soziale und \u00f6kologische Lebenswelt wurde im Sozialkundeunterricht diskutiert und die Sch\u00fcle-rinnen gefordert, Ideen f\u00fcr eine \u00f6kologische Schulhofumgestaltung einzubringen. Das herausragendste Projekt war hier die Anlage eines Feuchtbiotops gespeist durch einen Wasserlauf, angetrieben durch eine Photovoltaik-Anlage. An der Umsetzung beteiligten sich Sch\u00fclerinnen, Eltern, Lehrer, Mitarbeiter der UAN sowie Unternehmen aus der Region.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit durch Presse, Fernsehen, Zeitung ZukunftswerkStadt, Ausstellungen, Pr\u00e4sentationen auf Stadtfesten und sonstigen Veranstaltungen, Tag der offenen T\u00fcr, B\u00fcrgerveranstaltungen<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der vorstehend beschriebene Projektverlauf war nicht immer reibungslos, so dass hier auf einige Probleme bzw. Widerspr\u00fcchen zu den intendierten Zielen hingewiesen sei. So bestand bei den Planungen von Wohnumfeldverbessungsma\u00dfnahmen die Gefahr, dass nicht umsetzbare Erwartungen geweckt wurden. Schwierigkeiten gab es bei der Mobilisierung von B\u00fcrgern zur Teilnahme an Fachgremien wie z. B. Forum Natur und Umwelt. Es ist nicht gelungen, Jugendlichen die Tauschringphilosophie verst\u00e4nd-lich zu machen. Da partizipative Modellprojekte in den seltensten F\u00e4llen den angedachten Verlauf nehmen, sondern sich auf wechselnde Situationen einstellen m\u00fcssen, kann das Projekt insgesamt als sehr erfolgreich eingestuft werden, zumal die wesentlichsten Projektelemente in das Bund-L\u00e4nder-Programm Soziale Stadt aufgenommen worden sind. In diesem Rahmen wird das Projekt auch von der Stadt Leinefelde fortgef\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zielstellung war die Wohnumfeldverbesserung als Medium von Umweltbildung in Plattenbausiedlungen der ehemaligen DDR. Der innovative Grundgedanke war die Suche nach neuen L\u00f6sungswegen in sozialen und \u00f6kologischen Problemgebieten unter Einbeziehung der betroffenen B\u00fcrger bei der Planung. 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