{"id":19535,"date":"2023-07-13T15:11:33","date_gmt":"2023-07-13T13:11:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06631-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:35","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:35","slug":"06631-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06631-01\/","title":{"rendered":"Optimierte W\u00e4rmezentrale f\u00fcr Niedrigenergieh\u00e4user mit Solarenergie-Unterst\u00fctzung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Solarsysteme werden zunehmend mit Kombispeichern zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterst\u00fctzung angeboten und nachgefragt.<br \/>\nDie Integration des bisher externen Heizkessels als Gasbrennwertger\u00e4t in den bereits entwickelten Kombispeicher Stratos Integral soll die Durchsetzung solcher Systeme durch folgende Vorteile forcieren:<br \/>\n&#8211;\tKostenreduktion durch erh\u00f6hte Bauteilintegration<br \/>\n&#8211;\teinfachere Installation vor Ort durch hohe Integration aller Funktionen und Bauteile<br \/>\n&#8211;\tgeringer W\u00e4rmeverlust durch kompakte Bauweise<br \/>\n&#8211;\thydraulischer Abgleich zwischen Kessel und Speicher vorgegeben<br \/>\n&#8211;\tGesamtsystem aus einer Hand<br \/>\n&#8211;\tweniger Raumbedarf im Geb\u00e4ude durch nur ein Ger\u00e4t<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Entwicklung der OWZ erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Firma Giersch, \u00d6l- und Gasbrennerwerk, Hemer, unter der Federf\u00fchrung von Solvis Solarsysteme GmbH, Braunschweig.<br \/>\nGiersch \u00fcbernahm die Konstruktion und Entwicklung von Brennkammer und Abgasw\u00e4rmetauscher sowie die Anpassung des Brenners, Solvis die Optimierung von Solarw\u00e4rmetauscher und Warmwasserw\u00e4rmetauscher und das Layout des Gesamtger\u00e4tes mit Pufferspeicher, Regelung, Isolierung, Brennerabdeckhaube.<br \/>\nInnerhalb von vier Wochen war das Konzept (Pflichtenheft) zwischen Giersch und Solvis abgestimmt und unterzeichnet, nach weiteren f\u00fcnf Wochen ein erster Prototyp aufgebaut.<br \/>\nMit diesem konnten erste Laborerfahrungen gesammelt werden.<br \/>\nDaraus wurde die Konstruktion der Feldtestserie inklusive werkzeuggebundener Teile entwickelt. Entgegen der Planung wurde jedoch ein zweiter Prototyp eingeschoben, der weitestm\u00f6glich die Konstruktion f\u00fcr die Feldtestanlagen in Einzelanfertigung ohne werkzeuggebundene Teile umsetzte. Mit den Laborergebnissen aus diesem Prototyp II wurden dann Werkzeuge in Auftrag gegeben, so da\u00df der dritte Prototyp im September 1996 in Betrieb genommen werden konnte.  Zwischen dem zweiten und dritten<br \/>\nPrototypen wechselte die gesamte Verantwortung f\u00fcr die Konstruktion des W\u00e4rmetauschereinschubes (Brennkammer und Abgasw\u00e4rmetauscher) von Giersch zu Solvis.<br \/>\nDieser dritte Prototyp konnte inklusive Isolierung, Brennerhaube und allen Nebenaggregaten Ende Oktober 1997 vom Gas-W\u00e4rmeinstitut (GWI) vorl\u00e4ufig gepr\u00fcft werden. Somit konnten Feldtestanlagen gefertigt und installiert werden.<br \/>\nParallel zum ersten und zweiten Prototypen wurden von Solvis der Solarw\u00e4rmetauscher und der Warmwasserw\u00e4rmetauscher optimiert.<br \/>\nF\u00fcr die Entwicklung der Regelungstechnik konnte die Firma Kromschr\u00f6der als f\u00fchrender Hersteller von Produkten und Systeml\u00f6sungen f\u00fcr die Sicherung und Regelung von Gasen und zur Automatisierung von Heizanlagen gewonnen werden. Damit stand f\u00fcr den dritten Prototypen ein fortschrittliches Regelkonzept f\u00fcr das Gesamtsystem in Verbindung mit der bei Solvis verf\u00fcgbaren Regelung SI-Control zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nWitterungsbedingt wurden die ersten OWZ-Feldtestanlagen im Dezember 1996\/Januar 1997 bei Solvis aufgebaut. Die Testerfahrungen wurden laufend ausgewertet und als Verbesserungen in den Ger\u00e4ten integriert.<br \/>\nIm M\u00e4rz 1998 konnte damit die endg\u00fcltige CE-Zertifizierung vom GWI durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die offiziellen Me\u00dfwerte des GWI zeigen deutlich, da\u00df sowohl im energetischen, als auch im Emissionsverhalten die gesteckten Ziele erreicht wurden. Die Anforderungen des Hamburger Modells werden auch in der neuen, versch\u00e4rften Form unterschritten.<br \/>\nDie vorliegenden Felderfahrungen sowie Qualit\u00e4tstest bescheinigen dem Ger\u00e4t Alltagstauglichkeit.<br \/>\nDiskussionen mit den f\u00fcr die Installation der Feldtestanlagen beauftragten Handwerkern sowie eigene Erfahrungen mit den Feldtestanlagen brachten wichtige Verbesserungsimpulse, die z\u00fcgig umgesetzt wurden. <\/p>\n<p>Der gew\u00e4hlte Weg, in Kooperation mit innovationsfreudigen Herstellern (Solvis, Giersch, Kromschr\u00f6der u. a.) auf rein praktisch\/experimenteller Basis Produktentwicklung zu betreiben, hat sich als schnell umsetzbar und erfolgreich dargestellt.<\/p>\n<p>Die urspr\u00fcngliche Zeitplanung konnte nicht in allen Punkten eingehalten werden. Ein zweiter Prototyp war anfangs nicht geplant, war aber im nachhinein betrachtet die richtige Entscheidung. Insgesamt kann die urspr\u00fcngliche Zeitplanung als sehr optimistisch betrachtet werden, Dauerpr\u00fcfungen und Feldunter-suchungen waren deutlich zu kurz angesetzt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Ab Oktober 1997 wurde das Ger\u00e4t unter dem Namen SolarMax vertrieben, im August 1998 umbenannt in SolvisMax.<br \/>\nIm Februar 1998 wurde es erstmals einer breiten Fach\u00f6ffentlichkeit auf dem ersten Solvis-Solar-Forum vorgestellt. Es folgten diverse Fachver\u00f6ffentlichungen, Hausmessen, Handwerkerschulungen im Haus und regional vor Ort, Serviceschulungen, Fachvortr\u00e4ge auf Symposien und Messen, Anzeigenschaltungen in der Fachpresse sowie diverse Darstellungen in Solvis-Unterlagen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Umsetzung des Projektes Optimierte W\u00e4rmezentrale f\u00fcr Niedrigenergieh\u00e4user mit Solarenergieunterst\u00fctzung kann als erfolgreich abgeschlossen bewertet werden. Das Ergebnis erf\u00fcllt die anfangs gesteckten Erwartungen voll, das Produkt ist ausbauf\u00e4hig, um zum Beispiel mit gr\u00f6\u00dferer Leistung auch den Sanierungsmarkt zu bedienen. <\/p>\n<p>Flankierende Ma\u00dfnahmen wie erstklassiger Service und gute Schulung der Fachhandwerker sind Bedingung f\u00fcr eine erfolgreiche Markteinf\u00fchrung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Solarsysteme werden zunehmend mit Kombispeichern zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterst\u00fctzung angeboten und nachgefragt. 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