{"id":19479,"date":"2023-07-13T15:09:37","date_gmt":"2023-07-13T13:09:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/03766-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:09:38","modified_gmt":"2023-07-13T13:09:38","slug":"03766-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/03766-01\/","title":{"rendered":"ntwicklung von umwelt- und gesundheitsfreundlichen Anstrichstoffen f\u00fcr den Holz- und Bautenschutz auf Basis von Waid (Isatis tinctoria L.)   (Teilantrag 1: Bereitstellung von verbessertem Pflanzenmaterial f\u00fcr einen effektiven Waidanbau und -verarbei[&#8230;]"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Durch langj\u00e4hrige Versuche wurden in der Waidpflanze Wirkstoffe entdeckt, die sich aufgrund ihrer fungiziden und insektiziden Wirksamkeit im Holz- und Bautenschutz einsetzen lassen. Da aber Anbau und Verarbeitungstechnologie noch unausgereift sind, gibt es eine Reihe von Problemen bez\u00fcglich Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t des Holzimpr\u00e4gnierungsmittels. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach \u00f6kologischen Anstrichen ist die Entwicklung neuer marktf\u00e4higer und umweltfreundlicher Anstrichstoffe auf Waidbasis als Alternative zum chemischen Holzschutz zu sehen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenOptimierung der Technologie in der Waidverarbeitung mit verbesserter Prozessgestaltung und Steuerung (insbesondere der Fermentation und Produktherstellung von Holzimpr\u00e4gnierung und Farben)<\/p>\n<p>Selektion von Waidst\u00e4mmen, die eine deutliche Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft  bei Erhaltung der Wirksysteme gew\u00e4hrleisten; optimale Rohstoffeigenschaften sollen die Verarbeitungskosten senken.<\/p>\n<p>Kontinuierliche Qualit\u00e4tssicherung und Beurteilung der Produktinhaltsstoffe durch begleitende biotech-nologische und toxikologische Untersuchungen und deren Validierung.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Ergebnis erfolgte die optimierte Umsetzung der Vorverarbeitung der Pflanzen und des Rohsaftes zur Impr\u00e4gnierung in einer Aufbereitungsanlage zur<\/p>\n<p>\u00e0\tFest-Fl\u00fcssig-Stofftrennung durch Sedimentation,<br \/>\n\u00e0\tEinstellung des erforderlichen pH-Wertes,<br \/>\n\u00e0     Behandlung zum Abschluss der Nachfermentation.<\/p>\n<p>Als Fertigprodukt und gleichzeitig als Basismaterial f\u00fcr Farben wird dieser aufbereitete Rohsaft einer entsprechend den Chargengr\u00f6\u00dfen konzipierten und aufgebauten Mischanlage zugef\u00fchrt. Hilfsstoffe, die hier eingearbeitet werden, erf\u00fcllen die Kriterien<\/p>\n<p>\u00e0\tGeruchsneutralisation,<br \/>\n\u00e0\tKeimzahlreduzierung,<br \/>\n\u00e0\tStabilit\u00e4t des Endproduktes Holzimpr\u00e4gnierung und des Basismaterials f\u00fcr Lasuren und Deckfar-ben.<\/p>\n<p>In der Mischanlage werden die Farben und Lasuren entsprechend der Musterpalette zubereitet. Eine Kleinmischstation erm\u00f6glicht die Herstellung von Sonderfarben entsprechend Kundenw\u00fcnschen in Kleinchargen. Eine Laboreinrichtung mit den entsprechenden Ger\u00e4ten schafft die erforderlichen Bedingungen zur Wirksamkeits- und Prozesskontrolle mit \u00dcberwachung der in der Produktion zu sichernden Parameter. <\/p>\n<p>Durch z\u00fcchterische Bearbeitung des Pflanzenmaterials konnte hier eine verbesserte Erntbarkeit unter Erhalt der erforderlichen Inhaltsstoffe erreicht werden. Detaillierte Beschreibungen mikrobiologischer  und biochemischer Vorg\u00e4nge erm\u00f6glichten die Definition und Optimierung von Produktabl\u00e4ufen und die Festlegung von Standards. Die konsequente Einhaltung und Beachtung \u00f6kologischer Kriterien f\u00fchrte zu Endprodukten, deren toxikologische Unbedenklichkeit f\u00fcr Mensch und Natur gew\u00e4hrleistet wird und be-legt werden konnte.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Pressekonferenz:\t18.12.1999 in Erfurt<br \/>\nWorkshops:\t\t       02.12.96, 28.06.97, 19.02.98, 18.05.98, 17.09.98, 14.01.99,<br \/>\nKonferenzen:\t\t       Internationale Waid-Konferenz , Oktober 1998 in Italien (Afcoli Piceno)<br \/>\n\t\t\t                    DECHEMA-Jahrestagung 1998; Arznei- und Gew\u00fcrzpflanzentagung 1997<br \/>\nVer\u00f6ffentlichungen:\t15 Beitr\u00e4ge von HKI Jena  und TLL Jena (siehe Abschlu\u00dfbericht, Pkt.5)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch die in enger Zusammenarbeit aller drei Projektpartner ermittelten und definierten Arbeitsabl\u00e4ufe vom Anbau \u00fcber die  Erstverarbeitung der Pflanzen bis zur Produktion von Impr\u00e4gnierung und Farben, unter Einbeziehung der produktionsbegleitenden Qualit\u00e4tskontrolle und mit der hier entwickelten Technologie ist nunmehr ein reibungsloser Prozessdurchlauf gew\u00e4hrleistet. Es konnten Standards zur Produktion marktgerechter, toxikologisch unbedenklicher und umweltfreundlicher Holzimpr\u00e4gnierung und Holzfarben entwickelt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Durch langj\u00e4hrige Versuche wurden in der Waidpflanze Wirkstoffe entdeckt, die sich aufgrund ihrer fungiziden und insektiziden Wirksamkeit im Holz- und Bautenschutz einsetzen lassen. Da aber Anbau und Verarbeitungstechnologie noch unausgereift sind, gibt es eine Reihe von Problemen bez\u00fcglich Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t des Holzimpr\u00e4gnierungsmittels. 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