{"id":19472,"date":"2023-07-13T15:09:13","date_gmt":"2023-07-13T13:09:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/03065-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:09:13","modified_gmt":"2023-07-13T13:09:13","slug":"03065-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/03065-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Bioabfallverwertung: Optimierung der Proze\u00dff\u00fchrung bei der Kompostierung organischer Rest- und Abfallstoffe mit dem Ziel der Erzeugung reproduzierbarer Kompostqualit\u00e4ten f\u00fcr verschiedene Verwertungszwecke und die Herstellung von D\u00fcngemi"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Vorhabens war die Optimierung der Prozessf\u00fchrung bei der Kompostierung organischer Rest- und Abfallstoffe in geschlossenen Systemen bis zum Erreichen reproduzierbarer Kompostqualit\u00e4ten und die Herstellung von D\u00fcngemitteln auf Kompostbasis.<br \/>\nDie heutigen Methoden der Kompostierung werden fast ausschlie\u00dflich unter rein verfahrenstechnischen Aspekten betrieben, die zwar zu funktionierenden Anlagen f\u00fchren, selten jedoch zu reproduzierbaren Kompostqualit\u00e4ten.<br \/>\nDie technisch\/wissenschaftliche Bedeutung des Projektes ist in der Entwicklung einer wirtschaftlichen Prozessf\u00fchrung f\u00fcr die Kompostierung zu sehen. Bisherige Verfahren nehmen auf die Anspr\u00fcche der Mikroflora zu wenig R\u00fccksicht. Dies f\u00fchrt dazu, dass erw\u00fcnschte Ziele der Kompostierung &#8211; wenn \u00fcberhaupt &#8211; nur nach langen Verweilzeiten erreicht werden. Im vorliegenden Projekt wurde eine Bioprozessf\u00fchrung entwickelt und erprobt, welche die beschleunigte Herstellung gew\u00fcnschter Kompostqualit\u00e4ten reproduzierbar gestattet.<br \/>\nDurch die Optimierung der Verfahrenstechnik in Richtung Bioprozessf\u00fchrung k\u00f6nnen aufwendige Rottesysteme wirtschaftlich eingesetzt werden. Durch die Reproduzierbarkeit angestrebter Komposteigenschaften werden die Verwertungsstrategien durchsetzbar. Die Kompostierung erm\u00f6glicht die \u00f6konomisch sinnvollste und \u00f6kologisch vern\u00fcnftigste L\u00f6sung f\u00fcr die Entsorgung von biogenen Reststoffen, n\u00e4mlich ihre Verwertung durch die kontrollierte R\u00fcckf\u00fchrung in den Naturhaushalt. Dadurch werden wichtige, f\u00fcr die Beseitigung von Problemstoffen unverzichtbare Wege der Abfallwirtschaft, z. B. Verbrennung und Deponie, wirksam entlastet.<br \/>\nDie Einf\u00fchrung der fl\u00e4chendeckenden Kompostierung biogener Reststoffe f\u00fchrt zu Kompostmengen, f\u00fcr deren Verwertung Strategien entwickelt werden m\u00fcssen, die Produktion und Absatz in ein befriedigendes<br \/>\nGleichgewicht setzen. Besondere Bedeutung kommt dabei den G\u00fcterichtlinien und den ihnen zuzuordnenden Verwendungsempfehlungen zu, damit keine unvertretbaren Schadstofffrachten terrestrische und aquatische \u00d6kosysteme belasten. Auf der Basis definierbarer Kompostqualit\u00e4ten k\u00f6nnen Komposte zu Bodenverbesserungsmitteln oder vollwertigen D\u00fcngemitteln aufbereitet werden.<br \/>\nDie technisch-wissenschaftliche Bedeutung des Projektes ist in der Entwicklung eines Verfahrens zu sehen, das gestattet, Reifkomposte unterschiedlichster Herkunft zu D\u00fcngemitteln aufzuwerten, die im Sinne des D\u00fcngemittelgesetzes gehandelt und f\u00fcr die Pflanzenproduktion eingesetzt werden k\u00f6nnen. Damit wird ein Weg beschritten, N\u00e4hrstofffrachten in Reststoffgemengen \u00fcber geeignete Rezepturen optimal f\u00fcr die Pflanzenern\u00e4hrung nutzbar zu machen.<br \/>\nDie diversifizierte Verwendung von Kompost hat einen hohen umweltpolitischen Stellenwert. Die bisher praktizierte Beseitigung biogener Reststoffe hat zu erheblichen N\u00e4hrstoff\u00fcberfrachtungen in bewirtschafteten B\u00f6den gef\u00fchrt. Untr\u00fcgliche Signale sind die steigenden Nitratgehalte im Trinkwasser und die N2O-Produktion. Die betr\u00e4chtlichen Nahrungsmittel- und Futtermittelimporte liefern N\u00e4hrstofffrachten, die \u00fcber heimische \u00d6kosysteme entsorgt werden m\u00fcssen. Unangemessen ber\u00fccksichtigt f\u00fchren sie zusammen mit den zus\u00e4tzlich eingebrachten Minerald\u00fcngern zur Eutrophierung von Boden und Wasser. Mit der Einbindung von Komposten, deren N\u00e4hrstoffgehalte definiert sind, kann eine ausreichende Pflanzenern\u00e4hrung unter drastischer Einschr\u00e4nkung des Minerald\u00fcngereinsatzes erreicht werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen des Vorhabens wurde im Bereich Prozessoptimierung die Verfahrenstechnik der Kompostierung biogener Reststoffe mit mikrobiellen Kontroll- und Steuerungsparametern verbessert. Dadurch konnten Leistungen der Kompostflora optimiert oder \u00fcberhaupt erst verwirklicht werden. Folgende Bereiche wurden bearbeitet:<br \/>\n&#8211;\tBeeinflussung des mikrobiellen Stoffumsatzes durch die Zusammensetzung der Reststoffgemenge<br \/>\n&#8211;\tOptimierung der Klima- und Milieufaktoren<br \/>\n&#8211;\tVerbesserung der Effizienz von Hygienisierungsma\u00dfnahmen<br \/>\n&#8211;\tN\u00e4hrstoffumsetzung w\u00e4hrend der Kompostierung<br \/>\n&#8211;\tStickstoffeliminierung<br \/>\n&#8211;\tMethanbildung in Abh\u00e4ngigkeit vom RotteverlaufDie Ergebnisse aus der Grundlagenforschung wurden in einem halbtechnischen Pilotprogramm erprobt und zum Teil auf eine Demonstrationsanlage im industriellen Ma\u00dfstab \u00fcbertragen. Die Anpassung an die Forderungen der Bioverfahrenstechnik soll den Bau serienreifer gro\u00dftechnischer Anlagen erm\u00f6glichen. Im Bereich D\u00fcngemittel wurden Komposte als Basis f\u00fcr die Herstellung von Kombinationsd\u00fcngemitteln verwendet, die als Mischd\u00fcnger den Vorschriften des D\u00fcngemittelgesetzes entsprechen. Als Ausgangsbasis f\u00fcr diesen Mischd\u00fcnger dienten biogene Reststoffe diverser Herkunft, die zu Reifkompost aufbereitet wurden. Unter Zusatz von organischen und anorganischen D\u00fcngemitteln wurden Mischd\u00fcnger konfek-tioniert, deren Wirkung auf das Pflanzenwachstum von den Eigenschaften des Kompostes als Bodenverbesserungsmittel und von der Charakteristik der N\u00e4hrstofffreisetzung durch die Optimierung synergistischer Effekte bestimmt werden. \u00dcber Wachstumsversuche in Gef\u00e4\u00dfen und Freilandversuchen in Parzellen wurden organisch-mineralische D\u00fcngemittel in einem landwirtschaftlichen Anbauversuch eingesetzt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Siehe ausf\u00fchrlichen Abschlu\u00dfbericht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde auf zahlreichen Messen und Symposien vorgestellt, so u.a. auf der Hannover Messe Industrie 1994, der Entsorga 1994 in K\u00f6ln, der Envitec 1995 in D\u00fcsseldorf, der DECHEMA-Jahrestagung 1995 in Wiesbaden und der New Earth 1996 in Osaka. In den Jahren 1994 bis 1997 au\u00dferdem auf dem Kasseler Abfallforum. Ergebnisse des Vorhabens wurden 1996 im Haus der Technik in Essen sowie 1996 und 1997 auf dem Kasseler Abfallforum und vorgetragen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>s. Abschlu\u00dfbericht<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Vorhabens war die Optimierung der Prozessf\u00fchrung bei der Kompostierung organischer Rest- und Abfallstoffe in geschlossenen Systemen bis zum Erreichen reproduzierbarer Kompostqualit\u00e4ten und die Herstellung von D\u00fcngemitteln auf Kompostbasis. Die heutigen Methoden der Kompostierung werden fast ausschlie\u00dflich unter rein verfahrenstechnischen Aspekten betrieben, die zwar zu funktionierenden Anlagen f\u00fchren, selten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2422,64,51,53],"class_list":["post-19472","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-landnutzung","tag-niedersachsen","tag-ressourcenschonung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"03065\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-03065.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"1.027.952,33","dbu_projektdatenbank_firma":"Erfinderzentrum Norddeutschland (EZN) GmbH","dbu_projektdatenbank_strasse":"Hindenburgstr. 27","dbu_projektdatenbank_plz_str":"30175","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Hannover","dbu_projektdatenbank_p_von":"1993-11-01 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2001-09-10 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"7 Jahre und 10 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"0511\/813051","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Niedersachsen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"9","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/19472","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/19472\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32475,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/19472\/revisions\/32475"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19472"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19472"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19472"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}