{"id":19469,"date":"2023-07-13T15:09:49","date_gmt":"2023-07-13T13:09:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/04014-02\/"},"modified":"2023-07-13T15:09:49","modified_gmt":"2023-07-13T13:09:49","slug":"04014-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/04014-02\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Berufsbildes einschlie\u00dflich Fortbildung f\u00fcr eine hauptamtliche Naturwacht in Gro\u00dfschutzgebieten am Beispiel der Modellregion Biosph\u00e4renreservat Schorfheide-Chorin (Hauptprojekt)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In Deutschland bestehen 11 Nationalparke, 12 Biosph\u00e4renreservate und 67 Naturparke (BfN 1994). F\u00fcr den Erhalt dieser Gebiete ist nach ansicht des staatlichen Naturschutzes sowie der Naturschutzverb\u00e4nde die Betreuung durch eine hauptamtliche Naturwacht dringend erforderlich. Ein klar definiertes Berufsbild, geregelte Fortbildungen sowie eine berufsrechtliche Anerkennung fehlten jedoch. Im Rahmen des Projektes wurden daher die Voraussetzungen f\u00fcr die Anerkennung des Fortbildungsberufes Gepr\u00fcfte\/r Schutzgebietsbetreuer\/in geschaffen. Ziel war es, durch die berufsrechtliche Anerkennung und die praktische Umsetzung von modellhaften Fortbildungen das Qualit\u00e4tsniveau in der Schutzgebietsbetreuung zu f\u00f6rdern und die Schaffung fester Stellen bzw. den Aufbau neuer Betreuungssysteme zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenUm Kenntnis \u00fcber den aktuellen Stand in der Schutzgebietsbetreuung zu erhalten, wurde die Situation der hauptamtlichen Naturwacht in der Bundesrepublik Deutschland analysiert und eine Studie in Auftrag gegeben, die darstellen sollte, welchen Wert die Naturwacht f\u00fcr den Erhalt der Schutzgebiete hat. Zu Beginn des Projektes wurde eine projektbegleitende Arbeitsgruppe gebildet, in der die Kooperationspartner (s.o.) vertreten waren und halbj\u00e4hrlich zusammentrafen.In der Arbeitsgruppe wurden ein Entwurf f\u00fcr eine Pr\u00fcfungsverordnung und ein Rahmenlehrplan erarbeitet. Am 22.8.1995 wurde der Antrag auf Anerkennung des Fortbildungsberufes Gepr\u00fcfter Schutzgebietsbetreuer\/Gepr\u00fcfte Schutzgebietsbetreuerin beim BM f\u00fcr Bildung, Wissenschaft, Forschung u. Technologie (BMBF) gestellt. Lehrgangsmaterialien wurden erstellt, modellhafte Fortbildungen durchgef\u00fchrt und evaluiert. Begleitend wurden drei bundesweite Naturwacht-Treffen veranstaltet, die Gr\u00fcndung des Bundesverbandes  Naturwacht e.V. unterst\u00fctzt, das Projekt auf nationaler und internationaler Ebene pr\u00e4sentiert und die Integration des ehrenamtlichen Naturschutzes in hauptamtliche Betreuungssysteme bearbeitet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>04014\/01 (April 1994-September 1995):<br \/>\nWesentliche Fortschritte auf dem Weg zu einem anerkannten Fortbildungsberuf wurden erreicht. Das Verfahren f\u00fcr die Anerkennung einer bundesweiten Pr\u00fcfungsverordnung ist eingeleitet. Ein Curriculum wurde erarbeitet, und entsprechende Bildungsst\u00e4tten haben sich zur Durchf\u00fchrung der Fortbildungs-ma\u00dfnahmen bereiterkl\u00e4rt. Der Fortbildungsbedarf war so gro\u00df, da\u00df eine Bildungst\u00e4tte schon 1995 mit der Fortbildung begonnen hat.Um das Konzept in die Praxis umzusetzen, ist es dringend geboten, die beginnenden Fortbildungsma\u00dfnahmen in 04014\/02 (Oktober 1995 &#8211; Maerz 1997) mit bundesweit einheitlichen Lehrgangsmaterialien zu versorgen, die Lehrg\u00e4nge zu begleiten und zu evaluieren.<br \/>\nIm Projekt 04014\/01 wurden wesentliche Voraussetzungen f\u00fcr eine bundesweit einheitliche Fortbildung geschaffen. Die Ausarbeitung der Studien Wert der Naturwacht und Situation der Naturwacht in den Gro\u00dfschutzgebieten der Bundesrepublik Deutschland stellen eine wichtige Grundlage f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Lobbyarbeit zur Anerkennung des Fortbildungsberufes und zur Schaffung fester Stellen dar. Im Laufe des Projektes wurde an verschiedenen Stellen deutlich, da\u00df es f\u00fcr Berufe im Natur- und Umweltschutz besonders schwierig ist, zu einer berufsrechtlichen Anerkennung zu gelangen. Dieses ist darin begr\u00fcndet, da\u00df f\u00fcr die Interessenvertretung solcher Berufe die bekannten und \u00fcber Erfahrung in der Berufsi-nitiierung verf\u00fcgenden Sozialparteien nur bedingt zur Verf\u00fcgung stehen. Hier bedarf es einer besonderen Vorbereitung bzw. Unterst\u00fctzung, damit Strukturen entstehen k\u00f6nnen, die dazu beitragen, da\u00df auch im Bereich des Natur- und Umweltschutzes das Konsensprinzip langfristig funktionieren kann. Ohne die F\u00f6rderung des Projektes durch die DBU w\u00e4ren die langj\u00e4hrigen Bem\u00fchungen um den Beruf des Schutzgebietsbetreuuers laengst nicht soweit gediehen; die Voraussetzungen f\u00fcr die Anerkennung w\u00fcrden nicht vorliegen. <\/p>\n<p>04014\/02 (Oktober 1995-M\u00e4rz 1997):<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In Deutschland bestehen 11 Nationalparke, 12 Biosph\u00e4renreservate und 67 Naturparke (BfN 1994). F\u00fcr den Erhalt dieser Gebiete ist nach ansicht des staatlichen Naturschutzes sowie der Naturschutzverb\u00e4nde die Betreuung durch eine hauptamtliche Naturwacht dringend erforderlich. Ein klar definiertes Berufsbild, geregelte Fortbildungen sowie eine berufsrechtliche Anerkennung fehlten jedoch. 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