{"id":19376,"date":"2023-07-13T15:08:29","date_gmt":"2023-07-13T13:08:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/01552-03\/"},"modified":"2023-07-13T15:08:30","modified_gmt":"2023-07-13T13:08:30","slug":"01552-03","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/01552-03\/","title":{"rendered":"Nachbewilligung zur 2. Phase des Projektes: Entwicklung und Erprobung eines Verfahrens zur Verwertung und thermischen Nutzung von Rest- und Abfallstoffen aus der Abgas- und Abwasserreinigung durch Einblasen in metallurgische Schmelzreaktoren"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die im Rahmen des Projektes AZ 01552\/02 errichtete Mehrstoffeinblasanlage f\u00fchrte gemeinsam mit den w\u00e4hrend der technologischen und verfahrenstechnischen Erprobung durchgef\u00fchrten reststoff- und anlagenspezifischen Weiterentwicklungen zu einer gro\u00dftechnisch funktionierenden L\u00f6sung, die es gestattet, fein- und grobk\u00f6rnige Abf\u00e4lle gleich verteilt in die Windformen eines Hochofens zu injizieren.<\/p>\n<p>Im Rahmen der dritten Projektphase galt es, in gro\u00dftechnischen Einblasversuchen die Umweltvertr\u00e4glichkeit des entwickelten Verfahrens anhand von umweltrelevanten Messungen beim Einblasen von verschiedenen k\u00f6rnigen Abf\u00e4llen in den Hochofen nachzuweisen. Dabei sollten eventuelle Mengenbegrenzungen des Einsatzes dieser Abfallstoffe im Hochofen, hinsichtlich der Art, der Inhaltsstoffe und deren Mengen festgestellt werden und des Weiteren sowohl technologische Grenzen als auch Beschr\u00e4nkungen aus der Sicht der Emissionen erkannt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDa die Injektionsanlage f\u00fcr den Hochofen 3 der EKO Stahl GmbH in Eisenh\u00fcttenstadt konzipiert und gebaut worden war, erfolgten die gro\u00dftechnischen Versuche unter den praxis\u00fcblichen Bedingungen dieses Hochofenbetriebes. Da als Zusatzbrennstoff im Normalfall Mischkunststoffgranulat eingeblasen wird, wurde diese Betriebsweise als Basis festgelegt und in den Versuchen der zu untersuchende Abfall im Gemisch mit Mischkunststoffgranulat injiziert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es hat sich gezeigt, dass mit der entwickelten und seit 1997 in der EKO Stahl GmbH betriebenen Mehrstoffinjektionsanlage EKOFOR zuverl\u00e4ssig Granulate gleichverteilt und dosiert in die Windformen eines Hochofens injizieren werden k\u00f6nnen. Dabei wurde deutlich, dass ein st\u00f6rungsfreier Betrieb der auf der pneumatischen F\u00f6rderung beruhenden Technik nur mit einem rieself\u00e4higen Einsatzmaterial m\u00f6glich ist. Aufgrund der entwickelten Detaill\u00f6sungen ist dabei unerheblich, ob es sich um ein fein- oder grobk\u00f6rniges Granulat handelt. Selbst das Einblasen zweier Abfallkomponenten unterschiedlicher Kornstruktur und Sch\u00fcttdichte war mit der vorhandenen Anlage gut zu realisieren.<br \/>\nDie Ergebnisse der den 2 Versuchsfahrten vorangestellten Null-Emissionsmessung bildeten die Vergleichsbasis zur Beurteilung der Auswirkungen beim Einblasen der Abfallgemische.<\/p>\n<p>Die umweltrelevanten Messungen und die Beurteilung der Ergebnisse wurden von den Fachinstituten: Forschungsinstitut f\u00fcr Nichteisen-Metalle Freiberg GmbH und AIRTEC Gesellschaft f\u00fcr Umweltmessungen mbH durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p> Zusammenfassend konnte eingesch\u00e4tzt werden, dass das Einblasen der Abfallgemische Kl\u00e4rschlamm-\/ Mischkunststoffgranulat und Lackschlamm-\/ Mischkunststoffgranulat keine signifikant nachhaltigen umweltrelevanten Ver\u00e4nderungen gegen\u00fcber dem Normalbetrieb bewirkt haben. Au\u00dferdem best\u00e4tigten die nach dem Cowper ermittelten Abgaskomponenten anhand eines Vergleiches mit Emissionsgrenzwerten der TA-Luft und der 17. BImSchV, dass das Einblasen der Abf\u00e4lle in die Hochtemperaturzone des Hochofens ein umweltfreundliches Abfallverwertungsverfahren darstellt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Kontaktadresse: E.S.C.H. Engeneering Service Center und Handel GmbH, Maxh\u00fcttenstra\u00dfe 19, 0733 Unterwellenborg, Ansprechpartner: Herr Dr. J. Lahr, Frau W. Kaulbars.Telefon: 03671 \/ 6740 -10, Telefax \/ &#8211; 80.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit: Die entwickelte Mehrstoffeinblasanlage wurde bisher auf folgenden Messen bzw. Konferenzen pr\u00e4sentiert: Hannover Messe &#8211; 1997, 2000; Metallurgie-Messe Beijing, China, 1998; Fachvortrag auf der enviBRNO, 1998; Fachvortrag auf der Internationale wiss. Konferenz Pneumatischer Transport 99, Rudy, Polen; METEC &#8211;  1999; CERAMITEC &#8211;  2000; POWTECH &#8211; 2000.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Hinblick auf die Nutzung der energetischen Ressourcen verschiedener Abfallstoffe stellt die entwickelte Technologie der Mehrstoffeinblasanlage eine praktikable Zuf\u00fchrungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr fein- und grobk\u00f6rnige Abf\u00e4lle dar. Vorteile der entwickelten Technologie sind, dass die Mehrstoffeinblasanlage mit einem geringen Zeit- und Arbeitsaufwand auf einen anderen einzublasenden Stoff umger\u00fcstet werden kann, die Anlage aus gro\u00dfen, aber transporttechnischen noch beherrschbaren und somit umsetzbaren Einheiten besteht und das \u00fcblicherweise vorhandene Pressluftnetz f\u00fcr das Betreiben der Anlagentechnik ausreichend ist.<br \/>\nDie entwickelte Technologie gestattet es, zuverl\u00e4ssig Granulate gleichverteilt und dosiert in eine praktisch beliebige Anzahl von Windformen eines Hochofens ohne den Einsatz verschlei\u00dfintensiver mechanischer Dosiereinrichtungen zu injizieren.<\/p>\n<p>Das Einblasen der Abfallgemische Kl\u00e4rschlamm-\/ Mischkunststoffgranulat und Lackschlamm-\/ Mischkunststoffgranulat hat gegen\u00fcber dem Normalbetrieb keine signifikant nachhaltigen umweltrelevanten Ver\u00e4nderungen bewirkt. Die ermittelten Abgaskomponenten zeigten anhand eines Vergleiches mit Emissionsgrenzwerten der TA-Luft und der 17. BImSchV, dass das Einblasen der Abf\u00e4lle in die Hochtemperaturzone des Hochofens ein umweltfreundliches Abfallverwertungsverfahren darstellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die im Rahmen des Projektes AZ 01552\/02 errichtete Mehrstoffeinblasanlage f\u00fchrte gemeinsam mit den w\u00e4hrend der technologischen und verfahrenstechnischen Erprobung durchgef\u00fchrten reststoff- und anlagenspezifischen Weiterentwicklungen zu einer gro\u00dftechnisch funktionierenden L\u00f6sung, die es gestattet, fein- und grobk\u00f6rnige Abf\u00e4lle gleich verteilt in die Windformen eines Hochofens zu injizieren. 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