{"id":19365,"date":"2023-07-13T15:07:48","date_gmt":"2023-07-13T13:07:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/00426-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:07:48","modified_gmt":"2023-07-13T13:07:48","slug":"00426-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/00426-01\/","title":{"rendered":"(REMIE) Warmmietenneutrales W\u00e4rmed\u00e4mmkonzept"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Innerhalb des REMIE-Projektes sollten Instrumente entwickelt werden, mit denen die Investitionen in die rationelle Energienutzung durch die eingesparten Energiekosten refinanziert werden k\u00f6nnen, ohne dass sich die Warm- oder Gesamtmiete f\u00fcr den Mieter erh\u00f6ht. Dies war vor dem Hintergrund der geltenden Mietgesetze und Verordnungen aufzuarbeiten bzw. \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge aufzuzeigen. Insbesondere sollten auch die M\u00f6glichkeiten der Drittfinanzierung der Investitionen analysiert bzw. entsprechende Konzepte entwickelt werden, z. B. die Erweiterung des Nutzw\u00e4rmekonzeptes mit Einsparinvestitionen in die Geb\u00e4udeh\u00fclle.<br \/>\nDas REMIE-Projekt will dem Mietwohnungsmarkt \u00fcber den Nachweis der Machbarkeit entsprechende Impulse geben und ist gerichtet an:<br \/>\n\u00b7\tWohnungsbaugesellschaften als Tr\u00e4ger der zu sanierenden Wohnobjekte;<br \/>\n\u00b7\tMietervereine als Organisation f\u00fcr die betroffenen Mieter;<br \/>\n\u00b7\tHaus- und Grundbesitzervereine;<br \/>\n\u00b7\tEnergieversorgungsunternehmen als Contractor f\u00fcr die Ma\u00dfnahmen;<br \/>\n\u00b7\tIngenieurb\u00fcros f\u00fcr die Planung der Ma\u00dfnahmen;<br \/>\n\u00b7\tHandwerks- und Gewerbebetriebe f\u00fcr die Ma\u00dfnahmenrealisierung;<br \/>\n\u00b7\t(Landes)Bausparkassen als m\u00f6gliche Finanziers.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas REMIE-Projekt wurde f\u00fcr einen Zeitraum von zwei Jahren angelegt und bestand aus folgenden Teilschritten:<br \/>\n\u00b7\tBestimmung und Findung der Akteure, Festlegen der am Projekt beteiligten Objekte;<br \/>\n\u00b7\tIst-Analyse der vorhandenen Geb\u00e4udesubstanz und Anlagentechnik mit Erarbeitung von Sanierungsvorschl\u00e4gen und Darstellung der Wirtschaftlichkeit. Als Planungsinstrumente wurden ingenieurm\u00e4\u00dfige Berechnungsverfahren von der FH Braunschweig-Wolfenb\u00fcttel eingesetzt;<br \/>\n\u00b7\tAnalyse der rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen im Hinblick auf Contracting-M\u00f6glichkeiten;<br \/>\n\u00b7\tEntwicklung von Finanzierungsmodellen auf der Basis der geltenden Rechtslage;<br \/>\n\u00b7\tZusammenfassung von Einzelma\u00dfnahmen zu sinnvollen Ma\u00dfnahmenpaketen und Umsetzung in eine ca. einj\u00e4hrige Bauphase, m\u00f6glichst durch einen Contractor, ansonsten durch die Wohnungsbaugesellschaften;<br \/>\n\u00b7\tEvaluation des Einsparerfolges f\u00fcr die direkt auf die Bauphase folgende Heizperiode durch die FH Braunschweig-Wolfenb\u00fcttel;<br \/>\n\u00b7\tProjektdokumentation durch die FH Braunschweig-Wolfenb\u00fcttel und die Nds. Energie-Agentur.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die von der FH Braunschweig-Wolfenb\u00fcttel ermittelten Energiesparma\u00dfnahmen wurden von den Wohnungsbaugesellschaften nach verschiedenen Abstimmungsgespr\u00e4chen weitestgehend vollst\u00e4ndig umgesetzt. Die dabei realisierte tats\u00e4chliche Energieeinsparung betr\u00e4gt rund 50%. Das urspr\u00fcngliche Ziel der Durchf\u00fchrung Energie sparender Ma\u00dfnahmen im Mietwohnungsbau mittels Contracting wurde von keiner der beteiligten Wohnungsbaugesellschaften realisiert. Hauptgrund ist die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gute Finanzausstattung sowie das Vorhalten von technischem und kaufm\u00e4nnischem Know-how, so dass Contractingl\u00f6sungen nicht als notwendig erachtet wurden. Daneben verhindert die aktuelle Rechtsprechung um-fassende Contractingmodelle unter Einschluss hochbaulicher Ma\u00dfnahmen.<br \/>\nNeben diesem zentralen Anliegen wurden M\u00f6glichkeiten der Warmmietenneutralit\u00e4t f\u00fcr den Mieter eingehend untersucht. Auf der Basis des aktuellen Mietrechts wird eine Warmmietenneutralit\u00e4t im Allgemeinen verfehlt. Haupthinderungsgrund sind nicht etwa die &#8211; wie allgemein vermutet &#8211; zu geringen Energiekosten, sondern die zur Kaltmietenerh\u00f6hung und damit Warmmietenver\u00e4nderung herangezogenen Modernisierungskosten. Die hierunter erfassten Investitionen sind nicht gleichzusetzen mit den Grenzkosten von Energieeffizienztechnik. Im Sinne der Grenzkosten enthalten die Modernisierungskosten sowohl die Kosten f\u00fcr die Effizienztechnik als auch Teile der Sanierungskosten.<br \/>\nUnter W\u00fcrdigung des geltenden Mietrechts wurden Alternativen zur Erreichung der Warmmietenneutralit\u00e4t diskutiert. Als ein geeignetes Instrument wurde eine Verteuerung der Energie in Form einer Energiesteuer herausgearbeitet und f\u00fcr die untersuchten Geb\u00e4ude analysiert, wie hoch diese ausfallen muss, um Warmmietenneutralit\u00e4t zu erreichen.<br \/>\nEine strengere Unterscheidung der Investitionen in energieeffiziente Technik und Sanierungsma\u00dfnahmen ist sicher sinnvoll, trotzdem sind die Vermieter auch weiterhin bei Modernisierungsma\u00dfnahmen gezwungen, die Vollkosten zu finanzieren. Vor diesem Hintergrund stellt die schrittweise Erh\u00f6hung der Energiekosten eine sinnvolle Alternative dar, um Warmmietenneutralit\u00e4t zu erreichen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Forschungsergebnis liegt in Form einer dreiteiligen Studie vor, die bei der Nds. Energie-Agentur zum Selbstkostenpreis bezogen werden kann.<br \/>\nF\u00fcr den Juli 1999 ist eine eint\u00e4gige Veranstaltung in Hannover mit Vorstellung der Studie sowie Diskussion geplant.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Contracting ist eine Energieversorgungsform, die im westdeutschen Wohnungsmarkt auf Grund der Rahmendaten der agierenden Wohnungsbaugesellschaften nur verhalten angenommen wird. W\u00e4hrend die W\u00e4rmelieferung bereits etabliert ist, sind Contractingmodelle unter Einschluss hochbaulicher Ma\u00dfnahmen im Moment nicht denkbar.<br \/>\nWarmmietenneutralit\u00e4t l\u00e4sst sich am ehesten durch eine Verteuerung der Energie erreichen. Daneben ist der in der Wohnungswirtschaft gebr\u00e4uchliche Begriff der Modernisierung in Bezug auf energieeffiziente Investitionen genauer abzugrenzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Innerhalb des REMIE-Projektes sollten Instrumente entwickelt werden, mit denen die Investitionen in die rationelle Energienutzung durch die eingesparten Energiekosten refinanziert werden k\u00f6nnen, ohne dass sich die Warm- oder Gesamtmiete f\u00fcr den Mieter erh\u00f6ht. Dies war vor dem Hintergrund der geltenden Mietgesetze und Verordnungen aufzuarbeiten bzw. \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge aufzuzeigen. 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