{"id":19361,"date":"2023-07-13T15:10:43","date_gmt":"2023-07-13T13:10:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/05406-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:10:44","modified_gmt":"2023-07-13T13:10:44","slug":"05406-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/05406-01\/","title":{"rendered":"Kleinwasserwerk mit pH-Wert-Einstellung ohne Elektroenergiebedarf"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anla\u00df: Zur Trinkwasserversorgung kleiner Gemeinden in den ostdeutschen Mittelgebirgen wird vielfach Quellwasser genutzt. Die Anlagen zur Gewinnung und Speicherung des Quellwassers befinden sich meist im unwegsamen Gel\u00e4nde ohne energetische Erschlie\u00dfung. Eine Wasseraufbereitung erfolgt in der Regel nicht. Durch saure Niederschl\u00e4ge und das geringe Pufferverm\u00f6gen der B\u00f6den treten Grenzwert\u00fcberschreitungen beim pH-Wert auf. Zur Beseitigung der Qualit\u00e4tsprobleme erfolgte der Bau traditioneller Wasserwerke mit Elektroenergiezuf\u00fchrung oder \u00dcberleitungen aus anderen Versorgungsgebieten; Nachteil: hoher Investitionsaufwand, hohe spezifische Kosten f\u00fcr die Trinkwasserbereitstellung, Eingriffe in die Umwelt durch Trassenfreimachung.<br \/>\nZielsetzung: Entwicklung von preisg\u00fcnstigen anlagentechnischen L\u00f6sungen zur pH-Wert-Einstellung ohne Einsatz von Elektroenergie durch Ausnutzung der hydrodynamischen Energie in den Varianten:<br \/>\n&#8211;     Kleinwasserwerk in Kompaktbauweise f\u00fcr  Aufbereitungskapazit\u00e4ten bis 20m\u00b3\/h<br \/>\n&#8211;     Anlagentechnik zur Installation in vorhandene Bauh\u00fcllen.<br \/>\nVorteile: Minimierung der Kosten f\u00fcr die Trinkwasserbereitstellung, Vermeidung von Eingriffen in die Umwelt, Weiternutzung vorhandener Dargebote, Einsparung von Elektroenergie<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenTechnisches Konzept:<br \/>\n&#8211;     Kompaktanlage im Erdeinbau als Zweifilteranlage mit integrierter Armaturenkammer<br \/>\n&#8211;     Kompaktfilteranlage zum Einbau in vorhandene Bauh\u00fcllen oder erdgedeckte Beh\u00e4lter aus Kunststoff<br \/>\n&#8211;     Geschlossenes Drucksystem zur Ausnutzung der hydromechanischen Energie f\u00fcr die Filtration und Filtersp\u00fclung<br \/>\n&#8211;     Aufw\u00e4rtsfiltration zur Minimierung des Schaltkreuzes<\/p>\n<p>Arbeitsschritte:<br \/>\n&#8211; Erarbeitung der anlagentechnischen Konzepte auf der Grundlage von Variantenuntersuchungen und Produktrecherchen<br \/>\n&#8211; Konstruktion, Bau und Betrieb einer kleintechnischen Versuchsanlage an der Oswaldquelle bei Tambach-Dietharz im Th\u00fcringer Wald zur Ermittlung verfahrens- und betriebstechnischer Parameter sowie zur Testung von Anlagenkomponenten.<br \/>\n&#8211; Auswertung der Versuche und Verfahrensfestlegung f\u00fcr das Demonstrationsobjekt  Trinkwasseraufbereitungsanlage Oswaldquelle<br \/>\n&#8211; Fachliche Betreuung des Demonstrationsobjektes in den Phasen Planung, Errichtung und Einfahrbetrieb<br \/>\nErstellung von Konstruktions- und Betriebsunterlagen f\u00fcr die Kompaktanlage im Erdeinbau<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die TWA Oswaldquelle wurde als versorgungswirksame Beispiell\u00f6sung f\u00fcr eine elektroenergieunabh\u00e4ngige Aufbereitungsanlage zur Ents\u00e4uerung und Aufh\u00e4rtung von Quellw\u00e4ssern unter Nutzung eines vorhandenen Bauwerks als Bauh\u00fclle errichtet. Das anstehende Quellwasser ist extrem ionenarm und calzitdefizit\u00e4r. Die Anlage wurde f\u00fcr eine Aufbereitungskapazit\u00e4t von 40m\u00b3\/h ausge-legt, mit viertelj\u00e4hrlichem Turnus f\u00fcr Filtersp\u00fclung und Nachf\u00fcllung mit Filtermaterial zur Minimierung des Bedienungsaufwandes. Als Bauh\u00fclle dient ein nicht mehr genutzter erdgedeckter Wasserbeh\u00e4lter, ausgebildet als Tonnengew\u00f6lbe. Filtration, Filtersp\u00fclung und Filtermaterialeintrag erfolgen ohne Einsatz von Elektroenergie durch Ausnutzung der hydromechanischen Energie des Quellwassers. F\u00fcr die Filtration wurden Druckfilter optimierter Konstruktion eingesetzt, zur Erh\u00f6hung des Filtervolumens infolge des beengten Bauraumes. Das Wasserwerk ist seit Januar 1996 im Betrieb, liefert TVO- gerechtes Trinkwasser und arbeitet st\u00f6rungsfrei.<br \/>\n Im Ergebnis der Variantenuntersuchungen, Produktrecherchen und kleintechnischen  Versuche wurde als Vorzugsl\u00f6sung nachstehend beschriebenes Kleinwasserwerk entwickelt:<br \/>\n Zweifilteranlage mit begehbarer Armaturenkammer, ausgef\u00fchrt als Stahlkonstruktion mit Innen- und Au\u00dfenkorrosionsschutz f\u00fcr den Erdeinbau. In der Armaturenkammer sind alle f\u00fcr den Betrieb des Wasserwerkes erforderlichen Aggregate, Armaturen, Me\u00dfger\u00e4te und Rohrleitungen untergebracht. Die Filter k\u00f6nnen in Parallel- oder Reihenschaltung betrieben werden. Die Filtersp\u00fclung erfolgt mit Wasser. Die Standardanlage weist folgende Parameter auf:<\/p>\n<p>                               Gesamtl\u00e4nge:               3,5m                       Gesamth\u00f6he:   2,8m<br \/>\n                               Filterdurchmesser:  1250mm                   Gesamtbreite: 1,5m<br \/>\n                               Betriebsdruck:                6bar                     Leergewicht:   3,5t<\/p>\n<p> Bei einer Filtergeschwindigkeit von 10m\u00b3\/h ist die Durchsatzleistung 24m\u00b3\/h in Parallelschaltung und 12m\u00b3\/h in Reihenschaltung. Der Anlagenpreis betr\u00e4gt ca. 70 TDM.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Vermarktung der Ergebnisse im Rahmen der Akquisitionst\u00e4tigkeit gemeinsam mit PROWA-Consulting GmbH.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Projektes sind:<\/p>\n<p>&#8211; Anwendungsreife Konstruktions- und Betriebsunterlagen f\u00fcr ein Kleinwasserwerk (Standardanlage) zur Ents\u00e4uerung von Quellw\u00e4ssern ohne Einsatz von Elektroenergie<br \/>\n&#8211; Versorgungswirksame Beispiell\u00f6sung f\u00fcr eine elektroenergieunabh\u00e4ngige Aufbereitungsanlage zur Ents\u00e4uerung von Quellw\u00e4ssern unter Nutzung eines vorhandenen Bauwerkes als Bauh\u00fclle mit den entsprechenden Ausf\u00fchrungsunterlagen.<\/p>\n<p>Mit diesen Ergebnissen wurde die Projektzielstellung erreicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anla\u00df: Zur Trinkwasserversorgung kleiner Gemeinden in den ostdeutschen Mittelgebirgen wird vielfach Quellwasser genutzt. 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