{"id":19316,"date":"2023-07-13T15:10:36","date_gmt":"2023-07-13T13:10:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/05210-02\/"},"modified":"2023-07-13T15:10:38","modified_gmt":"2023-07-13T13:10:38","slug":"05210-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/05210-02\/","title":{"rendered":"Entwicklung und modellhafte Umsetzung eines Sortiermoduls f\u00fcr ganze Wein- und Sektflaschen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Sammlung und Wiederbef\u00fcllung ganzer Wein- und Sektflaschen ist in der \u00d6kobilanz insgesamt deutlich g\u00fcnstiger als der Einsatz neuer Flaschen. So spart eine recycelte Flasche ein komplette Kilowatt-stunde an Energie. Im Rahmen des Vorprojektes AZ 05210\/01 hatte das Ganz-Glas-Zentrum (GGZ) des Umweltzentrums Bielefeld e. V. 1995 gemeinsam mit der Fachhochschule Bielefeld nach einer ersten Konzeption gesucht, wie die Einwegflaschen f\u00fcr Wein und Sekt technisch verbessert in ein Mehrwegsys-tem \u00fcberf\u00fchrt werden k\u00f6nnten.<br \/>\nZiel des Modellprojektes AZ 05210\/02, das ab 2003 von der WSR Wein &#038; Sektflaschen Recycling GmbH in Marienfeld bei Bielefeld, weitergef\u00fchrt wurde, war es daher, auf Basis der Ergebnisse des Projektes AZ 05210\/01 ein eigenst\u00e4ndiges Sortiermodul f\u00fcr die Wiederbef\u00fcllung von ganzen Einweg-Wein- und Sektflaschen zu entwickeln und das Mehrwegsystem f\u00fcr diese Flaschen zu realisieren. Dazu sollten auch die Sammellogistik und -container verbessert und eine teil-automatisierte und optimierte Sortiertechnik \/ -anlage entwickelt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie anf\u00e4ngliche h\u00e4ndische Sortierung der Flaschen entwickelte sich im  Laufe der Entwicklung zu einer teilautomatisierten Anlage fort. Die Weiterentwicklung dieser Anlage erfolgte in einem iterativen Optimierungsprozess. Seit 1995 erfolgte die Weiterentwicklung durch Kooperation mit der FH Bielefeld, und einem Ingenieurb\u00fcro. Mit \u00dcbernahme des Projektes durch die WSR GmbH wurde das Projekt mit einem Anlagenbauer umgesetzt. Der Umsetzungsprozess erfolgte unter Begleitung der \u00f6ffentlich-rechtlichen Entsorgungstr\u00e4ger sowie der beteiligten Genehmigungsbeh\u00f6rden. Die letzte Phase war dadurch gekennzeichnet, die konkreten Umsetzungsschritte mit den Genehmigungsbeh\u00f6rden zielgerichtet zu realisieren.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Projekt wurde eine neue Sortiertechnik umgesetzt. Im ersten Schritt wurde die Flaschenaufgabe auf das Prim\u00e4rsortierband entwickelt. Im zweiten Schritt wurde eine teilmechanisierte und -automatisierte Sortieranlage realisiert.<br \/>\nDer Umsetzungsprozess der Konzeption erfolgte durch Integration in die kommunalen Abfallwirtschaftskonzepte unter Begleitung der \u00f6ffentlich-rechtlichen Entsorgungstr\u00e4ger sowie der beteiligten Genehmigungsbeh\u00f6rden. Der Aufbau eines modernen und logistisch vorteilhaften Containersystems in der Region Ostwestfalen Lippe (OWL) wurde 2003 abgeschlossen. Die WSR GmbH baute eine neue Sortieranlage unter den gesetzlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr Abfallbehandlungsanlagen auf und investierte in ein neues Sammelsystem. Das Projekt ist durch vertragliche Regelungen mit dem Dualen System (DSD) zun\u00e4chst bis Ende 2006 abgesichert. Die Sammel- und Containerlogistik wurde von einem Wechselsystem auf ein Umleersystem, das fortlaufend optimiert wird, umgestellt. Die Container werden in der Region OWL von den Verbrauchern sehr gut angenommen. Ein Teil der Flaschen geht an Sp\u00fclbetriebe an der Mosel sowie in \u00d6sterreich und wird dort aufbereitet.<br \/>\nNach den Darstellungen der WSR GmbH wird das System permanent weiter optimiert. So wird zur Zeit das komplette Containernetz mit einer zus\u00e4tzlichen Fallbremse ausgestattet. Diese Investition wird ohne \u00f6ffentliche Gelder von der WSR GmbH allein realisiert. Im einzelnen setzte die WSR GmbH folgende Schritte um:<br \/>\n&#8211;\tInvestition in ein neues Sammelsystem<br \/>\n&#8211;\tUmstellung der Sammellogistik von einem Wechselsystem auf ein Umleersystem<br \/>\n&#8211;\t(Wechselsystem: Beh\u00e4lter werden am Standort getauscht; die vollen werden abgezogen<br \/>\n&#8211;\tund gegen leere Beh\u00e4lter austauscht)<br \/>\n&#8211;\t(Umleersystem: Beh\u00e4lter werden Vorort auf dem Sammelwagen geleert; die Beh\u00e4lter verbleiben<br \/>\n&#8211;\tam Standort. Dies f\u00fchrt zu einer Gesamtverbesserung der Abfuhrleistung)<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung einer geeigneten Sortiertechnik<br \/>\n&#8211;\tAuswahl eines geeigneten Standortes f\u00fcr das neue Sortierzentrum (hier: Marienfeld)<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Mit den \u00f6ffentlich-rechtlichen Entsorgungstr\u00e4gern der Region Ost-Westfalen-Lippe erfolgt eine gemeinsame \u00d6ffentlichkeitsarbeit, die das Projekt bewirbt (s. hierzu Pressever\u00f6ffentlichungen). Im dritten und vierten Quartal 2004 fand eine weitere Pressekampagne statt, die auf das neue Containernetz hinwies und \u00fcber den Status der geleisteten Arbeiten informierte.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit der umgesetzten Anlagenmodifikation wurde das Projekt durch die WSR GmbH innovativ weiterentwickelt und auf eine wirtschaftlich selbst\u00e4ndige Grundlage gestellt. Mit der Neustrukturierung des Unternehmens und Neuausrichtung der Anlage sind nach den Ausf\u00fchrungen der WSR GmbH die grundlegenden Erfolgsfaktoren f\u00fcr einen stabilen Gesch\u00e4ftsbetrieb gelegt.<br \/>\nMit den kommunalen Partnern, den Gesch\u00e4ftskunden und Auftraggebern schuf die WSR GmbH nach eigener Darstellung eine leistungsf\u00e4hige, zielorientierte Fachebene, die in unterschiedlichen Diskussions- und Verbesserungsforen das \u00f6kologische und soziale Projekt betreuen und innovativ weiterentwickeln wird.<br \/>\nIm wesentlichen zeichnet sich das Projekt im heutigen Status durch folgende Merkmale aus:<br \/>\n&#8211;\tAufbau eines modernen und logistisch vorteilhaften Containersystems in der Region Ostwestfalen Lippe<br \/>\n&#8211;\tAbsicherung des Projektes durch vertragliche Regelungen mit dem Dualen Systems bis voraussichtlich 2006<br \/>\n&#8211;\tAufbau einer neuen Sortieranlage unter optimierten Auswahlbedingungen f\u00fcr die Standortentscheidung Marienfeld<br \/>\n&#8211;\tUmsetzung aller gesetzlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr Abfallbehandlungsanlagen (Arbeitsschutz, Arbeitsplatzergonomie, Bundesimmissionsschutz, etc. &#8230;)<br \/>\n&#8211;\tUmsetzung des Grundgedankens  Einweg zu Mehrweg<br \/>\n&#8211;\tIntegration in die kommunalen Abfallwirtschaftskonzepte durch Einbindung in die jeweiligen kommunalen Systembeschreibungen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Sammlung und Wiederbef\u00fcllung ganzer Wein- und Sektflaschen ist in der \u00d6kobilanz insgesamt deutlich g\u00fcnstiger als der Einsatz neuer Flaschen. 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