{"id":19308,"date":"2024-11-27T10:34:06","date_gmt":"2024-11-27T09:34:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/09919-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:06","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:06","slug":"09919-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/09919-01\/","title":{"rendered":"Zeitungsprojekt: Jugend und Umwelt &#8211; Partnerschulen im Dialog"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Jugend und Umwelt &#8211; Partnerschulen im Dialog ist ein medien- und umweltp\u00e4dagogisches Projekt. Je 29 Gymnasien aus den alten und den neuen Bundesl\u00e4ndern schlie\u00dfen miteinander eine dreij\u00e4hrige Umwelt-Partnerschaft. Ziel ist es, jeweils eine Klasse der Jahrgangsstufen 9 oder 10 pro Jahr p\u00e4dagogisch an das Medium Tageszeitung heranzuf\u00fchren. Jede Projektklasse hat die Chance, Umweltthemen am Ort der Partnerschule zu recherchieren und hier\u00fcber eigene Beitr\u00e4ge auf der 36 Mal pro Jahr erscheinenden Sonderseite Jugend und Umwelt in der F.A.Z. zu publizieren. In dieser gemeinsamen journalistischen Arbeit an vor Ort recherchierten Umweltthemen sollen die Partnersch\u00fcler aus den neuen und alten Bundesl\u00e4ndern f\u00fcreinander Verst\u00e4ndnis entwickeln. Die aus dieser partnerschaftlichen Arbeit entstehenden journalistischen Beitr\u00e4ge leisten einen eigenst\u00e4ndigen Beitrag zum innerdeutschen Dialog \u00fcber die Umwelt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenJeweils f\u00fcr ein Jahr erhalten ca. 1600 Sch\u00fcler\/-innen die F.A.Z. an die Privatadresse. Die Zeitung wird zum zentralen Unterrichtsgegenstand: Aufbau, Struktur und Inhalte der Zeitung werden erarbeitet, die erworbenen Kenntnisse in unterschiedlichen Unterrichtszusammenh\u00e4ngen zur Anwendung gebracht. Au\u00dferdem fertigen die Sch\u00fcler\/-innen individuell Langzeitarbeiten an, indem sie \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum die Berichterstattung der F.A.Z. zu einem selbst gew\u00e4hlten Thema verfolgen, analysieren, aus-werten und dokumentieren. Vor Beginn des Projekts werden die Leiter\/-innen der Projektschulen \u00fcber die Grundz\u00fcge des Projekts informiert; jeweils zu Beginn eines jeden der drei Projektjahre werden die 58 federf\u00fchrenden Projektlehrer\/-innen ausf\u00fchrlich auf die medien- und umweltp\u00e4dagogischen Ziele und Aufgaben sowie deren Umsetzung vorbereitet. Jeweils im M\u00e4rz eines jeden Projektjahres findet ein Zwischenbilanzseminar statt, bei dem die Projektteilnehmer ihre Erfahrungen austauschen und offene Fragen diskutieren k\u00f6nnen. Jeweils im September eines jeden Projektjahres wird im Rahmen eines Abschlussseminars Bilanz gezogen und ein Abschlussbericht mit den Ergebnissen des abgelaufenen Projektjahres vorgelegt. P\u00e4dagogische Betreuung und organisatorisches Projektmanagement der pro Jahr anfallenden 58 Recherchereisen der Partnerschulen obliegen dem IZOP-Institut; die redaktionelle Betreuung und Publikation der Sonderseiten erfolgen durch die F.A.Z. Die Projektlehrer\/-innen erhalten vom IZOP-Institut regelm\u00e4\u00dfig Materialien zum Arbeiten mit der F.A.Z. im Unterricht sowie Hintergrundinformationen zu umweltrelevanten Themen. Dar\u00fcber hinaus erhalten die Projektlehrer\/-innen zur Vorbereitung der umweltrelevanten Recherchen ihrer Projektklassen Materialien aus dem F.A.Z.-Archiv.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die thematischen Schwerpunkte der Projektarbeit (1) Umweltbildung, (2) innerdeutscher Dialog, (3) Medienkunde haben sich gegenseitig erg\u00e4nzt und befruchtet:<br \/>\n(1) Die umweltp\u00e4dagogischen Ziele, junge Menschen f\u00fcr die Belange der Umwelt gem\u00e4\u00df den Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zu sensibilisieren und ein solides Umweltwissen zu vermitteln, wurden mit Hilfe des journalistischen Rechercheansatzes praxisnah umgesetzt. Jede der insgesamt 174 Projektklassen hat nach intensiver Vorbereitung ein Umweltthema in der Region ihrer Partnerschule in Begleitung einer F.A.Z.-Redakteurin recherchiert. Die Ergebnisse hat die F.A.Z. auf insgesamt 160 Jugend und Umwelt-Sonderseiten ver\u00f6ffentlicht. Davon berichten ca. zwei Drittel \u00fcber von der DBU gef\u00f6rderte Umweltprojekte. Durchweg sind die Projektsch\u00fcler bei ihren Umweltrecherchen von Experten umfassend informiert worden und als sachkundige Laien und richtige Journalisten ernst genommen worden.<br \/>\n(2) Die gegenseitigen Besuche der Partnerschulklassen, die Unterbringung in den Familien und die daraus erwachsenen M\u00f6glichkeiten, sich in pers\u00f6nlichen Begegnungen, Gespr\u00e4chen und gemeinsamen Unternehmungen einander n\u00e4her zu kommen und \u00fcber Land und Leute im jeweils anderen Teil Deutschlands genaueres aus erster Hand zu erfahren, haben bei der \u00fcbergro\u00dfen Mehrzahl der Sch\u00fcler dazu beigetragen, dass urspr\u00fcngliche Vorbehalte und Vorurteile abgebaut wurden. Die Bilanz der Begegnungen mit Stimmen und Meinungen von Sch\u00fclern und Lehrern auf jeder Jugend und Umwelt-Seite, dokumentiert entgegen h\u00e4ufig kolportierter Vorstellungen eine Unaufgeregtheit und Normalit\u00e4t der Beziehungen zwischen den jungen Leuten aus Ost und West, ohne dass dabei die Unterschiede zum Beispiel in den Lebens- und Wohlstandsstandards verschwiegen worden w\u00e4ren.<br \/>\n(3) Ein kostenloses Jahresabonnement der F.A.Z. f\u00fcr jeden Projektteilnehmer war die Grundvoraussetzung f\u00fcr eine intensive medienkundliche Arbeit mit der Zeitung im Unterricht. Die Sch\u00fcler haben gelernt, wie man eine Zeitung richtig liest und f\u00fcr vielf\u00e4ltige Informationszwecke nutzen kann; sie haben die unterschiedlichen journalistischen Darstellungsformen kennen und unterscheiden gelernt und im Vergleich mit anderen Medien und Zeitungen Medienkompetenz erworben.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Aufmerksamkeit erlangten die journalistischen Umweltberichte der Projektklassen in erster Linie durch die Ver\u00f6ffentlichung in der F.A.Z. (t\u00e4glich ca. 400.000 Exemplare, \u00fcber 1,1 Mio. Leser). Signifikant f\u00fcr das \u00f6ffentliche Interesse an diesem Projekt waren die in der F.A.Z. erschienenen Leserbriefe, die zahlreichen Berichte \u00fcber das Projekt in regionalen Tageszeitungen, Aufs\u00e4tze in Sammelb\u00e4nden und Zeitschriften sowie der im Fernsehen ausgestrahlte und als VHS-Kassette erh\u00e4ltliche Lehrfilm Lernort Umwelt &#8211; Ost-West-Begegnungen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Auch wenn Erfolge in der Pr\u00e4gung eines nachhaltigen Umweltbewusstseins schwer messbar sind und sich erst l\u00e4ngerfristig einstellen, so hat die intensive Besch\u00e4ftigung mit Umweltthemen, -problemen und -l\u00f6sungen die kognitive Basis f\u00fcr umweltvertr\u00e4gliches Denken und Handeln bei den beteiligten Sch\u00fclern, aber auch bei den Lesern gelegt. Deutlich hat das Projekt gezeigt, dass sich die jungen Leute aus Ost und West in der Mehrzahl nicht besser und nicht schlechter verstehen als die aus Nord und S\u00fcd &#8211; allerdings bedurfte es zu dieser Erkenntnis der pers\u00f6nlichen Begegnung! Auch wenn die F.A.Z. hohe intellektuelle Anforderungen an die Sch\u00fcler stellte, so sind die Ziele des medienkundlichen Grundkurses erreicht worden, wie etwa die Langzeitarbeiten der Sch\u00fcler \u00fcber die F.A.Z. und ihre Berichterstattung best\u00e4tigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Jugend und Umwelt &#8211; Partnerschulen im Dialog ist ein medien- und umweltp\u00e4dagogisches Projekt. Je 29 Gymnasien aus den alten und den neuen Bundesl\u00e4ndern schlie\u00dfen miteinander eine dreij\u00e4hrige Umwelt-Partnerschaft. Ziel ist es, jeweils eine Klasse der Jahrgangsstufen 9 oder 10 pro Jahr p\u00e4dagogisch an das Medium Tageszeitung heranzuf\u00fchren. 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