{"id":19293,"date":"2023-07-13T15:14:52","date_gmt":"2023-07-13T13:14:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11857-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:55","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:55","slug":"11857-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11857-01\/","title":{"rendered":"Multimedia in der Umweltkommunikation"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt analysiert den Status-Quo von Multimedia Anwendungen in der au\u00dferschulischen Umweltbildung und Umweltkommunikation. In Workshops f\u00fcr Bildungsplanenden und praktizierende Umweltp\u00e4dagogInnen werden Grundkenntnisse multimedialer Gestaltung und Didaktik fallorientiert vermittelt. \u00dcber die Mailingliste Umweltbildung wird ein bundesweiter Fachaustausch zu umweltp\u00e4dagogischen Fragestellungen (MM und BfenE) gef\u00fchrt. Zuletzt wird ein MM-Handbuch f\u00fcr die Umweltkommunikateure erstellt, das in die MM-Begrifflichkeit unter Umwelt\/Agenda-Perspektiven einf\u00fchrt, das Beurteilungskriterien f\u00fcr MM-Produkte aufstellt, richtungsweisende Beispiele beschreibt, didaktische Anst\u00f6\u00dfe zum Einsatz enth\u00e4lt, kommunikative Aspekte beleuchtet und MM-relevante Adressen\/Links auflistet.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1.\tJahr: Analyse bestehender Ans\u00e4tze, Entwicklung neuer Konzepte, qualitative Interviews mit Praktikern, Kontakten zu Entwicklern und MM-Theoretikern. Durchf\u00fchrung quantitativer Umfragen. \u00d6ffentlichkeitsarbeit (Vortr\u00e4ge, Internetpr\u00e4sentation, Beratung zu MM, Tagungspr\u00e4senz). Bundesweite Konferenz f\u00fcr breite MM-Zielgruppen zum MM-Einsatz. Onlineseminar.<br \/>\n2.\tJahr: Fortbildungsphase (MM- Workshops f\u00fcr Umweltkommunikateure). Weiterhin Vernetzungst\u00e4tigkeit zum MM-Einsatz in der Umweltkommunikation: Vortr\u00e4ge, Tagungspr\u00e4senz, Beratungst\u00e4tigkeit.<br \/>\n3.\tJahr: Fortbildungsseminare, Abrundung der Evaluationsphase, Auswertung der Workshops, Expertengespr\u00e4che, Erstellung des Handbuchs.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Analyse der Ausgangssituation zum Multimediaeinsatz in der Umweltbildung zum Projektbeginn (1999) zeigte schnell, dass die im Antrag formulierte Zielsetzung, einen Dialog zwischen Entwicklern, Theoretikern und Bildungspraktikern herzustellen, um den Transfer zu f\u00f6rdern und eine breite Professionalisierung anzustreben, nicht haltbar war. In Abstimmung mit der Stiftung wurde das Ziel dahingehend modifiziert (o. a.), dass das Projekt (MUKO) Konzeptentwicklung, wesentlich Fortbildungst\u00e4tigkeit, MM-Projektanregung und bundesweite Kommunikation zum Themenfeld betreiben solle.<br \/>\n\u00dcber die Laufzeit von gut drei Jahren lie\u00df sich in der Tat eine gewisse Akzeptanzverschiebung beobachten. Umweltp\u00e4dagogInnen sind heute weniger computerkritisch. Sie stehen der M\u00f6glichkeit, sinnvolle Umweltbildungsarbeit mit Multimediaunterst\u00fctzung positiv gegen\u00fcber. Allerdings bedeutet dieser Einstellungswandel noch nicht, dass in gro\u00dfem Umfang computergest\u00fctzte Umweltbildung praktiziert wird. Insgesamt hat das Projekt 17 Fortbildungsveranstaltungen durchgef\u00fchrt. Im letzten Jahr nahmen die Anfragen, solche Konzepte durchzuf\u00fchren zu, aber die Teilnehmerzahlen in den einzelnen Projekten sind \u00fcber die 3 Jahre nicht wesentlich angewachsen. Auch die R\u00fcckmeldungen zu den sehr zahlreich durchgef\u00fchrten Fachvortr\u00e4gen waren in der Regel sehr positiv.<br \/>\nDas Projekt hat ein 3-phasiges Multimediakonzept entwickelt, das die Schritte Wahrnehmen, Implementieren und Gestalten umfasst. Im Prozess des Wahrnehmens mittels elektronischer Aufnahmeger\u00e4te entsteht eine Distanz zum Beobachtungsgegenstand, die zur Reflexion \u00fcber ihn zwingt. Die selbe Reflexionserfordernis erfolgt, wenn ein Sachgegenstand multimedial f\u00fcr eine Pr\u00e4sentation gestaltet wird. In diesem Sinne verfolgt das Konzept eine Didaktik des Learning by designing und ist damit mehr als Schulung von Medienkompetenz.<br \/>\nDieses Konzept wurde exemplarisch in fast allen Fortbildungsveranstaltungen mit den Teilnehmenden durchgespielt, damit sie eigene praktische Erfahrungen mit dem Ansatz sammeln konnten und zugleich Hinweise f\u00fcr die eigene weitere Fortbildung erfahren haben. Die Arbeitsergebnisse wurden jeweils auf der Homepage des Projektes unmittelbar ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nDer p\u00e4dagogische Mehrwert dieses Ansatzes wird in der Regel erkannt. Die Schwierigkeit f\u00fcr die P\u00e4dagogen besteht darin, dass eine Einrichtung \u00fcber eine moderne Multimediaausstattung und technisch und p\u00e4dagogisch kompetente Mitarbeiter verf\u00fcgen muss. Ein normaler Kursleiter bedarf optimaler Unterst\u00fctzung durch die Einrichtung, was in den meisten F\u00e4llen noch nicht gegeben ist. In der Organisationsentwicklung und Qualit\u00e4tssicherung von Einrichtungen ist bislang ein Multimediakonzept meist abstinent.<br \/>\nDas Projekt hat einen sehr erfolgreichen virtuellen Workshop zum Thema Umweltbildung im Internet durchgef\u00fchrt. Probleme bereitete darin der Versuch, die Teilnehmenden durch einen Call for Paper im Vorfeld zu aktivieren. Beitr\u00e4ge erfolgten erst sehr sp\u00e4t und nach direkter Anwerbung durch den Veranstalter. Der Zeitraum von 14 Tagen wurde als zu lang empfunden. Die Diskussion auf den Foren waren von hoher Qualit\u00e4t. Es gab keine Pr\u00e4senzphase und dennoch sind die Teilnehmenden mit der Lernoberfl\u00e4che und den Selbststeuerungserfordernissen sehr gut zurecht gekommen.<br \/>\nDie Mailingliste Umweltbildung hat im Projektzeitraum eine rege Aktivit\u00e4t entfaltet, sie war das wesentliche Kommunikationsorgan, das zur Verbreitung und Reflexion der Ans\u00e4tze diente. Als Forum f\u00fcr eine Professionalisierung jenseits von ressourcenintensiven Tagungsteilnahmen stellte sie eine wichtige Innovation dar.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die sehr ausf\u00fchrlich gestaltete Projekthomepage http:\/\/www.die-frankfurt.de\/clear\/MM war \u00d6ffentlichkeits- und Pr\u00e4sentationsorgan zugleich. Auf ihr wurden Workshops angek\u00fcndigt und unmittelbar dokumentiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt entwickelte sich als Wegbereiter in der Entwicklung aktiver, gestalterischer Multimediaanwendung in der Umweltbildung, es hat dabei die Akzeptanz von Multimedia in der Umweltbildungsszene verbessert und zahllose Einzelanst\u00f6\u00dfe f\u00fcr weitere Ans\u00e4tze gegeben, deren Entwicklung allerdings ebenfalls Zeit braucht. Die Grundlagen (Homepage f\u00fcr Multimedia, Mailingliste Umweltbildung als Kommunikationsplattform) und Beratung durch die Clearingstelle Umweltbildung werden weiterhin vom Deutschen Institut f\u00fcr Erwachsenenbildung gepflegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt analysiert den Status-Quo von Multimedia Anwendungen in der au\u00dferschulischen Umweltbildung und Umweltkommunikation. 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