{"id":19250,"date":"2023-07-13T15:10:30","date_gmt":"2023-07-13T13:10:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/05024-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:10:33","modified_gmt":"2023-07-13T13:10:33","slug":"05024-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/05024-01\/","title":{"rendered":"Planung und Umsetzung der Profilierung \u00f6kologisch gef\u00fchrter Fachgesch\u00e4fte f\u00fcr die Naturkostbranche durch Umweltberatung bei 10 Naturkost-Fachgesch\u00e4ften"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ausgehend von einer Branchenanalyse des Management-Verhaltens in Naturkost-Fachgesch\u00e4ften und den darin ermittelten Defiziten ist eine Systematisierung aller umweltrelevanten T\u00e4tigkeiten durch ein Umweltmanagementsystem angestrebt. Das Vorhaben greift die vorhandenen Strukturen auf, entwickelt diese weiter und dokumentiert die notwendigen Ma\u00dfnahmen modellhaft in Form eines Handbuches zum Umweltmanagement in Naturkost-Fachgesch\u00e4ften. Mit Hilfe dieses Arbeitswerkzeuges kann dann in weiteren Betrieben eine ressourcenschonende Bewirtschaftung von Naturkost- und Naturwaren-Fachgesch\u00e4ften umgesetzt werden. Der Einsatz von Umweltmanagementsystemen f\u00fchrt zu deutlich mehr Informationen \u00fcber das Tagesgesch\u00e4ft und lenkt die Aufmerksamkeit \u00fcber den Rahmen der \u00f6kologisch optimierten Produktpalette hinaus. Mittels einer systematisierten Bestandsaufnahme werden u.a. Einsparpotentiale in den Bereichen Energie, Abfall, Wasser- und Abwasser effektiv ermittelt. Die Kenntnis dar\u00fcber erm\u00f6glicht eine kontinuierliche Verbesserung dieser verdeckten Umweltleistungen. Daneben spielt das Umweltmanagement eine wichtige Rolle bei der Schulung und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Beratungskompetenz im Kundengespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZu Beginn der Zusammenarbeit wurde von jedem Betrieb ein Umweltprofil erstellt. Die Datenerfassung erfolgte durch eine eigens f\u00fcr die Branche entwickelte Checkliste innerhalb der ersten 6 Monate. Daneben wurden die untersuchten Betriebe von einem Umweltberater pers\u00f6nlich besucht. Im Gespr\u00e4ch mit den Besch\u00e4ftigten entstand eine umfangreiche Datensammlung, die in einem Zwischenbericht nach Themen geordnet dokumentiert wurde. Auf Basis dieser Ist-Analyse entwickelte der Umweltberater gemeinsam mit den betroffenen Betrieben ein Pflichtenheft mit den einzeln beschriebenen Zielen und Ma\u00dfnahmen zur Optimierung der Umweltsituation. Dabei wurden technische, organisatorische und wirtschaftliche Fragestellungen er\u00f6rtert. Nach Abstimmung der notwendigen und gew\u00fcnschten Ziele wurden diese als  Soll-Gr\u00f6\u00dfen f\u00fcr nachfolgende Umweltpr\u00fcfungen vereinbart. In Workshops mit den Beteiligten wurden die Erfahrungen und die in der Praxis bew\u00e4hrten Hilfsmittel gesammelt und zu einem Handbuch Umweltmanagement in Naturkost-Fachgesch\u00e4ften zusammengefa\u00dft.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ein Umweltmanagementsystem stellt einen geschlossenen Regelkreislauf dar, der basierend auf einer kontinuierlich durchgef\u00fchrten Datenerhebung und -bewertung aller umweltrelevanten Aspekte des betrieblichen Ablaufs, einen kontinuierlichen Verbesserungsproze\u00df zur Folge hat. Die zur Bewertung herangezogenen Vergleichsgr\u00f6\u00dfen entstammen einerseits verbindlichen Quellen, wie gesetzliche und beh\u00f6rdliche Auflagen oder verbandsinterne Vorgaben und Normen. Daneben treten selbst auferlegte Umweltziele, die der Betrieb in Eigenverantwortung zu erreichen gedenkt. Die F\u00f6rderung solcher freiwilliger Vorhaben und Ma\u00dfnahmen ist eine der wesentlichen Intentionen der EU-Verordnung zum \u00d6ko-Audit.<br \/>\nNach Auswertung der Ist-Analyse best\u00e4tigte sich im wesentlichen die Einsch\u00e4tzung, da\u00df sich ein im Naturkost-Einzelhandel \u00fcberdurchschnittlich vorhandenes Umweltwissen mehrheitlich nur bei der Auswahl der Produkte niederschl\u00e4gt. Dieser Umstand ist freilich nicht auf eine bewu\u00dfte Mi\u00dfachtung umweltrelevanter Bereiche wie Energie, Wasser, Abwasser, Transporte, Produktherkunft, Verpackung, etc. zur\u00fcckzuf\u00fchren. Vielmehr sind es oft fehlende Personal- und Zeitkapazit\u00e4ten, die im Zusammenspiel mit dem Fehlen praxistauglicher Arbeitsinstrumente, eine offensive Thematisierung und L\u00f6sung der anstehenden Fragen verhindern. So verwundert es kaum, wenn selbst Verbesserungsma\u00dfnahmen mit kurzfristiger Amortisation nicht systematisch erkannt und umgesetzt werden. Das damit schlu\u00dfendlich auch Profilierungs- und Imagegewinne f\u00fcr den Naturkost-Fachhandel nur unzureichend ausgesch\u00f6pft werden, verwundert insbesondere, da alle Teilnehmer die Relevanz von Umweltmanagementsystemen f\u00fcr die Kundengewinnung als hoch einsch\u00e4tzen.<br \/>\nNeben den monet\u00e4ren Einsparpotentialen, dem Motivations- und Imagegewinn bestehen verschiedene M\u00f6glichkeiten, das Engagement \u00f6ffentlichkeitswirksam zu dokumentieren. Der BNN Einzelhandel bietet seinen Mitgliedsbetrieben eine Umweltpr\u00fcfung und die Auszeichnung mit einer verbandsinternen Teilnahmeurkunde an. Die Implementierung von Umweltmanagementsystemen, sog. \u00d6ko-Audits, kann ab Anfang 1998 auch im Rahmen einer Validierung gema\u00df EU-VO 1836\/93 durch einen unabh\u00e4ngigen Umweltgutachter gepr\u00fcft werden. In beiden F\u00e4llen wird das Umweltmanagementsystem von einem neutralen Pr\u00fcfer auf seine Funktionsf\u00e4higkeit hin \u00fcberpr\u00fcft.<br \/>\nErste umgesetzte Ma\u00dfnahmen der Projektteilnehmer waren u.a. die Abgabe von Brotbeuteln an die Kunden zur Reduzierung von Verpackungsmaterialien. Einzelne Teilnehmer investieren in den Ausbau der Solarenergie und wollen damit zuk\u00fcnftig rund ein Viertel des Energieverbrauches abdecken. Im Bereich der Beleuchtung und K\u00fchlung konnten weitere Einsparpotentiale aufgedeckt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Projektes wurden in einem Pressegespr\u00e4ch im Oktober 1996 pr\u00e4sentiert.  Das Handbuch zum Umweltmanagement wird regelm\u00e4\u00dfig bei Veranstaltungen des BNN Einzelhandel, z.B. anl\u00e4\u00dflich der Fachmesse Biofach als Arbeitsmaterial angeboten. Dem Thema widmen sich ebenfalls Fortbildungsangebote im Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V.. Das Handbuch kann \u00fcber die Gesch\u00e4ftsstelle bezogen werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem auf die Bed\u00fcrfnisse der Branche abgestimmten Ablauf des Steuerungsinstrumentes Umweltmanagement steht dem Naturkost-Fachhandel ein f\u00fcr Mitarbeiter und Kunden gleicherma\u00dfen n\u00fctzliches Hilfsmittel zur \u00f6kologischen Optimierung der Arbeitsabl\u00e4ufe zur Verf\u00fcgung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ausgehend von einer Branchenanalyse des Management-Verhaltens in Naturkost-Fachgesch\u00e4ften und den darin ermittelten Defiziten ist eine Systematisierung aller umweltrelevanten T\u00e4tigkeiten durch ein Umweltmanagementsystem angestrebt. Das Vorhaben greift die vorhandenen Strukturen auf, entwickelt diese weiter und dokumentiert die notwendigen Ma\u00dfnahmen modellhaft in Form eines Handbuches zum Umweltmanagement in Naturkost-Fachgesch\u00e4ften. 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