{"id":19222,"date":"2024-11-27T10:34:14","date_gmt":"2024-11-27T09:34:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11278-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:17","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:17","slug":"11278-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11278-01\/","title":{"rendered":"Modellhafte Konzeptentwicklung f\u00fcr die Kulturlandschaft Heisterbach"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel ist es, das Heisterbacher Tal, ausgehend vom ehem. Zisterzienserkloster und seiner Wasserversorgung, in seiner geschichtlichen und kulturlandschaftlichen Gesamtheit zu inventarisieren. Dabei spielen sowohl \u00f6kologische als auch kultur-, wirtschafts- und sozialgeschichtliche Kategorien eine Rolle. Es sollen Parameter zum Schutz und zur Entwicklung des Tales unter ganzheitlichen Aspekten festgelegt werden. Vorrang haben der Schutz der Kulturlandschaft sowie die Sicherung ihrer Grundlagen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1.\tBestandsaufnahme\/Kulturlandschaftsanalyse<br \/>\n2.\tDidaktisches Konzept Heisterbacher Tal<br \/>\n3.\tHydrologisches Gutachten<br \/>\n4.\tBiologisches Profil<br \/>\n5.\tLand- und forstwirtschaftliches Gutachten<br \/>\n6.\tArch\u00e4ologisches Gutachten<br \/>\n7.\tMa\u00dfnahmen Fach\u00e4mter und Rheinischer Verein f\u00fcr Denkmalpflege und Landschaftsschutz<br \/>\n8.\tDokumentation<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Projektabwicklung liegt beim Rheinischen Verein, der in enger Abstimmung mit der Stadt K\u00f6nigswinter sowie der Stiftung Abtei Heisterbach handelt. Zudem wurde ein Projektbeirat eingerichtet, in dem alle beteiligten Institutionen vertreten sind.<br \/>\nDie Analyse konnte aufzeigen, dass es sich im Falle des Heisterbacher M\u00fchlentales um eine wertvolle historische Kulturlandschaft handelt, zu deren Schutz und Entwicklung (auch in touristischer Hinsicht) ein Konzept einer kulturlandschaftsvertr\u00e4glichen nachhaltigen Nutzung vonn\u00f6ten ist. Dieses Nutzungskonzept wurde in den abschlie\u00dfenden Teilen Didaktisches Pr\u00e4sentationskonzept und Umsetzungsempfehlungen des Abschlussberichtes vorgelegt.<br \/>\nGanz wesentlich ist die Feststellung, dass die Gef\u00e4hrdung von Tier- und Pflanzenarten durch die g\u00e4ngige Praxis des Artenschutzes sowie des Natur- und Landschaftsschutzes nicht verhindert werden kann, wenn nicht gleichzeitig der anthropogen bedingte kulturlandschaftliche Wandel mit dargestellt, erfasst und analysiert wird. Dies bedeutet gleichzeitig, dass der Naturschutz in seiner gesetzlichen Festschreibung erweitert werden sollte um die Darstellung der kulturlandschaftlichen Ebene, die die anthropogene Geosph\u00e4re darstellt. Die Analyse bietet daher die M\u00f6glichkeit, die gesetzlichen Vorgaben des Natur- und Landschaftsschutzes im Sinne der EU-Richtlinien zur Natura 2000\/Agenda 21 zu erg\u00e4nzen. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen die Gutachten f\u00fcr die Ebene der kommunalen Planung Grundlage etwa f\u00fcr die Erstellung eines Denkmalpflegeplanes, eines Landschaftsplanes sowie f\u00fcr die Fortschreibung des Gebietsentwicklungsplanes sein.Weiterhin bleibt als Fazit festzuhalten, dass zur Vermittlung der historischen Dimension und der Beziehungen zwischen der Umwelt und den kulturellen Bem\u00fchungen des Menschen, die in der heutigen Kulturlandschaft f\u00fcr den Sehenden ablesbar sind, ein hohes Ma\u00df an Information der \u00d6ffentlichkeit, aber auch der Beh\u00f6rden und \u00c4mter notwendig ist. Die Ergebnisse hinsichtlich der Steigerung der Biodiversit\u00e4t betreffen vor allem die Zusammenwirkung mit Forst- und Landwirtschaft, um etwa die vorherrschenden Anteile artenarmer Fettwiesen und -weiden durch Ma\u00dfnahmen der Extensivierung zu verringern. Eine M\u00f6glichkeit best\u00fcnde im Vertragsnaturschutz, wie er z. B. in Rheinland-Pfalz praktiziert wird. Weiterhin seien Entbuschungsma\u00dfnahmen in den Waldrandzonen und die Herausnahme ausgew\u00e4hlter Fl\u00e4chen aus der Waldwirtschaft zugunsten der Anlage von Auen- und Sumpfw\u00e4ldern oder Eichen-Hainbuchenw\u00e4ldern exemplarisch genannt. Der Gesamtabschlussbericht mit dem Hydrologischen Gutachten, dem Land- und Forstwirtschaftlichen Gutachten, dem Biologischen Profil und dem Didaktischen Konzept lag am 06.03.2001 vor. Nachgereicht wurde im M\u00e4rz 2002 das arch\u00e4ologische Gutachten zur Situation der Fischteiche und der Wasserversorgung im Bereich der Klosterkirche.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Am 03. Juli 2001 wurde die Ausstellung zum Projekt mit gro\u00dfem \u00f6ffentlichem Zustrom in der Zehntscheune der Abtei er\u00f6ffnet. Daran schloss sich eine Reihe \u00f6ffentlicher Samstagf\u00fchrungen an, die in diesem Jahr fortgesetzt wird.<br \/>\nVom 18.-20. 10.2001 wurde das wissenschaftliche Kolloquium Ora et labora &#8211; Quellen und Elemente der Nachhaltigkeit zisterziensischen Lebens in der Abtei Heisterbach durchgef\u00fchrt. Die Ergebnisse dieses Kolloquiums werden zur Zeit durch den Rheinischen Verein f\u00fcr den Druck in seiner Reihe Die Rheinischen Zisterzienser vorbereitet. Im Rahmen des Kolloquiums wurde die starke inhaltliche Verzahnung der geistigen und geistlichen Grundlagen der Kulturlandschaft Heisterbacher Tal mit dem nachhaltigen Wirken der Zisterzienserm\u00f6nche deutlich.Im Dezember 2001 erschien in der Reihe Rheinische Landschaften die ausf\u00fchrliche und gut bebilderte Projektbrosch\u00fcre als Erg\u00e4nzung zur Ausstellung.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>festzuhalten, dass zur Vermittlung der historischen Dimension und der Beziehungen zwischen der Umwelt und den kulturellen Bem\u00fchungen des Menschen, die in der heutigen Kulturlandschaft f\u00fcr den Sehenden ablesbar sind, ein hohes Ma\u00df an Information der \u00d6ffentlichkeit, aber auch der Beh\u00f6rden und \u00c4mter notwendig ist. Die Ergebnisse hinsichtlich der Steigerung der Biodiversit\u00e4t betreffen vor allem die Zusammenwirkung mit Forst- und Landwirtschaft, um etwa die vorherrschenden Anteile artenarmer Fettwiesen und -weiden durch Ma\u00dfnahmen der Extensivierung zu verringern. Eine M\u00f6glichkeit best\u00fcnde im Vertragsnaturschutz, wie er z. B. in Rheinland-Pfalz praktiziert wird. Weiterhin seien Entbuschungsma\u00dfnahmen in den Waldrandzonen und die Herausnahme ausgew\u00e4hlter Fl\u00e4chen aus der Waldwirtschaft zugunsten der Anlage von Auen- und Sumpfw\u00e4ldern oder Eichen-Hainbuchenw\u00e4ldern exemplarisch genannt. Der Gesamtabschlussbericht mit dem Hydrologischen Gutachten, dem Land- und Forstwirtschaftlichen Gutachten, dem Biologischen Profil und dem Didaktischen Konzept lag am 06.03.2001 vor. Nachgereicht wurde im M\u00e4rz 2002 das arch\u00e4ologische Gutachten zur Situation der Fischteiche und der Wasserversorgung im Bereich der Klosterkirche.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Am 03. Juli 2001 wurde die Ausstellung zum Projekt mit gro\u00dfem \u00f6ffentlichem Zustrom in der Zehntscheune der Abtei er\u00f6ffnet. Daran schloss sich eine Reihe \u00f6ffentlicher Samstagf\u00fchrungen an, die in diesem Jahr fortgesetzt wird.<br \/>\nVom 18.-20. 10.2001 wurde das wissenschaftliche Kolloquium Ora et labora &#8211; Quellen und Elemente der Nachhaltigkeit zisterziensischen Lebens in der Abtei Heisterbach durchgef\u00fchrt. Die Ergebnisse dieses Kolloquiums werden zur Zeit durch den Rheinischen Verein f\u00fcr den Druck in seiner Reihe Die Rheinischen Zisterzienser vorbereitet. Im Rahmen des Kolloquiums wurde die starke inhaltliche Verzahnung der geistigen und geistlichen Grundlagen der Kulturlandschaft Heisterbacher Tal mit dem nachhaltigen Wirken der Zisterzienserm\u00f6nche deutlich.Im Dezember 2001 erschien in der Reihe Rheinische Landschaften die ausf\u00fchrliche und gut bebilderte Projektbrosch\u00fcre als Erg\u00e4nzung zur Ausstellung.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Sowohl in der Durchf\u00fchrung der einzelnen Projektschritte wie auch in der momentanen Phase der Umsetzung der Ergebnisse hat das Projekt den Zielsetzungen u. E. voll entsprochen. Dar\u00fcber hinaus haben sich wesentliche Ans\u00e4tze v. a. in der Zusammenarbeit mit Partnern und Beh\u00f6rden ergeben, die urspr\u00fcnglich so nicht zu erwarten waren. Die gro\u00dfe Chance besteht nun, in vielen kleineren Folgeprojekten Synergieeffekte zu nutzen und die Projektpartner auf die Verbindlichkeit ihrer Beteiligung auch in der Zukunft hinzuweisen. Dazu bedarf es jedoch des Fortbestandes des Projektbeirates, der die Flamme am K\u00f6cheln halten muss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel ist es, das Heisterbacher Tal, ausgehend vom ehem. Zisterzienserkloster und seiner Wasserversorgung, in seiner geschichtlichen und kulturlandschaftlichen Gesamtheit zu inventarisieren. Dabei spielen sowohl \u00f6kologische als auch kultur-, wirtschafts- und sozialgeschichtliche Kategorien eine Rolle. Es sollen Parameter zum Schutz und zur Entwicklung des Tales unter ganzheitlichen Aspekten festgelegt werden. 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