{"id":19147,"date":"2025-08-01T10:32:02","date_gmt":"2025-08-01T08:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10687-01\/"},"modified":"2025-08-01T10:32:04","modified_gmt":"2025-08-01T08:32:04","slug":"10687-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10687-01\/","title":{"rendered":"Aufbau der Umweltbildungseinrichtung Europ\u00e4isches Zentrum f\u00fcr Auen\u00f6kologie, Umweltbildung und Besucherinformation Burg Lenzen (Elbe), Brandenburg"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Landesverband Niedersachsen des Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) wurde 1993 durch eine Schenkung Eigent\u00fcmer der Burg Lenzen\/Elbe im Biosph\u00e4renreservat Flusslandschaft Elbe &#8211; Brandenburg. Das Anwesen wurde aufgrund seiner Attraktivit\u00e4t, seiner Raumausstattung, seiner Lage sowie der regionalen Verflechtungen mit weiteren Naturschutzplanungen im Raum Lenzen als Standort f\u00fcr ein Europ\u00e4isches Zentrum f\u00fcr Auen\u00f6kologie, Umweltbildung und Besucherinformation projektiert. Im September 1998 wurde ein diesbez\u00fcglicher F\u00f6rderantrag in H\u00f6he von 5,5 Mio. DM seitens der Deutschen Bundesstiftung Umwelt bewilligt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenPlanung und Umsetzung des Bau- und Renovierungsvorhabens sowie Bau begleitend Planung Vorbereitung und Etablierung des Umweltbildungsbetriebes gem\u00e4\u00df Vorstudie. Planung und Realisierung begleitendes Marketing- und PR-Ma\u00dfnahmen sowie Entwicklung strategischer Allianzen mit Unternehmen der Forschung, Wirtschaft und des sozialen Bereiches sowie mit Schulen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Sichtbare Alterungserscheinungen und Absenkungen machten eine grundlegende Sanierung der Burganlage notwendig. W\u00e4hrend des Bauablaufs kam es aufgrund von verborgenen Sch\u00e4den der Bausubstanz, denkmalpflegerischer Auflagen, schwieriger Gr\u00fcndungsverh\u00e4ltnisse und nicht vorhersehbarer arch\u00e4ologischer Funde zu ma\u00dfgeblichen Ver\u00e4nderungen der Antragsplanung. Die aufwendigen Umplanungen, Nachgr\u00fcndungsma\u00dfnahmen sowie die unumg\u00e4ngliche arch\u00e4ologische Sicherung und Dokumentation national bedeutsamer Funde haben zu einer Verz\u00f6gerung des Bauablaufs und zu erheblichen Mehrkosten bei der Bauma\u00dfnahme gef\u00fchrt.<br \/>\nIm Rahmen des Projektes wurden unter Einbeziehung weiterer Mittelgeber mit der Fachwerkscheune aus dem 17. Jahrhundert, dem Burgturm (12. Jh.) sowie dem Haupthaus und dem Seitengeb\u00e4ude (18. Jh.) vier zentrale Geb\u00e4ude des Burgensembles aus verschiedenen Epochen denkmalgerecht saniert und betriebsfertig eingerichtet sowie ein Stiegenhaus mit Fahrstuhl zur barrierefreien Erschlie\u00dfung neu errichtet. Des Weiteren wurden der Burghof und die historischen Terrassenanlage wieder hergerichtet. Im Mai 2003 wurde das Hauptbesucherzentrum im Biosph\u00e4renreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg mit der Elbe-Ausstellung Mensch und Strom im Fachwerkgeb\u00e4ude und im Burgturm er\u00f6ffnet. Im Haupt- und Seitengeb\u00e4ude wurden 2006 eine Restauration (bis zu 80 Pl\u00e4tze) mit Lehr- und Lernk\u00fcche sowie 10 G\u00e4stezimmer mit bis zu 27 Betten fertig gestellt. Weitere 15 Betten stehen bis Ende 2007 im Winkelbau zur Verf\u00fcgung. Zwei Seminarr\u00e4ume bieten Platz f\u00fcr bis zu 90 Tagungsg\u00e4ste. Das Speiseangebot der Gastronomie ist konsequent auf biologische Produkte ausgerichtet.<br \/>\nIm Jahr 2008 wird das Burgprojekt mit finanzieller Unterst\u00fctzung des Landes Brandenburg durch Umbau , Sanierungs- und Abrissma\u00dfnahmen eine weitere Komplettierung erfahren. Aufgrund zwischenzeitlicher Einstellung des Schulbetriebs der Lenzener Gesamtschule konnte eine st\u00e4dtebaulich geforderte Konversion des am Fu\u00dfe des Burgbergs gelegenen Schulhauses (19. Jh.) zum G\u00e4stehaus der Burg projektiert und durchgef\u00fchrt werden. Die \u00dcbergabe des neuen G\u00e4stehauses der Burg mit 31 zus\u00e4tzlichen Beherbergungsr\u00e4umen erfolgt im ersten Quartal 2008. Die damit vollzogene Ausweitung der Beherbergungskapazit\u00e4t bildet die ma\u00dfgebliche Grundlage f\u00fcr einen wirtschaftlich tragf\u00e4higen Tagungsbetrieb. Auf einen urspr\u00fcnglich geplanten Neubau eines G\u00e4stehauses auf dem Burgh\u00fcgel konnte dadurch verzichtet werden. Vorgesehen sind 2008 au\u00dferdem die Umgestaltung des ehemaligen Schulhofs und die barrierefreie Anbindung des neuen G\u00e4stehauses an den Burghof, der Abriss des abg\u00e4ngigen Winkelbaus (Geb. L) und die Sanierung des Pf\u00f6rtnerhauses (Geb\u00e4ude K). Zuk\u00fcnftig in Planung sind die Errichtung eines fr\u00fchgeschichtlichen Museums zur Pr\u00e4sentation der national bedeutsamen arch\u00e4ologischen Funde, die Errichtung eines Solar-Seminargeb\u00e4udes sowie die Rekonstruktion und Herrichtung der historischen Parkanlage der Burg.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Bereits w\u00e4hrend der Bauphase hat der BUND  vielf\u00e4ltige Aktivit\u00e4ten auf der Burg Lenzen entwickelt und verschiedene Projekte etabliert. Ein Naturschutzgro\u00dfprojekt zur Elbdeichr\u00fcckverlegung befindet sich in der Umsetzungsphase. Der BUND hat seine zentrale Projektstelle f\u00fcr das BUNDprojekt Unsere Elbe &#8211; das Blaue Wunder auf der Burg ebenso angesiedelt wie den  Sitz der Deutschen Naturschutzakademie. Seit Er\u00f6ffnung des Besucherinformationszentrums  im Jahr 2003 wurde ein vielf\u00e4ltiges Naturerlebnis- und Umweltbildungsprogramm aufgebaut. Mittlerweile haben rund 60.000 G\u00e4ste, darunter viel Prominenz aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft die Elbe-Ausstellung besucht. J\u00e4hrlich finden rund 150 Umweltbildungsveranstaltungen statt. Nach Fertigstellung des Tagungszentrums werden seit November 2006 auch mehrt\u00e4gige Seminare angeboten. Mit Fertigstellung des neuen G\u00e4stehauses 2008 stehen ausreichende Beherbergungskapazit\u00e4ten f\u00fcr einen zweiz\u00fcgigen Tagungsbetrieb zur Verf\u00fcgung. Derzeit wird ein attraktives und vielf\u00e4ltiges Tagungsprogramm f\u00fcr das Jahr 2008 weiter entwickelt, das sich an ein breites Zielgruppenspektrum richtet. Der Internetauftritt der Burg (www.burg-lenzen.de) und ein Projekt-Flyer wurden aktualisiert. Verweise auf die Aktivit\u00e4ten des Europ\u00e4ischen Zentrums f\u00fcr Auen\u00f6kologie, Umweltbildung und Besucherinformation Burg Lenzen finden sich dar\u00fcber hinaus in allen einschl\u00e4gigen Publikationen des BUND sowie in verschiedenen Publikationen des Landes Brandenburg.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Bei der Sanierung einer denkmalgesch\u00fctzten Burganlage (Bau-, Boden- und Gartendenkmal) haben Vorgaben bzw. Sachzw\u00e4nge durch denkmalpflegerische Belange, die erst im Zuge des Baugenehmigungsverfahren oder sogar erst in der Bauphase offenkundig wurden, zu erheblichem Umplanungsbedarf und damit verbundenen Mehrkosten gef\u00fchrt. Die Anpassung an die Brandschutzanforderungen des Landes Brandenburg und eine barrierefreie Erschlie\u00dfung war oft nur mit hohem Aufwand zu verwirklichen. Verborgene Sch\u00e4den an der Bausubstanz, schwierige Gr\u00fcndungsverh\u00e4ltnisse und arch\u00e4ologische Funde stellten erhebliche Unsicherheitsfaktoren bei der Prognose von Baukosten und Bauzeiten bei diesem Sanierungsvorhabens dar. Im Projekt Burg Lenzen hat sich die w\u00e4hrend des Projektablaufs eingef\u00fchrte Aufgabentrennung zwischen Architektur und Bauleitung sowie die Einf\u00fchrung eines externen Kostencontrollings unter diesen Rahmenbedingungen au\u00dferordentlich bew\u00e4hrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Landesverband Niedersachsen des Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) wurde 1993 durch eine Schenkung Eigent\u00fcmer der Burg Lenzen\/Elbe im Biosph\u00e4renreservat Flusslandschaft Elbe &#8211; Brandenburg. 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