{"id":19129,"date":"2024-11-27T10:32:34","date_gmt":"2024-11-27T09:32:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/04705-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:32:36","modified_gmt":"2024-11-27T09:32:36","slug":"04705-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/04705-01\/","title":{"rendered":"Aufbau eines Weiterbildungsstudienganges Kommunaler Umweltschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des an der Universit\u00e4t L\u00fcneburg in Kooperation mit Partnerinstitutionen aus der kommunalen Praxis geplanten Weiterbildungsstudiums Kommunaler Umweltschutz ist, Berufst\u00e4tige problemorientiert und praxisnah \u00fcber den neuesten Stand des kommunalen Umweltmanagements weiterzubilden. Dabei werden die \u00f6kologischen, technischen, rechtlichen und \u00f6konomischen Grundlagen ebenso ber\u00fccksichtigt wie psychologische, soziologische und politische Fragen des kommunalen Umweltschutzes. Adressaten sind Personen aus Kommunalverwaltungen, der kommunalen Wirtschaft und der Kommunalpolitik, die f\u00fcr Aufgaben mit Umweltbezug entweder bereits zust\u00e4ndig sind oder zuk\u00fcnftig damit konfrontiert sein werden und sich problembezogen weiterqualifizieren wollen. Dar\u00fcber hinaus sind ausdr\u00fccklich auch Personen angesprochen, die ehrenamtlich in Verb\u00e4nden, politischen Gremien oder B\u00fcrgerinitiativen mit Umweltfragen befasst sind.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Weiterbildungsstudiengang Kommunaler Umweltschutz der Universit\u00e4t L\u00fcneburg wurde als dreisemestriges berufsbegleitendes Studium konzipiert. Das Studienangebot ist nach dem Baukastenprinzip organisiert. \u00dcber Grundbausteine wird das n\u00f6tige Basis- und Problemwissen f\u00fcr eine interdisziplin\u00e4re Behandlung der wichtigsten Aufgabenbereiche des kommunalen Umweltschutzes vermittelt. Darauf aufbauende Spezialbausteine dienen dem Erwerb bzw. der Aktualisierung t\u00e4tigkeitsbezogenen Know-hows. Sowohl Grund- als auch Spezialbausteine werden im Fernstudium absolviert, das von themenbezogenen Pr\u00e4senzphasen begleitet wird. Die Anwendung des erworbenen Wissens wird schlie\u00dflich anhand konkreter Fallbeispiele im Rahmen der Projektbausteine erprobt und angewendet.<br \/>\nIm Rahmen einer umfangreichen wissenschaftlichen Begleitforschung ist eine Evaluation vorliegender und neu entwickelter Ans\u00e4tze zur Organisation und Didaktik interdisziplin\u00e4ren Lernens in der berufsbegleitenden umweltbezogenen Weiterbildung geplant.<br \/>\nDie wissenschaftliche Begleitforschung (Evaluation) wurde als fester Bestandteil des Projektes zur fortlaufenden Optimierung des Angebots konzipiert. Als wichtigste Bewertungsma\u00dfst\u00e4be lassen sich der Nutzen und die Zufriedenheit bei den Teilnehmern, der Nutzen f\u00fcr die Kommunen, die Bedeutung f\u00fcr den Kommunalen Umweltschutz und die Qualit\u00e4t des Studienangebots bestimmen. \u00dcber diese Ergebnisse liegt ein gesonderter Evaluationsbericht vor.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Entwicklungsschritte innerhalb der dreij\u00e4hrigen Laufzeit des Projekts lassen sich drei Projektphasen zuordnen. Die Entwicklungsphase des FKU erstreckte sich \u00fcber etwa ein halbes Jahr vom Beginn der Projektf\u00f6rderung bis zur Zulassung der ersten Teilnehmergruppe zum Sommersemester 1997. Die Erprobungsphase wurde bestimmt durch das Studium dieses ersten Kurses, das im September 1998 mit der Abschlusspr\u00fcfung endete. Die Implementationsphase umfasst das letzte Projektjahr bis zum Auslaufen der Projektf\u00f6rderung im August 1999.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Nachfrage, die das Kontingent der vorhandenen Studienpl\u00e4tze zeitweise um das Vierfache \u00fcberstieg, zeigt den offensichtlichen Bedarf f\u00fcr ein derartig konzipiertes Weiterbildungsangebot. Im Berichtszeitraum konnten f\u00fcnf Kurse mit insgesamt 115 Studierenden zugelassen werden, von denen bisher drei Kurse (55 Studierende) ihr Studium erfolgreich beendeten.<br \/>\nDie Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung zeigen eine weitgehende \u00dcbereinstimmung des im Projektverlauf optimierten Konzepts mit den Bed\u00fcrfnissen der Teilnehmer, sodass in naher Zukunft allenfalls geringf\u00fcgige curriculare Modifikationen erforderlich sein d\u00fcrften. Gleichwohl wird mit der Entwicklung neuer Studienmodule sowie einer Erweiterung des Angebotes f\u00fcr weitere Zielgruppen eine Attraktivit\u00e4tssteigerung verfolgt, um den bisherigen Erfolg des Projekts auch f\u00fcr die kommenden Jahre zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Mit dem Beschluss des Fachbereichsrats Umweltwissenschaften vom 11.11.1998 zur Institutionalisie-rung des FKU an der Universit\u00e4t L\u00fcneburg wurde ein erster Meilenstein gesetzt. Durch die Zusage von Personalmitteln bis zum 31.12.2002 seitens der Hochschulleitung und des Dekans des Fachbereichs Umweltwissenschaften sowie der Aufhebung der zeitlichen Befristung der Genehmigung des Studienganges durch das Nieders\u00e4chsische Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Kultur (mit Wirkung vom 22.07.99) erfolgten die notwendigen Weichenstellungen zur Fortf\u00fchrung des Projekts.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Anfangsphase des Fernstudienganges erfolgte eine intensive \u00d6ffentlichkeitsarbeit vorrangig unter dem Gesichtspunkt der Zielgruppenansprache, um:<br \/>\n\u00b7 das Fernstudium Kommunaler Umweltschutz als neues Angebot auf dem Weiterbildungsmarkt bekannt zu machen und zu etablieren;<br \/>\n\u00b7 Besonderheiten und Profil dieses Studienganges im Vergleich zu anderen Weiterbildungsangeboten im Bereich des Umweltschutzes heraus zu stellen;<br \/>\n\u00b7 potentielle Adressaten \u00fcber den Nutzen dieses Angebotes f\u00fcr ihre berufliche Weiterentwicklung zu informieren und sie zu motivieren, sich f\u00fcr den Studiengang zu bewerben.<br \/>\nBei den Adressaten des Weiterbildungsstudienganges handelt es sich um eine heterogene Zielgruppe. Unterschiede bestehen sowohl im Ausbildungshintergrund als auch in den T\u00e4tigkeitsfeldern bzw. Institutionen, in denen die Adressaten arbeiten. Vor dem Hintergrund einer zielgruppennahen \u00d6ffentlichkeit wurden unterschiedliche Zielgruppenansprachen gew\u00e4hlt und verschiedene Verteiler f\u00fcr die Information benutzt (Zeitungen und Zeitschriften, Datenbanken, eigene Website und andere elektronische Medien, Radiobeitr\u00e4ge sowie Versand von Faltbl\u00e4ttern, Postern und weiteren Informationsmaterialien). Detaillierte Informationen zum Ablauf sowie zu quantitativen Daten finden sich in den Zwischenberichten.<br \/>\nMit fortschreitender Etablierung des Fernstudiums wurde besonderer Wert darauf gelegt, diesen auch in den wissenschaftlichen Zirkeln f\u00fcr Erwachsenenbildung (z.B. Deutsches Institut f\u00fcr Fernstudienforschung; Arbeitskreis universit\u00e4re Erwachsenenbildung) bekannt zu machen. Dazu wurden Vortr\u00e4ge auf nationalen und internationalen Fachtagungen gehalten sowie Publikationen in einschl\u00e4gigen Zeitschriften ver\u00f6ffentlicht. Eine \u00dcbersicht findet sich im Anhang des Abschlussberichts (s. Kap. 10.2).<br \/>\nDer erfolgreiche Abschluss der Pilotphase des FKU bot einen guten Anlass, aktuelle Entwicklungen im Bereich des kommunalen Umweltschutzes im Rahmen einer Fachtagung aufzugreifen. Etwa hundert Teilnehmer nutzte die Gelegenheit zur intensiven Diskussion mit Experten. Der Festvortrag des Nieders\u00e4chsischen Umweltministers und der Redebeitrag des f\u00fcr den Weiterbildungsbereich im Nieders\u00e4chsischen MWK zust\u00e4ndigen Referenten hoben die Bedeutung, die der kommunale Umweltschutz auch in Zukunft haben wird, noch einmal sehr eindr\u00fccklich hervor.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Nach Ablauf der Projektf\u00f6rderung der Pilotphase l\u00e4sst sich bilanzierend festhalten, dass es mit der Insti-tutionalisierung des Fernstudienganges Kommunaler Umweltschutz gelungen ist, ein zukunftsf\u00e4higes Weiterbildungskonzept dauerhaft im Weiterbildungsmarkt zu platzieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des an der Universit\u00e4t L\u00fcneburg in Kooperation mit Partnerinstitutionen aus der kommunalen Praxis geplanten Weiterbildungsstudiums Kommunaler Umweltschutz ist, Berufst\u00e4tige problemorientiert und praxisnah \u00fcber den neuesten Stand des kommunalen Umweltmanagements weiterzubilden. 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