{"id":19121,"date":"2023-07-13T15:13:54","date_gmt":"2023-07-13T13:13:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10331-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:13:56","modified_gmt":"2023-07-13T13:13:56","slug":"10331-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10331-01\/","title":{"rendered":"Bildungs- und Informationsdienst zum Thema umweltvertr\u00e4glicher Tourismus"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Studenten und beruflich Interessierte ben\u00f6tigen f\u00fcr ihr Studium, f\u00fcr ihren Beruf schnelle, kosteng\u00fcnstige und zuverl\u00e4ssige Informationen aus der Praxis f\u00fcr die Praxis. Das Internet bietet diese M\u00f6glichkeit und wird zunehmend als Quelle genutzt. Die notwendigen Inhalte, die guten Praxisbeispiele und Initiativen f\u00fcr umweltfreundlichen Tourismus waren bisher jedoch nicht im Internet dargestellt, und auch ausserhalb nur schwer zu finden. Das Projekt sollte die zahlreichen Umweltzeichen, Wettbewerbe und best practice Beispiele im Tourismus in Deutschland und Europa dazu aufbereiten, eine Datenbank aufbauen und als Informationsdienst im Internet frei zug\u00e4nglich zu machen: als praktische, zuverl\u00e4ssige, schnelle, aktuelle und kosteng\u00fcnstige Orientierungs- und Entscheidungshilfe am Schreibtisch.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Herbst 1997 wurde das Feinkonzept erarbeitet und der bundesdeutsche Beirat mit 18 Tourismus-, Umwelt &#8211; und Verbraucherbverb\u00e4nden aufgebaut. Das Projektteam recherchierte besondere umweltfreundliche Tourismusangebote, entwickelte eine Datenbankstruktur (wer-was-wo-wie), diskutierte die Methode zur Identifizierung und Auswahl von Informationen und fertigte erste Datens\u00e4tze an. Nach dem Entwurf der Internetseite wurde die Recherche von Beispielen ausgeweitet. Der Beirat verabschiedete im Juni 1998 das Konzept, den Namen ECO-TIP und die Datenstruktur, empfahl Beispiele f\u00fcr die Testphase und richtete links von den eigenen Internetseiten zu ECO-TIP ein. Ab Herbst 1998 wurde www.eco-tip.org frei zug\u00e4nglich gemacht. Aufgrund des internationalen Charakters des Themas und des Mediums wurde die Ausweitung der Daten auf ganz Europa beschlossen. Daraufhin wurde die Internetseite neu gestaltet, die Datenbankstruktur erg\u00e4nzt (mehrsprachig) und aktualisiert, das internationale Projektteam auf rund 20 Experten in 12 L\u00e4ndern ausgeweitet und internationale Workshops in Spanien (1999) und Br\u00fcssel durchgef\u00fchrt (2000). Von Februar bis Juni 2000 wurde in den Niederlanden, in Spanien, Frankreich, \u00d6sterreich und Italien mit nationalen Tourismus-, Umwelt- und Verbraucherverb\u00e4nden der Informationsservice ECO-TIP diskutiert; aus allen EU-L\u00e4ndern wurden positive Beispiele recherchiert, teilweise aktualisiert. Der interne fachliche Austausch erfolgte regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber Zwischenberichte, ad-hoc Meldungen, per Email und viertelj\u00e4hrlicher Projektteamtreffen. ECO-TIP wurde auf ca. 30 internationalen Veranstaltungen und Messen vorgestellt; dort wurden auch Interviews und Materialrecherchen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ende 2000 bietet www.eco-tip.org 350 aktuelle Fallbeispiele zu besonderen Umweltleistungen und Initiativen im Tourismus in Europa, alle derzeit rund 60 Umweltzeichen, Wettbewerbe und Umweltmanage-mentsysteme,  \u00fcber 2200 Adressen der zertifizierten Betriebe und der letztj\u00e4hrigen Gewinner, mehr als 200 direkte links zu Projekten und weiterf\u00fchrenden websites, einen aktuellen Brennpunkt, Basisinformationen zu Nachhaltigem Tourismus, Diplomarbeitsthemen und Praktikumspl\u00e4tze, u.v.a.m. Die Webseite wurde in 2000 von 5000 (Fach-)Besuchern pro Monat als Informationsquelle genutzt.  Mehrere Hindernisse wurden erfolgreich \u00fcberwunden: ECO-TIP sollte zun\u00e4chst nur als Datenbank entwickelt und dann mit bestehenden Informationsdiensten verkn\u00fcpft werden. Im Rahmen der Durchf\u00fchrung wurde dieser Grundgedanke 1998\/99 aus zwei Gr\u00fcnden modifiziert: zum einen erwies sich die Zusammenarbeit mit dem europ\u00e4ischen Projekt ECoNETT als nicht tragf\u00e4hig (ECoNETT wurden nicht so weit entwickelt wie urspr\u00fcnglich vorgesehen), zum anderen entwickelten sich die neuen Informationstechnologien sehr schnell und kosteng\u00fcnstig. Daher wurde ECO-TIP als eigener Informationsdienst in Zusammenarbeit mit den Partnern in Deutschland (Beirat) und dem Mitgliedern des Projektteams weiterentwi-ckelt und ins Netz gestellt. Der internationale Zuschnitt des Themas Tourismus und Umwelt sowie das gro\u00dfe Interesse der bundesdeutschen und internationalen Partnerverb\u00e4nde (Beirat)  an Beispielen und Informationen aus allen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern f\u00fchrte in der Mitte des Projektes 1999 zum Konzept ECO-TIP EUROPE: ECO-TIP sollte auf eine breite europ\u00e4ische Basis gestellt werden, durch die Beteiligung vieler Partner und Experten soll damit auch die Weiterf\u00fchrung nach Ablauf der F\u00f6rderung sichergestellt werden. Durch den entsprechenden Beschluss der Partner und des Beirates Ende 1999 sowie durch den Ausfall von Leistungstr\u00e4gern (ECoNETT) mussten neue Eigenmittel gefunden werden. Dies wurde durch einen ad-hoc Zuschuss der europ\u00e4ischen Kommission, Generaldirektion Umwelt, m\u00f6glich. Durch die Ausweitung des Projektes konnte ab Ende 1999 das umfassende Wissen, die Kontakte und aktuellen Projekte der Mitglieder des europ\u00e4ischen Netzwerkes ECOTRANS in ECO-TIP eingebracht werden. Dar\u00fcberhinaus konnte ECO-TIP auch stark zur fachlichen Diskussion beitragen: Recherchen und Veranstaltungen auf den Messen (insbesondere auf der ITB), Diskussionen und Workshops mit Beir\u00e4ten in Deutschland, Frankreich, Italien, \u00d6sterreich, Spanien und Niederlande, und Pr\u00e4sentationen von ECO-TIP auf Konferenzen f\u00fchrten zu einer fundierten Einsch\u00e4tzung, was die Leute interessiert und wo sie bereit sind weiter mitzumachen. Diese konkrete und enge Zusammenarbeit quer durch Europa, die damit ver-bundenen Erfahrungen  und die Freude an dem gemeinsamen Produkt ECO-TIP f\u00fchrte zwangsl\u00e4ufig zur freien Entscheidung aller beteiligten Mitglieder, sich zur Weiterf\u00fchrung von ECO-TIP mit den entspre-chenden Rechercheaufgaben und Finanzmitteln zu verpflichten. Dementsprechend f\u00fchrt das europ\u00e4ische Netzwerk ECOTRANS e.V. seit Oktober 2000 den Informationsdienst ECO-TIP (Datenbank, Internetseite) auf eigene Kosten und eigenverantwortlich weiter.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zusammen mit den Projektpartnern wurden folgende Printmedien auf den Messen und Konferenzen, z.T. \u00fcber direct mailing verteilt: Folder mit der Ank\u00fcndigung von ECO-TIP (40.000), ECoNETT news in 5 Sprachen (6.000, 1998\/99), ECO-TIP Faltblatt (11.000); Kurzinfo im Scheckkartenformat (6000). Plakate, ein Wandbuch und eine CD-ROM (selbstlaufende Pr\u00e4sentation) wurden auf Messen und auf der EXPO 2000 eingesetzt. Titelseite und Schwerpunkt der ITB-Messezeitung 2000. Fachartikel in der Zeitschrift NATUR, Politische \u00d6kologie und FVW International sowie in ausl\u00e4ndischen Fachzeitschriften. ECO-TIP wurde pr\u00e4sentiert auf rund 30 Tourismusmessen, Internationalen Fachkonferenzen und Workshops in Hannover, Berlin, Athen, Br\u00fcssel, Madrid, Kopenhagen, Rimini, Mailand, Lissabon, Lund, Rom, Amsterdam, Paris, Wien und Norcia.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit den Schwerpunkten Umweltauszeichnungen und positive Beispiele bietet ECO-TIP die Informationsbereiche, die f\u00fcr die Praktiker und Experten im Tourismus neben Grundlagenliteratur und pers\u00f6nlicher Beratung besonders interessant sind, und f\u00fcr die wegen des st\u00e4ndigen Aktualisierungsbedarfs das Medium Internet besonders gut geeignet ist. Die aktuellen Inhalte und Kontakte helfen nachweislich bei der Diskussion um marktgerechte Instrumente (Europ\u00e4isches Umweltzeichen f\u00fcr Tourismus ?), bei der Bil-dung von Netzwerken und Gemeinschaftsinitiativen, bei Diplomarbeiten und internationalen Studien (z.B. f\u00fcr die WTO). ECO-TIP ist zum f\u00fchrenden Fachinformationsdienst im Internet f\u00fcr umweltvertr\u00e4glichen Tourismus in Europa aus der Praxis &#8211; f\u00fcr die Praxis geworden. Was ECO-TIP nicht leisten kann, ist die umfassende Erh\u00f6hung der konkreten Nachfrage nach den bestehenden umweltfreundlichen Tourismusangeboten. Allerdings: durch ECO-TIP ist auch ein breites internationales Netz von Experten, engagierten Tourismusanbietern und Verb\u00e4nden mit umfassenden und gemeinsamen internationalen Praxiserfahrungen entstanden, das die weitere Bewegung des Tourismusmarktes, insbesondere der Nachfrage, hin zu einer zukunftsf\u00e4higen Entwicklung in Deutschland und Europa effektiv unterst\u00fctzen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Studenten und beruflich Interessierte ben\u00f6tigen f\u00fcr ihr Studium, f\u00fcr ihren Beruf schnelle, kosteng\u00fcnstige und zuverl\u00e4ssige Informationen aus der Praxis f\u00fcr die Praxis. Das Internet bietet diese M\u00f6glichkeit und wird zunehmend als Quelle genutzt. 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