{"id":19113,"date":"2023-07-13T15:14:26","date_gmt":"2023-07-13T13:14:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11050-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:27","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:27","slug":"11050-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11050-01\/","title":{"rendered":"Modellhafte gebietsk\u00f6rperschaften\u00fcbergreifende Umsetzung des Gesamtkonzepts Revitalisierung der Haseauen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Aufbauend auf dem interdiziplin\u00e4ren Gesamtkonzept Haseauenrevitalisierung (BERNHARDT 1994), welches von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zwischen 1992 und 1994 gef\u00f6rdert wurde, ist mit dem vorliegenden Projekt ein neuer gebietsk\u00f6rperschafts\u00fcbergreifender Planungsansatz erprobt worden. Durch die Neugr\u00fcndung des Vereins zur Revitalisierung der Haseauen e.V. im November 1996 ist ein Gremium geschaffen worden, das sich ausschlie\u00dflich mit den Belangen der Hase besch\u00e4ftigt und an dem sich alle Interessenvertreter aus der Region beteiligen k\u00f6nnen. Im Sinne der lokalen AGENDA 21 wurden Leitziele und Projekte aufgestellt und geplant, woran interessierte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger mitarbeiten konnten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Verein hat f\u00fcr die Dauer von 2\u00bd Jahren eine hauptamtliche Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin eingestellt. Die Aufgaben dieser Koordinierungsstelle stellten sich wie folgt dar:<br \/>\n\u00b7\tUmsetzung erster Ziele des Gutachtens BERNHARDT (1994)<br \/>\n\u00b7\tErarbeitung eines Handlungsprogramms<br \/>\n\u00b7\tProjektleitung neuer Vorhaben<br \/>\n\u00b7\tAbstimmung zwischen den Beteiligten<br \/>\n\u00b7\tIntegration der Beh\u00f6rden und Betroffenen<br \/>\n\u00b7\t\u00d6ffentlichkeitsarbeit \u00fcber Medien<br \/>\n\u00b7\tEinwerbung von Finanzmitteln zur Umsetzung von Ma\u00dfnahmen (\u00d6kosponsoring)<br \/>\n\u00b7\tEruierung der F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten und Erarbeitung von F\u00f6rderantr\u00e4gen (Stiftungen, EU, Bund, Land)<br \/>\n\u00b7\tKontaktaufnahme zur heimischen Wirtschaft<br \/>\n\u00b7\tErarbeitung eines Abschlu\u00dfberichts und Bestimmung der weiteren Verfahrensschritte<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Folgende Ergebnisse sind nach 2\u00bd Jahren Vereinsarbeit erzielt worden:<br \/>\nDie Gr\u00fcndungsmitglieder entwickelten zun\u00e4chst ein allgemeines Handlungskonzept, mit welchem neue Mitglieder geworben wurden. Bis zum September 1999 sind 56 Institutionen oder Einzelpersonen offizielle Mitglieder im Verein. Seit der Gr\u00fcndung sind au\u00dferdem mehrere neue Projekte entwickelt worden. Ein \u00fcberregionales Projekt ist eine Zusammenarbeit des Vereins mit den Schulen aus der Region. Durch Initiative des Vereins haben die Sparkassen der Region und zwei regionale Stiftungen insgesamt 47.000 DM gestiftet, so dass die Gymnasien mit speziellen Umweltanalysekoffern ausgestattet werden konnten. Mit dieser Ausr\u00fcstung untersuchen die Jugendlichen regelm\u00e4\u00dfig das Gew\u00e4sser und tauschen ihre Ergebnisse mittels Internet aus. Der gesamte Flie\u00dfgew\u00e4sserverlauf wird so durch die Sch\u00fcler bearbeitet. Zur Zeit sind F\u00f6rdermittel beim Projekt: Schulen ans Netz beantragt, so dass voraussichtlich weitere Fortbildungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Lehrer angeboten werden k\u00f6nnen.<br \/>\nEin weiteres Projekt ist die Revitalisierung der Haseaue im Gemeindegebiet Gehrde. Dort wurden mit Mitteln der Klosterkammer Hannover, der Naturschutzstiftung, der NWA, der Bingo-Lotto-Umweltlotterie und der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER II weitreichende Ma\u00dfnahmen in der Gew\u00e4sseraue durchgef\u00fchrt (Dammverlegung, Anlage von Biotopen etc.). Die Gemeinde Gehrde und die Stadt Bersenbr\u00fcck beteiligten sich im Rahmen ihrer Kompensationsauflagen und erwarben die Fl\u00e4chen. In der konkreten Planungsphase befindet sich zur Zeit das Projekt Bifurkation in Melle. Dort beteiligt sich der Verein an der naturnahen Umgestaltung der angrenzenden Fl\u00e4chen.<br \/>\nZur Abstimmung zwischen den verschiedenen Interessenvertretern fanden im Januar und M\u00e4rz 1998 zwei moderierte Workshops statt. Mit den relevanten, gesellschaftlichen Gruppen (Verwaltung, Wasserwirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft, Gewerbe, Kirchen, Naturschutz) wurden abgestimmte L\u00f6sungs-wege gesucht. W\u00e4hrend der Veranstaltung wurden neue Arbeitskreise gegr\u00fcndet, die die angesprochen Probleme und L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge weiter diskutieren und bei der Umsetzung helfen. Der Arbeitskreis \u00fcberregionales Hase-Forum ist zusammengesetzt aus jeweils einem Vertreter der Landwirtschaft, der Wasserwirtschaft, des Tourismus, des ehrenamtlichen und des beh\u00f6rdlichen Naturschutzes. Das Forum er\u00f6rtert grunds\u00e4tzliche Fragen zur Revitalisierung und stimmt die Ergebnisse mit den jeweiligen Fachdisziplinen ab. Erster Arbeitsschritt war die Entwicklung eines Leitfadens zur Haseauenrevitalisierung, dem die Vereinsmitglieder bereits zugestimmt haben. Wegen der unterschiedlichen Interessen und Meinungen zwischen den Verb\u00e4nden und Kommunen ist ein gemeinsamer Leitfaden mit einer einheitlichen Zielsetzung von besonderer Bedeutung. Um den Leitfaden vor Ort umzusetzen und zu konkretisieren sind sechs Regionale Arbeitsgruppen gegr\u00fcndet worden, die ihrerseits Ziele f\u00fcr die weitere Arbeit im Hasetal formulieren bzw. formuliert haben. Der Verein koordiniert und betreut die einzelnen Arbeitskreise. Damit die Haseauenrevitalisierung auch durch europ\u00e4ische F\u00f6rdermittel beg\u00fcnstigt werden kann, arbeitet der Verein z.Zt. an einer Kooperation mit der Local Action Group in Coleraine, Nordirland (LEADER II). Weiterhin ist in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Wesermarsch und weiteren Kooperationspartnern ein Interreg IIC-Antrag zum Thema Tourismus und Gr\u00fcnlandschutz gestellt worden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Thema \u00d6ffentlichkeitsarbeit hat im Verein einen hohen Stellenwert. Zur Information der Bev\u00f6lkerung sind daher zwei Faltbl\u00e4tter mit Informationen \u00fcber den Verein entwickelt worden.<br \/>\nFolgende Zeitungen berichteten au\u00dferdem mehrfach \u00fcber den Verein: Neue Osnabr\u00fccker Zeitung, Osnabr\u00fccker Nachrichten, Bramscher Nachrichten, Bersenbr\u00fccker Kreisblatt, Meller Kreisblatt, Wittlager Kreisblatt, Nordwest-Zeitung, Meppener Tagespost, M\u00fcnsterl\u00e4nder Tagesblatt, Oldenburger Volkszeitung, Lotto-Zeitung, LEADERforum. Kurzbeitr\u00e4ge \u00fcber den Verein wurden auch im Radio (NDR Radio Niedersachsen) und im Regionalfernsehen (N3) gezeigt. Geplant ist weiterhin, den Verein bei den n\u00e4chsten Osnabr\u00fccker Umwelttagen auf dem Gel\u00e4nde der Telekom vorzustellen. Die Telekom denkt zur Zeit \u00fcber diesen Vorschlag nach.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Seit der Gr\u00fcndung des Vereins konnten mehrere Projekte geplant und teilweise bereits durchgef\u00fchrt werden. Durch die Einwerbung von Sponsoren- und Stiftungsgeldern sind dem Verein bis zum jetzigen Zeitpunkt \u00fcber 700.000 DM f\u00fcr verschiedene Projekte bereitgestellt bzw. bewilligt worden.<br \/>\nNeben der Mitteleinwerbung, der \u00d6ffentlichkeitsarbeit und der Umsetzung neuer Projekte ist die Erarbeitung eines abgestimmten Leitfadens ein wesentlicher Schwerpunkt der Vereinsarbeit. Durch die Gr\u00fcndung der Arbeitskreise wird kontinuierlich an einer gemeinsamen Strategie gearbeitet. Im Sinne der Lokalen AGENDA 21 werden die verschiedenen Interessenvertreter an diesem Prozess beteiligt. Da durch den Verein die Aktivit\u00e4ten der Arbeitskreise gesteuert und koordiniert werden, ist die Fortbestehung des Vereins von wesentlicher Bedeutung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Aufbauend auf dem interdiziplin\u00e4ren Gesamtkonzept Haseauenrevitalisierung (BERNHARDT 1994), welches von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zwischen 1992 und 1994 gef\u00f6rdert wurde, ist mit dem vorliegenden Projekt ein neuer gebietsk\u00f6rperschafts\u00fcbergreifender Planungsansatz erprobt worden. 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