{"id":19100,"date":"2023-07-13T15:14:11","date_gmt":"2023-07-13T13:14:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10670-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:11","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:11","slug":"10670-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10670-01\/","title":{"rendered":"Umweltentlastendes Schmier- und Trennverfahren bei der Herstellung von Druckgu\u00dfteilen aus Magnesium, Aluminium oder Zink"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Bei der Herstellung von Gegenst\u00e4nden aus Aluminium, Magnesium und Zink im Druckgussverfahren werden Schmier- und Trennmittel verwendet, die nach dem Stand der Technik gro\u00dfe Mengen kohlenwasserstoff- bzw. siliconhaltiger w\u00e4ssriger Emulsionen erfordern. Ziel dieses Vorhabens war es, eine kombinierte L\u00f6sung zu schaffen, die in einem sowohl \u00f6konomisch als auch handhabungstechnisch g\u00fcnstigen Rahmen erlaubt, die bisher mit der Druck-Gie\u00dftechnik verbundene Umweltentlastung wesentlich zu vermeiden. Es sollte ein Feststoff-System entwickelt werden, welches sowohl eine Kolbenschmierung als auch die Formtrennung erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenUm das Vorhabensziel zu erreichen, wurden zwei Ans\u00e4tze verfolgt:<br \/>\n&#8211; Eine einheitliche Substanz, deren Flugverhalten so abgestimmt ist, dass sowohl eine ausreichende Menge an der Wandung der F\u00fcllb\u00fcchse haften bleibt und so hier die Schmierung sicherstellt als auch eine f\u00fcr die Formtrennung ausreichende Menge, die bei geschlossener Form eine effiziente Trennschicht aufbaut.<br \/>\n&#8211; Ein Gemisch chemischer Substanzen mit derart abgestimmten Flugverhalten, dass die als Trennstoffe fungierenden Stoffe vorrangig die Gie\u00dfform erreichen und dort ihre Trennwirkung entfalten, w\u00e4hrend die als Schmierstoffe wirkenden Substanzen sich prim\u00e4r in der F\u00fcllb\u00fcchse niederschlagen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Ergebnis des Projektes wurde deutlich, dass es grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich ist, Druckgussteile herzustellen, indem feste Trennstoffe in der Formebene oder w\u00e4ssrige Suspensionen von Trennstoffen in der Trennebene eingebracht werden. Die Tests mit w\u00e4ssrigen Wachsdispersionen haben gezeigt, dass reproduzierbare Gie\u00dfvorg\u00e4nge nur dann erreicht werden, wenn w\u00e4ssrige Trenn- und Schmiermitteldispersionen zumindest teilautomatisiert seitlich eingeblasen werden. Bei diesem Verfahren wird deutlich weniger Trennmitteldispersion ben\u00f6tigt als beim herk\u00f6mmlichen Spr\u00fchverfahren. Es steht daher viel weniger Wasser zur W\u00e4rmeabfuhr pro Gie\u00dfzyklus zur Verf\u00fcgung, infolgedessen muss die Form extern mit Wasser gek\u00fchlt werden. Trotz dieser Einschr\u00e4nkung konnte in umfangreichen Gie\u00dfversuchen die Brauchbar-keit dieser neuen Verfah-rensweise best\u00e4tigt werden.<\/p>\n<p>Die in die Gussform als Pulver eingeblasenen Mikrowachse erwiesen sich auch als ausgezeichnete Trenn- und Schmiermittel. Sie hatten jedoch den Nachteil, dass sie nahezu keine W\u00e4rmeabfuhr von der hei\u00dfen Form bewirken und die Form somit nach kurzer Zeit zu hei\u00df wird. Die angefertigten Fu\u00dfteile werden dann von den Auswerfen perforiert oder bleiben in der Form h\u00e4ngen. Die Erfordernis einer verst\u00e4rkten Formk\u00fchlung wirkt sich ein-schr\u00e4nkend auf die erreichbaren Taktzeiten aus.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Projektergebnisse wurden auf einschl\u00e4gigen Messen demonstriert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Als limitierender Faktor f\u00fcr die an sich wesentlich umweltfreundlichere neue Schmier- und Trennmitteltechnik hat sich das K\u00fchlverhalten der Gie\u00dfformen herausgestellt. Im vorliegenden Ergebnis bedeutet dieses l\u00e4ngere Taktzeiten und damit geringere Produktivit\u00e4t der betreffenden Spritzgie\u00dfmaschinen. Aufgefangen werden k\u00f6nnte dieser Effekt durch eine angepasste Auslegung der K\u00fchlkan\u00e4le in den Gie\u00dfwerkzeugen. Eine solche Adaption war allerdings nicht Gegenstand des Vorhabens und konnte, da Spritzgie\u00dfwerkzeuge i.d.R. sehr teuer sind (bis zu mehrere hundert TDM), auch nicht im Projektumfang realisiert werden. Dennoch wurde im Projekt neues Know-how geschaffen, welches bei der Konstruktion neuer Gie\u00dfwerkzeuge ber\u00fccksichtigt werden kann und dort zu deutlichen Minderbelastungen der Arbeitsumge-bung und der Umwelt f\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Bei der Herstellung von Gegenst\u00e4nden aus Aluminium, Magnesium und Zink im Druckgussverfahren werden Schmier- und Trennmittel verwendet, die nach dem Stand der Technik gro\u00dfe Mengen kohlenwasserstoff- bzw. siliconhaltiger w\u00e4ssriger Emulsionen erfordern. 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