{"id":19079,"date":"2023-07-13T15:10:43","date_gmt":"2023-07-13T13:10:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/05414-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:10:45","modified_gmt":"2023-07-13T13:10:45","slug":"05414-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/05414-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines deponiearmen Verwertungskonzeptes von Kl\u00e4rschl\u00e4mmen vorwiegend aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Ergebnis der Untersuchungen an 4 Pilotanlagen zur Verbesserung der Entw\u00e4sserungseigenschaften der Kl\u00e4rschl\u00e4mme durch einfache Mittel zeigten sich im Rahmen des Projektes Az. 05414\/01 scheinbare Abh\u00e4ngigkeiten der kennzeichnenden Parameter von der Art des zu behandelnden Abwassers wie auch von der Art der Behandlungsanlage. Die dabei gefundenen Relationen sollten noch weiter systematisiert und pr\u00e4zisiert werden, um die erzielten Ergebnisse weiter zu festigen und erste Anhaltspunkte f\u00fcr die Vorhersage der Schlammqualit\u00e4t zu treffen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenUnter Verwendung des umfangreichen Analysenmaterials und Hinzuziehung weiterer Schlammuntersuchungen waren nachfolgende Aufgaben zu l\u00f6sen:<br \/>\n&#8211; Bildung einer Relation zwischen granulometrischen Parametern (xST und xm) f\u00fcr eine komplexe, m\u00f6glichst zweidimensionale Darstellung und die M\u00f6glichkeit, weitere Abh\u00e4ngigkeitsparameter ein-f\u00fchren zu k\u00f6nnen.<br \/>\n&#8211; Ermittlung der Abh\u00e4ngigkeiten zwischen der Qualit\u00e4t des zu behandelnden Abwassers und der sich herausbildenden Struktur des Schlammes. Dabei waren auch Einfl\u00fcsse des Behandlungsverfahrens zu ermitteln.<br \/>\n&#8211; Bestimmung des Entw\u00e4sserungsverhaltens in der statischen Eindickung bei unterschiedlichen Strukturparametern. (Einflu\u00df des Wegfalls der Vor-entw\u00e4sserung).<br \/>\n&#8211; Abh\u00e4ngigkeiten der mechanischen Mischungsabl\u00e4ufe mit Flockungshilfs-mitteln ein-schlie\u00dflich der Stabilisierung der Dosierung f\u00fcr die Herausbildung scherstabiler Flocken.<br \/>\n\u00dcberarbeitung des Ergebnisberichtes unter Einbeziehung der gewonnenen Erkenntnisse und der vorliegenden Hinweise.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der \u00fcberarbeitete und erg\u00e4nzte Bericht des Projekts Az. 05414\/01 (Stand 31.03.1999) nimmt eine selektive Bewertung der Wirkungen der eingesetzten Mittel und Ma\u00dfnahmen auf die Strukturparameter der Schl\u00e4mme und den damit erreichbaren Entw\u00e4sserungsgrad sowie den Nachweis der Wirkungen an den Praxisanlagen vor.<br \/>\nDie selektive Betrachtung nach: Beeinflussung der Partikelstruktur in Form von Fein- oder Grobanteilver\u00e4nderungen (Mischung von Schlammstr\u00f6men, Ver\u00e4nderung der mechanischen Belastung, Ver\u00e4nde-rung der Konditionierung durch Zuschlagstoffe) und die Beeinflussung der massenspezifischen Ladung (mineralische Konditionierung, chemische Konditionierung und geeignete Einmischbedingungen) zeigen die Wirkungsmechanismen, wobei die Einfl\u00fcsse aller Parameter sowie die Art der Schlammbehandlung selbst zu beachten sind, um die notwendigen Effekte zu erzielen.<br \/>\nDie Zielstellung, immer einen hohen Entw\u00e4sserungsgrad (TRSCH > 30%) zu erreichen, wurde erf\u00fcllt.<br \/>\nDie \u00fcber Modellversuche erzielte Verbesserung der Einmischbedingungen von Konditionierungsmitteln ist ein Beispiel komplexer Wirkungsweise zwischen Effektivit\u00e4t der Durchmischung des Flockungshilfsmittels mit dem Schlamm sowie der Schonung der Schlammpartikel und der einsetzenden Flockungsbildung.<br \/>\nMit der Einf\u00fchrung des Komplexwertes K, gebildet aus den Parametern der Partikelgr\u00f6\u00dfenverteilung, konnten Faktoren der Schlammeigenschaften sichtbar gemacht werden, wie:<br \/>\n&#8211;\tRelationen der Schlammstruktur zur Qualit\u00e4t des Abwassers und der Behandlungsanlage,<br \/>\n\tDer quantitative Nachweis ist allerdings noch nicht gelungen, da sowohl Anzahl der Anlagen wie auch Umfang der nachtr\u00e4glich verf\u00fcgbaren Kennwerte zu gering war. Es entstand ein Datenprogramm f\u00fcr die langfristige Erfassung.<br \/>\n&#8211;\tUnterschiedliche Absolutwerte von xST und xm f\u00fcr bestehende Entw\u00e4s-serungsmaxima (es gibt mehrere Maxima in der Funktion TR = f*Q3(x)* bzw. TR = f(K), wobei die Differenz Xm &#8211; XST >> XSTsein soll). Es kommt also auf die Komplexit\u00e4t der Einflussfaktoren an, um die richtigen Schlu\u00dffolgerungen ziehen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Bestimmung des Entw\u00e4sserungsverhaltens bei der statischen Eindickung konnte nicht behandelt werden, da die disponierten Kl\u00e4ranlagen (Elsterwerda und Leipzig) innerhalb der Bearbeitungszeit nicht zur Verf\u00fcgung standen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Kontaktadressen:<br \/>\nIndustrie-Consult Berlin GmbH, K\u00f6penicker Stra\u00dfe 325 b, Haus 113, 12555  Berlin,<br \/>\nAnsprechpartner: Herr Dr. Rippl, Tel. 030 \/ 6576-2603, Fax -2604;<br \/>\nIKTS Fraunhofer Institut Keramische Technologien und Sinterwerkstoffe, Winterbergstra\u00dfe 28, 01277 Dresden,<br \/>\nAnsprechpartner: Frau Dr. Friedrich, Tel. 0351 \/ 2553-519, Fax -600.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Projekt konnte die Verbesserung des Entw\u00e4sserungsgrades kommunaler Kl\u00e4rschl\u00e4mme durch Analyse und gezielte Ver\u00e4nderung der Strukturparameter in gro\u00dftechnischen Anlagen nachgewiesen werden. Die dazu erforderlichen Mittel sind relativ einfach, ben\u00f6tigen kaum Investitionen und vor allem keine gr\u00f6\u00dferen Umbauten in den Anlagen eines Kl\u00e4rwerks.<br \/>\nDie Steigerung des Entw\u00e4sserungsgrades senkt das zu behandelnde Schlammvolumen. Der Umweltentlastungsaspekt liegt vor allem in der Einsparung von Energie zum Transport und zum W\u00e4rmehaushalt des Schlammes. Bei einer thermischen Verwertung wirkt die durch die h\u00f6here Entw\u00e4sserung verminderte Verdampfungsw\u00e4rme umweltschonend. Bei Entw\u00e4sserungsraten \u00fcber 35% wird die m\u00f6gliche landwirtschaftliche Nutzung erweitert, da der Schlamm l\u00e4ngere Zeit unbeschadet zwischengelagert werden kann.<br \/>\nDie umweltrelevanten Vorteile gehen somit im wesentlichen mit betriebswirtschaftlichen Effekten einher. Vor diesem Hintergrund konnte nach Information der Industrie Consult GmbH der erste kommerzielle Vertrag im M\u00e4rz 1999 mit der Emschergenossenschaft e. V. in Essen abgeschlossen werden. Insgesamt wurde das Gesamtprojekt damit erfolgreich beendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Ergebnis der Untersuchungen an 4 Pilotanlagen zur Verbesserung der Entw\u00e4sserungseigenschaften der Kl\u00e4rschl\u00e4mme durch einfache Mittel zeigten sich im Rahmen des Projektes Az. 05414\/01 scheinbare Abh\u00e4ngigkeiten der kennzeichnenden Parameter von der Art des zu behandelnden Abwassers wie auch von der Art der Behandlungsanlage. 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