{"id":19042,"date":"2024-11-30T10:32:30","date_gmt":"2024-11-30T09:32:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12008-01\/"},"modified":"2024-11-30T10:32:30","modified_gmt":"2024-11-30T09:32:30","slug":"12008-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12008-01\/","title":{"rendered":"Produktion einer umweltorientierten Fernsehserie f\u00fcr Kinder und Jugendliche mit dem Titel Expedition ALDEBARAN"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit der umweltorientierten Fernsehserie Expedition ALDEBARAN soll die Faszination von Kindern und Jugendlichen f\u00fcr die Ozeane umgewandelt werden in ein breites Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diesen Lebensraum und f\u00fcr seine Beziehungen zu menschlichem Handeln. Durch emotionale Bindung zum Thema (vermittelt durch entsprechende Bilder) und die attraktiven, multimedialen Begleitbeitr\u00e4ge, sollen Kindern und Jugendlichen die Auswirkungen ihres eigenen Handelns auf die Umwelt im globalen Zusammenhang auf konstruktive Art und Weise verdeutlicht werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Forschungs- und Medienschiff ALDEBARAN wird die deutschen und europ\u00e4ischen K\u00fcstengew\u00e4sser befahren und pro Monat zusammen mit dem Moderator Volker Arzt eine halbst\u00fcndige Kinder- und Jugend- Meeresumweltsendung die Expedition ALDEBARAN aufzeichnen. Das Rohmaterial wird kurz darauffolgend in den Hamburger Produktionsst\u00e4tten von ALDEBARAN zu einem 30-min\u00fctigen Dokumentationsfilm mit Magazincharakter verarbeitet. Pro Jahr sollen vier Folgen in deutschen und acht Folgen in europ\u00e4ischen Gew\u00e4ssern aufgezeichnet werden. Im Mittelpunkt der Produktion steht die Aufzeichnung von attraktiven Unterwasser- und Mikroskop-Aufnahmen, die sich deutlich von vergleichbaren Produktionen abheben sollen. Begleitet wird die Expedition ALDEBARAN durch H\u00f6rfunk-Aktivit\u00e4ten (z. B. Kooperation mit Kakadu DeutschlandRadio Berlin), einer Online-Expedition ALDEBARAN im Internet und kleinere Events vor Ort (wenn z. B. in den Sommermonaten zuschauenden Kinder und Jugendliche aus Deutschland die Expedition ALDEBARAN in den H\u00e4fen besuchen k\u00f6nnen).<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Wenig Handlungsans\u00e4tze: In den deutschsprachigen Kinder- und Jugendprogrammen gibt es derzeit vergleichsweise wenig Programme an gezielten attraktiven Umweltangeboten mit einem konkreten lokalen oder regionalen Bezug zu dem Verh\u00e4ltnis zwischen Mensch und Natur und den damit verbundenen konkreten Handlungsans\u00e4tzen.<br \/>\nNeugier vorhanden: Insbesondere Kinder und Jugendliche besitzen eine Neugier und hohe Sensibilit\u00e4t gegen\u00fcber Themen aus dem Bereich Natur und Umwelt. Diese Neugier gegen\u00fcber ihrer Umwelt gilt es zu befriedigen und durch neue Impulse weiter auszubauen.<br \/>\nUmwelt ohne Lobby: Ein Grund f\u00fcr die unzureichende Darstellung von Umweltthemen in den Medien ist darin zu suchen, dass 60% aller Themen in der Tagespresse und in Informationssendungen auf kostenlose Pressemitteilungen sowie auf Pressekonferenzen zur\u00fcckgehen, die mit erheblichen finanziellen Mitteln der Emittenten lanciert werden. Mitteilungen, die kein Unterhaltungspotential besitzen und auch nicht aktiv den Medien angeboten werden, haben kaum Chancen auf Ver\u00f6ffentlichung.<br \/>\nUmwelt-Katastrophenjournalismus: Das wahre Gef\u00e4hrdungspotential von spektakul\u00e4ren Umweltkatastrophen wird von breitenwirksamen Medien oft \u00fcberbewertet. Diese Berichterstattung beschr\u00e4nkt sich zu oft auf die reine Darstellung der jeweiligen Katastrophenszenarien, hingegen wird der Bezug zum konkreten menschlichen Handeln, wenn \u00fcberhaupt, nur ungen\u00fcgend dargestellt. W\u00fcnschenswert w\u00e4re eine Berichterstattung, die konkrete L\u00f6sungs- und Handlungsans\u00e4tze aufzeigt anstatt die Medienkonsumenten zu frustrieren. Insbesondere f\u00fcr die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen, die oft auf der Suche nach Orientierung ist, ist die Kommunikation mit L\u00f6sungen und Motivation von zentraler Bedeutung.<br \/>\nDiffuses Naturverst\u00e4ndnis: Statt \u00fcber \u00f6kosystemare Zusammenh\u00e4nge und Naturschutzprobleme zu informieren und Handlungsm\u00f6glichkeiten aufzuzeigen, erzeugen die Medien meistens nur ein diffuses, sentimentales Naturverst\u00e4ndnis.  Zum Bau der Br\u00fccke zwischen Medienkonsumenten und konkreten Umweltinformationen m\u00fcssen Wissenstr\u00e4ger aus dem Bereich der Forschung und \u00dcbermittler aus dem Bereich der Medien in Zukunft gleicherma\u00dfen mehr aufeinander zugehen. Hierbei kann auf ein erhebliches Potential an vorhandenen Umweltforschungsergebnissen zur\u00fcckgegriffen werden.<br \/>\nSpektakul\u00e4re Umweltaktionen, wie beispielsweise in Mururoa und um die Entsorgung der \u00d6lplattform Brent Spar, werden inzwischen kontrovers diskutiert. Diese Auseinandersetzung zeigt, dass zunehmend Sachverstand und neue Herangehensweisen gefragt sind, die nicht ausschlie\u00dflich durch Interessenverb\u00e4nde befriedigt werden k\u00f6nnen, sondern eines wissenschaftlichen Inputs aus dem Bereich der angewandten Umweltforschung etablierter Einrichtungen bed\u00fcrfen. Die vorhandenen wissenschaftlichen Grundlagen m\u00fcssen mit geeigneten Mitteln verst\u00e4ndlich in eine zeitgem\u00e4\u00dfe und \u00f6ffentlichkeitswirksame Sprache \u00fcbersetzt werden.<br \/>\nBereitschaft: Bei einem entsprechend attraktiven Angebot sind die Redaktionen breitenwirksamer elektronischer Medien bereit, wissenschaftlich fundierte Umweltberichterstattung in gr\u00f6\u00dferem Umfang in die Programme aufzunehmen. Sendepl\u00e4tze f\u00fcr Umweltinformationen im Bereich der elektronischen Medien k\u00f6nnen nur mit attraktiven, marktf\u00e4higen und damit zielgruppenorientierten Produkten gewonnen werden.<br \/>\nTV-Serie: Mit einer neuen Fernsehserie auf einem attraktiven Sendeplatz im ZDF Kinder- und Jugend-programm sollen Kinder und Jugendliche vom Lebensraum der Ozeane begeistert werden. Im Hinblick auf das Year of the Oceans 1998 und im Hinblick auf die essentielle Bedeutung der Meere f\u00fcr die Zukunft der Erde soll insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ein breiteres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr einen der wichtigsten Lebensr\u00e4ume geschaffen werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wird \u00fcber ALDEBARAN allen Medien vorgestellt. Durch die direkte Belieferung der Medien mit Teilprodukten der Serie, die wiederum Bestandteil des Refinanzierungsplanes sind, entfallen beson-dere, dar\u00fcber hinausgehende PR Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit einer neuen Fernsehserie sollen Kinder vom Lebensraum der Ozeane begeistert werden. Vorbereitend auf das Year of the Oceans 1998 und im Hinblick auf die essentielle Bedeutung der Meere f\u00fcr die Zukunft der Erde soll ein breiteres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr einen der wichtigsten Lebensr\u00e4ume erreicht werden. Mit Hilfe der, den begleitenden H\u00f6rfunkbeitr\u00e4gen und den Multimedia-Aktivit\u00e4ten werden Zusammenh\u00e4nge in unserer Umwelt vermittelt, sowie &#8211; soweit wissenschaftlich nachweisbar &#8211; bereits definierbare Aus-wirkungen menschlichen Handelns auf unsere Umwelt verst\u00e4ndlich aufgezeigt. Nach dem Vorsorgeprinzip sollen konkrete Handlungsans\u00e4tze recherchiert und vermittelt werden, die zu einer Entlastung der Umwelt beitragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit der umweltorientierten Fernsehserie Expedition ALDEBARAN soll die Faszination von Kindern und Jugendlichen f\u00fcr die Ozeane umgewandelt werden in ein breites Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diesen Lebensraum und f\u00fcr seine Beziehungen zu menschlichem Handeln. 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