{"id":18954,"date":"2023-07-13T15:15:00","date_gmt":"2023-07-13T13:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11965-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:02","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:02","slug":"11965-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11965-01\/","title":{"rendered":"Konzeption zur Entwicklung eines Holzbausystems f\u00fcr die Errichtung kosteng\u00fcnstiger Niedrigenergie- und Passivh\u00e4user unter Einsatz umweltvertr\u00e4glicher Baustoffe und Materialien (Vorphase)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Entwicklung eines Holzbausystems, das passivhaustauglich ist. Ziel ist nicht die Entwicklung spezieller Haustypen, sondern die Schaffung eines Systems von gepr\u00fcften und zugelassenen Bauteilen, die es erm\u00f6glichen, den Bedarf an Heizw\u00e4rme und Energie f\u00fcr Warmwasserbereitung unter 15 kWh\/m\u00b2a zu dr\u00fccken. Dazu sind spezielle Anforderungen an W\u00e4rmeschutz und Winddichtigkeit zu ber\u00fccksichtigen, sowie die Probleme der Bauphysik, des Brand- und Schallschutzes zu beachten. Das Holzbausystem soll neben der CO2-Reduzierung durch W\u00e4rmebedarfsreduzierung auch durch den Einsatz von Bau- und D\u00e4mmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen eine weitere CO2-Bindung erreichen. Die Restw\u00e4rme-versorgung soll durch Nutzung von Sonnenenergie, Abw\u00e4rme aus L\u00fcftung und Vorw\u00e4rmung \u00fcber Erd-reichw\u00e4rmetauscher erfolgen, so dass keine herk\u00f6mmliche Verbrennungsheizung mehr zum Einsatz gelangt. Da bisherige Holzbaukonstruktionen immer Einschr\u00e4nkungen in Bezug auf die Langzeitstabilit\u00e4t der Dichtungsfugen aufweisen und damit nicht passivhaustauglich sind, soll in dem Bausystem diese Langzeitstabilit\u00e4t bei extrem gutem W\u00e4rmeschutz durch den Einsatz von Konstruktionsh\u00f6lzern aus dem Betonschalungsbau erzielt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der ersten Stufe des Projektes werden die konstruktiven Details des Systems entwickelt und deren Aufbau im Zusammenspiel mit Statikern, Baustofftechnikern und Geb\u00e4udeplanern soweit optimiert, dass passivhaustaugliche Konstruktionselemente entstehen.<br \/>\nIn der n\u00e4chsten Stufe werden diese Konstruktionselemente unter dem Gesichtspunkt des Einsatzes von unbedenklichen Materialien betrachtet, sowie in Zusammenarbeit mit Bauausf\u00fchrenden (Zimmermann) die technologischen Grundlagen f\u00fcr die Umsetzung der Konstruktionselemente zu fertigen Hauskonstruktionen \u00fcberarbeitet.<br \/>\nDiese optimierten und angepassten Konstruktionselemente werden durch unabh\u00e4ngige Pr\u00fcfinstitute getestet und erhalten die entsprechenden Zulassungen f\u00fcr Statik, Brandschutz, Schallschutz sowie die Nachweise des W\u00e4rmeschutzes. Die Detaill\u00f6sungen werden f\u00fcr die Passivhaustauglichkeit durch das Passiv-Haus-Institut zertifiziert.<br \/>\nDie gepr\u00fcften und zugelassenen Konstruktionselemente und Detaill\u00f6sungen werden in einem Katalog zusammengefasst und als Projektierungsunterlagen f\u00fcr Passivh\u00e4user in Holzst\u00e4nderbauweise sowie in Typprojekten zur Realisierung aufbereitet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In den Untersuchungen der Vorphase ergaben sich folgende f\u00fcr die Realisierung des Projektes wichtige und Erfolg versprechende Aussagen:<\/p>\n<p>Die bisher vorgesehenen und getesteten bautechnischen L\u00f6sungen des zuk\u00fcnftigen Holzbausystems sind geeignet, Passivh\u00e4user in Holzbauweise zu realisieren. Die zu erwartenden bauphysikalischen Eigenschaften weisen auf eine langlebige Konstruktion mit den gew\u00fcnschten Eigenschaften hin. Grundlage der weiteren Untersuchungen k\u00f6nnen also die bisherigen Konzeptideen sein. Allerdings sind jetzt noch die bautechnischen und baukonstruktiven Eigenschaften (Brandschutz, Schallschutz etc.) mit den bisher erreichten Eigenschaften (Luft- und Winddichtigkeit, W\u00e4rmeschutz, Langzeitstabilit\u00e4t) in Einklang zu bringen. Weitere Untersuchungen zur Statik sind ebenfalls noch erforderlich, um hier weitere Einsparpotentiale kostenseitig zu erzielen.<\/p>\n<p>Die Untersuchungen zur Umweltvertr\u00e4glichkeit der einzusetzenden Baustoffe zeigt, dass hier der eindeutig richtige Weg beschritten wird. Die Verwendung von Baustoffen auf Holz- und Gips-Basis zeigt, dass damit sowohl in Bezug auf Schadstoffarmut als auch auf geringe Transportenergien (Nutzung weitgehend einheimischer Baustoffe) ein gutes Material gefunden wurde. Die Materialien sind sowohl recyclingf\u00e4hig als auch wiederverwendbar (Zellulosed\u00e4mmstoff). Wenn auch hier die bautechnischen Eigenschaften (Brand- und Schallschutz) in den zu erbringenden Tests die Zul\u00e4ssigkeit dieser Materialien zeigt, kann damit ein \u00f6kologisch und energetisch effektives System zur Errichtung von Geb\u00e4uden in  Ein-\/ Zweifamilienbauweise, aber auch im mehrgeschossigen Wohnungs- und Gesellschaftsbau realisiert werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Bisher erfolgte die Darstellung der Ergebnisse nur im eingereichten Zwischenbericht. Teilergebnisse werden in Vortr\u00e4gen verwendet. Die Publikation erfolgt wahrscheinlich im 2. Halbjahr 2000 im Rahmen der Publikation von Ergebnissen der Phase 2 des F\u00f6rderprojektes.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die bisherigen Untersuchungen zeigten, dass es m\u00f6glich ist, mit den vorgesehenen Materialien und Baukonstruktionen passivhausgeeignete Baul\u00f6sungen zu realisieren, die sowohl Energieeffizienz als auch Bau\u00f6kologie realisieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Entwicklung eines Holzbausystems, das passivhaustauglich ist. Ziel ist nicht die Entwicklung spezieller Haustypen, sondern die Schaffung eines Systems von gepr\u00fcften und zugelassenen Bauteilen, die es erm\u00f6glichen, den Bedarf an Heizw\u00e4rme und Energie f\u00fcr Warmwasserbereitung unter 15 kWh\/m\u00b2a zu dr\u00fccken. 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