{"id":18915,"date":"2024-11-29T10:32:16","date_gmt":"2024-11-29T09:32:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06902-01\/"},"modified":"2024-11-29T10:32:16","modified_gmt":"2024-11-29T09:32:16","slug":"06902-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06902-01\/","title":{"rendered":"\u00d6ko-Begleiter &#8211; Beratung und Assistenz f\u00fcr Schulen und Jugendgruppen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Viele Stadtkinder und Jugendliche haben den Bezug zu den Orten der Produktion und Verarbeitung ihrer Lebensmittel verloren. Auch die LehrerInnen k\u00f6nnen kaum auf eigene Erfahrungen oder Verbindungen mit dem l\u00e4ndlichen Raum zur\u00fcckgreifen, so da\u00df es ihnen schwer f\u00e4llt, diese Thematik im Unterricht darzustellen. Das \u00d6komarkt Schulprojekt versteht sich als Vernetzungsstelle zwischen LehrerInnen, Sch\u00fclerInnen und \u00f6kologischen H\u00f6fen. Ziel des Projektes ist es, einerseits Kindern und Jugendlichen begreifbar und erlebbar zu machen, wo ihre Nahrung herkommt und andererseits die ressourcenschonenden Methoden des \u00f6kologischen Landbaus einer gr\u00f6\u00dferen \u00d6ffentlichkeit nahezubringen. Im Rahmen des Schulprojektes wurde es m\u00f6glich, Strukturen f\u00fcr ein \u00f6kologisch-p\u00e4dagogisches Gesamtkonzept zu entwickeln.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenSchulklassen, Kinder- und Jugendgruppen sowie Kollegien hatten die M\u00f6glichkeit, ein- oder mehrt\u00e4gige Veranstaltungen beim Schulprojekt zu buchen. Die Absprache \u00fcber Inhalte und Schwerpunkte des Hofbesuches erfolgte individuell auf die Lern- bzw. Unterrichtssituation der Gruppen abgestimmt. In diesem Sinne fand bei Bedarf eine Vor- bzw. Nachbereitung durch die MitarbeiterInnen des Schulprojektes in den Einrichtungen statt. Zun\u00e4chst beschr\u00e4nkten sich die Veranstaltungen nur auf 2 \u00f6kologische Betriebe. Bereits im zweiten Projektquartal konnten 7 weitere \u00d6ko-H\u00f6fe als Veranstaltungsorte gewonnen werden. Grundvorraussetzung f\u00fcr die Auswahl der Projektorte war die Erreichbarkeit mit dem \u00d6PNV sowie die AG\u00d6L Mitgliedschaft, da nur auf anerkannt \u00f6kologischen Betrieben nachhaltige Landwirtschaft glaubw\u00fcrdig darzustellen ist. Auf einigen Betrieben \u00fcbernahmen es die BetriebsleiterInnen, auch eigene Veranstaltungen im Rahmen des Schulprojektes durchzuf\u00fchren. Die Organisation der Termine \u00fcbernahm das Schulprojektb\u00fcro. Dadurch konnte bei der begrenzten Stundenkapazit\u00e4t der MitarbeiterInnen das Volumen der Veranstaltungen, die Angebotspalette, sowie der erreichte Personenkreis wesentlich erweitert werden. Das Schulprojekt erstellte und erprobte f\u00fcr die einzelnen Veranstaltungsorte Einheiten, so da\u00df den anfragenden LehrerInnen Schwerpunktthemen wie z.B. Tiere, Pflanzenbau, praktisch G\u00e4rtnern, Landwirtschaft im Wandel der Zeit, Agrarpolitik etc. vorgeschlagen werden konnten. Auf Anfrage wurde Material verschickt. J\u00e4hrlich wurde eine LehrerInnenfortbildung Naturp\u00e4dagogischer Grundkurs &#8211; \u00d6kologisch G\u00e4rtnern mit Kindern und Jugendlichen, wie geht das? mit 8 bzw. 9 Seminartagen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In der zweij\u00e4hrigen Projektzeit haben 3662 Menschen (3113 Sch\u00fclerInnen und 549 Erwachsene) an Veranstaltungen teilgenommen, die durch das Schulprojekt organisiert wurden. Die Nachfrage nach Veranstaltungen war noch gr\u00f6\u00dfer, konnte aber aufgrund mangelnder Arbeitskapazit\u00e4ten nicht immer befriedigend bedient werden. Die Beliebtheit des Projektes ergibt sich aus einer Kombination mehrerer Faktoren. Die individuelle Absprache von Termin und Veranstaltungsschwerpunkt erm\u00f6glicht es den Lehrkr\u00e4ften den Hofbesuch in die Unterrichtszusammenh\u00e4nge einzuf\u00fcgen. Die Sch\u00fclerInnen werden mit der Realit\u00e4t der landwirtschaftlichen Produktion konfrontiert und k\u00f6nnen mit allen Sinnen den Hoforganismus erkunden. Auf die frontale Wissensvermittlung wird weitestgehend verzichtet, vielmehr werden die Vorteile des Lernens am au\u00dferschulischen Lernort Bauernhof in vielf\u00e4ltiger Weise genutzt. Es hat sich bew\u00e4hrt, die Hoff\u00fchrungen, wenn m\u00f6glich mit zwei \u00d6kobegleiterInnen durchzuf\u00fchren, da nur so erfolgreich in Kleingruppem gearbeitet werden kann. Dabei hat das Schulprojekt eigene Methoden entwickelt, die Grundlagen und Zusammenh\u00e4nge des \u00f6kologischen Landbaus den Altersgruppem entsprechend am Beispiel vor Ort darzustellen und erlebbar zu machen.<br \/>\nErgebnis des Projektes ist es, da\u00df man keine standardisierten F\u00fchrungen anbeiten kann. Jahreszeitlich bedingt \u00e4ndert sich das Bild des Hofes und der Betriebsablauf, so da\u00df immer andere Arbeiten anfallen, die p\u00e4dagogisch mit den Gruppen genutzt werden k\u00f6nnen. Neben der Absprache mit den LehrerInnen ist es ebenfalls wichtig in gutem Kontakt mit den BetriebsleiterInnen zu stehen, um die Veranstaltungen an die wechselnden Bedingungen anzupassen. F\u00fcr die Absprache mit den Betrieben ist der landwirtschaftlich g\u00e4rtnerische Fachhintergrund der Schulprojekt-MitarbeiterInnen sehr hilfreich und f\u00f6rdert das Vertrauen der H\u00f6fe. Im Gegensatz zu den Einzelveranstaltungen, die die Gruppe f\u00fcr die Themen des \u00f6kologischen Landbaus sensibilisieren, erm\u00f6glicht die kontinuierliche Arbeit eine differenziertere Auseinandersetzung mit den \u00f6kologisch-landwirtschaftlichen Fragen. Im Laufe der zwei Jahre sezte das Schulprojekt einen Schwerpunkt darauf, Formen kontinuierlicher Arbeit zu f\u00f6rdern. Zum einen entwickelten sich Kontakte zu einzelnen LehrerInnen, die immer wieder mit Klassen Veranstaltungen buchten. Zum anderen unterst\u00fctzte das Schulprojekt zunehmend Gruppen bei der Vorbereitung und Durchf\u00fchrung von Projekttagen und -wochen. Seit Anfang 1998 trifft sich einmal im Monat eine Gruppe von Kindern nachmittags auf Gut Wulksfelde und entdeckt unter Anleitung der \u00d6kobegleiterInnen den Hof. Wie die Veranstaltungsstatistik ausweist wurden die Angebote des Schulprojektes vermehrt von Kinderg\u00e4rten, Grundschulen und Unterstufenklassen wahrgenommen, da mit zunehmendem Alter die kognitive Wissensvermittlung an den Schulen \u00fcberproportional zunimmt. Die Zeit f\u00fcr das au\u00dferschulische Lernen und das Engagement der LehrerInnen neue Lernformen auszuprobieren nimmt ab. Dies ist bedauerlich, da besonders f\u00fcr verhaltensauff\u00e4llige Sch\u00fclerInnen und Jugendliche die praktische Arbeit neues Selbstbewu\u00dftsein schaffen kann.<br \/>\nIn Gespr\u00e4chen mit den LehrerInnen best\u00e4tigte sich, da\u00df viele von ihnen \u00e4hnlich wie die Kinder den Kontakt und die Kenntnisse \u00fcber die landwirtschaftliche Produktion verloren haben. Es herrscht gro\u00dfe Unsicherheit dar\u00fcber, wie praktische Arbeiten mit den Sch\u00fclerInnen durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen und auch die theoretischen Grundlagen zu Themen wie gesunde Ern\u00e4hrung, ressourcenschonende landwirtschaftliche Produktion, Bodenleben, Komopst etc. fehlen vielfach. Bei den immer gr\u00f6\u00dfer werdenen Klassen und den vielfach heterogenen Gruppen sind praktische Lernformen auf au\u00dferschulischen Lernorten attraktiv und das Interesse, sich in diese Richtung fortzubilden gro\u00df. Erf\u00fcllt wurde diese Nachfrage durch die LehrerInnenfortbildung Naturp\u00e4dagogischer Grundkurs, aber auch durch Einzelveranstaltungen f\u00fcr LehrerInnen, StudentInnen und andere MultiplikatorInnen. Neben der p\u00e4dagogischen Arbeit standen bei den Veranstaltungen auch immer die Vermittlung der Grundlagen des \u00f6kologischen Landbaus im Vordergrund, da am lebendigen Beispiel Prim\u00e4rproduktion das nachhaltige Wirtschaften gezeigt werden kann.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Schulprojekt pr\u00e4sentierte sish auf mehreren Verbrauchermessen, sowie bei Schul- und Hoffesten. Es entstanden mehrere Zeitungsartikel, 2 Fernsehbeitr\u00e4ge sowie 3 Studienarbeiten. Bei mehreren Fachtagungen wurde das Schulprojekt eingeladen, seine Ergebnisse und Arbeitsweisen vorzustellen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Schulprojekt hat sein Ziel erreicht, Kindern die Zusammenh\u00e4nge von \u00f6kologischer Produktion und gesunder Ern\u00e4hrung n\u00e4herzubringen. Es hat sich zu einer Institution entwickelt und steht als Ansprechpartner und Vernetzungsstelle LehrerInnen und anderen Gruppen zur Verf\u00fcgung, die diese Themen im Unterricht behandeln wollen und nach M\u00f6glichkeiten suchen, andere Lernformen zu erproben. Zudem ist es gelungen, neun Betriebe in das Veranstaltungskonzept zu integrieren, so da\u00df verschiedene stadtnahe \u00f6kologische Betriebe von einer neuen \u00d6ffentlichkeit , Kindern, Jugendlichen und LehrerInnen erreicht wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Viele Stadtkinder und Jugendliche haben den Bezug zu den Orten der Produktion und Verarbeitung ihrer Lebensmittel verloren. Auch die LehrerInnen k\u00f6nnen kaum auf eigene Erfahrungen oder Verbindungen mit dem l\u00e4ndlichen Raum zur\u00fcckgreifen, so da\u00df es ihnen schwer f\u00e4llt, diese Thematik im Unterricht darzustellen. 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