{"id":18907,"date":"2023-07-13T15:11:10","date_gmt":"2023-07-13T13:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06055-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:10","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:10","slug":"06055-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06055-01\/","title":{"rendered":"Ethisch-\u00f6kologisches Rating zur Lenkung von Anlagekapital in eine nachhaltige Entwicklung von Produkten, Produktionsverfahren und Dienstleistungen mittlerer Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Erarbeitung einer operationablen Kriteriologie f\u00fcr ethisch-\u00f6kologische Ratings von Unternehmen unterschiedlicher Branchen zur Lenkung von Anlagekapital in eine nachhaltige Entwicklung von Produkten, Produktionsverfahren und Dienstleistungen mit den Dimensionen Naturvertr\u00e4glichkeit, Sozialvertr\u00e4glichkeit und Kulturvertr\u00e4glichkeit.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenWir haben eine operationable Kriteriologie f\u00fcr ethisch-\u00f6kologische Ratings von Unternehmen unterschiedlicher Branchen zur Lenkung von Anlagekapital in eine nachhaltige Entwicklung von Produkten, Produktionsverfahren und Dienstleistungen mit den Dimensionen Naturvertr\u00e4glichkeit, Sozialvertr\u00e4glichkeit und Kulturvertr\u00e4glichkeit erarbeitet, diese mit Vertretern aus Unternehmen, mit Vertretern von privaten und institutionellen Anlegern, von Ratingagenturen, von Umweltinstituten u. a. diskutiert. Wir haben ferner unser erstes Ergebnis ver\u00f6ffentlicht. Der Titel lautet: Johannes Hoffmann, Konrad Ott, Gerhard Scherhorn (Hrsg.), Ethische Kriterien f\u00fcr die Bewertung von Unternehmen &#8211; Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden -, Deutsch und Englisch, (IKO-Verlag) Frankfurt 1997, ISBN 3-88939-356-X.<br \/>\nAm 10.09.1997 haben wir den Leitfaden in einem Symposium \u00f6ffentlich pr\u00e4sentiert und mit den angegebenen Zielgruppen diskutiert. Da\u00df der Leitfaden zweisprachig vorliegt, wurde von vielen begr\u00fc\u00dft, da damit die \u00dcbertragbarkeit in andere kulturelle Kontexte er\u00f6ffnet ist. Die von uns ebenso angezielte \u00dcbertragung ins Spanische konnte nicht erfolgen, da einerseits die Kosten f\u00fcr eine \u00dcbersetzung des Leitfadens ins Englische und ins Spanische im Antrag als viel zu niedrig kalkuliert waren. Es reichte gerade f\u00fcr die \u00dcbersetzung ins Englische. Andererseits zeigten sich auch grunds\u00e4tzliche Schwierigkeiten. Eine \u00dcbertragung in andere kulturelle Kontexte macht interkulturelle Kommunikation unerl\u00e4\u00dflich.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Wir haben eine differenzierte Kriteriologie f\u00fcr ethisch-\u00f6kologische Ratings von mittleren Unternehmen und von b\u00f6rsennotierten Fondstiteln erarbeitet. Mit ihren drei Dimensionen Naturvertr\u00e4glichkeit, Sozialvertr\u00e4glichkeit und Kulturvertr\u00e4glichkeit ist diese Kriteriologie weltweit einmalig. Von Vertretern mittlerer Unternehmen der Chemischen Industrie wurde unsere Kriteriologie au\u00dferordentlich positiv aufgenommen. Gerade \u00fcber die Dimension Kulturvertr\u00e4glichkeit ergebe sich die M\u00f6glichkeit, bei den Konsumenten auf breiter Front ein Bewu\u00dftsein f\u00fcr Nachhaltigkeit zu f\u00f6rdern, damit \u00f6kologisch einwandfreie Produkte gekauft werden, auch wenn man daf\u00fcr einen h\u00f6heren Preis entrichten m\u00fcsse. Unsere Kriteriologie wurde ebenso bei Unternehmens-, Kredit- und Anlageberatern positiv aufgenommen.<br \/>\nIn der Diskussion mit Vertretern wirtschaftsethischer Institute oder Vereinigungen wird uns attestiert, da\u00df wir mit unserer Kriteriologie einen Ma\u00dfstab gesetzt haben, an dem man nicht vorbei kann. Unabh\u00e4ngig davon wird auch Kritik ge\u00e4u\u00dfert, z.B. der Leitfaden sei zu differenziert, andere behaupten, er sei unvollst\u00e4ndig, wieder andere sprechen vom ethischen Selbstbedienungsladen, dem es an ethischer Verbindlichkeit mangele. Wir haben uns mit diesen Einw\u00e4nden auseinandergesetzt, ja wir haben schon bei der Entwicklung damit gerechnet, da\u00df genau diese Einw\u00e4nde kommen k\u00f6nnen und haben in einer Vorwegnahme der Einw\u00e4nde auf diese bereits im Leitfaden an verschiedenen Stellen Bezug genommen.<br \/>\nEntsprechend unserer Einsch\u00e4tzung sind institutionelle Anleger, Unternehmer, Finanzinstitute, Unternehmensberater und Ratingagenturen an der Umsetzung des Leitfadens interessiert und beteiligt. In Gespr\u00e4chen mit Ratingagenturen, die sich unsere Kriteriologie zu eigen machen wollen, und mit institutionellen Anlegern \u00fcberpr\u00fcfen wir zur Zeit die M\u00f6glichkeiten der Gr\u00fcndung einer im EU-Markt operierenden ethisch-\u00f6kologischen Ratingagentur. Damit ist uns mit Hilfe der Unterst\u00fctzung der Bundesstiftung Umwelt mehr gegl\u00fcckt, als wir zum Zeitpunkt des Antrages erhofft hatten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Wir haben im Bewilligungszeitraum neun Kolloquien durchgef\u00fchrt, zu denen wir Vertreter von Unternehmen, Banken, Beratungsinstituten, institutionellen Anlegern und Ratingagenturen eingeladen haben. Dabei haben wir die im Laufe der Zeit erzielten Ergebnisse vorgestellt und mit den G\u00e4sten aus der Wirtschaft diskutiert. Dasselbe geschah in einem Symposium, bei dem wir am 10.09.1997 das Buch mit unserer Kriteriologie vorgestellt haben. \u00dcber 100 Exemplare des Leitfadens haben wir an Multiplikatoren weitergegeben. Dar\u00fcber hinaus wurde ein Gro\u00dfteil der Auflage \u00fcber den Buchhandel verkauft.<br \/>\nInzwischen zeigt der Leitfaden seine Wirkung, so da\u00df mit der Gr\u00fcndung einer Ratingagentur im kommenden Jahr gerechnet werden kann. Im Grunde wurde und wird weiterhin in allen Medien auf den Leitfaden Bezug genommen. In sieben ausf\u00fchrlichen Beitr\u00e4gen in Fachzeitschriften oder in Buchver\u00f6ffentlichungen haben wir bisher den Leitfaden pr\u00e4sentiert. Au\u00dferdem sind neben dem Leitfaden im Zuge der Projektarbeit sieben umfangreiche Arbeiten zu Teilfragen des Projektes entstanden, die ver\u00f6ffentlicht werden und f\u00fcr die Verlagsvertr\u00e4ge vorliegen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Somit haben wir laut den vorstehenden Ausf\u00fchrungen das Ziel, das mit Hilfe der Unterst\u00fctzung der Bundesstiftung Umwelt angestrebt wurde, erreicht. Dadurch kann nunmehr mit der Gr\u00fcndung einer Ratingagentur im kommenden Jahr gerechnet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Erarbeitung einer operationablen Kriteriologie f\u00fcr ethisch-\u00f6kologische Ratings von Unternehmen unterschiedlicher Branchen zur Lenkung von Anlagekapital in eine nachhaltige Entwicklung von Produkten, Produktionsverfahren und Dienstleistungen mit den Dimensionen Naturvertr\u00e4glichkeit, Sozialvertr\u00e4glichkeit und Kulturvertr\u00e4glichkeit. 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