{"id":18830,"date":"2023-07-13T15:08:02","date_gmt":"2023-07-13T13:08:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/00700-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:08:03","modified_gmt":"2023-07-13T13:08:03","slug":"00700-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/00700-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Verfahrens zur Trennung von gemischtem Bauschutt"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projektes war die Entwicklung eines Verfahrens und einer maschinentechnischen Einrichtung zur Trennung vermischten Bauschutts, basierend auf dem Prinzip der Dichtebestimmung eines jeden Schuttbrockens. Dabei sollte das vorgesehene Verfahren zur Volumensbestimmung auf die Verwendung von Fl\u00fcssigkeiten verzichten.<br \/>\nDer neue Verfahrensgedanke basierte auf der Verwendung eines Gases (Luft) zur Volumenbestimmung und sollte somit die Nachteile des bekannten Verfahrens der Fl\u00fcssigkeitsverdr\u00e4ngung vermeiden. Die Erwartung war, eine automatische, wirtschaftlich arbeitende und umweltneutrale Einrichtung schaffen und so einen entscheidenden Beitrag zur Erh\u00f6hung der Wiederverwertbarkeit gemischten Bauschutts leisten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur Verwirklichung des Projektes war die Konstruktion einer geeigneten Versuchseinrichtung und deren Funktionspr\u00fcfung zun\u00e4chst im Laborbetrieb erforderlich. Im Anschlu\u00df daran war die Funktion in Feldversuchen zu testen und der verfahrenstechnische Nachweis \u00fcber die Richtigkeit der theoretischen Annahmen zu erbringen. Parallel dazu sollte die patentrechtliche Absicherung des Verfahrens und der Einrichtung durchgef\u00fchrt werden. <\/p>\n<p>Die mechanische Konstruktion der Versuchseinrichtung wurde von einem weiteren Konstruktionsb\u00fcro durchgef\u00fchrt. Mit der Projektierung und Konstruktion der elektrischen Steuerung, der me\u00df- und regelungstechnischen Einrichtungen, sowie zur Programmierung der Software zur datenbankm\u00e4\u00dfigen Erfassung der Versuchsergebnisse wurde eine Elektronikfirma beauftragt. Die Versuchseinrichtung einschlie\u00dflich der Hydraulikanlage wurde von einer Apparatebaufirma gefertigt. Es folgte die Herstellung<br \/>\nund der Test der elektrischen Steuerung sowie der Me\u00df- und Regelungstechnik. Die patentrechtliche Absicherung der Innovation wurde durch Erteilung des deutschen Patents Nr. 41 07 838 gem\u00e4\u00df Erteilungsbeschlu\u00df vom 13.9.1996 erwirkt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Neuere Entwicklungen der Aufbereitungs- und Brechertechnik nutzen das Schlagzertr\u00fcmmerungs-Verhalten der verschiedenen Bauschutt-Bestandteile zur Materialselektion und Konzentration in unterschiedlichen K\u00f6rnungen.<br \/>\nDie mit der Versuchseinrichtung erzielten Ergebnisse zeigen, dass w\u00e4hrend des Brechvorganges minderwertige Materialien in kleiner und feinster K\u00f6rnung entstehen und durch einfache Absiebung von den hochwertigen Bestandteilen getrennt werden k\u00f6nnen. Bei dieser Verfahrensweise k\u00f6nnen vorhandene Zerkleinerungs- und Siebanlagen eingesetzt werden. Diese m\u00fcssen lediglich auf die besonderen Anforderungen eingestellt und entsprechend betrieben werden. Dadurch kann eine ausreichende Konzentration druck- und schlagfester Materialanteile in den bevorzugten Korngr\u00f6\u00dfen erreicht werden. Die minderwertigen Anteile fallen dabei vorwiegend als Sande und Kleink\u00f6rnungen an.<\/p>\n<p>Durch die Mehrfach-Nutzung vorhandener Aufbereitungsaggregate f\u00fcr die herk\u00f6mmlichen Aufgabenstellungen und mit modifizierten Betriebseinstellungen f\u00fcr die Erzeugung hochwertigen Bauschutts war im Projekt eine gute Wirtschaftlichkeit erwartet worden, diese konnte jedoch letztlich nicht erzielt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Kontaktadresse:<br \/>\nHerr Dipl.-Ing. Manfred Bayer, Jahnstra\u00dfe 2, 49545 Tecklenburg,<br \/>\nTel. 05482\/9384-21, Fax -31.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Laufe der Projektbearbeitung wurden Herrn Bayer neuere Entwicklungen der Aufbereitungs- und Brechertechnik bekannt, die auf deutlich kosteng\u00fcnstigeren Verfahrensweisen (Dichtebestimmung mit Wiegetechnik und elektronischer Einrichtung) beruhten. Die urspr\u00fcnglich angestellten Kosten- und Ertragsberechnungen waren durch diese Marktentwicklungen \u00fcberholt und nicht mehr relevant, so da\u00df Herr Bayer das Projekt abbrach.<br \/>\nEs kam es \u00fcber den Test der Versuchseinrichtung zur Sortentrennung hinaus zu keinen weiteren Untersuchungen, Aggregatekopplungen oder Optimierungsarbeiten.<br \/>\nDas Projekt f\u00fchrte dennoch zur Patenterteilung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projektes war die Entwicklung eines Verfahrens und einer maschinentechnischen Einrichtung zur Trennung vermischten Bauschutts, basierend auf dem Prinzip der Dichtebestimmung eines jeden Schuttbrockens. Dabei sollte das vorgesehene Verfahren zur Volumensbestimmung auf die Verwendung von Fl\u00fcssigkeiten verzichten. 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