{"id":18799,"date":"2023-07-13T15:14:56","date_gmt":"2023-07-13T13:14:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11874-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:57","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:57","slug":"11874-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11874-01\/","title":{"rendered":"Weiterentwicklung einer mobilen Aufbereitungsanlage f\u00fcr kommunale mineralische Reststoffe"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Kommunale mineralische Reststoffe wie Material aus der Kanal- und Stra\u00dfenreinigung, Sinkk\u00e4steninhalte sowie Sandfanginhalte aus Kl\u00e4ranlagen werden derzeit in der Regel noch immer deponiert. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen (TA Siedlungsabfall) m\u00fc\u00dfte dieses Material sp\u00e4testens im Jahr 2005 thermisch verwertet werden. Bei dem hohen mineralischen Anteil ist dies jedoch kaum sinnvoll. So wird bereits jetzt nach neuen Techniken gesucht, dieses Material aufzubereiten und es weitestgehend einer Wiederverwertung zuzuf\u00fchren. Eine spezielle Variante ist die Aufbereitung mittels einer transportablen Einheit direkt am Anfallort bzw. am Zwischenlager. Das Projekt verfolgt das Ziel, eine hochmobile Sandwaschanlage zu entwickeln, die eine spezielle und m\u00f6glichst platzsparende Form einer Waschwasseraufbereitung erm\u00f6glicht und mit welcher die Sandwaschanlage v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von den \u00f6rtlichen Gegebenheiten (Strom- u. Wasseranschlu\u00df) betrieben werden kann.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas grunds\u00e4tzliche Verfahren der Sandwaschanlage existiert bereits als solches, jedoch ohne Waschwasseraufbereitung. Im Projekt werden folgende maschinenbau-technische Weiterentwicklungen, Erg\u00e4nzungen und \u00c4nderungen durchgef\u00fchrt:<br \/>\na)  Untersuchung des bestehenden Verfahrens durch eingehende Beprobung und Betreiben von definierten Betriebszust\u00e4nden, um objektive Erkenntnisse bzgl. des optimalen Verh\u00e4ltnisses Aufwand \/ Nutzen zu erhalten;<br \/>\nb)  Konzipierung von Komponenten f\u00fcr eine geeignete Waschwasseraufbereitung (Hydrozyklon, Sedimentationsbeh\u00e4lter mit Flockungsmitteldosierung, Vorlagebeh\u00e4lter, Schlammabzug und -entw\u00e4sserung, Pumpen, Schieber, Schaltschrank etc.).<br \/>\nDas komplette Verfahren (Sandwaschanlage und Wasseraufbereitung) wird auf der Kl\u00e4ranlage Ingoldstadt aufgestellt, um bei der Einfahrphase auf die \u00f6rtlichen Anschlu\u00dfm\u00f6glichkeiten zur\u00fcckzugreifen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nIn Versuchsreihen werden die verschiedenen, in Betracht kommenden Materialien wie Kanalsp\u00fclsand,<br \/>\nStra\u00dfenkehricht und Kl\u00e4ranlagensand der Reihe nach gewaschen. Die Ergebnisse werden fortlaufend beprobt und die optimalen Einstellwerte ermittelt. Am Ende des Gesamtprojekts soll anhand der Versuchsanlage eine derartige technische Reife erreicht werden, da\u00df die Waschwasseraufbereitung und somit die gesamte mobile Sandaufbereitungsanlage optimal mit hohem Aufbereitungsergebnis funktioniert<\/p>\n<p>Darstellung der Projektergebnisse<\/p>\n<p>Das Besondere an der Sandwaschanlage SA 11  ist die Installation zusammen mit der Waschwasseraufbereitungsanlage auf einer ganz normalen LKW &#8211; Ladefl\u00e4che.<br \/>\nDie Beschickung der Anlage mit dem trocken gelagerten Rohmaterial erfolgt durch einen Radlader. Im Annahmetrichter befindet sich als Schutzvorrichtung ein Gitterrost mit daran befestigten R\u00fcttlern zur Unterst\u00fctzung der Siebung. Die Mengenerfassung erfolgt \u00fcber W\u00e4gezellen, die \u00fcber die Steuerung abgefragt werden kann. Die verarbeiteten Mengen an Rohmaterial werden stunden-\/ tages- oder wochenweise zusammen mit dem Frischwasser- und Stromverbrauch erfa\u00dft. \u00dcber eine Horizontal- und eine Schr\u00e4gf\u00f6rderschnecke gelangt das Material dosiert zum Verteilerband. Abh\u00e4ngig von der Beschaffenheit des Rohmaterials wird hier das weitere Verfahren vorgegeben.<br \/>\nEs sind drei verschiedene Verfahrensvarianten m\u00f6glich:<br \/>\nVariante 1 ist mit einer Durchsatzleistung von bis zu 6 t\/h f\u00fcr Stra\u00dfenkehricht gedacht, welcher nicht oder nur gering mit Schwermetallen belastet ist. Die daf\u00fcr einzusetzenden Komponenten sind: Schwingsieb, Zugabe von Sp\u00fclwasser (z.B. gereinigtes Ab-wasser aus dem Nachkl\u00e4rbecken einer Kl\u00e4ranlage), Kreislaufwasseraufbereitung, Sandfang, innovativer Aufstromsortierer. Aus der sich im Aufstromsortierer eingestellten horizontalen Schichtung von Organik, Mischfraktion und sauberer Sand wird der mineralische Anteil von unten \u00fcber eine Horizontalf\u00f6rderschnecke entnommen und \u00fcber die sich anschlie\u00dfende Austragsschnecke abtransportiert, statisch entw\u00e4ssert und in Container abgeworfen.<br \/>\nBei Stra\u00dfenkehricht mit erh\u00f6htem Schwermetallanteil und bei Kanalsp\u00fclsanden kommt als Verfahrensvariante 2 zus\u00e4tzlich eine Attritionszelle mit zwei R\u00fchrwerken bei einer Durchsatzleistung zwischen 2 und 4 t\/h zum Einsatz.<br \/>\nDie Verfahrensvariante 3 zielt vor allem auf Sande aus Sandf\u00e4ngen von Kl\u00e4ranlagen ab. In diesem Fall ist das Rohmaterial durch die Rechenanlage im Kl\u00e4ranlagenzulauf bereits mechanisch gereinigt und es kann auf das Schwingsieb zur Grobstoffabscheidung verzichtet werden.<\/p>\n<p>Die versuchstechnische Waschwasseraufbereitungsanlage wurde bisher drei Monate lang getestet. Dieses hat zu folgenden Betriebsergebnissen gef\u00fchrt:<br \/>\n&#8211;  die urspr\u00fcnglich angedachte Verwendung von Eisen-Drei-Chlorid und Kalk als Flockungshilfsmittel funktioniert, aber durch die Kreislauff\u00fchrung ist eine Aufkonzentrierung vor allem von Chloriden zu verzeichnen. Daraufhin wurden verschiedene Polymere als Flockungsmittel eingesetzt und getestet.<br \/>\n&#8211;    bei der Aufbereitung von Stra\u00dfenkehricht ist im Laufe der Zeit eine Aufkonzentration von Schwermetallen im Waschwasser und sp\u00e4ter dann vor allem im entnommenen entw\u00e4sserten Schlamm zu verzeichnen. Eine konstante Zuf\u00fchrung von Frischwasser in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von ca. 10% des Kreislaufwasserstroms (max. 1 m3\/h) h\u00e4lt die Schwermetallbelastung konstant. Trotzdem ist davon auszugehen, da\u00df der mineralische Anteil bei Stra\u00dfenkehricht zwar wiederverwertet werden kann, der separat entnommene Schlamm jedoch zu hohe Werte f\u00fcr eine Kompostierung aufweist.<br \/>\n&#8211;\tDie sedimentierte Schlammflocke ist je nach Ausgangsmaterial und Betriebsweise nicht immer stabil genug f\u00fcr eine vern\u00fcnftige Entw\u00e4sserung in der Kammerfilterpresse. Zuk\u00fcnftig soll in einem Vorlagebeh\u00e4lter vor der Schlammpresse wahlweise noch ein zus\u00e4tzliches Strukturmittel (Zellulose o.\u00e4.) zugegeben werden k\u00f6nnen, um die Stabilit\u00e4t der Flocke zu sichern.<br \/>\n&#8211;    Die Reinigung des verschmutzten und mit Flockungsmittel vermischten Waschwassers durch Sedimentation in zwei wechselweise beschickten Beh\u00e4ltern funktioniert bei entsprechend abgestimmter Steuerung des Schlamm- und Klarwasserabzugs.<\/p>\n<p>Fortf\u00fchrung des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt soll aufgrund des in der ersten Phase erkannten Verbesserungspotentials bzw. -bedarfs im Rahmen einer zweiten Projektphase weitergef\u00fchrt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Kommunale mineralische Reststoffe wie Material aus der Kanal- und Stra\u00dfenreinigung, Sinkk\u00e4steninhalte sowie Sandfanginhalte aus Kl\u00e4ranlagen werden derzeit in der Regel noch immer deponiert. 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