{"id":18793,"date":"2023-07-13T15:11:53","date_gmt":"2023-07-13T13:11:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/07182-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:55","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:55","slug":"07182-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/07182-01\/","title":{"rendered":"Reinigungsanlage zum l\u00f6semittelfreien Waschen verschmutzter Chargenfertigungsbeh\u00e4lter"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Projektziel war die Entwicklung eines Reinigungsverfahrens f\u00fcr verschmutzte Chargenfertigungsbeh\u00e4lter in der Lackproduktion, bei dem auf den Einsatz organischer L\u00f6sungsmittel zum Reinigen verzichtet oder der Einsatz organischer L\u00f6sungsmittel stark vermindert werden kann. Die Reinigungszeitr\u00e4ume sowie der f\u00fcr die Reinigung einzusetzende Energiebedarf sollten minimiert werden. Dar\u00fcber hinaus sollten im Reinigungsverfahren anfallende verschmutzte Reinigungsmittel und Farbreste minimiert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenNach der Konzeptentwicklung im Laborma\u00dfstab erfolgten Betriebsversuche, um die Umsetzbarkeit der Ergebnisse in die Produktion bewerten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Als L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr dieses Vorhaben wurden zwei verschiedene Wege verfolgt:<br \/>\nZun\u00e4chst geht es darum, die Adh\u00e4sion des Lackes an den Beh\u00e4lterwandungen so weit wie m\u00f6glich zu verringern. Eine L\u00f6sung dieses Problems konnte mit der Beschichtung von Chargenfertigungsbeh\u00e4ltern durch Teflon-Rezepturen erreicht werden. Die Unter-suchungen zeigten, da\u00df der Verbrauch von organischen L\u00f6sungsmitteln und Wasser sowie der Zeitaufwand zum Reinigen betr\u00e4chtlich (bis zu 50%) reduziert werden konnte. Im Betriebsversuch zeigte sich, da\u00df die beschichteten Beh\u00e4lter, die sowohl in der Produktion l\u00f6semittelhaltiger als auch w\u00e4ssriger Lacke eingesetzt wurden, nach 2 Jahren keine nennenswerten Nutzungs- einchr\u00e4nkungen aufwiesen. Durch die erzielbaren Einsparungen an Reinigungsmitteln und die k\u00fcrzeren Reinigungszeitr\u00e4ume stellt sich diese Modifikation im Produktionsproze\u00df ebenfalls aus wirtschaftlicher Sicht positiv dar.<br \/>\nWeiterhin wurden Untersuchungen zur Optimierung des Reinigungsverfahrens durchgef\u00fchrt. Hier ging es um den zus\u00e4tzlichen Einsatz von Ultraschall bei der Beh\u00e4lterreinigung. Als Ergebnis zeigte sich, da\u00df eine Reinigung mittels Ultraschall und geeigneter Reinigungsmedien grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich ist. Allerdings ergeben sich f\u00fcr verschiedene Lacksysteme unterschiedliche Resultate. Auch die Wahl des Reinigungsmediums beeinflu\u00dft die Resultate erheblich, wobei positive und negative Effekte sehr vom abzureinigenden Lacksystem abh\u00e4ngen. Ein universeller Einsatz der Ultraschallreinigung in einer variablen Lackproduktion ist kaum durchf\u00fchrbar. Auch aus wirtschaftlicher Sicht erscheint ein gro\u00dftechnischer Einsatz dieses Reinigungskonzepts nicht zielf\u00fchrend, da der Energieverbrauch f\u00fcr die erforderliche Erw\u00e4rmung des Reinigungsmediums sowie die Ultraschalleinheit einen gro\u00dfen Einflu\u00df aufweisen. Zudem konnte kein l\u00f6sungsmittelfreies, wasserverd\u00fcnnbares und entsprechend umweltfreundliches Reinigungsmedium f\u00fcr die Ultraschallreinigung gefunden werden, welches universell f\u00fcr alle produzierten Lacktypen zum Reinigen eingesetzt werden kann.<br \/>\nIn einer dritten Versuchsreihe wurde die M\u00f6glichkeit der Reinigung der Chargenfertigungsbeh\u00e4lter durch Hochdruckwaschen untersucht. Als Reinigungsmedium wurde ausschlie\u00dflich Wasser und Warmwasser genutzt. Es zeigte sich, da\u00df f\u00fcr alle eingesetzten Lacksysteme ein Hochdruckwaschverfahren mit Wasser zur Reinigung eingesetzt werden kann und befriedigende Ergebnisse erzielt werden, sofern die Beh\u00e4lter teflonbeschichtet sind. Bei Wasserdr\u00fccken \u00fcber 100 bar zeigt die Reinigung teflonbeschichteter Beh\u00e4lter eindeutig k\u00fcrzere Reinigungszeiten, insbesondere bei angetrockneten Lackresten. Die Verk\u00fcrzung der Reinigungszeitr\u00e4ume liegt bei bis zu 70%, wodurch gegen\u00fcber dem Standardverfahren Wasser- und Stromverbrauch reduziert werden. Die einzige Problematik des Hockdruckreinigens besteht darin, da\u00df lediglich alle lufttrocknenden Lacksysteme abgereinigt werden k\u00f6nnen. F\u00fcr angetrocknete 2-komponentige Produkte ist das Verfahren nicht anwendbar.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber den Projektbericht hinaus wurden bislang keine weiteren Aktivit\u00e4ten durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt werden die Projektergebnisse positiv gesehen. Allein die untersuchte M\u00f6glichkeit der Beschichtung der Chargenfertigungsbeh\u00e4lter mit Teflon f\u00fchrt zu wesentlichen umweltrelevanten Verbesserungen und betriebswirtschaftlichen Vorteilen. Auch die untersuchte Hochdruckreinigung mit Wasser ohne den bisher \u00fcblichen Zusatz von L\u00f6sungsmitteln ist zumindest f\u00fcr weite Teilbereiche der Produktion nutzbar. Lediglich das zu Projektbeginn sehr hoch eingesch\u00e4tzte Verfahren der ultraschallunterst\u00fctzten Reinigung hat keine Ergebnisse gezeigt, die betrieblich umsetzbar sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Projektziel war die Entwicklung eines Reinigungsverfahrens f\u00fcr verschmutzte Chargenfertigungsbeh\u00e4lter in der Lackproduktion, bei dem auf den Einsatz organischer L\u00f6sungsmittel zum Reinigen verzichtet oder der Einsatz organischer L\u00f6sungsmittel stark vermindert werden kann. Die Reinigungszeitr\u00e4ume sowie der f\u00fcr die Reinigung einzusetzende Energiebedarf sollten minimiert werden. 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