{"id":18742,"date":"2023-07-13T15:10:58","date_gmt":"2023-07-13T13:10:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/05826-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:10:59","modified_gmt":"2023-07-13T13:10:59","slug":"05826-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/05826-01\/","title":{"rendered":"Umweltzentrum des Handwerks Ostth\u00fcringen Gera"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit dem Einigungsvertrag vom 3. Oktober 1990 waren die Handwerksbetriebe in den neuen Bundesl\u00e4ndern mit denselben gesetzlichen Bestimmungen und umweltschutzrelevanten Problemen wie Abfallent-sorgung, Gew\u00e4sser- und Immissionsschutz sowie der Notwendigkeit des sparsamen Umgangs mit Energien konfrontiert, wie die Handwerker in den alten Bundesl\u00e4ndern.<br \/>\nDas Th\u00fcringer Handwerk, welches sich als wesentlicher Wirtschaftsfaktor, bedeutender Arbeitgeber und gr\u00f6\u00dfter Ausbilder im Freistaat entwickelte, beschlo\u00df deshalb den Aufbau eines Umweltzentrums des Handwerks.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAm 1. Januar 1995 nahm das Umweltzentrum des Handwerks Th\u00fcringen (UZH) mit Sitz in Rudolstadt seine Arbeit auf. Die Organisationsstruktur orientierte sich dabei an den fachlichen Aufgaben:<br \/>\n\t\tAbfallwirtschaft,<br \/>\n\t\tGew\u00e4sser- und Immissionsschutz,<br \/>\n\t\tWeiterbildung und \u00d6ffentlichkeitsarbeit,<br \/>\n\t\tRegionalstruktur \/ Energie.<\/p>\n<p>Zur Umsetzung der gestellten Aufgaben wurde der Personalstamm des Zentrums im Verlauf des Projektes auf acht Mitarbeiter progressiv entwickelt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Umweltzentrum des Handwerks Th\u00fcringen stellt sich heute als anerkanntes Kompetenzzentrum und Vertreter des Handwerks einerseits sowie Ansprechpunkt und handwerklicher Partner in Sachen Umwelt f\u00fcr Beh\u00f6rden, Einrichtungen und Institutionen andererseits dar.<br \/>\nEine grunds\u00e4tzliche Zielstellung des Projektes war es, handwerklichen Unternehmen in Th\u00fcringen eine wissenschaftlich arbeitende und dennoch den Besonderheiten des Wirtschaftssektors Handwerk Rechnung tragende Beratungs- und Schulungseinrichtung zur Seite zu stellen. Diese Zielstellung kann als in vollem Umfang erreicht angesehen werden.<br \/>\nDies wird eindrucksvoll durch eine kurze \u00dcbersicht der w\u00e4hrend der Laufzeit des Projektes erreichten Ergebnisse dokumentiert:<br \/>\n&#8211; 868 Beratungen,<br \/>\n&#8211; 2769 Teilnehmer an Fortbildungsveranstaltungen,<br \/>\n&#8211; 11 Projekte, welche den Unternehmen umfangreiche finanzielle Unterst\u00fctzung sicherten,<br \/>\n&#8211; Initiierung von Investitionen in H\u00f6he von 2,4 Mio DM f\u00fcr Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Umwelt durch Th\u00fcringer Handwerksbetriebe,<br \/>\n&#8211; 43 mal technische Hilfestellung durch Orientierungsmessungen f\u00fcr Handwerker und Endverbraucher,<br \/>\n&#8211; 100 Aktionen zur Information oder Gestaltung von Messen und Ausstellungen.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus wurden die geplanten inhaltlichen Teilprojekte zielkonkret realisiert.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Umweltzentrum hat eine umfangreiche \u00d6ffentlichkeits- und Pr\u00e4sentationsarbeit geleistet. Es ist im Internet unter http:\\www.umweltzentrum.de erreichbar.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Anschubfinanzierung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zur Gr\u00fcndung des Umweltzentrums des Handwerks Th\u00fcringen hat im Th\u00fcringer Handwerk und damit im \u00f6ffentlichen Leben des Freistaates Th\u00fcringen nachhaltige Wirkungen ausgel\u00f6st.<br \/>\nDas Thema Umwelt im Handwerk als System gesetzlicher Vorschriften, Kostenfaktor aber auch Marktchance und Managementinstrument erlangte durch die Existenz und T\u00e4tigkeit des Umweltzentrums einen neuen Stellenwert f\u00fcr das Th\u00fcringer Handwerk.<br \/>\nDurch seine fachlich fundierte und wissenschaftliche Arbeit wurde das UZH zu einem akzeptierten Partner und Vertreter des Handwerks f\u00fcr Th\u00fcringer Ministerien, Einrichtungen und Verb\u00e4nde.<br \/>\nDie Institution Umweltzentrum hat nach dreieinhalb Jahren der Unterst\u00fctzung und F\u00f6rderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt einen festen Platz im Freistaat Th\u00fcringen eingenommen. Diese fachliche Akzeptanz darf jedoch nicht \u00fcber die wirtschaftliche Situation der kleinen und mittleren Unternehmen des Handwerks in Th\u00fcringen und den neuen Bundesl\u00e4ndern insgesamt hinwegt\u00e4uschen. Das Handwerk wird hier auch auf l\u00e4ngere Zeit nicht in der Lage sein, ohne geeignete Hilfe eine derartige Einrichtung wirtschaftlich zu tragen. Dies kann nur \u00fcber gezielte Projekt- und Bildungsarbeit des Umweltzentrums selbst erfolgen.<br \/>\nMit der Erweiterung seiner Dienstleistungen in den Bereichen Arbeitssicherheit und \u00f6kologisches Bauen wird das UZH die Basis f\u00fcr eine wirtschaftliche Tragf\u00e4higkeit weiter st\u00e4rken und seine T\u00e4tigkeit entsprechend der Fortf\u00fchrungsverpflichtung weiterf\u00fchren.<br \/>\nSpezielle Zielvorstellungen und Planungen des Umweltzentrums in der Fortf\u00fchrung der weiteren Arbeit sind:<br \/>\n\u00b7 eine st\u00e4rkere Beteiligung des Th\u00fcringer Handwerks in den Proze\u00df der Agenda 21,<br \/>\n\u00b7 die Vorbereitung und Realisierung von Projekten auf Landes-, Bundes- und Europ\u00e4ischer Ebene unter direkter Beteiligung von Handwerksunternehmen,<br \/>\n\u00b7 die Schaffung von Modell- und Demonstrationsbetrieben und -l\u00f6sungen zur anschaulichen Beratung und Schulung der Unternehmen,<br \/>\n\u00b7 der Ausbau der M\u00f6glichkeiten der multimedialen Kommunikation auf der Basis der geschaffenen Datenkopfstelle,<br \/>\n\u00b7 die weitere Integration des Zentrums in die Handwerksorganisation sowie die Strukturen der Umweltbildung und -beratung des Freistaates Th\u00fcringen und Mitteldeutschlands,<br \/>\n\u00b7 die Vertiefung der Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern und der Ausbau dieses Netzwerkes<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit dem Einigungsvertrag vom 3. 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