{"id":18731,"date":"2023-07-13T15:11:25","date_gmt":"2023-07-13T13:11:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06477-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:26","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:26","slug":"06477-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06477-01\/","title":{"rendered":"Optimierung der Tankreinigung auf Chemikalientankern (Studie)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Tankreinigung auf Chemikalientankern stellt nach wie vor eine der gr\u00f6\u00dften Schwierigkeiten dieser Spezialschifffahrt dar. Gerade im Parcelservice in der Nord- und Ostsee mit den charakteristischen schnellen Rotationen in Hafen- und Produktfolgen wird ein hoher Qualit\u00e4ts- und Quantit\u00e4tsanspruch an die durchzuf\u00fchrenden Reinigungen gefordert.<br \/>\nDen an Bord installierten technischen Systemen zur Tankreinigung mit ihren vielf\u00e4ltigen Einsatzparametern steht in der Regel eine nicht vorhandene Zuordnung von Produkt und Reinigungsprozedur gegen\u00fcber. Es gibt keine brauchbaren, nach \u00f6kologischen Gesichtspunkten arbeitenden und die chemisch-physikalischen Eigenschaften der zu entfernenden Produkte ber\u00fccksichtigenden Reinigungsverfahren.<br \/>\nEine Experimentalstudie soll erreichbare Umweltentlastungspotentiale definieren, quantifizieren und de-ren Umsetzbarkeit aufzeigen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn einer Vorstudie sollen die Zielsetzungen und die Vorgehensweise einer sp\u00e4teren Entwicklung definiert werden. Das Umweltentlastungspotential soll beschrieben und mit ersten zu erarbeitenden Reinigungsverfahren und Prozeduren, sowohl im Modellcharakter (Labor) als auch im Gro\u00dfversuch (Schiffstank) belegt werden. Es ist geplant mit drei Versuchsreihen die L\u00f6sungskonzepte und Erreichbarkeit der definierten Ziele zu verifizieren und zu belegen.<br \/>\nWeiterhin sollen evtl. existierende Tankwaschverfahren und ihre Zuordnung zu den verschiedensten Produkten auch aus anderen Transportzweigen (Schiene, Stra\u00dfe) und Lagerhaltung (Landtanks) untersucht und ihre Anwendbarkeit in der Schifffahrt gepr\u00fcft werden. Die Kompatibilit\u00e4t der Problemstellungen soll in beide Richtungen durchleuchtet werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Eine Entlastung der Umwelt durch \u00dcbertragung von Reinigungsverfahren der verschiedenen Verkehrs-tr\u00e4ger untereinander scheint nur sehr eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich.  Eisenbahnfahrzeuge werden nur anl\u00e4sslich einer Reparatur gereinigt und ansonsten nur zur Bef\u00f6rderung eines Stoffes genutzt. Stra\u00dfenfahrzeuge und Container werden wie Schiffe zum Transport unterschiedlichster Stoffe verwendet. Die grunds\u00e4tzlichen Arbeitsschritte (Reinigen, Sp\u00fclen, Trocknen) werden bei verschiedenen Verkehrstr\u00e4gern \u00fcbereinstimmend ausgef\u00fchrt. Einen Prewash gibt es nur im Seetransport. Bei der eigentlichen Tankreinigung f\u00e4llt auf, dass an Land mit um ein Vielfaches h\u00f6heren Dr\u00fccken gearbeitet wird. Aus diesem deutlich h\u00f6heren Druck bei geringer Entfernung der zu reinigenden Wand erkl\u00e4rt sich, dass nach einem Zyklus der Reinigungsmaschine fast alle Verschmutzungen beseitigt sind. W\u00e4re ein Einbau solcher Hochdruckanlagen auf Schiffen sinnvoll m\u00f6glich, k\u00f6nnte damit ein betr\u00e4chtlicher Effekt erreicht werden. Weil jedoch ein im Vergleich zu Landreinigungsanlagen wesentlich umfangreicheres Leitungssystem f\u00fcr Dr\u00fccke von bis zu 50 bar hergerichtet werden m\u00fcsste, fielen dabei unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Kosten an. Trotzdem bleibt festzustellen, dass heutzutage an Bord von Seeschiffen ein wesentlich gr\u00f6\u00dferer Aufwand um die Tankreinigung betrieben wird. Dies erkl\u00e4rt sich nicht nur aus den im Vergleich zu Landstationen geringeren Waschdr\u00fccken, sondern eher durch die deutlich kompliziertere Bauweise der Schiffstanks, das umfangreiche Rohrleitungssystem, den st\u00e4ndigen Ladungswechsel und die begrenzte Verf\u00fcgbarkeit von Frischwasser.<\/p>\n<p>Die in der Bordpraxis angewandten Reinigungsverfahren wurden optimiert. Hierzu hat der Kooperationspartner Schmitt und Fintelmann eine neue umweltvertr\u00e4gliche Reinigungschemikalie entwickelt. Mit dem neuen Produkt wird erreicht, dass eine Reinigungsl\u00f6sung f\u00fcr die gesamte Tankreinigung ausreicht, d.h., dass alle zu reinigenden Tanks und Leitungen mit nur einer Reinigungsl\u00f6sung im Kreis gewaschen werden k\u00f6nnen. Der erhebliche Vorteil liegt in der geringeren Menge an Reinigungsr\u00fcckst\u00e4nden, einer k\u00fcrzeren Waschzeit und einem geringeren Energieverbrauch.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Laborversuche waren so vielversprechend, dass die entwickelte Reinigungschemikalie und die optimierten Reinigungsprozeduren in einem Gro\u00dfversuch an Bord eines Chemikalientankers getestet wurden. Die Tanks waren von den Produktresten einer Ladung Schmier\u00f6ladditive mit dem Han-delsnamen: Lubrizol, Bezeichnung Lubrizol 4970 K und 3577 zu reinigen. Im Vergleich zur konventio-nellen Reinigungsprozedur kann beim neuentwickelten Konzept auf eine Vorw\u00e4sche verzichtet werden. Insgesamt ergaben sich weitreichende Umweltentlastungsperspektiven, die in folgende Kategorien einzuteilen sind. <\/p>\n<p>1. Verringerter Slopanfall (Slop = verschmutzte Reinigungsl\u00f6sung)<br \/>\n2. Brennstoffeinsparungen<br \/>\n3. Reduzierung der Abgasemission<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die vielversprechenden Ergebnisse der Vorphase zum Projekt Optimierung der Tankreinigung auf Chemikalientankern verdeutlichen, dass der eingeschlagene Ansatz, Reinigungsprozeduren f\u00fcr die g\u00e4ngigen Produkte zu erstellen, richtig ist und zu deutlichen Verbesserungen der Arbeits- und Umweltbelastungen f\u00fchren wird. Die Einbindung der technischen Anlagen und moderner Reinigungschemikalien ist zur Erreichung dieser Ziele zwingend notwendig. Erste Erkenntnisse der Vorphase werden bereits umgesetzt. F\u00fcr die bei der Sietas Werft, Hamburg, vom Kooperationspartner, Reederei Essberger, bestellten 4.500 dwt Neubauten werden erste konstruktive Verbesserungsma\u00dfnahmen ber\u00fccksichtigt. S\u00e4mtliche zum Tankreinigungssystem geh\u00f6rende technische Komponenten werden unter den erarbeiteten Gesichtspunkten optimiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Tankreinigung auf Chemikalientankern stellt nach wie vor eine der gr\u00f6\u00dften Schwierigkeiten dieser Spezialschifffahrt dar. Gerade im Parcelservice in der Nord- und Ostsee mit den charakteristischen schnellen Rotationen in Hafen- und Produktfolgen wird ein hoher Qualit\u00e4ts- und Quantit\u00e4tsanspruch an die durchzuf\u00fchrenden Reinigungen gefordert. 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