{"id":18707,"date":"2024-11-27T10:34:06","date_gmt":"2024-11-27T09:34:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10083-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:08","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:08","slug":"10083-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10083-01\/","title":{"rendered":"Bundesweite Kampagne zur CO2-Vermeidung bei Kommunen und Verbrauchern (Hauptphase)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zielsetzung des Projektes war die partizipative Entwicklung von kooperativen Projekten im kommunalen Umweltschutz. Ausgangspunkt waren festgestellte Defizite im kommunikativen Bereich bei der Entwicklung und Umsetzung von Klimaschutzinitiativen auf kommunaler Ebene. Relevante Akteursgruppen und Multiplikatoren wurden bisher oft gar nicht oder zu sp\u00e4t einbezogen, was den Erfolg von Projekten schm\u00e4lerte. Die Kampagne zielt darauf ab, so auch einen Beitrag zur Umsetzung von B\u00fcrgerbeteiligung im Rahmen der Lokalen Agenda 21 zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn Vorgespr\u00e4chen er\u00f6rterte IFOK mit der Stadt und ggf. unter Einbeziehung von Kooperationspartnern m\u00f6gliche Themen f\u00fcr den Energie-Tisch. Hierbei boten sich zwei Kriterien an: einerseits ein hohes Potential f\u00fcr CO2-Vermeidungen, andererseits kann es auch sinnvoll sein, bestimmte Akteursgruppen \u00fcber einen Energie-Tisch zu eigenverantwortlichen Kooperationen f\u00fcr kommunale Klimaschutzprojekte zu animieren.<br \/>\nNach Festlegung der Themenstellung suchte IFOK gemeinsam mit der Stadt die f\u00fcr diese Thematik entscheidenden Akteure aus. Hierbei wurde die organisierte \u00d6ffentlichkeit angesprochen, indem die relevanten Institutionen einen Teilnehmer f\u00fcr die Arbeit am Energie-Tisch benannten. Zudem wurden auch einzelne Personen in der Kommune angesprochen, die als engagierte und aktive Multiplikatoren bekannt sind. Die Methode sah vor, dass keine kommunalpolitischen Akteure am Energie-Tisch teilnehmen. Die Parteien waren insofern in die Arbeit des Energie-Tischs eingebunden, als die Fraktionsvorsitzenden ein Vorschlagsrecht f\u00fcr Teilnehmer am Energie-Tisch hatten und die Fraktionen bei Bedarf zu Sitzungen des Energie-Tischs eingeladen wurden.<br \/>\nEine \u00f6ffentliche Auftaktveranstaltung startete die Projektarbeit. In der Folge fanden sechs bis sieben Plenarsitzungen des Energie-Tischs in etwa sechsw\u00f6chigem Rhythmus statt. IFOK moderierte und organisierte diese Plenartreffen mit modernen Kreativit\u00e4ts- und Moderationstechniken. Die Plenarsitzungen erg\u00e4nzten Arbeitsgruppentreffen der Energie-Tisch-Teilnehmer, die in Eigenregie tagten. Am Ende des Sitzungszyklus &#8211; nach ca. einem Jahr &#8211; stellte der Energie-Tisch in einer \u00f6ffentlichen Abschlussveranstaltung sein(e) Projekt(e) und deren Umsetzungskonzept vor.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit der Kampagne konnten Ergebnisse auf mehreren Ebenen erzielt werden. Es wurden zahlreiche konkrete Klimaschutzprojekte auf den Weg gebracht sowie neue Kommunikationsformen und Kooperationen zwischen Unternehmen, Institutionen, \u00f6ffentlicher Verwaltung, Politik und B\u00fcrgern erprobt.<br \/>\nProjekte: Allen Projekten gemeinsam ist, dass sie von mehreren Beteiligten getragen werden. Aufgrund der fr\u00fchzeitigen Einbindung aller relevanten Akteure und des partizipativen Vorgehens bei der Projektentwicklung am Energie-Tisch konnten die meisten Projekte ohne gr\u00f6\u00dfere Reibungs- und Zeitverluste umgesetzt werden. Beispiele f\u00fcr Projekte, die an Energie-Tischen entwickelt wurden, sind: Energie- und W\u00e4rmep\u00e4sse, Contractingmodelle, Wettbewerbe zu W\u00e4rmeschutz- und Energiesparma\u00dfnahmen an Wohngeb\u00e4uden, Geb\u00e4udetypologien, Mustersanierungen, Energieversorgungskonzepte f\u00fcr Neubau- oder Sanierungsgebiete, Wirtschaftlichkeitsanalysen, Akquisition von Fondmitteln und Aufbau lokaler Sanierungsfonds, regionale\/lokale Beratungsagenturen und -zentren, Etablierung von Energiebeauftragten, Anreizprogramme in Schulen, Beleuchtungsoptimierung in Kirchen und kirchlichen Geb\u00e4uden, Sanierung von \u00d6PNV-Einrichtungen. Dabei haben fast alle Energie-Tische mehrere Projekte parallel entwickelt, um ihr Ziel zu verfolgen. So wurden Kooperationsprojekte verschiedener Akteure (z.B. W\u00e4rmepass) von Projekten zur \u00d6ffentlichkeitsarbeit (Aktionen und Wettbewerbe) begleitet.<br \/>\nEinbindung von Institutionen, Politik und Verwaltung: Die Kampagne konnte rund 450 Institutionen an Energie-Tischen bei der Projektentwicklung einbinden. Sie f\u00f6rderte au\u00dferdem eine intensive Zusammenarbeit mit Verwaltung und Politik. Dabei wurden anf\u00e4ngliche Interessenskonflikte zwischen den Akteuren meist \u00fcberwunden und Kooperationen geschaffen.<br \/>\nUnterst\u00fctzung von Lokalen Agenda 21-Prozessen: Energie-Tische entsprechen mit ihrem partizipativen Ansatz und den inhaltlichen Zielen den Anforderungen der Agenda 21. Einige Kommunen, wie z.B. Wuppertal und N\u00fcrnberg, richteten daher Energie-Tische als Baustein in ihrem Lokalen Agenda 21-Prozess ein. In der Gemeinde Sulzbach (Taunus) f\u00fchrte das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Energie-Tischs zur Initiierung eines Lokalen Agenda 21-Prozesses.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Alle Energie-Tische wurden von einer intensiven (vor allem lokalen) Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit begleitete. An einigen Energie-Tischen arbeiteten Journalisten als Teilnehmer mit. Die \u00f6ffentliche Auftakt- und Abschlussveranstaltung dienten gerade auch dem \u00f6ffentlichkeitswirksamen Start bzw. der Ergebnispr\u00e4sentation des Energie-Tischs in der Kommune. In der Regel fanden daher jeweils auch Pressegespr\u00e4che statt. Die zahlreichen Presseartikel im Pressecho der Kampagne und in den Abschlussberichten zeugen von der intensiven Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit.<br \/>\nDie Vernetzung der Energie-Tische erfolgte in schriftlicher Form durch 4 Ausgaben der ETnews, die \u00fcber die Arbeit der Energie-Tische und die Aktivit\u00e4ten im Rahmen der Kampagne berichteten und an alle Teilnehmer und Interessenten verschickt wurden. Die Kampagne und Ergebnisse der Energie-Tische wurden au\u00dferdem in zahlreichen Publikationen einer breiten Leserschaft zug\u00e4nglich gemacht. Ein Erfahrungsaustausch zwischen den Energie-Tischen erfolgte durch Tagungen (Erfahrungsb\u00f6rse im November 1997, IFOK-Symposium im September 1999) und durch die Moderationsschulungen, an denen Teilnehmer von verschiedenen Energie-Tischen nicht nur Moderationsmethoden erlernen, sondern sich gleichzeitig austauschen konnten. Dar\u00fcber hinaus wurden Teilnehmer von Energie-Tischen als Fachreferatenten an andere Energie-Tische vermittelt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit rund 30 Energie-Tischen konnte IFOK die Bundesweite Kampagne zur CO2-Vermeidung bei Kommunen und Verbrauchern erfolgreich ausdehnen und die Energie-Tisch-Methoden optimieren. Aufgrund des inzwischen hohen Bekanntheitsgrades der Energie-Tische und der IFOK-Aktivit\u00e4ten in zahlreichen Kommunen und Regionen, z.B. durch die Betreuung von lokalen und regionalen Agenda-Prozessen, erh\u00e4lt IFOK weiterhin Anfragen von Kommunen, die einen Energie-Tisch einrichten m\u00f6chten. Das l\u00e4sst erwarten, dass IFOK die Kampagne auch in den n\u00e4chsten Jahren mit der Etablierung weiterer Energie-Tische erfolgreich fortsetzen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zielsetzung des Projektes war die partizipative Entwicklung von kooperativen Projekten im kommunalen Umweltschutz. 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