{"id":18696,"date":"2023-07-13T15:10:05","date_gmt":"2023-07-13T13:10:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/04176-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:10:06","modified_gmt":"2023-07-13T13:10:06","slug":"04176-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/04176-01\/","title":{"rendered":"Kleinme\u00dfger\u00e4t zur Erkennung chlorhaltiger Kunststoffe"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projektes war die Schaffung eines kleinen, handhaltbaren und sehr kosteng\u00fcnstigen Ger\u00e4tes f\u00fcr den allgemeinen Praxiseinsatz, das es erm\u00f6glicht, schnell und sicher chlorhaltige Kunststoffe, insbesondere PVC, von anderen Kunststoffen zu unterscheiden. Zweck des Projektes war, mit einem solchen Ger\u00e4t Auswirkungen von Fehlentscheidungen beim Sortieren oder beim Einsatz von PVC zu vermeiden und so Recycling- u. Fertigungsprozesse sicherer zu machen. Dort, wo nicht PVC eingesetzt werden soll, kann dies mit Hilfe des Ger\u00e4tes nachgepr\u00fcft werden. Unterziele waren das Finden eines geeigneten Me\u00dfprinzips und dessen techn. Umsetzung zu einem anwendungsf\u00e4higen und produzierbarem Ger\u00e4t.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenNeben der RATIONAL GmbH Rostock wirkten am Projekt Herr Dr.rer.nat.habil Hartmut Prandke als selbst\u00e4ndiger Berater und die Universit\u00e4tsfirma ADANI International Minsk unter Leitung von Prof. Dr. rer.nat Linev mit. Herr Dr. Prandke schuf die Grundidee mit. Die Fa. ADANI f\u00fchrte mit RATIONAL Grundsatzuntersuchungen durch und baute nach Angabe von RATIONAL das erste Muster. ADANI brachte selbst\u00e4ndige Gestaltungsideen ein. Bei dem Versuch der Umsetzung in ein Serienger\u00e4t arbeiteten zwei weitere Firmen mit.<br \/>\nDie Arbeiten begannen mit einer Patentanalyse und einer umfangreichen Suche nach Me\u00dfprinzipien, wobei teilweise Eigenschaften von Stoffen auch experimentell untersucht wurden.<br \/>\nAuf der Suche nach einem geeigneten Me\u00dfprinzip konnte dann nach vielen Voruntersuchungen die BEILSTEIN-Probe als geeignet gefunden werden, auch, weil sich diese zu einem gro\u00dfen Teil mit sehr kosteng\u00fcnstigen Teilen aus handels\u00fcblichen Ger\u00e4ten (Feuerzeugen) umsetzen l\u00e4\u00dft. Mit diesen Teilen l\u00e4\u00dft sich eine kleine Flamme prizipiell einfach erzeugen.<br \/>\nAnschlie\u00dfend war das Problem zu l\u00f6sen, dieses Verfahren einfach, klein, kosteng\u00fcnstig und sicher technisch umzusetzen.<br \/>\nEs konnte ein Proze\u00df der Probennahme gefunden werden, der eine grunds\u00e4tzlich einfache Ausf\u00fchrung erlaubt: Eine Nadel wird erhitzt, dann hei\u00df in das Probenmaterial gedr\u00fcckt, wobei ein kleiner Teil desselben an der Nadel h\u00e4ngen bleibt, und aus diesem wird die Nadel wieder in die Flamme zur\u00fcckgezogen. Dort verbrennt die entnommene Teil-Probe (unter Anwesenheit von Kupfer und Kupferoxid). Bei Anwesenheit von Chlor f\u00e4rbt sich die Flamme gr\u00fcn, was mit Hilfe eines optischen Filters, einen optischen Detektors und einer Verst\u00e4rkerschaltung erkannt werden kann. Der kleine Probenteil auf der Nadel verbrennt vollst\u00e4ndig, womit der Ausgangszustand wieder hergestellt wird und dann ein neuer Me\u00dfvorgang gestartet werden kann.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Auf dieser konzeptionellen Basis konnten erste Modellger\u00e4te mit der Fa. ADANI geschaffen werden, die die Nutzbarkeit des skizzierten Funktionsprinzips nachzuweisen erlaubten.<br \/>\nDie Umsetzung zu einem produzierbaren Ger\u00e4t gelang bisher nicht wegen einiger ungel\u00f6ster technologischer Probleme (Stellglieder und Pr\u00e4zision der mechanischen Fertigung) sowie an den Kosten (Formenbau). Diese Probleme sind keineswegs un\u00fcberwindbar, m\u00fcssen aber noch gel\u00f6st werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Mehrere Nachfragen aus der Wirtschaft (dekura; Altholzverwertung S\u00fcd; Vinnolit, Frisoplast; Pergulan; VKW; Mohr &#038; Partner; Pentaplast; Solvey; PVC-Recycling; Uni N\u00fcrnberg; BASF) haben den Bedarf nach dem konzipierten Ger\u00e4t best\u00e4tigt. Das best\u00e4rkt uns darin, Wege zur Fortf\u00fchrung des Projektes zu finden. Eine Patentanmeldung ist erfolgt. Ver\u00f6ffentlichungen sollen erst erfolgen, wenn weitere einsatzbereite Muster zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es ist gelungen, die grunds\u00e4tzlichen Fragen und technischen Probleme des Ger\u00e4tes, das als Ziel gesetzt war, zu l\u00f6sen und in Mustern die Funktion nachzuweisen. Technologische Probleme der detaillierten Ausf\u00fchrung sind noch nicht gel\u00f6st. Hier mu\u00df und soll weiter gesucht werden. Weiteres Ziel soll die Kleinserienfertigung sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projektes war die Schaffung eines kleinen, handhaltbaren und sehr kosteng\u00fcnstigen Ger\u00e4tes f\u00fcr den allgemeinen Praxiseinsatz, das es erm\u00f6glicht, schnell und sicher chlorhaltige Kunststoffe, insbesondere PVC, von anderen Kunststoffen zu unterscheiden. 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