{"id":18568,"date":"2023-07-13T15:12:56","date_gmt":"2023-07-13T13:12:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/08721-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:12:57","modified_gmt":"2023-07-13T13:12:57","slug":"08721-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/08721-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Bioabfallverwertung (1): Entwicklung von Substraten f\u00fcr Baumschulkulturen unter Verwendung von Komposten aus der aeroben und anaeroben Bioabfallverwertung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Entwicklung von Substraten f\u00fcr Baumschulkulturen auf der Basis von Komposten aus aerober und anaerober Behandlung unter Ber\u00fccksichtigung der anwenderspezifischen Erfordernisse. Ziel des Projektes war es aufgrund der Ergebnisse aus wissenschaftlichen Untersuchungen und Praxisversuchen Substrattypen zu klassifizieren, die eine sinnvolle und umweltschonende Verwendung der vorgenannten biogenen Reststoffe erm\u00f6glichen. Hierbei wurden als Zuschlagsstoffe f\u00fcr die Substrate vornehmlich lokal anfallende Reststoffe verwendet, mit dem Ziel auch f\u00fcr diese Stoffe eine Verwendungsm\u00f6glichkeit zu finden und somit eine Deponierung dieser Stoffe zu vermeiden. Durch die Substitution von Hochmoortorf wird diese nat\u00fcrliche Ressource geschont. Die Einsparung von Torftransporten aus Norddeutschland oder dem Baltikum zum Substrathersteller nach Bayern vermindert zudem den Verbrauch fossiler Energietr\u00e4ger.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der ersten Projektphase (Vegetationsperiode 1996) wurden am Institut f\u00fcr Bodenkunde und Pflanzenern\u00e4hrung Versuche zur Ermittlung geeigneter Kompostarten f\u00fcr die Substratherstellung und zur Eignung verschiedener Zuschlagsstoffe f\u00fcr Kompostsubstrate durchgef\u00fchrt. Bei den Versuchen kamen Komposte aus aerober und anaerober Behandlung zum Einsatz. Im einzelnen waren dies Gr\u00fcngutkompost aus offener Mietenkompostierung, Bioabfallkompost aus Warngau (vollgekapseltes Mietenverfahren\/Umsetzsystem Wendelin), kompostierter G\u00e4rr\u00fcckstand aus Z\u00fcrich (KOMPOGAS-Verfahren\/Trockenfermentation) und aus Kaufbeuren (BTA-\u00e4hnliche Nassfermentation). Der G\u00e4rr\u00fcckstand aus der BTA-Anlage Volkenschwand konnte aufgrund zu hoher N\u00e4hrstoff- und Ballaststoffgehalte nicht verwendet werden. Bei diesen Exaktversuchen wurde ebenso die N\u00e4hrstoffversorgung und -auswaschung bei komposthaltigen Substraten untersucht.<br \/>\nDie Ergebnisse der wissenschaftlichen Pflanzenversuche der Vegetationsperiode 1996 bildeten die Grundlage f\u00fcr die Herstellung von Substraten auf Kompostbasis f\u00fcr die Exakt- und Praxisversuche. Die pflanzenbaulichen und produktionsbedingten Anspr\u00fcche der Baumschulbetriebe an universell einsetzbare Kultursubstrate wurden mit den Anwendern erarbeitet und ber\u00fccksichtigt.<br \/>\nIn Zusammenarbeit mit dem Substrathersteller wurden die Anforderungen an die Komposte bez\u00fcglich verarbeitungsrelevanter Parameter er\u00f6rtert. Unter Einbeziehung dieser Kriterien und der chemischen Eigenschaften wurden zwei Komposte ausgew\u00e4hlt. Neben dem Gr\u00fcngutkompost aus Warngau wurde der kompostierte G\u00e4rr\u00fcckstand aus der TBW-Nassfermentation in Teugn (seit Mai 1996 in Betrieb) verwendet. Dieser erf\u00fcllte neben den geforderten chemischen Parametern auch die f\u00fcr den Transport und die Verarbeitung notwendigen physikalischen Parameter (z. B. niedriges Volumengewicht, siebf\u00e4hige Struktur). Die Qualit\u00e4t des G\u00e4rr\u00fcckstandes aus der BTA-Anlage des Projektpartners H\u00f6gl GmbH konnte trotz aller Anstrengungen des Werkbetreibers und fortlaufender Untersuchungen, sowie einer kontrollierten Nachkompostierung bis zum Beginn der Vegetationsperiode 1997 nicht in einem ausreichenden Ma\u00dfe verbessert werden.<br \/>\nF\u00fcr die Versuche im Jahr 1997 wurden im Substratwerk des Projektpartners Erdenwerk Patzer zwei Mischungen hergestellt, wobei erstmalig kompostierter G\u00e4rr\u00fcckstand in der Substratproduktion zum Einsatz kam. Der Kompostanteil betrug in beiden Substrate jeweils 40 Vol.-%. Durch Substitution von weiteren 25 Vol.-% durch die Torfersatzstoffe Rindenhumus und Holzh\u00e4cksel wurde der verbleibende Torfanteil auf 35 Vol.-% gesenkt. Diese beiden Mischungen wurden sowohl in den Versuchen an der Versuchsanstalt, als auch in Praxisversuchen in den beiden am Projekt beteiligten Baumschulbetrieben eingesetzt.<br \/>\nMit insgesamt sechs Varianten (zwei im Werk hergestellte Mischungen, zwei weitere Versuchssubstrate und zwei Standardsubstrate f\u00fcr die Geh\u00f6lzproduktion) wurden in der Vegetationsperiode 1997 vier Versuche mit sieben Pflanzenarten angelegt, bei denen die Auswirkung der Substrate auf das Pflanzenwachstum bei unterschiedlicher Bew\u00e4sserung, sowie die N\u00e4hrstoffversorgung und -auswaschung untersucht wurde. F\u00fcr die Praxisversuche w\u00e4hlten die Projektpartner Baumschule Schwab und Baumschule H\u00f6rmann jeweils sieben f\u00fcr das eigenproduzierte Sortiment typische Pflanzenarten aus. Bei diesen Versuchen sollte besonders die universelle Einsetzbarkeit der Substrate und deren Verhalten unter Praxisbedingungen im Vergleich zu den bisher verwendeten Substraten gepr\u00fcft werden.<br \/>\nDas neue Baumschulsubstrat I (40 Vol.-% kompostierter G\u00e4rr\u00fcckstand, 25 Vol.-% Holzh\u00e4cksel, 35 Vol.-% Hochmoortorf) erbrachte sowohl in den Exakt-, wie auch in den Praxisversuchen positive Ergebnisse. Nur bei wenigen Pflanzenarten im Baumschulbetrieb H\u00f6rmann und bei den Versuchen mit Mattenbew\u00e4sserung wurde eine, im Vergleich zur Kontrolle schw\u00e4chere Wuchsleistung beobachtet. Bei allen anderen Versuchen brachte dieses Substrat gleichwertige und teilweise bessere Pflanzenqualit\u00e4ten. Anders verhielt es sich mit dem Versuchssubstrat II (40 Vol.-% Gr\u00fcngutkompost, 25 Vol.-% Rindenhumus, 35 Vol.-%. Hochmoortorf). Dieses konnte bei der Mehrzahl der Exaktversuche und bei den Praxisversuchen im Baumschulbetrieb H\u00f6rmann nur zum Teil die pflanzenbaulichen Anforderungen im Vergleich zu den Standardsubstraten erf\u00fcllen. Die beiden Versuchssubstrate der Vegetationsperiode 1997 wurden nach der Auswertung der Ergebnisse f\u00fcr die Versuche im Jahr 1998 modifiziert. Hierzu wurde der Kompostanteil von 40 auf 30 Vol.-% gesenkt. Um die Wirksamkeit dieser Reduzierung zu pr\u00fcfen, wurden zwei Mischungen in Exaktversuchen mit einem Torfsubstrat als Kontrollvariante gepr\u00fcft. Als weitere Pr\u00fcfglieder wurden zwei Substrate mit dem Mischungsverh\u00e4ltnis von 1997 verwendet. Au\u00dferdem wurde zus\u00e4tzlich eines der Versuchssubstrate alternativ zur Versorgung mit Osmocote NPK mit Osmocote N mit einer Wirkungsdauer von 8-9 Monaten aufged\u00fcngt. Um die Auswirkungen im Pflanzenversuch zu untersuchen, wurden bei den Substratmischungen auch zwei Komposte eingesetzt, die einzelne Richtwerte f\u00fcr Substratkompost zum Teil deutlich \u00fcberschritten.<br \/>\nAnn\u00e4hernd die gleiche Qualit\u00e4t wie in dem Torfsubstrat konnte nur mit dem Kompostsubstrat mit 30 Vol.-% GGK, 25 Vol.-% Holzh\u00e4cksel und 45 Vol.-% HMT erzeugt werden. Der in dieser Mischung verwendete Kompost erf\u00fcllte (mit Ausnahme des Richtwertes f\u00fcr Kalium) die G\u00fctekriterien (der Bundesg\u00fctegemeinschaft Kompost) f\u00fcr Substratkompost f\u00fcr eine 40 Vol.-%-Zumischung. Die parallel durchgef\u00fchrten Praxisversuchen best\u00e4tigten die Ergebnisse. Im Vergleich zu dem von beiden Betrieben verwendeten Baumschulsubstrat der Firma \u00d6kohum erbrachte das Substrat mit 30 Vol.-% GGK, 25 Vol.-% Holzh\u00e4cksel und 45 Vol.-% HMT gleichwertige und teilweise bessere Ergebnisse bei allen Pflanzenarten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>F\u00fcr einen erfolgreichen Einsatz von Komposten in Baumschulsubstraten ist es notwendig, qualitativ hochwertige Materialien zu verwenden. Wie die Erfahrungen aus dem Projekt zeigten, k\u00f6nnen nur durch Verwendung eines n\u00e4hrstoffarmen Kompostes in Kombination mit anderen Torfersatzstoffen gr\u00f6\u00dfere Mengen an Hochmoortorf in Baumschulsubstraten ersetzt werden. Bei Beachtung der Richtlinien f\u00fcr Substratkompost lassen sich insbesondere mit Gr\u00fcngutkomposten Substrate herstellen, deren Torfanteil auf 45 Vol.-% reduziert ist und dennoch die gleiche Kultursicherheit bieten wie ein reines Torfsubstrat bzw. die bislang in den Baumschulen verwendeten Rindenhumus-Hochmoortorf-Substrate.<br \/>\nDie Ergebnisse in der \u00dcbersicht:<br \/>\n1.\tBei Verwendung von Kompost zur Herstellung von Baumschulsubstraten in Kombination mit anderen Torfersatzstoffen (z.B. Holzh\u00e4cksel) sollte ein Kompostanteil von 30 Vol.-% nicht \u00fcberschritten werden, auch wenn nach den G\u00fcterichtlinien f\u00fcr Substratkompost ein Anteil von 40 Vol.-% m\u00f6glich w\u00e4re. Mit einem Substrat aus 30 Vol.-% Gr\u00fcngutkompost (Typ 1 nach BGK, 1998), 25 Vol.-% Holzh\u00e4cksel und 45 Vol.-% Hochmoortorf l\u00e4sst sich ann\u00e4hernd die gleiche Pflanzenqualit\u00e4t bei \u00dcber-Kronen-Bew\u00e4sserung erzeugen, wie in einem reinem Torfsubstrat. Die Versorgung mit Langzeitd\u00fcngern kann hierbei nach den bisherigen Erfahrungen im Umgang mit Torf-Rindenhumus-Substraten erfolgen.<br \/>\n2.\tIn den Praxisversuchen konnten auch mit einem Substrat mit kompostierten G\u00e4rr\u00fcckst\u00e4nden aus der Trockenfermentation nach dem KOMPOGAS-Verfahren (Typ 2 nach BGK, 1998 \/ \u00dcberschreitung des Richtwertes f\u00fcr CaCO3) im selben Mischungsverh\u00e4ltnis wie unter Punkt 1. bei der Mehrzahl der Pflanzenarten Pflanzen in guter Qualit\u00e4t kultiviert werden. Allerdings sind Kulturprobleme durch ung\u00fcnstige Bedingungen (z.B. hoher pH-Wert im Substrat, rascher Anstieg der pH-Werte durch hohe Carbonatgehalte im Gie\u00dfwasser) nicht auszuschlie\u00dfen.<br \/>\n3.\tKompostsubstrate sacken st\u00e4rker als Torfsubstrate, wobei der Volumenverlust vorwiegend auf mechanische Verdichtung zur\u00fcckzuf\u00fchren war. Durch ein st\u00e4rkeres Andr\u00fccken der Substrate beim Topfen k\u00f6nnte die Sackung reduziert werden. Der Volumenverlust lag jedoch im Bereich anderer torfreduzierter Baumschulsubstrate und k\u00f6nnte sich m\u00f6glicherweise nur bei mehrj\u00e4hrigen Kulturen negativ auf das Wachstum der Pflanzen auswirken.<br \/>\n4.\tKompostsubstrate k\u00f6nnen auch bei Mattenbew\u00e4sserung verwendet werden. Aufgrund der im Ver-gleich zu einem Torfsubstrat niedrigeren Wasserkapazit\u00e4t sind bei Kompostsubstraten k\u00fcrzere Zeitintervalle zwischen den Bew\u00e4sserungsvorg\u00e4ngen vorteilhaft f\u00fcr eine optimale Wasserversorgung.<br \/>\n5.\tDie h\u00e4ufig zu n\u00e4hrstoffreichen Bioabfallkomposte sind f\u00fcr eine Verwendung in h\u00f6heren Volumenanteilen nicht geeignet (FISCHER, 1998). Die meist hohen Chlorid- und Natriumgehalte solcher Komposte sind ein weiterer Grund, diese nicht in Baumschulsubstraten einzusetzen.<br \/>\n6.\tDie kompostierten G\u00e4rr\u00fcckst\u00e4nde der BTA-Anlage der H\u00f6gl GmbH hatten keine ausreichende Qualit\u00e4t um in Baumschulsubstraten eingesetzt zu werden. Sowohl die chemischen Parameter, wie auch die physikalischen Eigenschaften (verklebte Aggregate) waren hier nicht ausreichend. Kompostierte G\u00e4rr\u00fcckst\u00e4nde aus anderen Nassfermentationsanlagen (Kaufbeuren bzw. Teugn) erwiesen sich als ebenso geeignete Substratkomponenten wie Gr\u00fcngutkompost.<br \/>\n7.\tAuch wenn einige Pflanzenarten mit h\u00f6heren Kompostanteilen im Substrat gleiche Wachstumsergebnisse erbrachten wie in reinen Torfsubstraten, ist eine sorgf\u00e4ltige Auswahl der verwendeten Kompostarten unter Ber\u00fccksichtigung der G\u00fcterichtlinien der Bundesg\u00fctegemeinschaft notwendig, damit das Substrat universell bei zahlreichen Geh\u00f6lzkulturen (au\u00dfer bei nicht kalkvertr\u00e4glichen Pflanzen) eingesetzt werden kann.<br \/>\n8.\tNeben den chemischen Eigenschaften von Substratkompost sind f\u00fcr den Hersteller von Baumschulsubstraten die physikalischen Parameter von gro\u00dfer Bedeutung. Um die Transportkapazit\u00e4t f\u00fcr Sub-stratlieferungen nicht zu \u00fcberschreiten sind nur Komposte mit einem Volumengewicht von weniger als 600 g\/l einsetzbar. Bei einem h\u00f6heren Gewicht und damit gr\u00f6\u00dferem Wassergehalt ist au\u00dferdem eine Verschmutzung der Transportb\u00e4nder, Misch- und Siebeinrichtungen des Substratwerkes nicht auszuschlie\u00dfen. Auch ein zu trockener Kompost k\u00f6nnte durch verst\u00e4rkte Staubbelastung die Verpackung des Substrates in Foliens\u00e4cke beeintr\u00e4chtigen.<br \/>\n9.\tAus der Erfahrung des Einheitserdenwerks Patzer kann der Einsatz unreifer Komposte (Rottegrad < 5) zu starker Beeintr\u00e4chtigung der Substratqualit\u00e4t f\u00fchren. Neben der Immobilisierung von Stickstoff k\u00f6nnten eine Verpilzung des Substrates sowie eine nicht akzeptable Geruchsbildung auftreten. \n10.\t Der Ersatz von Hochmoortorf durch Substratkompost ist aus \u00f6kologischen Gesichtspunkten sinnvoll, da dadurch Torftransporte aus Norddeutschland und den baltischen Staaten eingespart werden k\u00f6nnten. \n11.\tF\u00fcr den Substrathersteller bietet Substratkompost eine kosteng\u00fcnstige Alternative zu Torf und teilweise auch zu anderen Torfersatzstoffen (z.B. Rindenhumus). Entscheidend f\u00fcr eine dauerhafte Verwendung von Kompost als Bestandteil von Baumschulsubstraten ist neben den vorgenannten Eigenschaften auch die ausreichende Verf\u00fcgbarkeit des Materials zu produktionsintensiven Jahreszei-ten (Herbst\/Fr\u00fchjahr). \n12.\tF\u00fcr die D\u00fcngung und Bodenverbesserung in Freilandquartieren k\u00f6nnen kompostierte G\u00e4rr\u00fcckst\u00e4nde von nicht substratf\u00e4higer Qualit\u00e4t verwendet werden. Kompostierte G\u00e4rr\u00fcckst\u00e4nde sind in diesem Bereich eine Alternative zu den von den Baumschulen bisher eingesetzten Stallmistgaben. Eine Ausbringung sollte jedoch nur nach vorheriger Bodenuntersuchung erfolgen und dem meist geringen Entzug von Baumschulgeh\u00f6lzen angepasst werden. Da der Stickstoff aus dem kompostierten G\u00e4rr\u00fcckst\u00e4nden nur zu einem geringen Teil pflanzenverf\u00fcgbar ist, muss bei Bedarf erg\u00e4nzend ged\u00fcngt werden.\n\n\n\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation\n\nUm interessierten Unternehmen aus den Bereichen Biogaserzeugung, Kompostierung, Substraterzeugung und Pflanzenproduktion die Ergebnisse aus dem Forschungsvorhaben anschaulich zu pr\u00e4sentieren, wurde am 11. September 1997 in der Baumschule Schwab eine Informationsveranstaltung, sowie am 7. September 1998 eine Tagung an der Fachhochschule Weihenstephan durchgef\u00fchrt. Des weiteren wurden die Zwischenergebnisse bislang in verschiedenen Vortr\u00e4gen, Posterpr\u00e4sentationen, F\u00fchrungen und Ver\u00f6ffentlichungen dargestellt:\nF\u00fchrungen \/ Besichtigung der Pflanzenversuche\n06.09.1996\tTeilnehmer des Symposiums on Growing Media and Plant Nutrition der ISHS\n09.09.1996\tForscher aus dem Baumschulbereich verschiedener L\u00e4nder der EU\n12.06.1997\tMitglieder des Erzeugerrings f\u00fcr Hochbaumschulpflanzen Bayern e.V.\n30.07.1998\tLeiter von Baumschulbetrieben aus S\u00fcddeutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz\n07.09.1998\tTeilnehmer der Tagung Kompostsubstrate f\u00fcr Gartenbau und GaLaBau\nTeilnahme an Kongressen und Tagungen\n\u00b7\tISHS-Symposium Composting and use of composted materials for Horticulture vom 5. bis 11.4.1997 in Ayr (Poster), Schottland (Fischer, P.)\n\u00b7\tArbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Baumschulforschung vom 08.-09.09.1997 in Veitsh\u00f6chheim (Popp, W.)\n\u00b7\tStatusseminar Bioabfallverwertung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt am 25.\/26.11.1998 in Osnabr\u00fcck (Popp, W.)\nVortr\u00e4ge\nPopp, W.:\n\u00b7\tEntwicklung f\u00fcr die Praxis - Baumschulsubstrate mit Kompost und anderen Torfersatzstoffen, Mitgliederversammlung des Erzeugerrings f\u00fcr Hochbaumschulpflanzen e.V. am 12.06.97 in Weihenstephan\n\u00b7\tBaumschulsubstrate auf Kompostbasis, Tagung: Kompostsubstrate f\u00fcr Gartenbau und GaLaBau am 07.09.1998 in Weihenstephan\nFischer, P.:\n\u00b7\tKompostqualit\u00e4t f\u00fcr Substrate, Tagung: Kompostsubstrate f\u00fcr Gartenbau und GaLaBau am 07.09.1998 in Weihenstephan\nPosterpr\u00e4sentation\nFischer, P. u. Popp, W.:\n\u00b7\tThe use of various composts and recycled materials in growing media for ornamental shrubs, ISHS-Symposium Composting and use of composted materials for Horticulture am 07.04.97 in Ayre, Schottland\n\u00b7\tPosterpr\u00e4sentation auf der Veranstaltung Hochschule - Wirtschaft zum Technologie- und Wissens-transfer am 26.06.1998 in Weihenstephan\nVeranstaltungen \/ Ausstellungen\n\u00b7\tInformationsveranstaltung Kompost in Baumschulsubstraten im Baumschulbetrieb Schwab, Ingolstadt am 11.09.97 \n\u00b7\tAusstellung  Umwelt, Garten, Landschaft der Fa. Wurzer-Umwelt, Poster Entwicklung f\u00fcr die Praxis - Baumschulsubstrate mit Kompost und anderen Torfersatzstoffen vom 02. - 05.10.97 in Eitting\n\u00b7\tTagung Kompostsubstrate f\u00fcr Gartenbau und GaLaBau am 07.09.1998 in Weihenstephan\nVer\u00f6ffentlichungen\nFischer, P. und Popp, W.: Entwicklung von Substraten f\u00fcr Baumschulkulturen. Gartenbaureport 11\/96, S.16, Bonn\nPopp, W.: Eignung von Komposten aus verschiedenen Rotteverfahren als Substratzuschlag f\u00fcr Geh\u00f6lze. Versuche im Deutschen Gartenbau, 9.Jahrgang, S.42, 1997\nFischer, P. und Popp, W.: Entwicklung von Substraten f\u00fcr Baumschulkulturen. Gartenbaureport 9\/98, Bonn\nPopp, W. und Fischer, P.:\nBaumschulsubstrate auf Kompostbasis. Deutscher Gartenbau 36, Spezial Kulturtechnik, S.23-26, 1998\nPopp, W. und Fischer, P.: Entwicklung von Substraten f\u00fcr Baumschulkulturen unter Verwendung von Komposten aus der aeroben und anaeroben Bioabfallverwertung. In: Ergebnisse des F\u00f6rderschwerpunktes Bioabfallverwertung Deutsche Bundesstiftung Umwelt, S.26-31, Zellerverlag, Osnabr\u00fcck, 1998\nPopp, W. und Fischer, P.:Kompost als Torfersatz in Baumschulsubstraten. Deutsche Baumschule 12\/98, S. 33-35\n\n\nFazit\n\nDie Akzeptanz der Baumschulbetriebe gegen\u00fcber Kompostsubstraten k\u00f6nnte in der Zukunft ansteigen, wenn mehrere Betriebe mit den Produkten positive Erfahrungen gesammelt haben. Zur Zeit kultivieren zahlreiche Betriebe in Bayern bereits erfolgreich mit torfreduzierten Substraten (meist Rindenhumus-Hochmoortorf-Gemische). Dies d\u00fcrfte eine Umstellung auf ein neues Substrat nicht gerade erleichtern, da die Betriebsleiter meist auf bew\u00e4hrte Qualit\u00e4t vertrauen und ein m\u00f6gliches Kulturrisiko durch die Umstellung auf ein anderes Substrat scheuen. Durch eine intensive kulturbegleitende Beratung und einen probeweisen Einsatz der neuen Substratmischung kann die Einf\u00fchrung in die Praxis dennoch gelingen.\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Entwicklung von Substraten f\u00fcr Baumschulkulturen auf der Basis von Komposten aus aerober und anaerober Behandlung unter Ber\u00fccksichtigung der anwenderspezifischen Erfordernisse. Ziel des Projektes war es aufgrund der Ergebnisse aus wissenschaftlichen Untersuchungen und Praxisversuchen Substrattypen zu klassifizieren, die eine sinnvolle und umweltschonende Verwendung der vorgenannten biogenen Reststoffe erm\u00f6glichen. 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